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Full text of "PC Player German Magazine 1998-08"

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8 • 98 DAS TESTMAGAZI N FU 



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DM 7," ■ ÖS 54,- ■ SFR 
LFR 170,- 'HFL 8,50 'LIT 10.000,- ■ bfr 1 

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Heart of 
Darkness 

Herzklopfen: Das verschollene 
Action-Spiel endlich im Test 

DVD-Kaufberatung 

CD-ROM ade: Lohnt sich der Umstieg? 



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Lara, lndy& Co: Messe- 
Neuheiten auf 38 Seiten 




Seiten mit 



Unreal, Commandos, Deathtrap 
Dungeon, Tomb Raider Director's 
Cut und viele mehr 



Ein 



tierischer Monat 



Abteilung »Schleichwerbung«: Nach langer Pause verirrt sich diesen Monat 
wieder mal ein Sonderheft von PC Player an die Kioske. Das neue Special 
steht unter dem Motto »Spiele-Vorschau 98/ 99« und ist genau das Richtige 
für Informationsfreaks, die unseren E3-Messebericht in dieser Ausgabe 
gerade mal als Appetizer empfinden. Im Sonderheft bekommen Sie die aus- 
führliche 100-Seiten-Dröhnung mit Neuheiten und Previews ab. Auf der bei- 
liegenden CD-ROM stecken Hunderte von Zusatzbildern, erste Videos frisch 
vom Messegelände und eine Neuheiten-Datenbank. Kauf mich! 

Abteilung »Unfreiwillige Humorleistung«: Da delektieren wir uns allmonat- 
lich an mißratenen Übersetzungen und anderen erheiternden Fehlleistungen 
im Rahmen der Rubrik »Finale«- und schießen dann selber einen traumhaft 
schönen Bock. Wer in PC Player 7/98 den Test von >Seven Kingdoms: 
Ancient Adversaries«las, machte sich womöglich Sorgen um die geistige 
Frische von Manfred Duy. Dessen Meinungskasten bezog sich zwar auf das 
Strategiespiel, aber aufgrund einer kleinen DTP-Panne verirrte sich der 
Text eines alten Rennspielverrisses dazu. Wir bitten um Entschuldigung 
und veröffentlichen in dieser Ausgabe den kompletten Test zu Ancient 
Adversaries - diesmal garantiert Rennspiel-frei. 

Abteilung »Zugänge«: Die jüngste perso- 
nelle Änderung in der Redaktion betrifft 
die Hundepopulation. Thomas Köglmayr 
sorgte für eine Verdopplung des redak- 
tionellen Deutsch-Drahthaar-Bestands, 
indem er >ßrixie« adoptierte. Als Thera- 
pie-Streichelhund entschärft Brixie (rechts) angespannteste Konferenzen 
und übt sich mit ihrem Bruder im rudeldynamischen Kiefertraining - 
Hauptsache, die Netzwerkkabel bleiben verschont. 

Ihr PC Player -Team 





Un rea I 




Zu schön, um wahr zu sein? Der lang 
erwartete 3D-Shooter protzt nicht nur 
mit High-End- Grafik, sondern hat auch 
spielerische Tugenden. Spannendes 
Leveldesign und gerissene Gegner 
machen Unreal zur Baller-Referenz. 



106 



Mech Commander 




Mehr Taktik, weniger Massenschlach- 
ten: Das Echtzeit- Strategiespiel von 
Microprose geht neue Wege. Aufbau 
und Pflege modifizierbarer Kampfrobo- 
ter-Kolosse stehen im Mittelpunkt der 
spannenden Eroberungsfeldzüge. 



116 



Final Fantasy 7 




Auf der Sony PlayStation ein Millionen- 
seller, doch wie schlägt sich die PC- 
Umsetzung des japanischen Rollen- 
spiels? Monstermetzeln mit Anime- 
Charme - unser Test klärt, ob sich das 
Warten für Fantasy-Fans gelohnt hat. 



114 



Tite Isto ry 

Was lange währt ...: Eigent- 
lich hatten wir schon jegli- 
che Hoffnung aufgegeben, 
das grafisch ambitionierte 
»Heart of Darkness« eines 
Tages spielen zu dürfen. 
Doch nach einer rund 
fünfjährigen Entwick- 
lungs-Odyssee ist das 
Action-Adventure von 
Amazing Studios end- 
lich fertig geworden. 
Lesen Sie in unserem Test, 
wieviel spielerische Substanz der edel prä- 
sentierte Reaktionstest hat. 




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Unreal durchgespielt: Wir zeigen Ihnen alle Level der neuen Shooter- 
Referenz. 



PLAYERS GUIDE 

BfQ& W nr e Tins-LeiHcMrift vm T* r 



Dfe f ip5-Leil3chrrft von ^+ 




Große Schwer- 
ter, bomba- 
stische Story: 
Wie gut ist 
die PC-Version 
des Rollen- 
spiel-Phäno- 
mens Final 
Fantasy 7 
geworden? 

114 




Tips & Tricks 



7th Guest 31 

Afterlife 31 

Alone in the Dark 2 31 

Anno 1602 27 

Army Men 31 

Gommandos (Lösung) 12 

Gommandos (Cheats) 27 

Deathtrap Dungeon. Teil 1 22 

Gex3D 27 

Joint Strike Fighter 31 

Myth 27 

Shadowmaster 27 

Tomb Raider 

Director's Cut, Teil 2 28 

Unreal (Cheats) 3 

Unreal (Lösung) 4 

Warbreeds 27 

Tips-Übersicht 1998 26 



106 



News 



Anlaufseite 22 

Caesar 2 24 

Die Völker 28 

Besuch bei Interplay 30 

Dark Secrets of Africa 94 

Zeus 94 



E3-Messebericht 



Einleitung 38 

Actionspiele 40 

Action-Adventures 52 

Adventures und Rollenspiele 58 

Simulationen 66 

Sport- und Rennspiele 72 

Strategiespiele 78 

Übersichtstabelle aller Spiele 92 



Rubriken 



Bizarre Anwendung 182 

CD-ROM Inhalt 8 

Editorial 3 

Finale 196 

Hitparaden 96 

Hotlines 185 

Impressum 187 

Inserentenverzeichnis 159 

Kid Paddle Comic 194 

Lenhardt lästert 95 

Leserbriefe 190 

PCPlayer Gruft 91 

PCPlayer Index 103 

PCPlayer persönlich 98 

So werten wir 102 

Test-Übersicht 1998 193 

Vorschau 195 




Echtzeit-Strategie 

Einleitung 158 

Geschichte der Echtzeit-Strategie ..160 

Vergleichstests 162 

Kurztests 166 




Adidas Power Soccer 98 151 

Beast Wars 135 

Castrol Honda Superbike 157 

Qvilization 2 Multi player 129 

Conflict Freespace 138 

Cyberstorm 2 156 

Cyberswine 135 

Dominion: Storm over Gift 3 122 

Droiyan 128 

DSF Fußball Manager 98 130 

Final Fantasy 7 114 

Golden Goal 98 150 

Heart of Darkness 142 

Hopkins FBI 130 

Houseof the Dead 137 

MechCommander 146 

Pax Corpus 145 

Pro Pilot 136 

Robo Rumble 154 

Sanitarium 126 

Sentinel Returns 152 

Seven Kingdoms: 

Ancient Adversaries 145 

Team Apache 120 

Tribal Rage 127 

Unreal 106 

X-Files: The Game 104 



C Online > 

Anlaufseite 183 

Neue Online-Spiele von der E3 184 

Preview: Godzilla 186 

Surfbrett 188 

Technik Treff 189 




Anlaufseite 167 

Vergleichstest: DVD-Laufwerke 168 

DVD-Lexikon 177 

Neue Hardware von der E3 178 

Hardware-Kurztests: 

Lenkräder 179 

Technik Treff 180 



PC PLAYER 8/ 98 



PC PIAYER cd PC PLAYER cd PC PI 




CD-ROM- 
SCHNELLSTART 

■ Alle Demos starten Sie am einfach- 
sten über unser Windows-Menüsy- 
stem. Wenn Sie die CD unter Windows 
95 in Ihr CD-ROM-Laufwerk einlegen, 
startet das Menü meistens von selbst. 
Ansonsten führen Sie einfach das Pro- 
gramm GO.EXE im obersten Verzeich- 
nis der CD aus. 

■ Auf dem Start-Bildschirm finden Sie 
links die Buttons für die Navigation 
auf der CD. Egal in welchem Menü Sie 
sich gerade befinden: Ein Klick auf 
den jeweiligen Button genügt, um den 
Bereich zu wechseln. 

■ Für den Fall, daß Sie die Demos, 
Patches und anderen Programme 
nicht über die CD-Oberfläche, sondern 
lieber per Hand installieren wollen, 
haben wir in der Übersicht auf dieser 
Seite die Verzeichnisse sowie die 
Startprogramme der einzelnen Spiele 
zusammengetragen. Bei Problemen 
mit der CD richten Sie Anfragen bitte 
an folgende E-Mail-Adresse: 
PCPcdrom@aol.com 

■ Natürlich können Sie uns auch per 
Post unter der Adresse des Verlages 
erreichen: 

WEKA Consumer Medien GmbH 
Redaktion PC Player 
Stichwort: CD-ROM 8/98 
Gruberstr. 46a 
85586 Poing 



cd -inhalt 



inhalt cd A 



Spielbare Demos 

Castrol Honda Superbike 

Gonflict FreeSpace 

Final Fantasy 7 

Grim Fandango 
Heart of Darkness 
Jane's F-15 

Knights and Merchants 
Minigolf Deluxe 
Robo Rumble 



Comanche Gold Specia 

5 exklusive Missionen für Comanche Gold 

Videos 

Multimedia Leserbriefe 
Outtakes der Leserbriefe 



inhalt cd B 



Videos 

Computer Games Developers Conference 
E3-Messevideo 



\ DEMOS\ HONDA 

\ DEMOS\ OPFREE 

\ DEMOS\ FF7 

\DEMOS\GRIMDEMO 

\ DEMOS\ HOD 

\ DEMOS\ F15 

\ DEMOS\ KNAMER 

\ DEMOS\ 3DG0LF 

\ DEMOS\ ROBO 



\VIDEOS\MMLB9808.MPG 
\VIDEOS\OUT9808.MPG 



\VIDEOS\CGDCMPG 
\VIDE0S\E3SNEAK.MPG 



Patches, Updates 

\DATA\PATCHES\ANNO1602\ 

\DATA\PATCHES\DESCENT\ 

\DATA\PATCHES\F1RACE\ 

\DATA\PATCHES\IPANZ44\ 

\DATA\PATCHES\MOTOR\ 

\DATA\PATCHES\SANITA\ 

\DATA\PATCHES\SOLDIER\ 

\DATA\PATCHE5\TEXMUR\ 

\DATA\PATCHES\UNREAL\ 

\DATA\PATCHES\XENOC\ 

\DATA\PATCHES\ZAR\ 



und Missionen 

Anno 1602 Update auf Version 1.03 

Conflict FreeSpace Grafikkarten-Bugfix 

Fl Racing Soundpatch für Maxi Sound 

iPanzer 44 Update auf Version 1.1 

Motorhead Update auf Version 1.3 

Sanitarium Patch für Level 2 

Soldiers at War Level Patch 

Tex Murphy Update auf Version 1.01 

Unreal Beta Patch für Cyrix-CPUs 

Xenocracy Netzwerk- Patch 

ZAR- Demo 3 Dfx- Patch 



AYER cd PC PLAYER cd PC PLAYER 



Jede Menge Software auf zwei CDs: Dicke Demos wie 
Grim Fandango (160 MByte ) oder Heart of Darkness 
(140 MByte), fast 40 aktuelle Treiber für Sound- 
und Grafikkarten und eine Menge Patches und Up- 
dates für angesagte Spiele. Dazu noch die Ausgabe 
7/98 in digitaler Form und der bewährte Daten- 
player mit integrierten Tips und Komplettlösungen. 



Tools 

\T00LS\3DCQ 

\TOOLS\FR101\ 

\T00LS\GRTVGR\ 

\T00LS\GLVIEW3D\ 

\T00LS\SNAP3D\ 

\TOOLS\MPMCD95\ 

\T00LS\TWEAKIT\ 

\T00LS\TWEEK\ 

\T00LS\VM0NLY\ 

\TOOLS\WIZMRK30\ 

\DATA\TREIBER\ZUSATZ\VB5RTSP3 

Antiviren-Softw are 



3D Control Center für 3 Dfx- Karten 
Final Reality 3D-Karten Benchmark vi. Ol 
Glide-Treiber v2.43 
Betrachter für VRML-Dateien (Direct3D- Version) 
Hypersnap Screenshot-Programm v3.1 
Motion Pixel CD-Player für Video CDs v4.15 
Tewakit Steuerprogramm für Voodoo/ Voodoo2-Karten v2.0.22 
Tweek ermöglicht die Steuerung von Voodoo/Voodoo2-Karten 
Mit Voodoo-Master können Sie Voodoo-Karten einstellen 
Wizmark Benchmark von 3Dfx 
Viusal Basic Runtime-Bibliothek v5.0 



\DATA\ANTIVIR\* 



Hier finden Sie die aktuellen Viren-Daten 
für die gängigsten Virenscanner. 



Terratec Soundsystem 




Treiber für Soundkarten 

\TREIBER\TERRATEQ 

Treiber für Grafikkarten 

\DATA\TREIBER\*.* 

Hier finden Sie die aktuellsten Treiber für folgende Grafikkarten 



ATI Rage 3D Pro 
Diamond Stealth 3D4000 
Diamond Stealth II G460 
Diamond Stealth II S220 
Diamond Monster 3D II 
Elsa Victory 3D 
Elsa Victory 3DX 
Elsa Victory Erazor 
Elsa Winner 1000/T2D 
Elsa Winner 2000 Office 
Elsa Winner 2000AVI/3D 
Elsa Winner 3000-L 
Elsa Winner 3000-M 
Maxi Gamer Voodoo2 
MiroCrystal VRX 
Miro Hiscore 3D 
Miro Magic 
Voodoo 2 Reference 



Artikelarchiv 

\DATA\PCPDIGI\* .* I n diesem Verzeichnis finden Sie alle Artikel der Ausgabe 7/ 98 im PDF- 
Format für den Acrobat Reader. Die Datei 9807.PDF enthält die Gesamtausgabe. 




Comanche Gold 
Special 

\SPECIAL\CMISS 

In diesem Verzeichnis finden Sie die 
von unserem Martin Schnelle designten 
Exklusiv- Missionen für Comanche Gold. 
Sie können die Missionen sowohl ein- 
zeln anwählen, als auch als Mini-Cam- 
paign spielen, da die einzelnen Aufga- 
ben thematisch aufeinander aufbauen. 
Die Installation ist ganz einfach: Kopie- 
ren Sie die Dateien mit dem Kopieren- 
Button auf der CD-Oberfläche in das 
Comanche- Verzeichnis - schon stehen 
die neuen Missionen zur Verfügung. 




Auf der CD-B finden Sie fünf brandneue 
Missionen für Comanche Gold, die von 
unserem Flugsimulator- Profi Martin 
Schnelle für Sie gebaut wurden. 



PC PLAYER cd PC PLAYER cd PC PI 



Exklusiv: 



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5 M issionen für: 

Com anche Gold 



Haben Sie schon alle Einsätze in Novalogics neuer Hub- 
schrauber-Simulation hinter sich gebracht? Dann hätten 
wir ein Angebot für Sie, das Fliegerasse nicht ausschlagen können. 
Nicht ohne Grund hat das kalifornische Softwarehaus Novalogic 
für »Comanche Gold« einen Gold Player kassiert. Den Program- 
mierern ist die Gratwanderung zwischen Simulation und action- 
orientiertem Spiel aufs Schönste gelungen. Exklusiv bieten wir 
I hnen fünf neue Aufträge an. Kopieren Sie dazu einfach die Mis- 
sionsdateien von der CD in das Hauptverzeichnis von Comanche 
Gold - im Normalfall also C:\ NovaLogic\ Comanche Gold. Sie fin- 
den die Dateien ganz einfach über das Menüsystem, indem Sie 
auf den Button »Comanche-Special« klicken. Dann starten Sie das 
Programm und gehen auf den Menüpunkt »Load User Mission«. 
Dort sollte nun ein Windows-Ordner mit den Missionen »PCP1« 
bis »PCP5« erscheinen. 

Obwohl Ihnen die Reihenfolge freigestellt ist, empfehlen wir 
doch, sich an den normalen Ablauf zu halten: Während der erste 




Auftrag nur darin besteht, einige Kommunikationseinheiten aus- 
zuschalten, müssen Sie im zweiten ein ganz bestimmtes Zelt ver- 
nichten. Keine Angst, die Wegpunkte führen Sie direkt hin. Im 
dritten Einsatz schlagen Sie sich mit mehreren Helikopterpa- 
trouillen herum, und dann folgt ein Großangriff, der auf beiden 
Seiten so ziemlich alles in die Luft bringt. Zum Schluß dürfen Sie 
in der fünften und letzten Mission die gegnerische Basis auf- 
spüren und dem Erdboden gleichmachen. Viel Spaß! 



Genre: Simulation 

Hersteller: Novalogic 

Erfordert: Win95, 16 MByte RAM, Comanche-Gold-Vollversion 

Verzeichnis auf der CD: \ SPECIAÜ CMISS 



N 



Final Fantasy 7 

Mehr Story-Elemente als selbst in Ultima 7. Ein sehr 
facettenreiches Kampfgeschehen, welches zudem noch 
grafisch sehr gut umgesetzt wurde. Und ein spielerischer 
Umfang, der einen mindestens 100 Stunden vor dem Monitor 
hält: Große Ansprüche, die das Programm Final Fantasy 7 da zu 
erfüllen gedenkt. 

Alle Zweifler mit IBM-kompatibler Hardware können sich nun 
selbst von den Vorzügen des Nippon-Rollenspiels überzeugen. In 
der Demo steuern Sie den Hauptdarsteller Cloud, den grimmigen 
Barret und Aeris, die schöne Blumenverkäuferin, durch eine futu- 
ristisch angehauchte Spielumgebung. Unter anderem müssen 
eine gigantische Achterbahn und ein Reaktor durchquert werden. 
Ihre drei Helden sind bereits ziemlich erfahren und verfügen 
daher in den häufigen Kämpfen über etliche fortgeschrittene 
Tricks: Neben den gewöhnlichen Nahkampfangriffen oder Zau- 
bersprüchen ist hier insbesondere die Kunst der Beschwörung zu 
nennen. Der riesige Effret, den Barret ganz locker aus dem Ärmel 
schütteln kann, ist die ideale Unterstützung bei Kontroversen mit 
aufmüpfigen Riesenpilzen, Drachen oder anderem Viehzeug. Ver- 
gessen Sie dabei nicht, Tifa zu helfen, Ihrer schüchternen 
J ugendfreundin, die dringend der Unterstützung bedarf. 
Sollten Ihnen in einem Kampf die Lebenspunkte knapp werden, 
hilft die Einnahme eines Heiltrankes aus Ihrem Inventar. 















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HAML II 

Cloud E 
Barret t 
Aeris 




HP 

930- 


930 


MP 

205 








1 1015 1015 






i 




159 1 




i 


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7B3/ 


7B3 


191 r 







tastatur- 


■kommandos 




Bewegung der Figuren 


[Cursortasten ] 


[et rl + [Cursortasten 


Figur rennt 


fsh if t ] 


Inventar 



Genre: Rollenspiel 

Hersteller: Eidos/ Square 

Erfordert: Win95, 32 MByte RAM, 3Dfx-Karte 

Verzeichnis auf der CD: \ DEMOS\ FF7 



14 



PC PLAYER 8/98 



PC PLAYER cd PC PLAYER cd PC PI 



[Ol 



Heart of Darkness 



Die Entführung seines Hundchens Whisky macht aus dem 
friedliebenden Andy einen rabiaten Rächer. Ohne zu 
zögern jagt er den durchtriebenen Dognappern aus der dunklen 
Dimension hinterher. 

Sie sollten vor allem schnelle Reflexe und flinke Finger mitbrin- 
gen: Schattenwesen, Ihre hauptsächlichen Gegenspieler, sind für 
den dämonischen Hundedieb leicht zu erschaffen und tauchen 
entsprechend häufig auf. Mit Andys Strahlenkanone besitzen Sie 
aber eine hervorragende Waffe. Auf seiner Reise durch mystische 
Orte kommt Andy allein mit Feuerkraft aber nicht weit - mehr als 



tastatur- 


kommandos 


Curso r-P feiltasten ) 


Andy steuern 


[Ctrl] 


Rennen 


[Alt ] 


Springen 


\E 


Andy duckt sich 


[Bewegen + [Alt ] 


Kurzer Sprung 


[Bewegen + [et rl 


Andy rennt 


[Bewegen + [a 1 1 + [et 


rl Langer Sprung 


[Sh if t ] 


Schießen 




einmal ist 
auch die 
Phantasie 
des Spielers 
gefordert. 
Denken Sie 
daran, daß 
die Hinter- 
grundgrafik 

beeinflußt werden kann. Ein Schuß auf einen großen Felsbrocken 
oder kräftige Sprünge auf hochliegenden Felskanten können des- 
halb Wunder wirken. Wird Andy von Gegnern umklammert, ist 
noch nicht aller Rettung Abend. Mit gleichmäßigen Links/ Rechts- 
Bewegungen kann ersieh aus Würgegriffen befreien. 
Auch der Verlust Ihrer Waffe ist nicht gleichbedeutend mit dem 
Ende. Mit beherzten Sprüngen können Sie sich dem Zugriff 
besonders starker Gegner entziehen. 



Genre: Action-Adventure 
Hersteller: Infogrames 
Erfordert: Win95, 16 MByte RAM 
Verzeichnis auf der CD: \ DEMOS\ HOD 



N 



Grim Fandango 

Die Grafik-Adventures von LucasArts sind schon ein ganz 
spezielles Phänomen: J eder mag sie, fast jeder spielt sie, 
und die Ankündigung eines neuen Programms führt regelmäßig 
zu erwartungsfrohen Fieberschauern in unserer Redaktion. Bei 
»Grim Fandango« steuern Sie den eigentlich schon toten Manuel 
Calavera, genannt Manni, der den ungewöhnlichen Beruf eines 
Unterwelt-Reisebürokaufmanns ausübt. Er lebt in einer mexika- 
nisch angehauchten Zwischenwelt, in der alle Bewohner wie 
lebende Skelette ausschauen. Seine Aufgabe ist die Überleitung 
frisch Verstorbener hin zum Paradies oder dessen Gegenpart. 
Aber zahlreiche Probleme verderben Calavera in letzter Zeit den 
Spaß an seinem J ob. I mmer seltener erhalten seine Klienten die 
Genehmigung zum Verlassen dieser Zwischenwelt. 
In unserer über 150 MByte großen Demo erhalten Sie die Gele- 
genheit, als Agent Calavera nach dem Rechten zu sehen. Lucas- 
Arts hat sich von seinem herkömmlichen Eingabe-Icon und der 
gewohnten Maussteuerung getrennt; über die Tastatur steuert 
sich der Protagonist diesmal am besten. 
Ebenfalls ungewöhnlich für ein Adventure: die Unterstützung von 
3D-Karten und Calaveras Kopfbewegungen. Da Sie ja nicht mehr 
mit dem Cursor über den Bildschirm huschen können, werden 
wichtige Gegenstände erst nach einem direkten Blick des Sen- 
senmanns auf diese angezeigt. 




tastatur- kommandos 




[c u rs o 


rt asten ] Calavera bewegen 


[Sh ift 


+ [c u rs o rt a s t e n | Calavera rennt 





Gegenstand aufnehmen 


□ 


Inventory 





Untersuchen 










Genre: Adventure 
Hersteller: LucasArts 
Erfordert: Win95, 16 MByte RAM 
Verzeichnis auf der CD: \ DEMOS\ GRIMDEMO 



16 



PC PLAYER 8/98 



PC PLAYER cd PC PLAYER cd PC PI 



Castrol Honda Superbike 



F -15 



[Ol 



N 



Die gelungene Umsetzung 
der Fahrphysik macht dieses 
Programm zu einer Heraus- 
forderung für alle Freunde 
von anspruchsvollen Action- 
Rennern. In unserem Demo 
können Sie ein kleines 
Proberennen absolvieren. 
Für Anfänger gibt es zuschaltbare Fahrhilfen wie automatische 
Bremsen oder eine Ideallinie (über die Funktionstasten zu 
aktivieren). Konzentrieren Sie sich auf jede Kurve; unsaube- 
res Anfahren führt hier nicht nur zu einem kleinen Ausritt ins 
Kiesbett, sondern meist gleich zu einem Sturz. 




Genre: Rennspiel 

Hersteller: Interactive Entertainment 
Erfordert: Win95, 16 MByte RAM 
Verzeichnis auf der CD: \ DEMOS\ HONDA 



Conflict FreeSpace 



Passend zum Test bieten wir 
Ihnen die spielbare Demo 
von Conflict FreeSpace auf 
der Plus-CD. In drei Trai- 
nigsmissionen machen Sie 
sich mit der Steuerung und 
den Waffensystemen ver- 
traut, bevor Sie dann im All 
Wache schieben müssen. Daß hier keine Langeweile auf- 
kommt, versteht sich von selbst. Im zweiten der beiden 
Einsätze versuchen zwei Frachter zu entkommen. Schießen Sie 
die Witzbolde ab und beschützen Ihren Zerstörer. Hier bekom- 
men Sie auch einige größeren Raumschiffe zu sehen. 




Genre: SF- Simulation 
Hersteller: Volition / Interplay 
Erfordert: Win95, 32 MByte RAM 
Verzeichnis auf der CD: \ DEMOS\ OPFREE 



M inigolf Deluxe 




Wer bei Minigolf immer nur 
an Notnagel-Freizeitakti- 
vitäten während einer ster- 
benslangweiligen Sommer- 
frische denkt, kann sich von 
Sierras Deluxe-Version 
angenehm überraschen las- 
sen. Statt über Eternit-Bah- 
nen wird in diesem Demo von einem Piratenschiff aus Rich- 
tung Meeresgrund gespielt. Versuchen Sie, den Ball mitten 
zwischen die drei Bojen zu plazieren, damit er nicht von den 
Haien gefressen wird. Auf dem Meeresgrund versteckt wartet 
dann das Loch auf den finalen Pütt. 



Genre: Sport 

Hersteller: Sierra 

Erfordert: Win95, 16 MByte RAM 

Verzeichnis auf der CD: \ DEMOS\ 3DG0LF 



Eine Mission dürfen Sie in 
I diesem spielbaren Demo der 
aktuellen Jane's-Flugsimu- 
lation absolvieren. Hier 
kommen auch gleich sämtli- 
che Fähigkeiten der »F-15 E 
Strike Eagle« zum Einsatz: 
I Um eine Giftgas-Attacke 
abzuwenden, sollen Sie eine chemische Fabrik dem Erdboden 
gleichmachen. Unterstützung erfahren Sie durch drei weitere 
F-15, die Ihrem Kommando unterstehen. Der Gegner schläft 
allerdings nicht und wartet mit Flak-Geschützen sowie SAM- 
Raketenwerfern auf. 



Genre: Simulation 

Hersteller: Jane's Combat Simulations 
Erfordert: Win95, 16 MByte RAM 
Verzeichnis: \ DEMOS\ F15 



Knights and M erchants 



Das mittelalterliche Echt- 
zeit-Strategiespiel bietet 
nicht nurdie üblichen »War- 
craft« -Keilereien, sondern 
darüber hinaus Wirtschafts- 
elemente nach Art der 
»Siedler«. Das vorliegende 
Demo enthält einen spielba- 
ren Level. Um die Nahrungsmittelversorgung der stattlichen 
Bevölkerungszahl zu sichern, sollten Sie möglichst schnell ein 
Wirtshaus sowie mehrere Getreidefelder und Weinstöcke 
hochziehen. Die Readme-Textdatei informiert über die wich- 
tigsten Tastaturkürzel. 




Genre: Echtzeit-Strategie 
Hersteller: Topware Interactive 
Erfordert: Win95, 16 MByte RAM 
Verzeichnis auf der CD: \ DEMOS\ KNAMER 



Robo Rum ble 




Die beiden besten Waffen - 
hersteller des Planeten Erde 
liefern sich eine harte 
Schlacht; bei diesem Demo 
allerdings nur zwei Level 
lang. In der Vollversion darf 
der Sieger dann eine außer- 
irdische Bedrohung abweh- 
ren. Sie können hier zumindest einen guten Eindruck von der 
eigenwilligen spielerischen Mischung gewinnen. Mit Ihrem 
knappen Budget müssen Sie gut haushalten, Massenproduk- 
tionen sind nicht möglich. Eine wohlausgewogene Taktik ist 
die beste Strategie, um gegen den Computer zu bestehen. 



Genre: Echtzeit-Strategie 
Hersteller: Topware Interactive 
Erfordert: Win95, 16 MByte RAM 
Verzeichnis auf der CD: \ DEMOS\ ROBO 



PC PLAYER 8/98 



AYER cd PC PLAYER cd PC PLAYER 



PC-P la y e r-D atenbank 

Die Spiele-Datenbank hat es in sich: Sie können nicht nur Bilder, Wertungs- 
kästen und Tester-Meinungen zu den Spielen abfragen. Zusätzlich haben wir 
eine Option eingebaut, mit der Sie schnell und einfach Tips und Tricks abrufen. 
Suchen Sie dazu wie gewohnt das betreffende Spiel aus der Liste aus und klicken 
Sie auf den Listeneintrag. Daraufhin bekommen Sie die üblichen Informationen. 
Wenn zusätzliche Tips verfügbar sind, sehen Sie in der rechten unteren Ecke 
des Bildschirms einen animierten Tips-Button. Klicken Sie darauf, um die 

Informationen angezeigt zu be- 
kommen. Mit einem Rechtsklick im 
Textfenster können Sie die Tips 
ausdrucken. 




mmMbtt 



Leserbriefe 



Medien-Wahlkampf: Die Generalsekretäre der wich- 
tigsten Partien diskutieren über den Kurs der Com- 
puterrepublik Deutschland. Weitere Sensationen in 
diesem Monat: AI Lowe rettet die Anmoderation, 
Duke Köglmayr bekämpft Godzilla, Viagra-Treiber 
stärken schlaffe Joysticks und kontroverse Küh- 
lungsmethoden verhindern den Prozessor- Hitzestau. 



... und 
schon 
bekom- 
men Sie 
die Tips 
präsen- 
tiert. 



Wenn der Tips- Button erscheint, sind 
Tips, Tricks und Lösungen zum ausge- 
wählten Spiel verfügbar. Klicken Sie auf 
den Button ... 



PC P layer digital 

Sie erhalten mit jeder PC Player Plus 
die Heftausgabe des Vormonats 
nochmals in digitaler Form - ideal 
zum Recherchieren und Archivieren. 
Klicken Sie dazu auf der CD B den 
Button »PC Player digital« an. Nach- 
dem Sie den Acrobat Reader instal- 
liert haben, steht Ihnen die Digital- 
version zur Verfügung. Sie können 
entweder direkt eine Rubrik oder 
die Gesamtausgabe auswählen. Mit 
dem Reader-Programm läßt es sich 
auch nach beliebigen Begriffen 
innerhalb der gesamten Digitalaus- 
gabe suchen. 








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Martin Sc hin hi 

Generalsekretär WÜS 
(Wählergemeinschaft 
Spiele-Schnell-Indizie 



-_! 




( 



V i d e o iClips 



Sämtliche Videos auf dieser CD liegen im 
MPEG- Format vor. Das hat den Vorteil, daß 
die Clips auch noch im Vollbildmodus gut 
aussehen. Die Videos starten Sie am kom- 
fortabelsten von unserer CD-Oberfläche 
aus. Klicken Sie dazu einfach auf den But- 
ton »Videos«, wählen Sie ein Video aus und 
schon geht's los. Sie finden die Clip-Datei- 
en im Verzeichnis \ VIDEOS auf der CD. 
MPEG- Videos brauchen zur Wiedergabe ein 



PC PLAYER 8/98 



installiertes »ActiveMovie«. Dieses Pro- 
gramm ist unter Windows 95b normalerwei- 
se bereits installiert. Wenn Sie Windows 95a 
benutzen, finden Sie einen ActiveMovie- 
Player unter \ PATCHES\ ACTMOVIE. Auch für 
alle Benutzer von Windows 3.x haben wir 
einen MPEG-Player auf die CD gepackt. Sie 
können diesen entweder von der CD- Ober- 
fläche aus installieren oder direkt aus dem 
Verzeichnis \ Uli L\VMPEG. 



\M 



V 




»C PIAYER cd PC PLAYER cd PC PI/ 




Die Voll version von PC Player Super Plus 



Railroad Tycoon 
D e lu x e 



Einen wahren Klassiker präsentie- 
ren wir Ihnen diesmal auf der Voll- 
versions-CD: Mit Railroad Tycoon 
verbrachten nicht nur Eisenbahn- 
fans so manches erfüllte Wochenen- 
de mit dem Aufbau einer florieren- 
den Bahngesellschaft. 

Lange Zeit galt Railroad Tycoon als Refe- 
lenzprodukt für spannende Aufbauspie- 
le. Der Spiele-Papst Sid Meier höchstper- 
sönlich erschuf es zu einer Zeit, als Spiel- 
spaß noch wichtiger war als perfekte 
grafische Gestaltung. So präsentiert sich 
der Strategie-Knaller eher spartanisch 
schlicht, dafür glänzt er um so mehr mit sei- 
nen inneren Werten: eine bekömmliche 
Wirtschaftssimulation mit reizvollem 
Modelleisenbahn-Flair. 
Als Leiter einer Eisenbahngesellschaft star- 
ten Sie im letzten Jahrhundert und versu- 
chen, diese in einem hart umkämpften 
Markt zum Erfolg zu führen. Zunächst erstel- 
len Sie eine Bahnverbindung zwischen zwei 



möglichst eng benachbarten Ortschaften; 
dann werden Bahnhöfe gebaut und der 
erste Zug zusammengestellt. Abhängig vom 
Einzugsbereich der Stationen sind Passa- 
giere und verschiedene Güter zu transpor- 
tieren, was jeweils unterschiedlichen Profit 
abwirft. Nach und nach werden schnellere 
und stärkere Lokomoti- 
venentwickelt, mit denen 
Sie die Fracht noch bes- 
ser transportieren kön- 
nen. Drei Computergeg- 
ner konkurrieren mit 
Ihnen, und bisweilen 
gibt es Auseinanderset- 
zungen um besonders 
lukrative Städte: Wer 
eine Stadt weniger effek- 
tiv versorgt als ein Riva- 
le, der verliert seinen 
Bahnhof. Durch Aktienkäufe können Sie an 
den Gewinnen der anderen Gesellschaften 
partizipieren oder diese sogar kurzerhand 
schlucken. (tw) 




Bei Railroad Tycoon Deluxe dreht sich alles 
um die Eisenbahn. 






£•**** 







3™ 



f~ 




Nur wer fleißig Bahnstrecken baut und Züge 
einsetzt, hat Erfolg. 






:■■.■: 

Revenue: YTD 



I 



Sta rthilfe & Erste Seh ritte 



Railroad Tycoon Deluxe begnügt sich ganz 
bescheiden schon mit einem 386-PG Für 
die Vollinstallation müssen Sie bloß 6 
MByte einkalkulieren. Beachten Sie aber, 
daß dieses Spiel unter MS-DOS läuft. Sie 





Vollversion 




RAILROAD TYCOON DELU) 




Ha --ad -ycaünDf ..xc 

&$5n!*nd* Wo* 
Tlp«<torHwJaJdon 
MaJItfariE-YMee 




Ir^ärH 












RS HSffil 





Vom Menü unserer CD aus können Sie Rail- 
road Tycoon direkt installieren. 



können es jedoch auch von Windows aus 
starten, indem Sie nach der Installation 
die Datei RDX.BATim Verzeichnis RAILS- 
DX aufrufen. Sollte es dabei zu Problemen 
kommen, versuchen Sie einen Neustart 
Ihres Rechners im DOS-Modus. 
Auf der Vollversions-CD von PC Player 
Super Plus finden Sie zudem ein kleines 
Video, in dem Sie unser Redakteur Tho- 
mas Werner durch die Installation führt 
und zeigt, wie Sie rasch in das Programm 
einsteigen können. Dazu gehört auch die 
Sicherheitsabfrage: Anfangs müssen Sie 
jeweils einen bestimmten Lokomotiv-Typ 
identifizieren. Die entsprechende Über- 
sicht haben wir auf der nächsten Seite 
abgedruckt. 



DExpress/Brn->Lil £ 56,000 


£ 


114,000 


£ 3,471,000 


, ■ ^==*=~ 








£ 59,000 


£ 


111,000 


£ 3,191,000 


l JBig6im#JlS B i^U ^ ,'.:., 1W 








7>Rei-Bru £ 64, 


£ 


166,000 


£ 1,918,000 


U^„S**IL =±=(tt^ 








;/>Rei-Met £ 117,000 


£ 


225,000 


£ 2,222,000 


JEgft _ L |=^=g^^ 








5)Express/=-Sti £ 55,000 


£ 


179,000 


£ 1,610,000 


6)Express/Mun->Reg £ 78, 


£ 


132,000 


£ 964,000 


|| _ TTTTTTTTm|| — _ -_ , 













Zug-Übersicht: Wo erwirtschaften Sie die höchsten Gewinne? 



Tastenkommandos 



[f l]b is (f 4] 


Verschiedene Kartenansichten 


ED 


Neuen Zug bauen 


[fb] 


Neuen Bahnhof errichten 


|F10| 


Höhenstufen einblenden 


[Sh if t + D ) 


Eingleisige Strecke wird zweigleisig 


[Sh if t ] + 


Gleise in entsprechende 


NUM PÄD 1-8 


Richtung verlegen/abbauen 


[alt + Q ] 


Spiel verlassen 



10 



PC PLAYER 8/98 



»C PIAYER cd PC PLAYER cd PC PI/ 



Sicherheitsabfrage für die Voll version 

Railroad Tycoon Deluxe 

Nach dem Start von Railroad Tycoon Deluxe ist noch die Sicherheitsabfrage zu bewältigen, bevor das eigent- 
liche Spiel startet. Dabei müssen Sie eine Lokomotive korrekt identifizieren. Die richtige Antwort können 
Sie dieser Übersicht entnehmen. 



4-8-4 242 AI 



Ste: 



* 4-6-2 AlClass 




4-6-2 A4 Class 






4-4-0 American 



^TSBg^&sJSi 



6/6GECIaseCrocodile 

" r" ' 



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3i 






4-2-0 Iron Duke 



,; ^ ,1 



4-2-2 J ohnson Midland Spinner 

^ l 




4-2-2 Stirling 



^ ^„.^ J , 







4-4-0 Claud Hamilton 




^ 



2-8-2 Mikado 








0-8-0 Webb Compound 






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1 . . ' '. I- ' 






2-8-0 Consolidation 


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V200 B-B 






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12 



PC PLAYER 8/98 



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^. 



.^-F 



Martin Schnelle 



news +++ news +++ news +++ news +++ news +++ 



iebes^ 
Tagebuch. . . 



Last Minute 

■ Das neue Programmier- 
team Pandemic Studios ent- 
wickelt fünf Titel für Activi- 
sion, darunter »Dark Reign 
2« (siehe Messebericht) und 
eine Fortsetzung zu »Battle- 
zone«. 

■ J ohn Carmack von id 
Software gab bekannt, daß 
die Arbeiten an »Quake 3« 
vorerst eingestellt wurden. 
Stattdessen basteln die te- 
xanischen Designer nun an 
»Quake Arena«, einem rei- 
nen Multiplayerspiel. Solo- 
spieler können sich hier 
lediglich mit Deathmatch- 
Computergegnern messen. 

■ »Duke Nukem Forever« 
wird nun doch nicht die 
aktuelle Grafik-Engine von 
id Software benutzen, son- 
dern die »Unreal«-Routinen. 






Wer einmal eine Reise tut, der kann viel erzählen: Die Spieleneu- 
heiten-Aufarbeitung der E3-Messe nimmt stattliche 38 Seiten dieser 
Ausgabe ein. Für den besuchenden Redakteur ist dieses Event eine 
Art Kreuzung aus Weihnachten und Ostern. Neben vielen Presse-CDs 
sammelt ein E3- Pi 1 ger auch reichlich persönliche Eindrücke. 

1. Messetag: Um 10 Uhr strömen die Menschenmassen in die Ausstel- 
lungsräume - wohl dem, der sich schon am Tage vorher den »Badge« 
besorgt hat, jene Hundemarke, ohne die das »Nur für Fachbesucher«- 
Ereignis nicht zugänglich ist. Gottlob war Kollege Austinat schon 
am Vorabend da und trieb kollegial die gesammelten Umhänger ein. 
Am Eingang zur imposanten West-Halle befinden sich direkt die 
Stände von Acclaim und Electronic Arts, die sich gegenseitig zu 
übertönen versuchen. Das Ergebnis: Mehr Krach als bei einem Sex- 
Pistols-Konzert, Unterhaltungen werden unmöglich. Ich stelle Über- 
legungen an, wann die Schallwellen beginnen, sich durch Interfe- 
renz auszulöschen. 

2. Messetag: Für den Weg zum Ausstellungsgelände wird zwar ein 
Shuttle-Bus angeboten, der jedoch Ewigkeiten braucht. Dafür hum- 
pele ich lieber durch das feucht-heiße Klima und erleide einen 
Kälteschock, wenn ich in die gut 20 Grad kühleren Hotel -Räuml ich- 
keiten gelange: Lang lebe die Klimaanlage. 



X 



'9 



3. Messetag: Mittlerweile bekomme ich Striemen auf 
den Schultern - 20 Kilogramm hat mein Rucksack dank 
der Pressemappen noch nie gewogen. 
Zumindest habe ich es am Abend geschafft, mit Man- 
fred Duy ins Kino zu kommen. Als wir »Godzilla« über- 
standen haben, sind wir uns über die durchwachsene Qualität des 
Streifens einig - und rege inspiriert für die Multimedia-Leser- 
briefe. . . 

Viel Spaß mit den E3- Informationen ab Seite 38 wünscht Ihnen 



J 



Ihr 



J&£&£<<& 












22 



PC PLAYER 8/ 98 





Preview: Caesar 3 





J U IM 

ROMER 



Die spinnen nicht, die Römer: Mit 
dem dritten Teil der Aufbau- Stra- 
tegieserie will Sierra den »Sied- 
lern« an den Kragen. Wir haben uns 
bei den »Caesar 3« -Programmie- 
rern umgesehen und exklusive Bil- 
der vom historisch angehauchten 
Spiel mitgebracht. 




Einst führten alle Wege nach Rom. Heute hinge- 
gen ist London eines der beliebtesten Reiseziele 
in Europa. Das gilt erst recht für Fachjournalisten aus 
der Computerspielbranche, die berufsbedingt mehr- 
mals im J ahr dorthin fliegen. Was auch nicht alle wis- 
sen: London war schon zu römischer Zeit eine bedeu- 
tende Stadt. Und exakt um diese Zeitepoche sollte es 
sich beim diesmaligen Ausflug drehen. 
Großartige antike Zeugnisse wie in Italien oder Trier 
sind in der britischen Hauptstadt nicht mehr zu bewun- 
dern, Statt dessen durfte man sich zunächst an einem 
Streik des U-Bahn-Personals erfreuen (das hätte es 
unter den Römern nicht gegeben; allerdings gab es 
damals auch keine U-Bahn). Schließlich prasselten 
sintflutartige Regenfälleausdemdüsteren Himmel her- 
nieder und setzten genau jene Strecke unter Wasser, 
die zum Firmensitz von Impressions führt. So ging es 
eben zu Fuß ans andere Themse-Ufer. Dort erwartete 
den abgekämpften Redakteur nach bestandenen Aben- 
teuern dann endlich der eigentliche Anlaß für seine 
hindernisreiche Reise: »Caesar 3«. 
Die Vorfreude auf das Spiel war nicht nur wegen der 
vielversprechenden ersten Bilder hoch: Der gelungene 
Vorgänger Caesar 2 gehörte ja zu den Gründen, die 
Sierra auf diesen Hersteller aufmerksam machten und 
dafür sorgten, daß die Amerikaner die kleine britische 
Firma unter ihre Fittiche nahmen. Die Spannung stieg, 
als Firmengründer David Lester in den Konferenzraum 
bat und den PC anwarf ... 



E r ile OptLotis Help Senate 



Ja le Oii t iuu s Help Senate Jj] 




Der Hafen am Flußufer ist Zielpunkt vieler Handelsschiffe. 



Planen wie die alten Römer 

Die Römer waren zum einen für ihre Kriegsführung 
bekannt und gefürchtet. Daneben hatten Sie aber auch 
einen ausgeprägten Sinn für Architektur und verfüg- 
ten über hervorragende Ingenieure. Sogar Kaiser Nero 
hielt sich selbst nicht nur für einen großen Dichter und 
Sänger, sondern auch für einen genialen Stadtplaner. 
Der Legende nach ließ er Rom niederbrennen, um Platz 
für die Umsetzung seiner Ideen zu schaffen. 

Wohin die römi- 
schen Legionen 
auch immer 
kamen, rasch 
wurden Städte 
angelegt. 
Schließlich soll- 
ten diese als 




zivilisatorische Keimzellen dienen, um römische Kul- 
tur und Lebensweise in jeden Winkel des riesigen Rei- 
ches zu bringen. Dabei gingen die Ingenieure stets auf 
gleiche Weise vor: Ein Priester suchte nach festste- 
henden Kriterien die passende Stelle aus, die Haupt- 
achsen wurden angelegt und die Straßen für das 
schachbrettartige Siedlungsmuster vorbereitet. Im 
alten Germanien wurden beispielsweise Köln und Trier 
in dieser Epoche errichtet. Zum antiken Stadtgründer 
wird man auch bei Caesar 3 ernannt. Wie schon die bei- 
den Vorgänger wirkt es ein wenig wie ein in die Anti- 
ke versetztes SimCity: Genau wie beim Maxis-Klassiker 
sind Ortschaften aufzubauen und zu unterhalten; dabei 
muß man das Zusammenspiel zahlreicher Faktoren 
beachten, um beim Städtebau keinen Schiffbruch zu 
erleiden. Trotzdem ist Caesar 3 durchaus eigenständig 
und mehr als bloß eine schlichte Kopie der bekannten 



Die Landwirtschaft liefert die nötigen Nahrungsmittel für die neue Stadt. 



24 



Auf einer Übersichtskarte 
können Handelsbeziehun- 
gen zu anderen Städten 
eingerichtet werden. 




~1 



Capua 



«*0 4 



m 




Geld Bevölkerung 



Waren- 
lager 



Wasser- 
speicher 



Künstler- 1 "<p>**' 
kolonie * ^Jg 



Theater 




Daten 
einblenden 



Übersicht 



zum Senat 



zur 
Reichskarte 



Karte 
drehen 



Gebäude 
errichten 



Bis eine Stadt dieser Größe entsteht, müssen viele Spielstunden investiert werden. 



Spezial- 
funktionen 



-Tempel 



Städtebau-Simulation mit anderer Gebäudegestaltung. 
Das spielerische Element wi rd bei Caesar 3 stark betont; 
viele Elemente provozieren sogar einen Vergleich mit 
Blue Bytes »Siedlern«, Sunflowers' »Anno 1602« oder 
dem Microsoft-Dauerbrenner »Age of Empires«. 
Das Spielziel ist, Stück für Stückdie Karriereleiter hoch- 
zufallen, um letztendlich selbst zum römischen Kaiser, 
zum »Caesaren«, ernannt zu werden. Auf diesen eben- 
so ehrenvollen wie lebensgefährlichen Posten haben 
Sie nur dann eine reale Aussicht, wenn Sie die zuge- 
teilten Aufträge ordnungsgemäß erfüllen. Vorgesehen 
sind bislang 15 Missionen und etliche Bonus-Karten, 
wobei jede einzelne davon mehrere Stunden Zeit in 
Anspruch nehmen soll. Hinzu kommen acht Einstiegs- 



aufgaben, die zu einem kleinen Tutorial zusammenge- 
faßt sind. Durch diesen Kniff sollen selbst unerfahre- 
ne Spieler behutsam in die Funktionen des Programms 
eingeführt werden und so rasch die Fähigkeiten erler- 
nen, die einen guten römischen Stadtplaner ausma- 
chen. Daher demonstrierte Caesar-Vater David Lester 
zunächst mit dem Tutorial, wie im Nu eine kleine römi- 
sche Siedlung entsteht. 

Rom an einem Tag erbauen 

Bürger sind sozusagen die menschliche Grundlage, auf 
der - nicht nur bei Caesar 3 - die ganze Stadt basiert. 
Die Bürger arbeiten 
in den Betrieben, 



wohnen in den Häusern und zahlen Steuern, mit denen 
wiederum Stadterweiterungen finanziert werden kön- 
nen. Sind die Einwohner unzufrieden, stagniert die Ent- 
wicklung, und die gesteckten Ziele sind nicht mehr zu 
erreichen. Daher sollten erst einmal Siedler angelockt 
werden. Dies geschieht, indem entlang einer Straße 
Bauland ausgewiesen wird. Störende Vegetation ist zu 
beseitigen, bei Bedarf können zusätzliche Straßen 
angelegt werden. Allerdings benötigen die Neubürger 
sofort staatliche Kontrolle: Eine Präfektur dient der 
öffentlichen Sicherheit, wobei dies sowohl den Brand- 
schutz als auch den Schutz vor Verbrechen umfaßt. Ein 




Siedler 
locken Sie 
durch 
freie Bau- 
grund- 
stücke an. 



David Lester, Impressions-Gründer und Caesar- Vater, präsentiert 
stolz die Alpha- Version von Caesar 3. 



PC PLAYER 8/ 98 



25 



File Oplions Help 



Die römi- 
schen 
Legionäre 
vertei- 
digen die 
Stadt vor 
neidi- 
schen 
Barbaren. 


















W^i^s^i^ä^^i^' 


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Per Mausklick erfährt man, was sich in diesem Lagerhaus befindet. 



Ingenieursposten soll hingegen die Einsturzgefahr bei 
Gebäuden minimieren. 

Rasch sieht man, wie der erste Beamte über die Straß en 
patrouilliert und an den entstehenden Behausungen 
vorbeimarschiert. Eine einblendbare Ansicht mit meh- 
reren Säulen läßt sofort erkennen, wo das Risiko für 
Brände oder Hauseinstürze besonders hoch ist. 
Sehr wichtig ist die Wasserversorgung: Wasserspeicher 
in Flußnähe und Aquädukte sind rasch per Mausklick 
errichtet. Badehäuser verbessern die Hygiene. Mit 
Parkanlagen steigert man die Attraktivität angrenzen- 
der Wohngebiete. Schulen und Bibliotheken heben den 
Bildungsstand, Theater, ein Colosseum oder ein Hip- 
podromsorgen fürZerstreuung. Krankenhäuser und vor 
allem Märkte sind quasi unverzichtbar. Um Steuern zu 
erheben, muß jedoch das Senatsgebäude oder ein 
Forum in der Nachbarschaft vorhanden sein. 
Ein spezielles Element bilden Tempel und Orakel: Mit 
ihnen kann man Einfluß darauf nehmen, wie gewogen 
einem dieGötter sind. Huldigen können SieCeres, Nep- 
tun, Merkur, Mars und Venus, wobei jede Gottheit ihren 
eigenen Arbeitsbereich hat. Ceres beispielsweise ist 



verantwortlich für die Landwirtschaft, während Merkur 
eine schützende Hand über den Handel halten soll. Die 
Götter können sogar eifersüchtig werden, wenn einer 
der ihren besonders intensiv verehrt wird. 
Hinterhältig sind Erdbeben, die schnell ganze Stadt- 
teile verwüsten. Bei Feuersbrünsten niedergebrannte 
Hütten sollten Sie jedenfalls schnell beseitigen, um 
den Wert der angrenzenden Grundstücke nicht zu 
gefährden. Andere Nutzungsarten haben ebenfallseine 
Auswirkung auf die benachbarten 
Flächen. Beispielsweise wohnen 
die Bürger nicht gern unmittelbar 
neben Märkten, sie lieben es dafür, 
sich noch in fußläufiger Entfer- 
nung davon niederzulassen. Gene- 
rell müssen alle Gebäude klug 
plaziert werden. So können Bau- 
ernhöfe, Werkstätten, Ingen- 
ieursposten und sogar der Senat 
nurdann arbeiten, wenn genügend 



Handel und Wandel 

Wichtiger noch als Götter und Spiele ist das Brot. Eine 
Stadt braucht Nahrungsmittel, und diese werden auf 
Bauernhöfen produziert. Anders als bei Caesar 2 hat 
man diesen lebensnotwendigen Vorgang voll in den 
normalen Spielfluß integriert. Farmen werden wiejedes 
andere Gebäude angelegt. Aus der Menüleiste am rech- 
ten Bildschirmrand wählt man aus, was im einzelnen 
angebaut werden soll. Neben Weizen gibt es auch 



Arbeitskräfte in der Umgebung 
aufzutreiben sind. 




Noch wird bei Impressions fleißig an allen Rechnern gewerkelt, 
damit Caesar 3 im Herbst erscheinen kann. 



Die Konkurrenten 



Caesar 3 tritt im Strategie-Aufbau- Genre gegen einige große Namen an; besonders mit den folgenden Titeln wird es sich messen lassen müssen. 




SimCity 3000 

Bis zum Ende des Jahres soll der 
Nachfolger zur bislang ultimativen 
Städtebau-Simulation in den 
Regalen stehen. Maxis setzt be- 
sonders auf die generalüberholte 
Grafik und eine noch ausgeklü- 
geltere Verkehrssimulation als bei 
SimCity 2000. Dadurch sollen 
Städte lebendiger wirken. 



Die Siedler 3 

Trotz einiger kleiner Änderungen 
bleibt das ursprüngliche Spiel- 
prinzip erhalten. Sicherlich ist es 
das Programm mit dem größten 
Wusel- und Knuffigkeits- Faktor. 
Erscheinungstermin des neuen 
Blue-Byte-Hoffnungsträgers istder 
Oktober '98. 





Age of Empires 

In die Antike können Sie sich auch 
mit dem Microsoft-Hit zurückver- 
setzen lassen. Die Betonung liegt 
weniger auf der Errichtung von 
Siedlungen als auf den spannen- 
den Echtzeit-Gefechten; der 1999 
erscheinende Nachfolger soll den 
Bauanteil allerdings höher 
gewichten. 



Anno 1602 

Bei diesem im ausgehenden Mit- 
telalterangesiedeltem Spiel kann 
man ebenfalls stundenlang das 
bunte Treiben der Einwohner 
bewundern. Ansonsten liegt der 
Schwerpunktauf dem ausgefeilten 
Wirtschaftssystem mit einigen 
Aufbauelementen und Echtzeit- 
kämpfen. 




W&Em. 



26 



PC PLAYER 8/98 









Früchte, Oliven und Wein; hinzu kommt die Schweine- 
zucht. Alle Lebensmittel müssen in entsprechenden 
Speichern zwischengelagert werden, bevor die Bevöl- 
kerung damit versorgt werden kann. Der Transport 
erfolgt mit Karren, wobei man dabei zusehen darf, wie 
die Knechte mit berstend voller Ladefläche bei den 
Lagerhäusern eintreffen und diese anschließend mit 
leeren Gefährten wieder verlassen. Bauernhöfe müs- 
sen immer in Gegenden angelegt werden, die sich 
besonders für die Landwirtschaft eignen. 
Ähnliches gilt für die Gewinnung weiterer Rohstoffe wie 
Ton oder Eisen, das nur in der Nähe der Berge zu fin- 
den ist, Das Rohmaterial wird dann in Werkstätten zu 
fertigen Waren veredelt. Häfen ermöglichen den 
Warenaustausch über das Meer oder Flüsse - voraus- 
schauende Brückenbauer achten daher auf eine aus- 
reichende Durchfahrtshöhe. 
Insgesamt sind die Wirtschaftskreisläufe nicht ganz so 
komplex gestaltet wie bei den Siedlern, da das 
Hauptaugenmerk bei Caesar 3 auf der Entwicklung der 
ganzen Stadt liegt. 

Politik auf Prokuratoren-Art 

Die Politik ist auch bei Caesar ein diffiziles Geschäft. 
Schließlich erwartet der Kaiser, daß Sie die Vorgaben 
bedingungslos erfüllen. Zu den Standardzielen jeder 
Mission zählt beispielsweise das Erreichen einer 
bestimmten Einwohnerzahl, oft gekoppelt mit einem 
Mindestwert für Wohlstand oder Kultur. Darüber hin- 
aus sind noch andere Wünsche des römischen Herr- 
schers zu berücksichtigen. Dazu gehört unter ande- 
rem, eine festgelegte Menge an Nahrungsmittel abzu- 
liefern, wenn gerade eine Hungersnot tobt. Ein ande- 
res Mal benötigt die Zentralregierung bestimmte Roh- 
stoffe. Persönliche Geschenke können die Meinung des 
Kaisers über die eigenen Erfolge ebenfalls positiv 
beeinflussen. 

Auf einer Übersichtskarte ist zu erkennen, wie sich das 
Römische Imperium immer weiter über Europa und 
Nordafrika ausdehnt. Mit freundlich gesonnenen Städ- 
ten können Sie Handel treiben. Dazu muß erst einmal 
eine Handelsroute eröffnet werden, was eine bestimm- 
te, entfernungsabhängige, Summe Geldes verschlingt. 
J ede Stadt hat andere Waren anzubieten und wünscht 
sich im Gegenzug wiederum bestimmte Güter. Der Han- 
del ist dann in der eigenen Stadt richtiggehend zu 
beobachten, wenn eineschwerbeladene Karawaneein- 
trifft und an den entsprechenden Stellen die Produk- 
te tauscht. 

Stets sollten Sie die Stimmung im Volke beachten, um 
keine Unruhen zu provozieren. Ein Berater kann dabei 
so manche Hilfestellung geben, doch wichtiger ist es, 
die Situation in der Stadt stets im Auge zu behalten. 
Es kann nützlich sein, bei einem Arbeitskräftemangel 
die Arbeiter neu zu verteilen. Dafür gibt es ein spezi- 




Die Stadt 
kann mit 
Kasernen und 
Mauern gegen 
Angriffe gesi- 
chert werden. 



elles Menü, in dem Sie die Prioritäten für die einzel- 
nen Tätigkeiten festlegen. 

Hannibal und seine Freunde 

Natürlich ist die Welt voller Mißgunst, und so ist es nur 
eine Frage der Zeit, bis feindliche Barbaren vor den 
Stadttoren stehen. Eine besonders große Gefahr stellt 
dabei der mit seinen Kampfelefanten über die Alpen 
ziehende, karthagische Herrscher Hannibal dar. 
Auf alle Fälle ist es angebracht, sich auf die Verteidi- 
gung der Stadt vorzubereiten. Dafür können Sie Stadt- 
mauern mit Toren und Wachtürmen anlegen. Soldaten 
werden in Kasernen ausgebildet und können im Ernst- 
fall kohortenweise Richtung Feind geschickt werden. 
Die Schlachten finden nicht mehr in einem separaten 
Modus statt, sondern sind als Echtzeitgefechte voll in 
die Stadtansicht integriert. Es wird jedoch nur drei 
Arten von Soldaten geben, die in verschiedenen For- 
mationen antreten können. Sollten gegnerische Trup- 
pen die Stadt überrennen, dann haben sie sich für ihre 
Zerstörungswut meist bestimmte Ziele wie Lagerhäu- 
ser herausgepickt. Die normalen Bürger stellen sich 
ihnen nicht in den Weg, doch tapfere römische Beamte, 
Gladiatoren und Löwenbändiger versuchen dann ihr 
möglichstes, um die schutzlosen Bewohner zu vertei- 
digen. Der Angriff auf andere Städte ist nicht vorge- 
sehen; die Kämpfe sind also rein defensiv. 

Guck mal, wer da wuselt! 

Bemerkenswerteste Neuerung von Caesar 3 im Ver- 
gleich zum Vorgänger ist der hohe »Wuselfaktor«. 
Anstatt nur über eine Ansammlung niedlicher Gebäu- 
de zu gebieten, sind die Straßen jetzt voll mit Leben. 
Alle wichtigen Daten und Vorgänge sind in der Stadt 
selbst zu erkennen: Arbeitslose hocken auf den Stufen 
des Senats, neue Siedler kommen an, Theater werden 
bespielt, Bauern bringen die Waren zu den Lagerhäu- 
sern. Offenbar ließen die Entwickler sich dabei kräftig 
von den »Siedlern« inspirieren. Herumlaufende Perso- 
nen können per Mausklick zum Reden gebracht werden 



und plaudern dann aus, was ihnen gerade durch den 
Kopf geht. Oft sind dies Belanglosigkeiten, doch viel- 
fach geben die Bürger Stimmungen im Volk wieder oder 
weisen auf bestehende Probleme hin.. Die über die 
aktuelle Karte einblendbaren Informationen zeigen 
sofort auf, wo die Schwachstellen sind und wo welche 
Maßnahmen eingeleitet werden sollten. 
Der Einzugsbereich von Kampfarenen und Theatern 
wird durch den Weg beeinflußt, den die dort auftre- 
tenden Artisten zurücklegen. Die Straße entlang para- 
dierende Löwenbändiger mitsamt fauchender Groß- 
katze sind offensichtlich große Publikumsmagneten. 
Das Caesar 3-Team jedenfalls sieht angesichts all der 
eingebrachten Ideen dem zu erwartenden Duell mit der 
herbstlichen Konkurrenz gelassen entgegen. Sogarvon 
einer Missions-CD im nächsten Frühjahr ist schon opti- 
mistisch die Rede. (tw) 




Mit unterschiedlich hohen Säulen werden Feuerrisiken 
oder auch das Steueraufkommen übersichtlich dargestellt. 



CAESAR 3 - FACTS 



► Hersteller: Impressions/ Sierra 

► Genre: Aufbau-Strategie 

► Termin: Herbst '98 

► Besonderheiten: Antikes Flair; belebte 
Straßen; visuelle Darstellung aller wichtigen 
Daten; Echtzeit-Kämpfe. 



PC PLAYER 8/ 98 



27 



Preview: Die Völker 






. I ker- 
Wanderung 




Aufbau-Strategiespiele wie »Age 
of Empires« siedeln sich derzeit 
weit oben in den Hitlisten an. Auch 
das österreichische Programmier- 
team JoWood hat Umzugspläne: 
Die »Industriegigant« -Entwickler 
arbeiten an einem neuen Pro- 
gramm, das zum Jahresende die 
Händlerregale bevölkern soll. 

Karl Marx wäreentzückt überdie Eroberungsorgien 
in Echtzeit-Strategiespielen, schließlich war 
der Krieg für ihn schon immer die Fortsetzung des Kapi- 
talismus mit anderen Mitteln. Weniger erfreut hätte ihn 
die wertkonservative Grundhaltung, die sich dahinter 
verbirgt: Deutschsprachige Programmierer und Spieler 
zeichnet seit jeher ein kaum zu bändigender Drang zum 
buchhalterischen Freizeitspaß aus, fachmännisch als 
»Wirtschaftssimulation« bezeichnet. Auch der 
sanfte Genrewechsel zur Echtzeit- Strategie 
geht Anno 1998 kaum mehr als revolutionä- 
re Tat durch. 

Bekanntlich ist die kommunistische Lehre im 
praktischen Wettstreit bloß zweiter Sieger 
geworden, die Volksmassen haben sich aus 
Gründen der real existierenden Lebensqua- 
lität dann doch lieber für die Gegenseite ent- 
schieden. Und noch was mögen sie, die Volks- 
massen: geschickt komponierte Genre-Mixtu- 
ren, die keinen begrenzten Ausschnitt, 
sondern nach Möglichkeit des Lebens ganze 
Fülle auf eine CD-ROM pressen. Bereits »Der 
Industriegigant« wurde seinerzeit als gelun- 
gene Mischung aus »Transport Tycoon« und 
lism« gehandelt. Tauscht man diese Elternteile gegen 
»Die Siedler« und »Warcraft 2« aus, bewegt man sich 
schon ziemlich nahe an einer akzeptablen Kurzcharak- 
teristik des nächsten JoWood-Streichs. Aber bevor's 
ans Eingemachte geht, zunächst ein kleiner Ausflug in 
vorbiblische Zeiten zur Abklärung des spielgeschicht- 
lichen Hintergrunds. 

Selbst die Väter unserer Väter kannten jene Epoche nur 
mehr vom Hörensagen, in der Anfang und Ende eins 
waren, die Zeit um sich selbst kreiste und das Univer- 





Das Wandern ist der Völker Lust - 
allem über intakte Brücken. 



vor 



Verfeindete Völker bekriegen sich mit den unterschiedlichsten 
Waffen, für die 62 Upgrades existieren. 



»Capita- 



sum hieß wie sein Schöpfer: J aron. Ein paarÄonen spä- 
ter legte ER seinen Namen ab, gebar vier Söhne und 
gab ihnen je ein Volk in Obhut, um so zu ergründen, 
wer als sein Stellvertreter in Frage käme. Aber auch 
namenlose Götter sind nicht vor dem klassischen 
Schicksal alleinerziehender Väter gefeit: Die verzoge- 
ne Brut entwickelte sich (und ihre Völker) zwar äußerst 
unterschiedlich, aber nicht gerade zum Positiven, 
geschweige denn Göttlichen hin. Tja, dumm gelaufen. 
Also, was tun? Ich weiß nicht was Ihr Hausgott emp- 
fiehlt, aber Papa Ex-Jaron legte seinen Kleinen eine 



Runde Völkerball ohne Ball nahe: »J eder von 
Euch schickeeine Delegation seines Volkesauf 
die Welt meines jüngsten Sohnes, auf Lukkat 
im Mu-Aurigae- System. Ich habe diese Welt 
gewählt, da dieser noch die wenigste Erfah- 
rung hat, und er daher den Vorteil der eige- 
nen Heimat nützen soll. Eure Völker sollen auf 
dem Planeten Städte bauen und sich solange 
ausbreiten, bis mein Nachfolger feststeht.« 



Vier-Fronten-Krieg 

In Vater Namenlos' Tagesbefehl war zwar in 
erster Linie von »Städte bauen und sich ausbreiten« 
die Rede, aber eine flächendeckende Bausparer-Idylle 
hatte er dabei sicher nicht im Sinn. Dagegen spricht 
bereits die pure Existenz von 91 verschiedenen Ein- 
heiten wie Flugzeugen, Panzern, Schwebepanzern, 
Infanteristen, Reittieren, Zauberern und magischen 
Bogenschützen - sowieeinigen echten Exoten ä la Echo- 
lot-Einheiten und Phosphor-Drohnen. Die werden Sie 
garantiert nicht alle für den Straßenbau benötigen. 
Außerdem, man hat's ja: Es gibt nämlich auch Bauar- 
beiter, Forscher, Reaktorpersonal, Handelsbeauftrag- 



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4 Die Wind- 
mühlen und 
andere wichti- 
ge Gebäude 
sind animiert. 



Was es bis- ► 

her an Ren- 

der- Grafiken 

zu sehen 

gibt, wirkt 

schon recht 

einladend. 



i tii / i / // t * 



Andere Völker, andere Architekten: Unten links erkennt man ein For- 
schungslabor, rechts unten die Übersichtskarte. 



te, Recycling-Knechte, Sozialarbeiter, Hebammen und 
noch ein bißchen mehr. Zum Beispiel Offiziere vom 
Schlage eines Berti Vogts (andere Branche, aber hier 
kommt es nur auf die Sekundärtugenden an), die aus 
einem ungeordneten Haufen insektoider Verlegen- 
heitssoldaten im Handumdrehen eine schlagkräftige 
Elitetruppe formen. J e nach Dienstgrad gelingt ihnen 
das unterschiedlich gut. Konkreter: Ein General kann 
komplexere Befehle erteilen als ein Oberst oder Leut- 
nant. Die kämpfende Truppe wiederum verfügt über 
einen Moralwert, einen Erfahrungswert und 21 weite- 
re Eigenschaften. Noch was Interessantes stecken die 
Programmierer den J ungs in ihre Tornister: Kampfdro- 
gen, wie sie schon die alten Gallier einsetzten - mit 
teilweise verheerenden Nebenwirkungen, wiesieschon 
die alten Gallier liebten. 

Eine strategische Haupttatsache ist die völlige Ver- 
schiedenartigkeit der vier Kriegsteilnehmer in puncto 
Technologiestand, Kultur, Verhalten, besondere Fähig- 
keiten etc. Aussehen tun auch alle ganz anders, wobei 
ein Völkchen fast menschlich wirkt, während die Kol- 
legen irgendwo zwischen Alien und Großinsekt schwan- 
ken. Zweitens integrierte man in das Spiel anscheinend 



ifcMT,i:KaaL'.x^^Hi'. k a 




^Ja-l4 



Ein »Mentor« im Entwicklungsstudio: Diese Ratgeber helfen 
Ihnen bei Fragen und Problemen im Spiel jederzeit weiter. 



ein kleines »Sim City 20 000 v.Chr.« mit 100 
Gebäudearten, zu denen auch Spezialitäten 
wie Flugtierhorste und als Stadttor verklei- 
dete Teleporter gehören. Forschen und erfinden dür- 
fen Sie ebenfalls aus Leibeskräften, Diplomaten schwir- 
ren herum, man treibt Handel, Rohstoffe werden 
gewonnen, verarbeitet und recycelt. Dazu kommen 
noch die militärischen Feinheiten: Taktische Gruppen- 
formationen sind möglich, Radarstationen wollen rich- 
tig plaziert sein, der Tag-Nacht-Zyklus begünstigt die 
Infrarotsensor-Besitzer und dergleichen mehr. 

Das Siedlungsprojekt 

I n der spielerischen Praxis gründen Sie bis zu 24 Städ- 
te und bestücken diese mit Gebäuden. Damit die Wind- 
mühlen, Farmen und Verteidigungstürme auch ihrer 
naturgegebenen Bestimmung nachgehen können, 
müssen sie mit einer Anzahl Facharbeitern bestückt 
werden. Die für die Produktion nötige Energie wird aus 
Kraftwerken gewonnen, die Einheiten kauft man dage- 
gen beim Händler ein. Und damit Sie auch bei den 
unvermeidlichen Scharmützeln mit den Gegnern obsie- 
gen, sollten Sie in Ihren Wissenschaftstürmen eifrig an 

den etwa 550 möglichen Erfindun- 

gen forschen. Ihnen selbst bleibt 
es dann überlassen, ob Sie lieber 
mit einer Heerschar schwachbrü- 
stiger Söldner oder einer hochspe- 
zialisierten und mit zunehmender 
Erfahrung immer schlagkräftigeren 
Kämpfergruppe zu Felde ziehen. 
Kluge Strategen legen sich nicht 
gleich mit allen Völkern zugleich 
an, sondern schließen Allianzen, 
um Rohstoffe auszutauschen oder 
sich gemeinsam auf den Kriegspfad 
zu begeben. 
Die Planet Lukkat wird beim Spiel- 




start immer wieder neu erschaffen, seine 1,6 Milliar- 
den Pixel (wir haben's nicht nachgezählt!) große Ober- 
fläche läßt sich stufenlos heranzoomen und ist in jeder 
Zoomstufe bespielbar. Auch die Wahl des gerade 
gewünschten Spieltempos will JoWood den maximal 
vier Mitspielern (Netzwerkmodus) überlassen, außer- 
dem steht Ihnen ein »Mentor« mit guten Tips und 
Erklärungen zur Seite. Es gibt Licht- und Schattenef- 
fekte, 3D- Sound als akustische Orientierungshilfe und 
einen unverbindlichen Veröffentlichungstermin: Im 
Oktober soll die unheilige Vierfaltigkeit zum Angriff 
blasen. (Oskar Dzierzynski/md) 




Mit Hilfe solcher Auswahl-Bildschirme verteilen Sie Ihre Leute 
auf die einzelnen Arbeitsplätze. 



DIE VOLKER- FACTS 



► Hersteller: JoWood 

► Genre: Echtzeit-Strategiespiel 

► Termin: Oktober '98 

► Besonderheiten: Echtzeit-Krieg mit aufbau- 
enden und wirtschaftlichen Komponenten. 



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29 



Zu Besuch bei Interplay 




SPÄTLESE 




Alle jahre wieder lädt Interplay zu 
einem E3- Nachbesuch in sein kali- 
fornisches Hauptquartier ein. Dort 
erspähten wir brandneue Spiele 
wie »Stonekeep 2«, die auf der 
Messe noch nicht angekündigt 
wurden. 

Die Pilgerfahrt nach überlebter E3 zum kalifor- 
nischen Interplay-Hauptquartier ist bereits 
gute Tradition. Der Messe-Nachschlag macht Sinn: 
Die Entwickler versteht man ohne dröhnende Boxen 
vom Nachbarstand nicht nur besser, sie sind in der 
Heimat auch viel entspannter und gesprächiger. 
Dazu warten kleine Überraschungen: Manche Titel 
wie zum Beispiel das Rollenspiel »Stonekeep 2« wur- 




... und werden dann in vorberechnete Hintergründe ein- 
gefügt. 



den noch gar nicht offiziell vor- 
gestellt; vor Ort gibt es aber 
schon erste Skizzen und Infor- 
mationen. Über die Fortschritte 
bei »Earthworm Jim 3D« und 
Shinys »Messiah« berichten wir 
aus Platzgründen erst in der 
nächsten Ausgabe. 

StarTrek: Secretof 
Vulcan Fury 

Los ging es mit einem alten 
Bekannten, dem Grafik-Adventure 
»Star Trek: The Secret of Vulcan Fury«, das in der 
Zeit von Captain Kirk und seiner Crew spielt. Glaub- 
ten wir auf der E3 noch an einen Schreibfehler, als 
wir den Erschei- 
nungstermin »Winter 
1999« lesen mußten, 
wurden wir bald eines 
Besseren belehrt. In 
der Tat hat man das 
Spiel stark umge- 
krempelt und über ein 
halbes J ahrZeit in die 
Drehbuch- und Rät- 
sel-Überarbeitung 
gesteckt. 

Storytechnisch dreht 
sich alles um die Vul- 
kanier und Romula- 
ner, die bekanntlich 
gemeinsame Vorfah- 
ren haben. Vulcan 
Furys Grafik wird 
komplett vorausbe- 
rechnet - und das 
braucht seine Zeit, 
wie uns das Entwicklerteam anhand eines 
Kopfes anschaulich zeigte. Zuerst wird 
dieser mit einem Modell des Schauspielers 
digitalisiert. Dann werden eine Reihe von 
Texturen darübergelegt und unter der 
Haut die für Mimik und Sprache wichtigen 




▲ Mr. Spock 
lernt spre- 
chen: Alle Per- 
sonen in 
Secret of 
Vulcan Fury 
entstehen 
komplett im 
Computer ... 



Eric DeMilt posiert stolz vor einem ersten Entwurf der Stone- 
keep-2-Spielwelt: »Eigentlich ist das alles hier noch geheim!« 



Muskeln simuliert. Anschließend modellieren die Gra- 
fiker diverse Gesichtsausdrücke wie Freude oder Zorn, 
die nahtlosen Übergänge besorgt ein spezielles Mor- 
phing-Tool. Mit Hilfe von Videos, die von Shatner und 
Konsorten bei den Sprachaufnahmen entstanden, 
wird dann der Kopf synchron zum gesprochenen Text 
bewegt. Zwei Wochen dauert allein das Basteln eines 
Gesichts, einen ganzen Tag ist ein Künstler mit nur 
einer Minute Dialog eines einzelnen Charakters 
beschäftigt. 

Starfleet Command 

Dieses Enterprise-Spiel wird hingegen schon etwas 
früher fertig: »Starfleet Command« ist ein Mix aus Stra- 
tegie und Action, dessen Handlung lose auf dem Brett- 
spiel »Starfleet Battles« basiert und in den Zeiten der 
ersten Kinofilme spielt. Sie kommandieren eines von 50 
Schiffen der Föderation oder auch einer anderen Rasse 
(wie wär's mit den Klingonen?) und dürfen es in 
»Mechwarrior«-Manier mit Waffen und reichhaltigem 
Zubehör ausstatten. J e nach galaktischer Großwetter- 
lage bekommen Sie unterschiedliche Befehle: Ist alles 
ruhig, brechen Sie vielleicht zu einer Forschungsreise 
auf, geht es heiß her, muß schon mal ein Gegner aus- 
geschaltet werden. 

Neben dem Planen der Einsätze liegt der Schwerpunkt 
des Spiels auf dem in Echtzeit ablaufenden Schlacht- 
geschehen, das zwischen zwei und 30 Minuten dauern 
kann. Ihre Crew gewinnt allmählich an Erfahrung, rund 
40 Missionen brauchen Sie, um sich zum Admiral hoch- 
zudienen. Ein Star-Trek-Komponist sorgt für die musi- 



30 



PC PLAYER 8/98 







Feuer! Das Bildschirm- Layout von Starfleet Command ist noch nicht 
endgültig - erst muß Paramount Pictures das Ganze absegnen. 



kaiische Untermalung. DieZwischensequenzen, so mel- 
det Produzent Erik Bethge, entstehen bei der selben 
Truppe, die bereits Taurus und Groove Champion in 
»Interstate 76« animierte. 

Stonekeep 2 

Rollenspiele wie »The Bard'sTale« begründeten Anfang 

der 80er Jahre Interplays Erfolgsgeschichte. Auch 
heute werden dort wieder RPGs (Abkürzung des engli- 
schen »Role Playing Games«) in und außer Haus ent- 
wickelt. Dazu gehört unter anderem »Stonekeep 2«, 
dessen Vorgänger Ende 1995 als einer der ersten Gen- 
revertreter auf bildschirmfüllende 3D-Grafik setzte. 
Geplagt von ewigen Verspätungen, problematischen 




Videoproduktionen und Pro- 
grammiererwechseln war es 
nicht der erwartete Über- 
hammer. 

»Auch der zweite Teil wird in 
der ersten Person spielen, 
aber wir verzichten auf Ren- 
dereien und Hollywood- 
Brimborium«, betont Produ- 
zent Eric DeHilt. Und wie wird 
die Welt jetzt aussehen? »Wir 
verwenden eine 3D- 
beschleunigte, polygonba- 
sierte Engine mit schicken 
Texturen.« Das könnte inter- 
essant werden, denn unter 
anderem steht in dem Spiel, das rund 400 J ahre nach 
Stonekeep angesiedelt ist, ein Besuch der altbekann- 
ten Ortschaften an. »Der Nachfolger 
wird auf jeden Fall düsterer und 
abstrakter sein«, orakelt Eric. Viel 
mehr, zum Beispiel Details über die 
Story, läßt er sich nicht aus der Nase 
ziehen. 

Wo wir gerade bei Rollenspielen sind: 
Sollten Sie Neues zum AD&D-Titel 
»Baldur's Gate« vermissen, können 
wir Sie beruhigen. Das Spiel steht 
kurz vor der Fertigstellung, zur 
Zeit laufen die letzten Feinarbeiten 
und Beta-Tests. Ein Testmuster könn- 
te sich zur Ausgabe 10/98 materia- 
lisieren. 



15 an der Zahl gibt es, die jeweils sechs Unterziele 
enthalten. »Isteinsdavon geschafft, wird Dein Schiff 
an eine bestimmte Stelle des Levels zurücktelepor- 
tiert und Du kannst Dir dort neue, vorher noch ver- 
schlossene Gänge und Hallen anschauen«, erklärt 
Bill Dugan. »Außerdem gibt es zum ersten Mal in 
der Descent-Geschichte Außenlevel. Die waren eine 
Herausforderung für uns, denn wir wollten dafür 
nicht einfach einen Innenlevel mit Außengrafik 
haben. Für die beiden Spielumgebungen wurden also 
zwei verschiedene Engines programmiert, doch den 
Übergang bekommt niemand mit.« 
Kein Descent ohne gute und böse Roboter: Ihr alter 
Freund, der Guide-Bot, dockt jetzt am Schiff an und 
koppelt sich auf Wunsch ab; der Thief-Bot versucht wie- 
der, Ihre Ausrüstung zu stiebitzen. J eder Blechkame- 
rad birgt kleine Überraschungen: Schießen Sie auf 
einen, der eigentlich schon getroffen und ausgeschal- 




Descent 3 hat nicht nur die bewährten, klaustrophobischen 
3 D- Tunnel parat ... 



Düster, düster: Die ersten Charakter- und Gebäudeent- 
würfe für Stonekeep 2. 




Descent 3 

Alter Interplay-Adel betreut den dritten Teil der »De- 
scent«-Saga, der ohne 3 D- B esc hleunigerkarte keinen 
Mucks von sich gibt: Alan Pavlish und Bill »Wheez« 
Dugan. Alan, dessen Visitenkarte die Berufsbezeich- 
nung »Stolzer Vater« trägt, schuf vor 15 J ahren den 
Rollenspiel-Klassiker »Wasteland«. Bill half ihm dabei 
mit ein paar Programmroutinen und hatte seine Fin- 
ger außerdem in der CD-Fassung des Adventures »Star 
Trek: 25th Anniversary«. »Descent 3« 
setzt dort an, wo Nummer zwei auf- 
hörte: Ihr Schiff landet auf einem 
unbekannten Planeten fernab jeder 
bekannten Zivilisation. Dort treffen 
Sie auf einige Leidensgefährten, die 
einen Kreuzzug gegen die Corporation 
planen. Da Sie von ihr so schmählich 
abserviert wurden, schließen Sie sich 
den Rebellen an. 

In drei Gleitern (statt bisher einem) 
sausen Sie durch die nun erheblich 
größeren, dreidimensionalen Level. 




... sondern läßt Sie jetzt auch die Außenwelt 
erforschen. 



tet wurde, hinterläßt er einen Bonus-Gegenstand. Ein 
anderer manövriert rückwärtsfliegend um Sie herum, 
landet dabei jedoch gelegentlich in einer Falle. Die 
Künstliche Intelligenz und die Animationen der J ungs 
wurden von Grund auf neu erstellt. Mit zehn verschie- 
denen Waffen wie Napalm-Bomben oder einer sich auf- 
splitterten Frag-Rakete wehren Sie sich gegen die 
scheinbare Übermacht. 



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Beachten Sie ► 
die Größe des 

Kabuto, den eine 
Truppe wackerer 
Meccaryn gerade 

angreift. (Giants) 



Wohl bekomm's: 
Papa Meccaryn 
sorgt dafür, daß 
dem eigenen Volk 
nicht das Essen 
ausgeht. (Giants) T 








Giants 

Das »MDK«-Team, das Stammfirma Shiny vor einiger 
Zeit Lebewohl gesagt hat, war seitdem nicht untätig: 
»Giants« heißt das neue Projekt, das dem Trend-Genre 
Action-Strategie angehören soll. 
Die40 1 nseln, die in diesem Spiel 
als Teil eines detonierten Plane- 
ten durchsAII schweben, wirken 
von außen schön und friedlich. 
Doch der Schein trügt: Drei ein- 
zigartige Rassen rangeln um die 
Herrschaft auf den Eilanden. Die 
Kabuto sind riesige Giganten, 
die ihre Gegner mit der bloßen 
Hand zerquetschen. Die raum- 
fahrenden Meccaryn sind 
Waffenexperten und können 
sich in bis zu sieben Einzelwe- 
sen aufsplitten, während die 
amazonenhaftenSea Reaper die 
Meere bereisen und vernichtende Naturgewalten her- 
aufbeschwören. Ach ja, und dann wäre da noch eine 
vierte Spezies, deren Ressourcen die anderen drei gern 
anzapfen - im Notfall futtern sie die armen J ungs sogar 
kurzerhand auf. 



Wahlweiseinderich- odereiner 
Außenperspektive gehen Sieals 
eines dieser Raubvölker auf die 
anderen los: Nichts als den 
eigenen Sieg vor Augen, mani- 
pulieren Sie die Umgebung und 
erschaffen Hindernisse, um die 
Widersacher unter großen 
Landmassen zu begraben. Gele- 
gentlich lassen Sie die Rivalen 
auch in den Meeresfluten ertrin- 
ken, entführen sie - oder 
betrachten die Nachbarn ein- 
fach als Nahrungsmittel. 



A.l. Alien Intelligence 

Mein Freund, das Alien. Neben »MAX. 2« 
ist noch ein weiterer Strategie-Brocken in der 
Mache: »A.l. Alien Intelligence« rühmt sich 



damit, das erste Strategiespiel zu sein, in dem gleich- 
zeitig Echtzeit-Kämpfe im All und auf der Planeten- 
oberfläche stattfinden. »Es ist Strategie mit Echtzeit- 
Elementen, keine Echtzeit-Strategie«, grinst Produzent 
Ryan Rucinski. In der Tat tendiert A.l. wohl eher in 
Richtung »Master of Orion 2« als in die »Command & 
Conquer«-Ecke. SechsAlien-Rassen bemühen sich nach 
einem planetenumspannenden Krieg darum, die eige- 
nen Städtewiederaufzubauen und ihren Einflußbereich 
auf entfernte Sonnensysteme auszudehnen. 
Das geht natürlich nicht ohne technische Hilfsmittel; 
zum Glück sind Ihre Wissenschaftler in acht Bereichen 
aktiv und können dabei bis zu 180 Entdeckungen 
machen. Mit diesen dürfen Sie auch Ihre Raumschiffe 
verbessern und aufrüsten, so daß im späteren Spiel- 
verlauf sogar ein Bombardement eines Planeten von 
dessen Umlaufbahn aus möglich wird. Als Ressourcen 
dienen dabei der schnöde Mammon und die soge- 
nannten Organics. 

Haben Sie erst einmal I hre Basis errichtet und gesichert, 
verlagert sich der Kampf auf zahlreiche Planeten, die Ihr 
strategisches Geschick mit unterschiedlichen Bodenty- 
pen und unberechenbaren Wetterverhältnissen heraus- 
fordern. Netterweise dürfen Sie das Geschehen anhal- 
ten, um den Einheiten Befehle zu geben - sonst würde 
das Ganze gerade bei fortgeschrittener Spielzeit etwas 
unübersichtlich. Und wer weiß, vielleicht taucht ja eines 
Tages irgendwo der Grund für die anfängliche Ausein- 
andersetzung auf... (ra) 



INTERPLAY- FACTS 




Titel 


Genre 


Termin 


A.I. Alien Intelligence 


Strategie 


3. Quartal 98 


Descent 3 


Action 


1. Quartal 99 


Giants 


Action-Strategie 


4. Quartal 98 


Starfleet Command 


Action-Strategie 


1. Quartal 99 


Star Trek: Secret 

of Vulcan Fury 


Adventure 


4. Quartal 99 


Stonekeep 2 


Rollenspiel 


2. Quartal 99 



▲ Die Golems sind eine der sechs 
Alien-Rassen, die Sie in A.l. Alien 
Intelligence übernehmen. 



Frieden schaffen ► 
mit Strahlen- 
waffen: Nach der 
Planeteneroberung 
ist das Weltall 
dran. (A.l. Alien 
Intelligence) 




32 



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Preview: Turok 2 - Seeds of Evil 



Ein Indianer 

kennt keinen 

Schmerz 




In Austin, Texas, fliegen die Pfeile 
tief. Das dort ansässige Soft- 
warehaus Iguana werkelt im Auf- 
trag von Acclaim an einem neuen 
Spiel mit Dinosaurier-Jäger Turok. 
Unser Redakteur Old Schnellehand 
rauchte mit den Programmierern 
die Friedenspfeife. 

Mit der Nintendo-64-Version von »Turok: Dino- 
saur Hunter« hat sich Acclaim saniert: Als es 
der Firma vor rund 18 Monaten gar nicht gut ging, sorg- 
ten die glänzenden Verkaufszahlen des Moduls für fri- 
sche finanzielle Puste. Die PC-Umsetzung von Turok 
verkaufte sich vergleichsweise schleppend. Möglicher 
Grund: Es handelte sich um eine l:l-Konvertierung, 




In Turok 2 werden Sie nun auch von Gegnerhorden angegriffen, die sich 
weitaus intelligenter als früher verhalten. 




Dinosaurier tauchen immer noch als Gegner 
auf, in späteren Level n begegnet man aber 
eher Insekten und anderem zeitlosem Getier. 



H 




trn=? 



Die Waffen 
sind recht 
unterschied- 
lich; der 
Flammen- 
werfer 
erzeugt 
Polygon- 
Feuer, 
das bei 
Berührung 
auch Wasser 
verdampft. 





die von den überlege- 
nen Möglichkeiten des 
PCs nur wenig Ge- 
brauch machte. Das soll sich bei »Turok 2« alles ändern, 
wie man uns vor Ort emsig versicherte. 
In den Räumlichkeiten des Programmierteams Iguana 
Entertainment gibt es tatsächlich Einzelzimmer, was in 
der Büro-Arbeitswelt der USA eher die Ausnahme ist. 
Für das körperliche Wohlergehen ist ebenfalls gesorgt, 
denn direkt neben der Kantine liegt der Fitneß räum. 
Das ob solcher Annehmlichkeiten motivierte Team ent- 
warf sieben neue, große Level, die erkundet werden 
wollen. High-Tech-Indianer Turok zerstörte im ersten 
Teil zwar den »Chronoceptor«, indem er ihn in einen 
Vulkan warf. Leider haust dort »The Primagen«, ein 
übler Bösewicht, der durch diese Aktion geweckt wird 
und nun versucht, aus seinem allenfalls für Geologen 
interessanten Gefängnis auszubrechen. 
In Turoks Arsenal befinden sich 21 Waffen, darunter 
Pistolen, Flammenwerfer, Bögen und selbstlenkende 
Raketen; unter Wasser bringt er drei weitere Gerät- 
schaften ä la Harpune und Torpedowerfer zum Einsatz. 
Wie in einer Reihe weiterer angekündigter 3D-Shooter 
zielen Sie im Sniper-Modus mit dem »Tek Bow« in Ver- 
größerung auf entfernte Widersacher. Die Level selbst 
wurden von den aus dem ersten Teil bekannten Hüpf- 
Einlagen weitestgehend befreit und bieten eine Menge 
I nteraktion. Das bedeutet, daß Sie beispielsweise Mau- 
ern einschießen können, hinter 
denen sich oftmals Bonusgegen- 
stände und Lebenspunkte verber- 
gen. Die Gegner haben zudem an 
Intelligenz zugelegt. »Sie folgen in 
mehreren Gruppen ihrem jeweiligen 
Führer. Falls dieser getötet wird, 
suchen sie sich einfach einen 
neuen« sagt Dave Dienstbier, der 
Projektleiter von Turok2. Daher wird 
der Spieler nun von größeren Hor- 
den angegriffen. Auß erdem hat man 
die Navigationsroutinen überarbei- 
tet, damit die Dinosaurier und 




Projektleiter Dave Dienstbier erklärt die tech- 
nischen Neuerungen von Turok 2. 

Insekten Ihnen besser folgen können. Falls die guten 
Tierchen Langeweile bekommen, bekämpfen sie sich 
auch gegenseitig. 

Als speziellen PC-Multiplayer-Modus haben sich die 
Programmierer neben dem obligatorischen Death- 
match etwas Besonderes ausgedacht: Ein Spieler ist 
»it«, der unbewaffnet mit einer Zielscheibe auf Brust 
und Rücken herumläuft. Wie man diese wieder loswird, 
wollten die Designer noch nicht verraten. In Sachen 
Technik versprechen sie uns in Echtzeit berechnete, 
transparente Schattenwürfe, Direct3D-Beschleunigung 
und vor allem viel weniger Nebel. Die fünf Level-Bosse 
wie Primagen und eine Insektenkönigin bestehen aus 
bis zu 1400 Polygonen. Darren Mitdell komponierte für 
das Spiel einen 16-Kanal-Soundtrack, der im Vergleich 
zum ersten Teil weitaus orchestraler ausfällt, (mash) 



T TUROK 2: SEEDS OF EVIL - FACTS "1 


► Hersteller: 


Iguana/ Acclaim 




Entertainment 


► Genre: 


Action 


► Termin: 


4. Quartal '98 


► Besonderheiten 


Sehr ausgedehnte Level; 


24 verschiedene Waffen; ungewöhnlicher 


Mehrspieler-Modus. 





36 



PC PLAYER 8/98 






* 




Messebericht E3 1998 



BILDEREINER 



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infred 



Ich freue mich besonders auf ...: 
1. Alpha Centauri (Das erste Runden- 
strategie-Spiel, das mehr Spaß machen 
könnte als Civilization 2). 

2 . NHL 99 (Sorry, die Macht der Gewohnheit. Aber was 
die Eishockey-Götter von EA Sports anpacken, geht sel- 
ten schief). 

3 . Third World (Echtzeit-Taktik von dem Typen, der maß- 
geblich bei Warcraft 2 und Diablo mitdesignt hat? He, 
wenn das mal nicht verlockend klingt...). 

Prägendes Messeerlebnis: 

Kostenlose Kartoffel Chips mittags im Pressezentrum! 
I Genau der richtige Fett- und Kohlenhydrate-Stoß, um für 
| das Schleppen der mit Infomaterial ausgebeulten Nah- 
kampf-Aktentasche groß und stark zu werden. 



.... <". 



>■■•.' 



Ich freue mich besonders auf ...: 
1. Railroad Tycoon 2 (... weil ich bereits 
seit Jahren auf eine zeitgemäße Neuauf- 
lage von Sid Meiers genialer Eisenbahnsi- 
mulation warte). 

2 . C&C 3: Operation Tiberian Sun (Von taktisch ausge- 
fuchsten Eroberungsfeldzügen ä la Westwood kann ich 
nie genug bekommen - vor allem, wenn sie in einer der- 
art prachtvollen Optik daherkommen). 

3 . Tomb Raider 3 (Lara Croft ist trotz aller Anstrengun- 
gen seitens der Konkurrenz immer noch die mit Abstand 
coolste Brautim Digital-Universum). 

I Prägendes Messeerlebnis: 

Zunehmendes Marketing-Gedöns um immer eindrucks- 
vollere 3Dfx-Grafikorgien lenkt nicht davon ab, daß inno- 
vative Spielkonzepte eher die Ausnahme, Nachfolger 
bewährter Produkte dagegen die Regel werden. 




mmaasmä 



: 




Ich freue mich besonders auf ...: 
1. Gunship 3 (... weil man es mit mei- 
nem geliebten Panzer-Simulator Ml Tank 
Platoon 2 linken kann. Außerdem verdanke 
ich Gunship 1 und 2 viele durchzockte Nächte in den 
letzten zehn Jahren). 

2 . F-16 Viper (Novalogic will die flotte Spielbarkeit von 
F-22 Raptor mit Voodoo-2 -Grafik vereinen - verlockend. 
Außerdem kann man damit in der NovaWorld-Internet- 
arena herumfliegen). 

3 . Fighting Steel (... weil dessen Urahn Burning Steel 
zu meinen Alltime-Classics gehört und ich schon immer 
mal mit einer 3Dfx-Bismarck über die PC-Weltmeere 
schippern wollte.) 

Prägendes Messeerlebnis: 

Laut Ankündigungen der Hersteller muß ich mir unbe- 
dingt bis zum Herbst eine Voodoo-2-Beschleunigerkarte 
zulegen, da so ziemlich alle für mich persönlich inte- 
ressanten Spiele entsprec henden Support bieten werden, 




r : 



I 



Whtir»y 



vOland Austinat 



Ich freue mich besonders auf ...: 
1. Grim Fandango (Über das vielleicht 
letzte reinrassige LucasArts-Adventure, 
das auch ohne 3 D-Karte läuft, kann man sich 
gar nicht genug freuen). 

2 . Indiana Jones and the Infernal Machine (Der beste 
Abenteuerheld in neuer 3 D-Kulisse - hoffentlich kommen 
die Puzzles nicht zu kurz). 

3 . Oddworld: Abe's Exoddus (... weil Abes Freunde end- 
lich nicht einfach nur brav und artig hinter ihm hertrot- 
ten, sondern auch mal aufmucken und sich prügeln). 

Prägendes Messeerlebnis: 

Das Hotelzimmer im 43. Stock mit Schreibtisch vor der 

Glasfensterfront: So eine Aussicht will ich auch in Poing! 



!ffl 




40 000 Besucher, 
400 Aussteller, 
4 PC- Player- Redakteure: 
Unser spielerisches Quar- 
tett stürzte sich ins 
Getümmel der Fachmesse 
»E3«, um in der US- 
Metropole Atlanta die Flut 
an Software- Neuankündi- 
gungen zu sichten. 



Pssst ... 
noch mehr E3! 



38 Seiten sind Ihnen nicht genug? 
Dann sollten Sie zum Kiosk Ihres 
Vertrauens galoppie- 
ren und diskret nach 
dem PC-Player-Spe- 
cial »Spiele-Vor- 
schau 98/99« fra- 
gen. Dieses Son- 
derheft dreht sich 
einzig und allein 
um die Neuheiten 
von der E3- 
Messe - und das 
mit unerreichter Ausführlichkeit. 
Rund 100 Heftseiten sind mit 
Berichten und Bildern vollgepackt. 
Auf der beiliegenden CD-ROM finden 
Sie eine Datenbank der E3-High- 
lights; komplett mit zusätzlichen 
Bildern und zahlreichen Videoclips. 




Durchgeschwitzt und fern der Heimat: Allen über- 
buchten Delta-Maschinen zum Trotz kehrte unser 
kleines Reisegrüppchen vollzählig aus Atlanta zurück. 
Kein PC-Player-Redakteur versackte im Nachtleben der 
schwülen amerikanischen Südstaaten-Metropole: Nach 
einem Messetag auf der »E3« war als einzige abendli- 
che Vergnügung noch gruppendynamisches Presse- 
mappen-Aussortieren im Hotelzimmer gestattet. 
Hinter dem Kürzel E3 verbirgt sich die Bezeichnung 
»Electronic Entertainment Expo« - das wichtigste Mes- 
seereignis im ganzen Spielejahr. Der Unterhaltungs- 
wert von Ausstellungen wie CeBIT oder Comdex ist ein 
Klacks gegen das hochkonzentrierte E3-Spieleaufge- 
bot. 

Wir wird man der Flut von über 300 Messeneuheiten 
Herr? Indem man zwar alle Titel in eine Übersichtsta- 
belle packt, aber bei Berichten und Bildern eine Vor- 
auswahl trifft. Die Masse war nach diesem ersten Fil- 
tergang immer noch so gewaltig, daß eine einfache 
alphabetische Sortierung zu unübersichtlichen Aus- 
wüchsen geführt hätte. Ergo teilten wir die Bericht- 
erstattung in sechsSub-Artikel auf, dieden wich- 
tigsten Genres gewidmet sind. 

Seite 40 - 48: 
Actionspiele 

m Monat 1 nach Unreal wird weiter scharf geschos- 
sen. Action kann auch herzig sein: 3D-J ump-and- 
runs wie Rayman 2 setzen auf die Devise »Knuddeln 
statt Killen«. 

Seite 52 - 56: 
Action-Adventures 

Indiana Jones greift wieder zur Peitsche - kann er 
Tomb Raider 3 die Show stehlen? 



Seite 58 - 64: 
Adventures & Rollenspiele 

Weniger Adventures, mehr Rollenspiele. Doch Puzzle- 
knacker sollen nicht traurig sein; die relativ wenigen 
Neuheiten wie Grim Fandango oder Gabriel Knight 3 
sehen um so besser aus. 

Seite 66 - 68: Simulationen 

Weg mit den Jets: Nachdem sich letztes Jahr die 
Bemühungen der Simulations-Programmierer auf F-18 
& Co. konzentrierten, gibt es in Zukunft mehr Propel- 
ler-Vielfalt. Mehrere neue Flugsimulationen widmen 
sich Luftschlachten während des Zweiten Weltkriegs. 

Seite 72 - 76: 
Sport- & Rennspiele 

Mächtig aufgedreht wird im Motorrad-Lager, wo zahl- 
reiche neue Simulationen anstehen. Die Sportler 
bekommen neben ihren jährlichen Updates der gängi- 
gen Football/ Eishockey/ Basketball-Serien auch was 
auf die Nase: EA Sports wagt sich mit Knockout Kings 
erstmals in den Boxring. 

Seite 78 - 90: Strategiespiele 

Alle Spielarten dieses Genres wachsen und gedeihen: 
Echtzeit, Runden, Aufbau, Taktik, Wirtschaft - am besten 
von jedem etwas. Kein anderer Spieletyp hat so viele 
potentielle Knaller auf Lager wie die gute alte Strategie. 

Seite 92 - 93: 

Die Tabellen-Übersicht 

Wieviele Spiele passen in eine doppelseitige Tabelle? 
Verflixt viele. Über 300 Neuheiten finden Sie in dieser 
Übersicht - komplett mit Genre, Hersteller und mut- 
maßlichem Erscheinungstermin. (hl) 



Was ist in, was ist out? Impressionen und Analysen 
von der E3, subjektiv zusammengefaßt von unseren 
Redakteuren Roland Austinat, Manfred Duy, Hein- 
rich Lenhardtund Martin Schnelle. 



J® 



3 



3D- Beschleuniger 

Man spielt nicht mehr ohne. Immer mehr^ 
Neuheiten verlangen zwingend eine 3D-Karte. 
Di rec t3 D wird meist gerne unterstützt, aber 3 Dfx 
erfreut sich anhaltender Sonderbehandlung: Viele 
Spiele nutzen die Power der Voodoo-2-Generation 
für höhere Auflösungen. 



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Echtzeit- Taktik 

Kleine Elitetrupps sind voll im Kommen. 
Commandos und MechCommander haben das 
»Masse statt Klasse«-Prinzip vorgemacht, viele wei- 
tere werden folgen. Leidtragenderdieses Trends: die 
gute alte ... 



Action-Adventures 

Addieren Sie noch ein paar Rollenspiel-Ele- 
mente dazu sowie 3D-Außenansicht-Grafikäla Tomb 



,<D 



PC Players Trend-o-meter 



Raider, und schon haben Sie das universelle Misch- 
masch-Genre. Eine Menge Spiele im nächsten Herbst 
wird jedenfalls nach dieser »Wir machen's jedem 
recht« -Rezeptur gestrickt sein. 



,(D 



Der Babe- Faktor 

Lara Croft Version 3.0 geht knapp vor Dra- 
kan-Rynn und Space Bunny Allison als virtuelles E3- 
Superdarling ins Ziel. Besorgte Mütter wundern sich: 
Warum ziehen sich die Mädels nix ordentliches an, 
wenn sie in eisigen Höhlen kraxeln und kämpfen? 
Der Macker-Sonderpreis geht auch dieses Jahr an 
Duke Nukem. 



Echtzeit- Strategie 

Die Zeit der Massenattacken geht zu Ende: 

100 Panzer bauen und damit den Gegner überrollen 

befriedigt nicht mehr so sehr wie letztes Jahr. 



■® 



B 



DVD 

Es wird langsam was: Immer mehr Soft- 
warefirmen haben DVD-Umsetzungen bewährter Titel 
auf Lager. Aber das alles überragende Killerspiel 



speziell für DVD blieb uns die Messe schuldig. Lang- 
fristig ist der Siegeszug von DVD kaum gefährdet, 
da die Laufwerke mittlerweile nicht viel teurer sind 
als CD-ROMs. 



m 



Graf i k- Ad ve ntu res 

Wenn es LucasArts' herrliches Grim Fan- 
dango nicht gäbe, müßten traditionelle Abenteurer I 
ihren PC auf den Sperrmüll befördern. Die Flut an 
Action-Adventures und 3 D-Orgien bremst die Ent- 
wicklung konventioneller Point-and-click-Puzzleien 



aus. 



m 



Innovationen 

Auf der Messe häufig gehörter Kommentar' 
über Peter Molyneux' neues, ehrgeiziges Projekt 
Black & White: »Könnte ein super Spiel werden, aber 
vielleicht für die breite Masse zu abgehoben«. Oha! 
Doch angesichts von innovativen, aber kommerziell 
mäßig erfolgreichen Kritikerlieblingen wie Activi- 
sons Battlezone darf sich niemand wundern, wenn 
die Profit-ori entere Softwareindustrie primär auf 
Fortsetzungen und Bestseller-Recycling setzt. 



IT* 



ACTIONSPIELE 



Die Beschleuniger- Revolution fand in der Mes- 
sehalle statt: Keine andere Spielegattung pro- 
fitierte auf der E3 derart von der Grafik-Power 
der 3D-Chips wie das Actiongenre. 



IT 




Künftig wird kaum noch ein Actionspiel auf Unterstützung 
von 3Dfx &Co. verzichten. Kein Wunder, kommen doch die 
damit möglichen, kaleidoskopartigen Farbspiele gerade 

bei Explosionen und 
Lichteffekten beson- 
ders gut zur Geltung. 
Zudem hängt das Wohl und 
Wehe einer jeglichen Balle- 
rei nicht zuletzt davon ab, wie 
schnell der Grafik-Aufbau 
erfolgt. Dank Voodoo 2 
sind jetzt auch 
hohe Auflösungen 
ab 800 mal 600 
Bildpunkten kein 
Problem mehr. 
Die vielleicht 
interessanteste 
Neuerung besteht 
in der Tatsache, daß sich die 
einst vornehmlich auf enge 
Kerkergänge abonnierten 
3D-Shooter nun auch ans 
Tageslicht wagen. Egal, ob es 
sich um »Prax Wars«, 
»Descent 3« oder »Amen: 
The Awakening« handelt - 
überall werden Sie sich frei beweglich auch an der Ober- 
fläche tummeln, um dort Heerscharen von Feinden platt- 
zumachen. 

Das Genre selbst läßt sich am einfachsten nach den ver- 
wendeten Fortbewegungsmitteln unterteilen. Auf Schu- 
sters Rappen und damit meist auch in unterirdischen Ver- 
liesen unterwegs sind Sie bei 3D- Metzeleien wie »Heretic 
2« sowie »Half- Life«. Zusätzliche Rumlauf-und-Baller- 
Sequenzen befördern die PS- Schießerei »Interstate 82« 
endgültig vom Rennspiel- ins Actiongenre, während »De- 
scent 3« Flugunterricht er- 
teilt. Auch zartere Gemü- 
ter werden bedient: UBI- 
Soft verlegt sein herziges 
Jump-and-run »Rayman 
2« in bunte 3D-Gefilde; 
eine Beschleunigerkarte 
ist da Pflicht. (md) 



Actionspiele: 
Die Hoffnungsträger 



Descent 3 
Half-Life 
Interstate 82 
Messiah 
Prax Wars 



AI RONAUTS 




Rehabilitation einmal anders: 
Bei dem futuristischen Arca- 
de-Shooter Aironauts duellie- 
ren sich Gefangene innerhalb 
einer Fernseh-Show. Hierfür 
wird ein ganzes Arsenal schwer- 
bewaffneter Flugapparate 
bereitgestellt. Als Lohn der 
Fron winkt die vorzeitige Haft- 
entlassung. Voraussetzung ist 
allerdings, daß Sie in den Tur- 
nieren nicht nur überleben, 
sondern auch möglichst spek- 
takuläre Stunts hinlegen, um 
das Publikum zu begeistern. 
I Hersteller* Unfograrnes 
I Termin* 4. Quartal 98 



ALIENS vs. 

PREDATOR 

Fox Interactives 3D-Shooter 
basiert auf den Filmen Aliens 
und Predator. Je nachdem, ob 
Sie eins der beiden Ungetüme 
oder einen harten Colonial 
Marine wählen, ändert sich der 
Levelaufbau teilweise dra- 
stisch. Als Alien dürfen Sie bei- 
spielsweise an Wänden und 
Decken entlanglaufen, anderen 
Mitwirkenden einen Batzen 
Säure ins Gesicht spucken und 
sie mit dem Schwanz zu Boden 
fegen. 

I Hersteller* Fox Interactive 
I Termin* 4. Quartal 98 




BABYLON 5 

Babylon 5 Space Combat Game ist nur der Arbeitstitel dieser 
actionreichen SF-Simulation. Sie nehmen Platz in den aus der 
gleichnamigen TV-Serie bekannten Raumschiffen, um den teufli- 
schen Schatten endgültig heimzuleuchten. Die Mixtur aus Story- 
Zwischensequenzen auf der Raumstation Babylon 5 und tödlichen 
Duellen im Weltall erinnert an Wing Commander. Den Babyloniern 
wird auch eine kooperative Mehrspieler-Option geboten, darüber 
hinaus kommandieren Sie in einem strategischen Teil ganze Flot- 
ten herum. Für die Präsentation zeichnet übrigens das bereits bei 
der Fernsehserie erprobte Spezialeffekte-Team verantwortlich. 
I Hersteller* Sierra 
I Termin* 1. Quartal 99 




40 



PC PLAYER 8/98 



CARMAGEDDON 2 

Iit dem markigen Untertitel »Carpocalypse Now« erscheint die 
Fortsetzung des umstrittenen Anarcho-Rennspiels. Die neue 
Grafik-Engine zaubert drollige Effekte auf den Monitor: Wird Ihr 
Wagen von einem anderen getroffen, können Türen oder die 

Motorhaube in 
hohem Bogen 
auf den 

Asphalt sau- 
sen und dort 
fröhlich fun- 
kensprühend 
weiterrut- 
schen. Sie dür- 
fen zum Aus- 
gleich Ihre 
Gegner so hart 
anfahren, daß 
Motor oder 
Fahrer ebenfalls durch die Luft segeln. Sämtliche Fußgänger 
bestehen jetzt aus Polygonen und können diese Stück für Stück 
verlieren - mal sehen, wie das in der zu entschärfenden deut- 
schen Version geregelt wird ... 
I Herstellen SQ 
I Termin* 4. Quartal % 




CENTIPEDE 




Rennen,] ungs! Ataris langle- 
biger Tausendfüßler findet 
bei Hasbro ein neues Zuhause 
und macht sechs frische, 
weiträumige 3D-Welten unsi- 
cher. Sie müssen mit einer Gift- 
kanone dem gefräßigen Insekt 
ein Ende machen, bevor es 
Ihnen Ihr Leben aus der Hand 
frißt. Natürlich darf für alle 
Oldie-Fans eine Variante des 
klassischen Spielautomaten 
ohne modernen SD-Schnick- 
schnacknichtfehlen- wirwün- 
schen frohes Exterminieren! 
I Hersteller* Hasbro Interactive 
I Termin* 4. Quartal §8 



PC PLAYER 8/ 98 



DARK 
VENGEANCE 

Die bösen Elfen mucken auf: 
In einer Mischung aus Shoo- 

ter und Action-Adventure stei- 
gen Sie als einer von drei 
wackeren Helden hinab in den 
Untergrund einer Fantasy- 
Welt, um es den Unruhestiftern 
ein für allemal zu zeigen. 18 
Welten, 25 Waffen und eine 
schon jetzt ziemlich gut ausse- 
hende Grafik-Engine (SD-Kar- 
ten werden natürlich unter- 
stützt) könnten einen weiteren 
Konkurrenten für »uns Lara« 
ans Tageslicht bringen. 
I Hersteller* GT Interactive 
I Termin* 4. Quartal 98 




DAI KATANA 



Auf der J agd 
nach dem 
mächtigen 
Schwert Daikata- 
na kämpfen Sie 
sich durch vier 
verschiedene 
Zeitalter von der 
Antike bis ins 24. 
J ahrhundert. Die 

diversen Angriffsarten des Schwer- 
tes mitgerechnet, stehen Ihnen 
dabei 32 Waffen zur Verfügung, um 
letztendlich den Oberbösewicht Mis- 
hima zu vernichten. 64 unter- 
schiedliche Monstertypen, darunter 
einige fette Endgegner, halten sich 
in den einzelnen Levels auf. Unter- 
stützt werden Sie von den Co-Hel- 

den Mikiko und Superfly J ohns. Optisch werden dabei alle Raf- 
finessen geboten, welche die hier benutzte Grafik-Engine des 
jüngsten, indizierten 3D-Shooters von id zu erzeugen vermag. 
I Hersteller* Eidos 
I Termin* 3. Quartal §8 



£ m 




IT* 



DELTA FORCE 




t; 



"rotz der er- 
sten 3D-Kar- 
tentitel in sei- 
nem E3-Lineup 
wird NovaLogic 
der Voxel-Gra- 
fik-Engine nicht 
untreu. Das 
Genre ist aller- 
dings neu, denn Delta Force ist ein taktisch orientiertes Actions- 
piel, SpecOps nicht unähnlich. Als Kommandant einer Spe- 
zialtruppe befehligen Sie bis zu vier Mannen durch das Voxel- 
Gelände, die rund 40 Missionen bestehen müssen. Dazu rüsten 
Sie diese mit Maschinenpistolen, Sprengsätzen und Scharfschüt- 
zengewehren aus. Per Sniper-Modus zoomen Sie weiter entfern- 
te Ziele an, wobei die Grafik-Engine 32-Bit-Farbtiefe und Auflö- 
sungen bis zu 1024 mal 768 Pixel zuläßt. Was für ein PC dafür 
erforderlich ist, 
wissen wir jedoch 
noch nicht. 
I Herstellen 
Novalogie 
I Termin* 4. 
Quartal §8 





Gu 



DESCENT 3 

ite Nach- 
ichten für 
alle, denen 
F o r s a k e n 
einen Tick zu 
linear und ein- 
fach war: Der 
dritte Teil der 
Descent-Serie 
steht kurz vor 
der Fertigstel- 
lung. Zum ersten Mal dürfen Sie mit I hrem Raumschiff die unter- 
irdischen Minen verlassen und an die planetare Oberfläche flie- 
gen. Planet? Minen? Selbstverständlich wird zwischen den Mis- 
sionen auch die Story der beiden Vorgänger weitererzählt. Ölen 
Sie schon mal Ihren Joy- 
stick: Drei neue Raumschif- 
fe, knapp ein Dutzend neue 
Waffen und jede Menge hin- 
terlistige Roboter warten in 
verzwickten dreidimensio- 
nalen Leveln auf Sie. 
I Hersteller* tnterplay 
I Termin* 3. Quartal §8 




DUKE NUKEM FOREVER 



Meues Spiel, alter Held: Der rauhbeinige Duke muß einmal mehr 
IMdie Menschheit vor außerirdischen Attacken retten. Natürlich 
finden diese in den USA statt, genauer in deren Südwesten. Ari- 
zona und Nevada sind ja durch die vielen angeblichen UFO-Abstür- 
ze bestens auf Marsmännchen vorbereitet, und in Las Vegas fällt 
ein schräger Typ mehr oder weniger überhaupt nicht auf. Dort 
spielt nämlich ein Großteil der Duke'schen Abenteuer: in ver- 
kommenen Bars und heruntergewirtschafteten Casinos. 
Das 3D-Realms-Team lizenzierte die Grafik-Engine von id Soft- 
wares aktuellem Shooter. Doch Dukes Grafik wird für mehr Beben 
als dieser Konkurrent sorgen: sie ist längst nicht so düster-eintö- 
nig und enthält viel mehr kleine Gags. Wilde Fahrten auf der Lade- 
fläche eines Lkw, der von zahlrei- 
chen Hubschraubern verfolgt wird 
(die natürlich abgeschossen wer- 
den müssen), felsige, unbeleuchte- 
te Schluchten und verlassene Gold- 
minen sind nur drei der sehr 
abwechslungsreichen Situationen. 
Spielerisch soll ebenfalls mehr 
geboten werden: Die Zeit, die für 
die Programmierung der Grafik- 
Routinen gespart wurde, kommt 
dem Level-Design und Duke hims- 





elf zugute - jede Menge Sprüche wie das legendäre »Come get 
some!« sollen wieder mit von der Partie sein. Ob es für einen 
Thronwechsel im Genre reicht, wird sich zeigen, denn die Engine 
von Branchenprimus Unreal ist inzwischen einen Schritt weiter. 
Das wird aber die Fans nicht abhalten, dem in den USA auch als 
Action-Figur erhältlichen Duke die Treue zu halten. 
I Hersteller* GT Interactive 
I Termin* i 



42 



PC PLAYER 8/98 



EXPENDABLE 




Die Schöpfer der Edel-Schieß- 
bude Incoming setzen bei 
allen neuen Spielen aussch- 
ließlich auf 3D-Karten. Bei 
Expendable steuern Sie bei SD- 
Draufsicht ein Team von zwei 
oder mehr Space Marines, die 
sich gegen wahre Heerscharen 
von bösartigen Aliens wehren 
müssen. Nachdem Sie die Erde 
von dem Gesindel gesäubert 
haben, nehmen Sie sich dessen 
Heimatwelt vor. 
I Herstellen Rage Software 
I Termin* 4. Quartal §8 



GIANTS 

Der neueste Titel der MDK- 
Macher spielt auf 40 exoti- 
schen Inseln, und Ihnen obliegt 
die Aufgabe, als eine von drei 
Rassen die Herrschaft über die- 
ses Eiland zu erringen. Jede 
Rasse besitzt spezielle Stärken 
und Schwächen; allen gemein- 
sam aber ist die bizarre Gabe, 
sich in bis zu sieben Teilwesen 
aufsplitten zu können. Wie 
schon bei MDK darf auch hier 
geschossen werden: Mensch 
und Tier fliegen nach einem 
Treffer wild durch die Lüfte. 
I Hersteller* tnterplay 
I Termin* 4. Quartal 98 




GLOVER 




Als guter Handschuh müssen 
Sie in einer Croc und Gex3D 
nicht unähnlichen 3D-Welt sie- 
ben Kristallkugeln aufspüren. 
Nur so können Sie Ihren bösen 
Gegenspieler zurück zum alten 
Zauberer bugsieren. Witzige 
Idee: Zwischendrin sollten Sie 
herumliegende Bälle mitneh- 
men, vor sich her rollen, wer- 
fen oder dribbeln, denn nur mit 
deren Hilfe lassen sich einige 
Puzzles überwinden. 
I Hersteller* Hasbro Interactive 
I Termin* 4. Quartal §8 



PC PLAYER 8/ 98 



HEAW GEAR 2 

Im neuen optischen Gewand 
(siehe auch Interstate '82) 
stapfen die Gears 1998 über 
Ihren Bildschirm. Diesmal 
arbeiten Nord- und Südstaaten 
zusammen und landen auf 
einem Nachbarplaneten, wo 
böse Aliens hausen. DasTerrain 
wurde verbessert und versetzt 
Sie in unterschiedliche Gegen- 
den wie Steppe, Wald und 
Wüste. Ihre Kampfkolosse las- 
sen sich nun auch mit Energie- 
waffen ausrüsten. 
I Hersteller* AetMsfon 
I Termin* 4. Quartal 18 




HALF- LI FE 




ich einem miß- 

jlückten Experi- 
ment öffnet sich bei 
diesem 3D-Shooter 
ein Raum-Zeit-Portal 
in ein Parallel-Univer- 
sum, das von bösarti- 
gen Kreaturen bevöl- 
kert wird. Damit diese 
nicht die Erde über- 
fallen, weist der Spie- 
ler die Aliens und das sich sofort einmischende FBI unter zuneh- 
mendem Zeitdruck in die Schranken. Logistische Unterstützung 
erhalten Sie durch ein reichhaltiges Arsenal an Laserknarren. Das 
Gemetzel wird in eine für Genre-Verhältnisse ungemein stimmige 
Begleitgeschichte eingebettet. I m Mehrspieler-Betrieb dürfen bis 
zu 32 verbündete oder ver- 
feindete Humanoide mitmi- 
schen, eine 3Dfx-Unterstüt- 
zung sowie ein Level-Editor 
werden ebenfalls mit an 
Bord sein. 
I Hersteller* Sierra 
I Termin* 3. Quartal §8 




HOM EWORLD 



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Homeworld verschmelzt auf bisher nie gekannte Weise Elemen- 
te von Echtzeit-Strategiespielen mit einer SF-Simulation. Im 
Zenit des 3Dfx-unterstützten Geschehens stehen gerenderte 
Raumschiffe, denen Sie per Editor einen individuellen Farban- 
strich verpassen. Damit kämpfen Sie - rein äußerlich ähnlich wie 
bei Wing Commander - im Weltall gegen ruchlose Feinde. Aller- 
dings erfolgt die Steuerung der gerenderten Schaluppen im Stil 
der besagten Strategiespiele: Das galaktische 3D-Terrain laß t sich 
in sämtliche Richtungen drehen und zoomen, so daß Sie wahl- 
weise das gesamte Universum 
oder jede einzelne Schiffs- 
schraube im Visier haben. Per 
Maus rahmen Sie beliebig viele 
Schiffe ein, um diese im Point 
& Click-Verfahren auf den Feind 
zu hetzen. Schön anzuschauen 
sind insbesondere die Forma- 
tionen, welche die Flotten vor, 
während und nach der Schlacht 
einnehmen. Besondere Mühe gab man sich mit der Akustik, neben 
der symphonischen Begleitmusik werden mehr als 5000 gespro- 
chene Textzeilen das Geschehen kommentieren. 
Umrahmt wird das Ganze von einer epischen Hintergrundge- 
schichte. Die berichtet von einem Planeten, dessen Bewohner auf 
einen Eisplaneten verbannt wurden. Ergo faßt die Regierung den 
Beschluß, die Bevölkerung in ein riesiges Mutterschiff zu ver- 
frachten und damit nach einer neuen Heimstatt zu suchen. Dies 
wiederum ruft einen ganzen Schwung feindlich gesonnener Aliens 
auf den Plan. Zusätzlich zu dieser für Solisten geeigneten 
Kampagne wird es einen 
Mehrspielermodusgeben. So 
werden im Gratisspieledienst 
WON.net von Cendant Soft- 
ware bis zu acht Spieler 
gegeneinander antreten. 
I Herstellen Sierra 
I Termin* 4. Quartal §8 




HERETIC2 



In der Rolle von Carvus müssen Sie die Bevölkerung eines ganzen 
Kontinents voreiner »zauberhaften« Seucheretten, dieder Böse- 
wicht D'sparil auf die Menschheit losläßt. Acht Offensivwaffen wie 
magische Bögen und mehrere Zaubersprüche, etwa die »Sphere of 
Annihilation« oder Feuerbälle, erleichtern es Ihnen ungemein, Ihre 
Ziele zu erreichen. Die Entwickler von Raven Software schicken Sie 
dabei durch Sümpfe, Canyons und einige Städte, die aus der drit- 
ten- Person- Perspektive zu sehen sind. Optisch dürfen Sie mit Voo- 
doo-2-Support und sehr hohen Auflösungen rechnen. 
I Herstellen Aetivtson 
I Termin* 4. Quartal §8 




INERTIA 




Inertia ist zugleich ein niedlicher 3D-Shooter und eine Rennsi- 
mulation der etwas anderen Art. Der Fuhrpark umfaßt insge- 
samt 20 ulkige Fahrzeuge. Eines davon rüsten Sie höchstselbst 
mit Nützlichkeiten wie einem Motor, Bleispritzen, Raketen und 
sonstigem High-Tech-Schnickschnack aus. Danach dürfen Sie 
(vorzugsweise mit einem Force-Feedback-Joystick) in den verti- 
kal scrollenden 3D- Welten herumdüsen, um sich dort mit den übri- 
gen Verkehrsteilnehmern anzulegen. 
I Hersteller* Microsoft 
I Termin* 1. Quartal 99 



44 



PC PLAYER 8/98 



INTERSTATE 82 




Der I nterstate 76-Nachfolger entführt Sie aus den geschmack- 
lichen Verirrungen der 70er in das J ahrzehnt der Miami-Vice- 
Generation. Entsprechende Fahrzeuge stehen in Ihrem Fuhrpark, 
zum Beispiel der DeLorean DMC (auch aus »Zurück in die Zukunft« 
bekannt) oder der Lamborghini Countach. Bewaffnen können Sie 
I hre automobilen Schätze mit Harpunen, Säurewerfern und sogar 
satellitenbasierten SDI-Laserkanonen - wir erinnern uns an die 
Ära Reagan. Zudem wird das Spiel selbst erweitert: Sie steigen 

nun aus dem Auto 
und kämpfen mit 
der Pistole in 
bester 3D-Shoo- 
ter-Manier gegen 
die Übeltäter, um 
zum Beispiel ein 
sehr begehrtes 
Fahrzeug zu ent- 
wenden. 

Die Bösewichte 
haben sich in der streng geheimen »Area 49« verschanzt und 
bedrohen von dort aus die Regierung. I n über 25 Missionen müs- 
sen Sie sie von dieser Schandtat abhalten. So nehmen Sie es etwa 
mit Biker-Gangs auf, die in Einkaufszentren und anderen Loka- 
litäten lauern. Parkhäuser implementierten die Designer eben- 
falls. Ein groß er Teil der Innenstadt von Las Vegas wurde im Detail 
samt Geschäften und Spielhöllen nachgebildet, und zwar mittels 
der neuen, auch in Heavy Gear 2 benutzten Grafik-Engine »Dark 
Side«, die ausschließlich mit 3D-Beschleunigerkarten läuft. Der 
Stil wurde den 80ern 
angepaßt, wodurch 
unsere Hauptdarsteller 
jetzt pastel Ifarbene 
Anzüge tragen und den 
Klängen von New- 
Wave-Musik lauschen. 
I Herstellen Aettvtsion 
■ Termin* 4. Quartal 18 



■ 


II 


1 


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wL v^u 


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KLINGON 
H0N0R GUARD 




Dem im Star Trek-Universum 
angesiedelten 3D-Shooter 
wurde mit der Unreal-Grafiken- 
gine Leben eingehaucht. Als 
klingonischer Soldat durchei- 
len Sie insgesamt 20 auf sieben 
3D-Welten verstreute Level. 
Unter den in über 20 Sorten 
vorhandenen Feinden befinden 
sich alte Bekannte wie etwa 
Andorianer oder Nausicaaner. 
Sie dagegen schwingen nicht 
nur die üblichen Laserknarren, 
sondern auch das traditionelle 
Klingonen- Schwert. 
I Hersteller* Mfcroprose 
I Termin* 3. Quartal §8 



LANDER 

Erinnern Sie sich noch an 
Spiele wie Thrust oder Oids? 
Bei diesen Heimcomputer-Klas- 
sikern mußte man sein Raum- 
schiff ganz sachte mit der sen- 
siblen Schub-Steuerung durch 
vertrackte Level dirigieren. Psy- 
gnosis reaktiviert diese Kon- 
trollidee für Lander, versetzt 
das Geschehen in üppige SD- 
Level und fügt noch ein 
bißchen Geballer dazu. Eine 
spezielle DVD-Version soll mit 
MPEG-2-Videos und Dolby- Digi- 
tal- Sou nd protzen. 
I Hersteller* Psygnosis 
I Termin* 4. Quartal 18 



- s 9 




PC PLAYER 8/ 98 






IT* 



LODE 
RUNNER 2 




jaairäJiLLHsi 



T 



Er rennt immerhin schon seit 
15 Jahren: Der Lode Runner 
muß in der neuesten Inkarna- 
tion in über 75 dreidimensio- 
nalen Welten nach den Reichtü- 
mern des bösen Bungeling- 
imperiums suchen und seine 
Häscher in eigens gegrabene 
Gruben locken. Damit der Spiel- 
witz dabei nicht auf der Strecke 
bleibt, konsultierten die Ent- 
wickler Doug Smith, den Erfin- 
der des Ur-Runners. 
I Herstellen GT Interactive 
I Termin* 3. Quartal §8 



MECH- 
WARRIOR 3 

it ihrem ersten Mech-Titel 
Ischickt Sie MicroProse wie 
der voherige Lizenzhalter 
Activision in den Kampf gegen 
die Clans. Ihre Kampfkolosse 
lassen sich mit bis zu 10 ver- 
schiedenen Waffen wie PPKs 
oder Kurzsterckenraketen aus- 
rüsten. Die Programmierer 
bauen Gewässer ein, die Ihren 
Roboter abkühlen und so 
schnellere Schußfolgen ermög- 
lichen. 

I Hersteller* Mlcroprose 
I Termin* 2. Quartal §§ 




MESSIAH 




Shiny konzentriert sich voll 
und ganz auf den rechtzeiti- 
gen Release von Messiah. Der 
kleine Engel fliegt weiter nach 
Plan: Auf der E3 präsentierte 
Firmenchef Dave Perry stolz, 
wie er einem anderen Charak- 
ter in den Rücken fährt, diesen 
übernimmt und nach dessen 
Tod wieder davonsegelt. 
I Hersteller* Shiny 

Entertainment 
I Termin* 4. Quartal §8 



PREY 



3D Realms schreibt für Prey 
eine 3D-Engine, die vierdi- 
mensionale Level erzeugt - zu 
den Nebenwirkungen befragen 
Sie Albert Einstein oder Ihren 
Physiklehrer. Zur Story: Talon 
Brave, der Apache unter den 
Automechanikern, wird von Ali- 
ens entführt. Aus Dankbarkeit 
kämpft er nun gegen deren 
Feinde, wozu er allerlei Waffen 
in die Hand bekommt - Ihre 
beste wird eine 3D-Karte sein, 
ohne die das Spiel nicht läuft. 
I Hersteller* GT Interactive 
I Termin* 1. Quartal §§ 




PRAX WARS 

Das erste 
Spiel des 
Programmier- 
teams Rebel 
Roat Rocker 
wird freudig 
von Electronic 
Arts veröf- 
fentlicht. 
Kein Wunder; 
schließlich 
sind die Prax- 

Wars-Macher keine Greenhorns, sondern gestandene 3D-Realms- 
Veteranen mit Duke-Vergangenheit. Für ihren neuen Shooter 
lizenzieren sie keine gängige 3D- Engine; hier wird in Handarbeit 
mit Java programmiert. Die Polygon-Anzahl eines Objekts ver- 
größert sich automatisch, wenn man sich ihm nähert. Mit solchen 
Tricks wollen die Programmierer einen optimalen Kompromiß zwi- 
schen Detailfülle und Tempo erreichen. Auch spielerisch werden 
einige Neuerungen versprochen: So ist Ihr Held zusammen mit 
einem Team unterwegs und springt auch mal in den Kampfanzug 
oder Jeep. 

I Hersteller* Electronic Arts 
I Termin* 1. Quartal §§ 




s£«>s*^»~-_ 



RAYMAN 2 




|ie so viele sei- 
fner Hüpf-und- 
Spri ng- Kol legen 

verschlägt es nun 
auch Rayman in 
die dritte Dimensi- 
on. Drei Welten mit 
insgesamt zehn 
Leveln entwarfen 
die Programmierer 
- Geheimareale 
nicht mitgerechnet. Rayman steht diesmal einer großen Bedro- 
hung gegenüber: Außerirdische Unholde haben alle Lebewesen 
auf der Erde in einen intergalaktischen Zoo verfrachtet. Um sie 
darauswiederzu befreien, muß erheroisch laufen, springen, klet- 
tern und schwimmen. Gegner kann er zudem durch das Werfen 
seiner magischen Faust aufhalten. Dazu besteht er Rennen gegen 
die Zeit. Einen großen, starken Freund hat unser arm- und bein- 
loser Held ebenfalls: Dieser wird allerdings bisweilen per Fern- 
steuerung von den Bösewichtern kontrolliert. Eine 3D- oder AGP- 
Grafikkarte sollte in jedem Fall in Ihrem Rechner werkeln, Voo- 
doo 2-Chipsätze werden ebenfalls unterstützt. 
I Hersteller* Ubi-Soft 
I Termin* 4. Quartal §8 



46 



PC PLAYER 8/98 



REQUIEM: WRATH 

OF THE FALLEN 

Den ewigen 
Kampf zwi- 
schen Gut und 
Böse haben sich 
die Programmierer 
von Cyclone Studi- 
os als Hintergrund 
für ihren Ego- 
Shooter ausge- 
sucht. Als Engel 

des Himmels betreten Sie die Erde, um 
Ihre rebellisch gewordenen Kollegen 
aus der Hölle in selbige zurückzu- 
schicken. Außer den üblichen Waffen, 
wie automatischen Gewehren und Rake- 
tenwerfern, stehen Ihnen eine Reihe 
himmlischer Kräfte zur Verfügung. Damit können Sie beispiels- 
weise jemanden per Gedankenkontrolle übernehmen oder zur 
Salzsäule erstarren lassen. 
I Herstellen 3DO 
I Termin* 1. Quartal §§ 





RETURN 
FIRE2 




Programmierer Philip Blood 
von Prolific nahm es auf der 
E3 mit allen Piloten, Panzerfah- 
rern und Infanteristen auf, die 
ihn bei seinem Spiel herausfor- 
dern wollten. Die Flaggenjagd 
zu Lande, zu Wasser und in der 
Luft nähert sich mit Riesen- 
schritten der Fertigstellung. 
Auch der Splitscreen-Modus für 
vier Mitspieler taugt: dank 3D- 
Kartesind noch immeralle wich- 
tigen Details erkennbar. 
I Hersteller* MGM Interactive 
I Termin* 3. Quartal §8 



REVENGE OF 
ARCADE 

Revenge of Arcade enthält 
fünf PC-Konvertierungen 
alter Spielhallenklassiker aus 
den frühen 80er J ahren. 
Sowohl Ms. Pacman, als auch 
Xevious, Rally-X, Mappy und 
Motos wurden originalgetreu 
umgesetzt. Dies heißt, daß 
neben der 
leicht da- 
da i st i - 
sehen 
Grafik 
auch 
schrille 
Piepstö- 
ne aus den Lautsprechern 
schallen werden. Neu imple- 
mentiert wurden kleinere 
Mogeleien wie etwa unendlich 
viele Bildschirmleben. 
I Hersteller* Microsoft 
I Termin* 3. Quartal % 




ROGUE SQUADRON 



w, 




\s spontan 

in die ac- 
tionlastigen 
Flieger-Level 
von Shadows of 
the Empire erin- 
nert, wird in der 
Tat vom glei- 
chen Program- 
m i e r t e a m 
gestrickt: Fac- 
tor 5 aus Köln, 
die sich in der 
Nähe des Lucas- 
Arts-Hauptquartiers bei San Rafael niedergelassen haben, stecken 
hinter dem rasanten Star-Wars-Spektakel. Als einer von zwölf Pilo- 
ten müssen Sie etliche Planeten der Rebellen vor imperialen Über- 
griffen schützen. 

Zu den Missionen gehört die Befreiung Gefangener, Eskorten, Dog- 
fights, Aufklärungs- und Rettungsflüge. Wechselnde Kameraein- 
stellungen zeigen die Meere, Canyons, Wüsten und Vulkane, über 
die Sie hinwegbrausen. 
I Hersteller* LueasArts 
I Termin* 3. Quartal §8 



PC PLAYER 8/ 98 






STARCON 



- 




|le schon Microprosemit der 
fneuesten X-COM-Ausgabe 
führt auch Accolades Star Con- 
trol- Reihe einen mächtigen 
Genre- Wechsel durch. Während 
die ersten drei Teile eine 
Mischung aus Strategie und 
Adventure waren, wird die 
Sterneneroberung erheblich 
actionlastiger ausfallen: Als 
Nachwuchspilot kämpfen Sie 
sich die Rangleiter empor und 
begegnen wieder zahlreichen 
seltsamen Alienrassen. Wing 
Commander läßt grüßen. 
I Herstellen Aeeolade 
I Termin* 1. Quartal 99 




STARSHIPTROOPERS 

Das Action- 
spektakel 
basiert auf dem 
gleichnamigen 
Kinofilm. Als 
schwerbewaff- 
neter Söldner 
retten Sie die 
Menschheit vor 
der Invasion 
insektoider Au- 
ßerirdischer. Erst nachdem Sie einer ganzen Reihe der riesigen 
Ameisen und Käfern den Garaus gemacht haben, erhalten Sie 
gesteigerte Kampfwerte sowie Unterstützung in Form weiterer Sol- 
daten, denen Sie kurzerhand Befehle erteilen. Wenn es die Lage 
erfordert, übernehmen Sie einfach die Kontrolle sämtlicher Söld- 
ner. Neben der Kampagne kümmert sich ein Missions-Generator 

um neue Szenarien in beliebiger 
Zahl. Diese kommen dann auch 
im Mehrspieler-Betrieb mit 
maximal 25 menschlichen Kam- 
merjägern zum Einsatz. 
I Hersteller* Mtcroprose 
I Termin* 4. Quartal 98 




TUROK 2 

Das Programmierteam Iguana 
Entertainment läßt die Fans 
seines rustikalen Dino-Hä- 
schers Turok nicht versau- 
(ri)ern. Beim Sequel Seeds of 
Evil greift der große J äger wie- 
der tief ins Waffenarsenal. Mit 
dabei: neue Licht- und Parti- 
keleffekte (sprich: nach dem 
Einschlag fliegen noch mehr 
Einzelteile durch die Gegend) 
und Multiplayer-Support für 16 
Teilnehmer. Mehr zu dem 3D- 
Shooter ab Seite 36: Wir be- 
suchten dasTurok-TeamvorOrt. 
I Hersteller* Aeelaim 
I Termin* 4. Quartal 98 




UPRISING2 





Das Sequel zum letztjährigen 
Strategie-Action-Mix Upri- 
sing soll noch diesen Herbst in 
die Geschäfte kommen. So 
delektieren Sie sich in über 25 
Welten an Wettereffekten und 
Voodoo 2-Support, dazu ab- 
solvieren Sie mit Ihrem Panzer 
nun auch Nachtmissionen. Den 
Aliens machen Sie mit jeder 
Menge Waffen aller Art bis 
hin zur Atom- 
bombe das Leben 
schwer. 

I Hersteller* 3DO 
I Termin* 3. 
Quartal 98 



URBAN 
ASSAULT 

Uban Assault würzt Echtzeit- 
lektik mit strategischen Ein- 
lagen. Sie lotsen 15 Panzer und 
Fluggeräte durch ein ent- 
zückendes 3Dfx-Terrain. Die 
Einheiten werden gruppenwei- 
se zusammengefaßt und 
umherdirigiert - oder Sie 
schwingen sich selbst in eines 
der Vehikel. In den Straßen- 
schluchten warten die in 
35facher Auswahl vorrätigen 
Feinde. 

I Hersteller* Microsoft 
I Termin* 3. Quartal 98 




V2000 




David Braben (Elite) zeichnet 
für das Design dieses Titels 
verantwortlich, der den alten 
Archimedes- und Atari-ST-Klas- 
siker Virus in ein modernes 
Gewand steckt. Expansions- 
süchtige außerirdische Insek- 
ten landen auf der Erde und ver- 
suchen, sie zu unterwerfen. 
Also ziehen Sie mit Ihrem Glei- 
ter los und retten die Bewoh- 
ner in sechs Welten, die 36 
Level umfassen. Power-ups ver- 
sorgen Sie dabei mit besseren 
Waffen und Energie. 
I Hersteller* Grolier Interactive 
I Termin* 3. Quartal 98 



X-COM: 
ALLIANCE 

Der fünfte Teil der X-Com- 
Serie ist ein auf der Grafik- 
Enginevon Unreal basierender 
3D-Shooter. Sie kontrollieren 
einen vierköpfigen Söldner- 
trupp, der sich in 15 Einzelab- 
schnitten durch Städte, Indu- 
strieanlagen und eine Raum- 
station ballert. Dank kleiner 
Übersichtsfenster lenken Sie 
stets nur einen der Söldner, 
während Sie die anderen im 
Auge behalten, um diese bei 
Bedarf zu übernehmen. 
I Hersteller* Microprose 
I Termin* 2. Quartal 99 




48 



PC PLAYER 8/98 






ADVENTURES 



fLara Croft und die Folgen: Nahe- 
zu jeder große Hersteller hat für 
die kommenden Monate ein 
hübsches Action-Adventure in 
der Hinterhand. 

Unser Schwerpunkt in der 
Ausgabe 6/98 bewies 
schon fast propheti- 
sche Fähigkeiten: 
Action-Adventures 
sind mächtig im Auf- 
wind. Genre- Liebhaber 
stürzen sich wohl 
bevorzugt auf die Hel- 
denprominenz wie 
»Tomb Raider 3« und 
> Indiana Jones and the Infernal Ma- 
chine«. Letzteres Abenteuer um 
unseren Lieblings-Archäologen Indy 
war eine der echten Messe- Überra- 
schungen. Daß diese auch noch vom 
erfolgsverwöhnten Publisher Lucas- 
Arts kommt, läßt hoffen, daß uns 
nicht nur ein weiterer Ableger von 
> Großer Name, nichts dahinter« bevor- 
steht. Da will selbst ein Designer- Urge- 
stein wie Jordan Mechner nicht zurück- 
stehen, dessen »Prince of Persia 3D« 
satte neun J ahre nach dem ersten Teil der 
Serie erscheint. Interessant könnte 
auch »Outcast« von Infogrames 
werden, dessen Grafik auch 
ohne 3D-Beschleunigerkarte 
phantastisch aussieht. 
Bei den Spielfiguren gibt es zwar eine gewisse Vielfalt 
(Regenwürmer, Archäologen etc.), aber im Kielwasser der 
Lara-Croft-Hysterie werden karg bekleidete Heldinnen 
eindeutig bevorzugt. /> \ 



Die Hoffnungsträger 




Blondinenwitz Allison aus 
»Space Bunnies must 
die« und Schwertkriege- 
rin Rynn aus »Drakan« 
führen die Legion der 
wehrhaften Damen an. 
(ra) 



1. Indiana Jones and the 

Infernal Machine 
2 . Tomb Raider 3 
3. Outcast 

4 . Oddworld: Abe's Exodus 

5 . Prince of Persia 3D 



ANACHRONOX 

Das mit vielen Rollenspiel- 
Elementen aufgemotzte 3D- 
Actionspiel Anachronox wird 
von Ion Storm ent- 
wickelt. Es 
schickt Sie 
■, nach der 
Wahl von drei 
der insgesamt 
sieben Charak- 
tere auf eine 
Reise durch 
die Gala- 
xie. Die 
in rund 
150 Sorten vorrätigen 
Außerirdische machen dabei 
Bekanntschaft mit I hrem reich- 
haltigen Waffenvorrat. In 
Kämpfen dürfen Sie jederzeit 
zwischen Ihren drei Recken 
wechseln. 
I Herstellen Eidos 
I Termin* 1. Quartal 99 




EARTHWORM 
JIM 3D 

Das kann dem besten Wurm 
passieren: Eine Kuh saust 
auf seinen Hinterkopf und läßt 
ihn bewußtlos am Boden lie- 
gend zurück. J etzt sind Sie 
gefordert: Durchforsten Sie 
sechs Gebiete von Earthworm 
J ims Gehirn und lernen Sie bei- 
spielsweise in der Angst-Zone 
diefurchterregendsten Vorstel- 
lungen des Würmchens kennen 
- alles in einer schicken neuen 
3D-Kulisse. 

I Hersteller* MerpLay 
I Termin* 3. Quartal 98 




DRAKAN 




Angesichts der 
Menge der 
auf der E3 
observierten 
dreidimensio- 
nalen Spiele- 
heldinnen ist 
der Phantasien- 
Nachschub 
unserer Redak- 
teure bis Weih- 
nachten gesi- 
chert. Unter den Möchtegern-Lara-Crofts dieser Welt bleibt uns 
Drakan-Heldin Rynn nicht nur wegen ihres langen Schwerts und 
ihrer langen Beine in Erinnerung. Zunächst einmal spaziert die 
Amazone in schönster Action-Adventure-Manier durch eine 3D- 
Spielwelt und hantiert dabei mit rund 50 Waffen sowie Zauber- 
sprüchen. Sobald die Dame ihren getreuen Drachen Arok sattelt, 
kommen rasante 3D-Gefechte dazu. Mit verschiedenen Drachen- 
puste-Attacken schaltet man flatternde Gegner aus oder greift 
gemütlich auf dem Land herumkreuchende Monster an - alles Gute 
kommt bekanntlich von oben. 
I Hersteller* Psygnosis 
I Termin* 1. Quartal 99 



52 



PC PLAYER 8/98 



INDIANA! ONES AND 
THE INFERNAL MACHINE 



Eine der dünn gesäten Messeüberraschungen wurde am Lucas- 
Arts- Stand präsentiert, firmentypisch weitab vom dröhnend 
lauten, grellbunten Messegetümmel. In einem kleinen Konfe- 
renzraum scharten sich diejenigen um einen PC, die das Glück 
hatten, einen der wenigen Vorführtermine zu ergattern. Und wer 
trieb dort mit Peitsche und Fedora-Hut sein Unwesen? Kein Gerin- 
gerer als I ndiana J ones, der zuletzt das Geheimnis der versunke- 
nen Stadt Atlantis gelöst hatte. Die für manche vielleicht etwas 
gewöhnungsbedürftige Tatsache: Indiana Jones and the Infernal 
Machine ist kein reines Adventure mehr. Statt dessen reiht es sich 
in die Riege der Action-Adventures ein, man könnte es vielleicht 
am ehesten mit »Indy meetsjedi Knight« umschreiben. 

Indy auf Action-Pfaden 

Doch der Reihe nach: Wir schreiben das J ahr 1947. Der Zweite 
Weltkrieg ist vorbei, die Supermächte beginnen still und leise mit 
der Aufrüstung für den Kalten Krieg. Also sind nicht mehr die 
Nazis, sondern die Sowjets die Widersacher des braven amerika- 
nischen Professors. Seine alte Freundin Sophia Hapgood, Indy- 
Fans noch aus den Geschehnissen um Atlantis in Erinnerung, 
bringt eines Tages beunruhigende Neuigkeiten. Angeblich suchen 
die Sowjets an der Stelle, an der die Babylonier seinerzeit den 
Turmbau zu Babel unternommen haben, nach einer uralten 
Maschine. Diese könnte ein Tor zwischen den Dimensionen öff- 
nen und als tödliche Waffe eingesetzt werden. Glücklicherweise 
sind einige Einzelteile der Maschine über den ganzen Erdball ver- 
streut, so daß die Gefahr noch gebannt werden könnte ... 
I ndy zögert nicht lange und macht sich auf, um dem sowjetischen 
Chefarchäologen Gennadi Volodnikovdas Handwerk zu legen. Von 
den babylonischen Ruinen über dasTlan-Shan-Gebirge in Kasach- 
stan geht es zu den Aztekenpyramiden von Teotihaucan und zahl- 
reichen weiteren Schauplätzen. Dort muß nicht nur gesprungen 
und gepeitscht werden: Es sollen etliche Puzzle- und Kampfse- 
quenzen im fertigen Spiel landen. Denn, so Projektleiter Hai Bar- 
wood (schon bei Indy 4 federführend): »Wenn jemand ein Action- 
Held ist, dann Indiana] ones.« Dieser Held kann nicht nur rennen 

und springen, sondern 
auch schwimmen, krie- 
chen, klettern, an Ran- 
ken umherschwingen 
und natürlich seine 
Peitsche knallen lassen. 
Dazu verstärken diverse 
Feuerwaffen wie Pisto- 
len, Gewehre oder eine 
Bazooka seine Kampf- 
kraft. Und dann wären 



PC PLAYER 8/ 98 





da noch die Teile der Maschine, 
die alle magische Kräfte besit- 
zen: Ohne diese kann Indy die 
Level nicht beenden. Daran hin- 
dern wollen ihn natürlich auch 
zahlreiche Soldaten, Kommuni- 
sten und sogar außerirdische 
Geschöpfe - für Spannung soll- 
te gesorgt sein. Ohne 3D-Karte 

müssen Peitsche und Hut im Schrank bleiben. Dafür sind dank der 
polygonbasierten Grafik-Engine so abenteuerliche Aktionen wie 
eine Flußfahrt durch schäumende Stromschnellen, eine Off-road- 
Verfolgungsjagd per J eep oder gar eine an den zweiten Kinofilm 
erinnernde Fahrt mit der Minenbahn möglich.. 
I Herstellen LueasArts 
I Termin* 1. Quartal §§ 









j URASSIC PARK: 

TRESPASSER 




Im jüngsten Mitglied der »Lost 
world«-Lizenzfamilie landen 
Sie auf »Site B« ; wo Sie sich als- 
bald mit einigen entlaufenen 
Dinosauriern herumärgern dür- 
fen. Gottlob findet sich alsbald 
ein Arsenal von 23 Waffen ein, 
mit dem Sie das lästige Viech- 
zeugs erledigen. Die Grafiken- 
gine macht schon in der Soft- 
ware-Variante einen sehrguten 
Eindruck, 3D-Karten werden 
auch unterstützt. 
I Herstellen Dreamworks 

Interactive 
I Termin* 3. Quartal §8 



ODDWORLD: 

ABE'S EXODDUS 

Den kleinen Mudokaner Abe 
plagen große Sorgen: Seine 
Erzfeinde, die Glukkonen, ver- 
arbeiten in der SoulStorm- 
Brauerei die Knochen seiner 
Urahnen. Aber seine Mannen 
sind alles andere als pflege- 
leicht: sie prügeln sich, implo- 
dieren oder randalieren wütend 
herum. Abe muß also vorsich- 
tig und einfühlsam mit seinen 
Stammesgenossen umgehen, 
denn ohne ihre Mithilfe kann er 
einige der Puzzles nicht lösen. 
I Hersteller* GT Interactive 
I Termin* 4. Quartal §8 




O.D.T. 




Vfer Spielfiguren, acht Level, 
eine 3D-Engine: Das Kampf- 
und Magie-geladeneO.D.T. bie- 
tet alle Zutaten eines trendigen 
Action-Adventures. Dank 
Talentpflege und Charakter- 
Ausbau ist sogar ein Hauch von 
Rollenspiel dabei. Das Szenario 
offeriert einen Eintopf aus Gru- 
sel, Mythologie und J ules- 
Verne- Extrakten. Die zahlrei- 
chen vertretenen Monstertypen 
sollen dank »künstlicher 
Dummheit« unterschiedlich 
agieren. 

I Hersteller* Psygnosis 
I Termin* 4. Quartal §8 



SPACE 
BUNNIES 



MUS' 



DIE 



Schon seit geraumer Zeit gei- 
stert das abgedrehte Action- 
Adventureüberdie Messen. Auf 
der Suche nach ihrer von Welt- 
raum-Hasen entführten Schwe- 
ster schießt, springt und klet- 
tert Kellnerin Allison durch den 
Space Bunny Mountain. Anima- 
lisch: Tanzt Allison zu ein paar 
herumliegenden Country-CDs, 
sind die Hasen paralysiert und 
ein sicheres Ziel. 
I Hersteller* Rtpcord Games 
I Termin* 3. Quartal % 




OUTCAST 




Das 3D-Action-Adventure Outcast muß sich zumindest optisch 
hinter der von Tomb Raider 3 angeführten Genre-Konkurrenz 
keinesfalls verstecken. Dies ist um so bemerkenswerter, als Out- 
cast auf jegliche 3D-Grafikkarten-Unterstützung verzichtet. 
Inhaltlich dreht sich alles um die mit Wüstengebieten, dörflichen 
Ansiedlungen und martialischen Trutzburgen 
garnierte Parallelwelt Adelpha. Dort schlüpfen 
Sie in den Kampfanzug des gestrandeten Ex- 
Söldners Cutter Slade. Der soll verhindern, 
daß ein sich ausbreitendes Schwarzes Loch 
das gesamte Universum verschluckt. Zu 
Beginn des nichtlinearen Geschehens ent- 
scheiden Sie, ob Sie diese heroische Auf- 
gabe als Abenteurer, Stratege oder 
Actionheld angehen wollen. Dies hat ent- 
sprechende Auswirkungen auf die Menge 
der anfallenden Anklicksatz-Gespräche 
und derSchießereienmitden archaischen 
Bewohnern der Wüstenwelt Adelpha. 
Besonders interessant sind Cutters waf- 
fentechnische Talente: So feuert er 
nicht nur mit seiner im Handgepäck 
lagernden Laserknarre, er kann sogar ein virtuelles Doppel von 
sich selbst erzeugen, welches dann beispielsweise einige Wachen 
ablenkt. Auch das Aufklauben und Verwenden von Gegenständen 
wie Sprengstoff oder einem Granatwerfer stellt für den schwimm- 
fähigen Leistungssportler kein Problem dar. Weite Wege dagegen 
legt er am besten auf dem Rücken bizarrer Urwelt-Tiere zurück - 
vorausgesetzt, er hat 
sich zuvormitdem Besit- 
zer über den Preis geei- 
nigt. Für die passende 
Akustik sorgt das 
Moskauer Symphonieor- 
chester. 

I Hersteller* Infogrames 
I Termin* 3. Quartal §8 ä 





54 



PC PLAYER 8/98 



PRINCE OF PERSIA3D 



Altmeister Jordan Mechnerließ es sich nicht nehmen, seine neu- 
este Schöpfung persönlich zu demonstrieren. Der Sprung in die 
dritte Dimension hat dem Prinz von Persien nicht geschadet: Fans 
der ersten beiden Teile werden sich sofort heimisch fühlen. Unser 
. Held muß 15 





recht exoti- 
sche Welten 
durchqueren, 
bevor er seine 
Geliebte wie- 
der in den 
starken Ar- 
men halten 
kann. Fiese 
Fallen, plau- 
sible Puzzles 
und garstige Gegner versperren ihm den Weg - wie gut, daß er 
auch diesmal sein Schwert zücken oder sich sogar auf einem flie- 
genden Teppich davonmachen kann. Zaubersprüche und -tränke 
machen das Gefühl komplett, die Hauptrolle in einem Märchen 
aus Tausendundeiner Nacht zu spielen. 
I Herstellen Red Orib 
I Termin* 1. Quartal §§ 



URBAN CHAOS 




Das vormals unter den Arbeit- 
stiteln City ofthe Fallen und 
Dark City bekannte Urban Chaos 
läßt Ihnen die größtmögliche 
Freiheit: Siehaben dieWahl, ob 
Sie Ihre Heldin in der pracht- 
vollen 3D-Umgebung umherja- 
gen und allerlei Gesocks mit 
Fäusten, Füßen und Waffen nie- 
derstrecken. Alternativ bege- 
ben Sie sich auf eine gemütli- 
che Rundreise per U-Bahn, 
Motorrad oder Gleitdrachen 
und lösen die dabei auftau- 
chenden Rätsel. 
I Hersteller* Eidos 
I Termin* 3. Quartal §8 



THE WHEEL 
OFTIME 

Vbm Adventure zum Action- 
Strategie-Titel: Die Legend- 
Umsetzung der bekannten 
Buchreihe von Robert Jordan 
nutzt die Unreal-Engine. In 
einer Fantasy-Welt suchen Sie 
mit zahlreichen Konkurrenten 
um die Wette nach mystischen 
Siegeln. Dazu wird gekämpft, 
gesprochen und strategisch für 
das Wohl der eigenen Festung 
gesorgt. 

I Hersteller* GT Interactive 
I Termin* 2. Quartal §§ 




PC PLAYER 8/ 98 



55 









TOMB RAIDER 3 

licht zuletzt die wohlproportionierte Hauptdarstellerin machte 
Tomb Raider zu einem der bekanntesten Spiele der jüngeren 
Computergeschichte. Der liebenswerten Lara Croft hat es Her- 
steller Eidos vermutlich auch zu verdanken, daß er mittlerweile 
zu Europasgrößtem Computerspiel-Produzenten aufgestiegen ist. 
Inzwischen sorgt das digitale Busenwunder sogar für Schlagzei- 
len auf ungewohntem Gebiet: Vor kurzem wurde der Vertrags- 
schluß mit einer Model-Agentur bekannt; die deutschen Spaß- 
punker Die Ärzte setzten Lara in dem Video »Männer sind Schwei- 
ne« ein musikalisches Denkmal, und soeben hat Paramount die 
Filmrechte ergattert - für die Hauptrolle 
sind Liz Hurley und Sandra Bullock im 
Gespräch. 

Angesichts dieser Popularität (von den 
ersten beiden Teilen sind zusammen über 
vier Millionen Kopien verkauft worden!) 
konnte es kaum überraschen, daß Eidos in 
diesem] ahr die begehrte Bit-Braut ein drit- 
tes Mal zum Leben erweckt. Die geschmei- 
dige Archäologin startet ihre jüngsten 
Abenteuer in den nebelgeschwängerten 
Gassen von London. Für den weiteren Spiel- 
verlauf stehen Besuche in I ndien, der Wüste 
Nevadas, sowie auf einigen idyllischen Säü 
Inseln im südlichen Pazifik im Reisekalender. Anders als bei den 
Vorgängern, in denen die Geschichte an einem Strang durcher- 
zählt wurde, teilt sich das Spiel nach der Einführung in drei Teile 
auf. Ihnen bleibt es dabei überlassen, wohin die Reise als näch- 
stes gehen soll, respektive in welcher Reihenfolge die Örtlichkei- 
ten besucht werden. 
In puncto Technik ha- 
ben sich die Entwickler 
von Core Design wieder 
mal einen ganzen 
Schwung Verbesserun- 
gen einfallen lassen: So 
sind insbesondere die 
Lichteffekte weitaus 
eindrucksvoller, dank 
eines neuen Reflexions- 
systems tauchen 
transparente 
Gegenstände und 
lebensnahe 
Schattenwürfe 
auf. Selbst mehr- 
farbige, sich stän- 
dig ändernde 
Beleuchtungsef- 
fekte lassen sich 
bewundern. Neu 






hinzugekommen sind 
auch wechselhafte Wet- 
terbedingungen mit 
Nebelbänken, Regen- 
schauern und Schnee- 
stürmen. All diese 
Effekte gewinnen na- 
türlich durch den Ein- 
satz einer3D-Beschleu- 
nigerkarte erheblich an 
Glanz. Der überarbeite- 
ten Entwicklungsma- 
schine ist es schluß- 
endlich zu verdanken, daß das rundum dreh- und zoombare Gelän- 
de etwas feiner und dadurch übersichtlicher strukturiert ist. 

Mehr Licht und Wetter 

Selbst die vormals recht tumben Gegner haben wahrnehmbar 
zugelegt. So werden sie manchmal Deckungsmöglichkeiten aus- 
nutzen und koordinierte Überraschungsangriffe vortragen. Quasi 
als Ausgleich besitzt die gute Lara immer noch ihre beiden mit 
unendlicher Munition bestückten Revolver. In so manchem 
Geheimraum liegt zudem, neben Heilmitteln und Schlüsseln, auch 
die eine oder andere besonders schuß gewaltige Bleispritze herum. 
Ebenfalls neu sind einige Bewegungsmodi: Fräulein Croft ist nun 
dazu fähig, durch seichte Gewässer und knietiefes morastiges Ter- 
rain zu waten. Mit dem Hochge- 
schwindigkeitsspurt entflieht 
sie im Eiltempo jeder Gefahr. 
Auch Laras Garderobe wurde um 
ein paar schicke Stücke ergänzt, 
wobei eines sicher sein dürfte: 
Selbst wenn sie gerade ihr atem- 
beraubendstes Kostüm vorführt, 
wird sie deswegen keinesfalls 
voreinem Ausrittauf dem Motor- 
rad oder einer feuchtfröhlichen 
Bootsfahrt zurückschrecken. 
I Hersteller* Eidos 
I Termin* 4. Quartal §8 




56 



PC PLAYER 8/98 






- 




u 


M* 



ADVENTURES & 
ROLLENSPIELE 



Des einen Freud, des anderen Leid: Während 
die Rollenspiele ihren zweiten Frühling erle- 
ben, waren Adventures vom alten Schlag auf 
der E3 dünn gesät. 

Sag mir, wo die Rätsel sind, wo sind sie geblieben? Freun- 
de der klassischen Point-and-click-Adventures werden 
sich wohl oder übel damit abfinden müssen, daß ohne 3D 
nicht mehr viel läuft. Dazu passend kippte Blizzard drei 
Tage nach einer großangelegten Pressevorführung das 

»Warcraft Adventure« - 
angeblich habe es den haus- 
internen Qualitätsan- 
sprüchen nicht genügt. Harte 
Zeiten für Spiele-Oldtimer, 
die mit Text- und Maus- 
gesteuerten Abenteuern auf- 
gewachsen sind. 
Bei den Rollenspielen ist die 
Lage ganz ähnlich: Nur noch 
wenige Hersteller wagen eine 
andere Grafikansicht als die 
Ego-Perspektive. Doch bei 
»Diablo 2« und »Fallout 2« 
kommt der übersichtliche 
Isometrie-Look zu seinem 
Recht. Gleiches gilt für »Bal- 
dur's Gate«, das AD&D-Fans 
und Neueinsteiger gleicher- 
maßen ansprechen könnte. Ei n weiterer Trend: I mmer häu- 
figer lesen Sie eine Zahl als Sequel-I ndikator im Spielen- 
amen. »King's Quest 8«, »Ultima 9: Ascension«, »Gabriel 
Knight 3« - es ist müßig, darüber zu diskutieren, ob die 
Hersteller nur auf Nummer sicher gehen oder den Wün- 
schen der Fans Sorge tragen wollen. Angenehmerweise 
si nd immer noch einzelne ambitionierte Projekte wie »Tra- 
veler« von Logic Factory zu vermelden. Ein Rollenspiel im 
Episodenformat gab es zuletzt vor über zehn Jahren mit 
»AlternateReality« fürden Atari XLund C64. Leider erleb- 
te diese auf vier 



Adventures & Rollenspiele: 
Die Hoffnungsträger 



1. Grim Fandango 

2. Diablo 2 

3 . Ultima 9: Ascension 

4. Fallout 2 

5 . Lands of Lore 3 



Teile angelegte 
Serie nur deren 
zwei. Aber damals 
fehlte ein wesent- 
licher Faktor, auf 
den Traveler setzt: 
das Internet, (ra) 



20000 LEAGUES: 

THE ADVENTURES CONTI NUE 




South Peak I nteractive hat ein 
Herz für Abenteurer. Näch- 
stes J ahr wandeln Sie auf 
Kapitän Nemos Spuren und 
erforschen seine Nautilus, die 
150 J ahre auf dem Meeres- 
grund lag. Mysteriöserweise ist 
die Crew wohlauf, doch das 
Schiff wird von einem schwarz- 
en U-Boot angegriffen. Übri- 
gens: Auch Master Lu-Autor Lee 
Sheldon heuerte bei South Peak 
an und produziert dort gerade 
Dark Side of the Moon. 
I Hersteller* South Peak 
I Termin* 3. Quartal §§ 



BENEATH 

Dreidimensionales Hybrid- 
spiel mit Hang zum Action- 
Adventure: Activisions Beneath 
soll aber bei allen Actioneinla- 
gen den Schwerpunkt aufs Puz- 
zleknacken legen; Nachschub 
für ausgehungerte Abenteurer 
ist also zu erwarten. Der kühne 
Archäologe] ack Wells schwingt 
sich anno 1906 durch zwölf 
Levels. Bekämpfen Sie böse 
Bestien und greifen Sie vor 
allem tief in den Inventar-Ruck- 
sack, um die Rätsel und Fallen 
der Unterwelt zu meistern. 
I Hersteller* AetMsion 
I Termin* 4. Quartal §8 




GRIM FANDANGO 

Immer Ärger mit den (Un-)Toten: Manny Caldera, Reisekaufmann 
im Reich der Toten, kann nur dann Ruhe und Frieden finden, 
wenn er ein gewisses Kontingent an Seelen verschifft. Doch irgend 
jemand will nicht, daß das passiert. Nur wer? 
Das nächste LucasArts-Adventure verzichtet bis auf wechselnde 
Kameraperspektiven und ein etwas stromlinienförmigeres User- 
Interface auf neumodischen Schnickschnack. Verantwortlicher 
Designer ist erfreulicherweise Tim Schaefer, der für LucasArts das 
Tentakel-Duo und den rauhbeinigen Biker Ben ins Leben rief. 
I Hersteller* LueasArts ? .- ^ 

I Termin* 3. Quartal §8 




PC PLAYER 8/98 



GABRIEL 
KNIGHT 3 




Schauplatz des Grusel-Aben- 
teuers Gabriel Knight 3 ist 
eine europäische Kleinstadt. 
Dort ermittelt Geisterjäger 
Gabriel in einem übernatürli- 
chen Entführungsfall, der auf 
Wunsch durch mehrere Unter- 
quests erweitert wird. Genau 
wie beim Vorgänger kontrollie- 
ren Sie manchmal auch Gabri- 
els Freundin Grace. Das Gesche- 
hen erblicken Sie wahlweise in 
der Ich-Perspektive oder von 
außen. 

I Herstellen Sierra 
I Termin* 4. Quartal §8 



JOHN SAUL'S 
BLACKSTONE 
CHRONICLES 

Der Horror-Autor John Saul 
legt ein tiefenpsychologi- 
sches Grusel-Adventure vor, 
das auf seiner gleichnamigen 
Romanserie basiert. Hier 
durchstreifen Sie schrittweise 
die gerenderten Räumlichkei- 
ten eines aus der Ich-Perspek- 
tive gezeigten Irrenhauses. 
Dieses ist beileibe nicht so ver- 
lassen, wie es zunächst aus- 
chaut, denn Geister wollen ver- 
hindern, daß Sie auf Ihre ver- 
schollene Familie stoßen. 
I Hersteller* Mindseapa/SSt 
I Termin* 4. Quartal §8 



itf 



RING 



KING*SQUEST8 




Die Rätselkost der weltweit 
erfolgreichsten Adventure- 
Serie wird im achten Auftritt mit 
Action-Elementen gewürzt. 
Diesmal geht Held Connor 
McLurr auf die Suche nach den 
fünf Bruchstücken einer magi- 
schen Maske. Während der 
Reise befragt er rund 70 Cha- 
raktere und besiegt in Echtzeit 
zahllose Unholde. Das mär- 
chenhafte 3D- Kön igreich 
Daventry läßt sich optional 
auch aus der Ich-Perspektive 
betrachten. 
I Hersteller* Sierra 
I Termin* 4. Quartal §8 



PC PLAYER 8/ 98 



BALDUR'S 

GATE 

Zhntausend ineinander- 
crollende Bildschirme groß, 

sieben Kapitel lang und mit vie- 
len Subplots ausgestattet: Kein 
Wunder, daß sich Baldur's Gate 
gerade wieder etwas verzögert 
hat. Die abenteuerliche Reise 
rund um die Schwertküste soll- 
ten alle RPG-Liebhaber auf 
ihren Wunschzettel schreiben, 
denn der Titel machte bei der 
Vorbesichtigung einen guten 
Eindruck. 

I Hersteller* tnterplay 
I Termin* 3. Quartal 18 



- ^ ZT" 7,Hi' 



- r . 



Eine groteske Mischung aus Science-fiction und 
dem »Ring der Nibelungen« erwartet uns. In 
ferner Zukunft hat die Menschheit wenig zu 
lachen, gibt es doch nach der Zerstörung der 
Erde nur noch wenige Überlebende, die als 
Alien-Sklaven ihr Dasein fristen. Da auch die 
neuen Herren kulturell interessiert sind, ver- 
langen sie eine Aufführung der Wagner-Oper 
- mit ungeahnten Folgen. Cryo verspricht uns 
eine hochkomplexe und phantasievolle Hinter- 
grundgeschichte. 

Einen besonderen Touch erhält das Programm 
durch die Verwendung der Originalmusik. Inter- 
preten: die Wiener Philharmoniker. 
I Hersteller* Cryo 
I Termin* September §8 







FALLOUT 2 




lit Fallout begann Anfang 
Ides Jahres die Wiederge- 
burt des Rollenspiels. Das kul- 
tige Endzeit-Ambiente lockte 
nicht nur Genre-Fans an die 
PCs, ein Nachfolgerwaralso nur 
eine Frage der Zeit. Knapp 100 
J ahre nach dem Geschehen des 
ersten Teils suchen Sie mit 
bewährter Grafik und Bedien- 
oberfläche, jedoch ohne Zeit- 
limit, nach dem sagenumwobe- 
nen Garden-of-Eden-Kit. 
I Hersteller* Interplay 
I Termin* 4. Quartal 18 



LEGEND OF 
BLADE 



MAS' 



ER 



a; 



Jm Totenbett der Mutter er- 
fährt Eric, daß sein Vater 
einst auf der Suche nach den 
Klingen des Chaos sein Leben 
ließ. Eric schwört, daß er die 
Klingen finden wird. In seiner 
Rolle müssen Sie Weggefährten 
anheuern und stehen letztend- 
lich dem teuflischen Führer des 
Vamarian-Kultes gegenüber. 
Wie Ultima 9 präsentiert sich Ro- 
nins Rollenspiel komplett in 3D. 
I Hersteller* Ripcord Games 
I Termin* 1. Quartal §§ 







■ 


•J- i_ 




I £ - 
























- 



DIABLO 2 




Sehnsüchtigst wartet die Blizzard-Fangemeinde 
auf den langersehnten Nachfolger des teuf- 
lisch-genialen Rollenspiels Diablo. Erfolg spornt 
bekanntermaßen zu mehr Leistung an. Daher wur- 
den Präsentation und Spielverlauf zwar im wesent- 
lichen beibehalten, jedoch in vielerlei Hinsicht 
logisch weiterentwickelt. 
Die gruselige Hintergrundgeschichte berichtet 
von der Rückkehrdes Oberdämons Diablo, dernun 
auch noch Unterstützung durch Mephisto und Baal 
erhält, ihres Zeichens zwei 
weitere Spießgesellen der 
Finsternis. Wie beim Vor- 
gängerteilt sich die isome- 
trische Welt in zwei Teile 
auf: In der jetzt aus vier 
Bereichen bestehenden 
Oberwelt stehen Einwohner 
zu Gespräch und Hilfe 
bereit, zudem kaufen Sie 
hier Waffen, Ausrüstung 
und Heiltränke. Die Unter- 
welt dagegen besteht aus 
Kerkern, die bei jedem 
Spielstart neu generiert 

werden. Dank einer direkten Feuerlinie dienen die zahlreichen 
dort lagernden Fässer und Gräber nun als ideale Deckungsmög- 
lichkeit. Die vom Vorgänger bekannten Ladezeiten beim Wechsel 
zwischen Ober- und Unterwelt entfallen diesmal dank einer neuen 
Speichertechnik. 

5 Helden in 4 Welten 

Vor Spielbeginn bedienen Sie sich bei einer der fünf frischen Hel- 
denklassen: Amazone, Barbar, Necromancer, Paladin oder Magier- 
in. Alle besitzen steigerungsfähige Charakterwerte, die sich in 
rund 100 Untereigenschaften verzweigen. Zudem bringt jede Figur 
eine besondere Begabung für eine bestimmte Kampftechnik mit. 
Die Lieblingswaffe der Amazone ist der Speer; den schleudert sie 
jedemGegnerentgegen; derBarbardagegen verläßt sich vorallem 
auf Körperkraft; er ist außerdem als einziger in der Lage, zwei 
Waffen auf einmal zu schwingen. 

Neuerdings verfügen die 
Hauptdarsteller auch über 
einodentlichesQuantuman 
individuellen Zauber- 
sprüchen. So ist der auf 
dunkle Magie abonnierte 
Necromancer als einziger 
dazu fähig, tote Monster 
wieder zum Leben zu 
erwecken. Als untote Kämp- 




fer verteidigen sie daraufhin ihren 
neuen Meister. Das Gegenstück des 
Necromancers ist der edle Paladin. Die- 
ser verfügt vor allem über ein gerüt- 
telt Maß an Defensiv- und Heilsprüchen, darüber hinaus gewin- 
nen von ihm gesegnete Waffen erheblich an Schärfe. Die Magier- 
in wiederum besitzt kaum Nahkampffähigkeiten und verläßt sich 
stattdessen auf ihre reichhaltige Auswahl an Offensiv- und Defen- 
sivzaubern. Sehr vielversprechend klingt zum Beispiel ein Spruch, 
der bewirkt, daß ein Schwert von ganz alleine auf die Skelette 
und Ghouls eindrischt. Anders als beim Vorgänger müssen Sie 
einen Großteil der Magie erst erforschen, aber aufgrund des ver- 
zweigten Charaktermenüs dürfte es schwerfallen, einen Helden 
heranzuzüchten, der letztlich über sämtliche Zaubersprüche 
seiner Gattung gebietet. 

Dem Mehrspieler-Betrieb vorbehalten bleiben einige 
zusätzliche Quests und das ausgefeilte Handelssystem. Es 
wird Clan-Häuser geben, in denen die Mitspieler ihr Hab 
und Gut sicher aufbewahren oder 
eintauschen können. 
Zwecks Unterbindung von 
Betrügereien findet jegli- 
che Handelei in einem spe- 
ziellen Chat-Fenster statt 
Solisten will man diefrühereher 
schmalbrüstige Hintergrund- 
geschichte erheblich aufwer- 
ten. 

I Hersteller* Blizzard 
I Termin* 1. Quartal 99 





60 



PC PLAYER 8/98 



m 



LANDS OF LORE 3 







E 



is bisher geschah: König Richard, allen »Lands of Lore«-Fans 
loch aus dem ersten Teil bekannt, hat einen Bruder namens 
Eric. Dessen unehelicher Sohn Copper hat vor Hof wenig zu mel- 
den, doch es kommt, wie es kommen muß: Alle anderen Thron- 
anwärter sind eines Tages aus dem Rennen. Copper wird jedoch 
nicht etwa in Ehren gekrönt, sondern muß sich Respekt und Krone 
erst einmal verdienen. Obendrein zerfällt das ehemals prosperie- 
rende Reich zusehends, und so hat der Nachwuchsherrscher alle 
Hände voll zu tun, bis er die Füße auf einen königlichen Schemel 
legen kann. 

»Lands of Lore 3« ist ein klassisches Rollenspiel im modernen 
Gewand: Zaubersprüche, Gilden, Charakterklassen und ein »Fami- 
liär« getaufter Ratgeber sollen die Fans für den grafisch leicht 

fehlgeschlagenen Vorgänger 
entschädigen. 3D-Karten 
werden von vorneherein 
unterstütz. Dazu Louis Cast- 
le, Mitgründer der Westwood 
Studios, der uns LOL 3 auf der 
E3 vorführte: 

»Die Grafik-Engine basiert 
zum großen Teil auf der von 
LOL 2, natürlich mit voller 
Unterstützung von SD-Kar- 
ten. Die Charaktere stellen wir Voxel-basiert dar. Dazu verwen- 
den wir die schon aus Blade Runner bekannte Technologie. 
Dadurch können wir uns ganz auf die Story konzentrieren - anders 
als bei den Action-Shootern, bei denen bis kurz vor Torschluß die 
Engine optimiert und dann eben schnell eine Geschichte dazu- 
gestrickt wird.« 

Es gibt keine Video-Akteure mehr: Das war bei Teil 2 nur der Fall, 
weil es zu Entwicklungsbeginn technisch noch keine qualitativ 
gute Möglichkeit gab, lebensechte Charaktere darzustellen - und 
dafür mußten wirdie bekannten Nebenwirkungen einstecken, also 
die Unscharfen und Pixeleien. 
I Hersteller* Westwood Studios 
I Termin* 4. Quartal §8 



62 




RETURN TO KRONDOR 

Sierra hat das 
mehrfach ver- 
schobene Rollen- 
spiel von 7 1 h 
Level aufgekauft, 
den auf den 
Romanen von 
Raymond Feist 
basierenden Plot 
zeitgemäß aufpo- 
liert und in zehn 
Kapitel unterteilt. 
Sie dirigieren eine fünfköpfige 
Heldentruppe durch die Städte 
und über die Meere des Fantasy- 
Reiches Midkemia. Konkurrie- 
rend mit ruchlosen Piraten und 
einem verrückten Zauberer, suchen Sie nach einem religiösen 
Relikt. In teils längeren Rundenkämpfen gelangen 60 Zauber- 
sprüchezum Einsatz, weitere Sprüche brauen Siesich mittels Kräu- 
tern selber zusammen. I nformationen darüber werden die insge- 
samt 150 unterwegs angetroffenen 3D-Charaktere bereithalten. 
I Hersteller* Sierra 
I Termin* 4. Quartal §8 




REVENANT 




it dem ac- 
tionreichen 
R o I I e n s p i e I 
Revenant wandelt 
Eidos auf Diablo- 
Pfaden. Der aus 
einem Fundus von 
etwa 40 Recken 
ausgewählte Cha- 
rakter pirscht durch 
eine Vielzahl iso- 
metrischer 3D-Kerker. Dort sucht er nach seiner verschollenen 
Tochter und verstaut aufgefundene Gegenstände in seinem Ruck- 
sack. Allerlei Unholde vom schwachbrüstigen Skelett bis hin zum 
feuerspeienden Drachen kommen ihm dabei in die Quere. Sie 
machen Bekanntschaft mit seinem Schwert und den mit fort- 
schreitender Spieldauer immer 
mächtigeren Zaubersprüchen. Die 
Vulkanwelt brilliert mit unzähligen 
animierten Details und Lichteffek- 
ten - sie wird dafür aber auch nicht 
bei jedem Spielstart neu generiert. 
I Hersteller* Eidos 
I Termin* 4. Quartal §8 



PC PLAYER 8/98 







- 



SWORDS & SORCERY 

Was wurde eigentlich aus David W. Bradley? Der Designer des Rol- 
lenspiel-Klassikers Wizardry 7 taucht bei Virgin wieder auf. In 
seinem neuen Werk will er eine besonders lebendige Fantasy- Umwelt 
simulieren. Sie kontrollieren eine sechs Charaktere starke Party; 
gekämpft wird wahlweise rundenweise oder in Echtzeit. Per Netz- 
werk oder Internet läßt sich jeder Held von einem anderen Spieler 
steuern. Moderne Technik hält Einzug im Fantasy-Land: Dank einer 
3D-Grafikengine können Sie das Geschehen wahlweise aus der Ego- 
Perspektive sehen oder Ihre Party von außen betrachten. 
I Herstellen Virgin 
I Termin* 4. Quartal §8 




TRAVELER 




Die Logic Fac- 
tory, späte- 
stens seit Tone 
Rebellion bekannt 
für ebenso unge- 
wöhnliche wie gut 
spielbare Pro- 
gramme, will sich 
mit dem neuesten 
Streich selbst 

übertreffen. Das Rollenspiel Traveler 
erscheint im Episodenformat, ähnlich 
wie eine Fernsehserie. Sie finden sich 
unverhofft in einem neuen Körper und 
in einer anderen Dimension wieder 
und müssen herausfinden, was mit 
Ihnen und der Erde passiert ist. 
Die erste »Staffel« liegt komplett in 
der Schachtel und kann sofort durchgespielt werden - dann geht 
es online weiter: Alle zwei Monate soll eine neue Folge erschei- 
nen, die nur mit anderen Mitspielern zu lösen ist - ein vielver- 
sprechendes Konzept. 
I Hersteller* The Logic Faetory 
I Termin* 3. Quartal 99 




ULTIMA 9: ASCENSION 



Utima 9 war der einzige Titel, den Origin auf der Messe demon- 
itrierte. Richard Garriott und sein Adept Ed del Castillo nah- 
men sich selbst die Zeit, das Spiel vorzuführen. Mr. Ed trug übri- 
gens als Blickfang eine schwarze Augenklappe, doch Sie müssen 
nicht befürchten, daß er bei nächtlichen Design-Sessions bald 
ganz erblindet und das Spiel nicht fertig wird: Abends landete 
das Piratenutensil immer wieder in seiner Tasche. 
I n den letzten Monaten gab es gerade im I nternet zahlreiche Pro- 
teste und Unterschriftensammlungen einiger Ultima-Veteranen. 
Sie sprachen sich gegen Konzeptänderungen wie die fehlende 
Party oder den Wegfall der beliebten Statistiken aus. Am Messe- 
stand fanden jedoch keine Demonstrationen statt. Mag man zu 
den Design-Änderungen stehen, wie man will: sicher ist, daß 

Ascension schon jetzt 
fantastisch aussieht. 
Die 3D-Engine illu- 
striert die Suche nach 
dem Guardian mit 
wunderschönen Tex- 
turen und Landschaf- 
ten. 

Trotz 100 NPCs, 40 
Waffen und 45 Zau- 
bersprüchen ordnet 





selbst Origin das Spiel unter Action-Adventures ein, doch Rich- 
ard Garriott betont, daß das Ganze noch immer ein Rollenspiel 
sei - nur eins mit stark erweiterten Fähigkeiten. Anfang nächsten 
Jahres wissen wir mehr. 
I Hersteller* Origin 
I Termin* 1. Quartal 99 



64 



PC PLAYER 8/98 






X* 



SIMULATIONEN 



An vielen Ständen knatterten die Motoren von 
Propellerfliegern: Dogfight-Simulationen aus 
dem Zweiten Weltkrieg sind wieder salon- 
fähig. Turbinengeheul und Hubschrauber- 
whock-whock sind deswegen noch lange nicht 
zum Aussterben verurteilt. 

Es fiel uns schon im Messevorfeld ins Auge: Viele Her- 
stellerwenden sich von High-Tech-J etsimulationen ab und 
haben mindestens einen Titel im Gepäck, der sich mit dem 
Zweiten Weltkrieg beschäftigt. So erwarten wir bis zum 
J ahresende sechs Produkte, die Sie in das Cockpit der Mes- 
serschmitt Me-109 und Konsorten setzt, nämlich »Jane's 
FighterLegends«, »MS Combat Simulator«, »Fighter Duel 
2.0« , » Frei J agd« , » Fighter Squadron« und » European Air 
War« . Trotzdem gab es einige hochkarätige PC-Düsenflie- 
ger zu sehen wie »F-16 Viper« von NovaLogic oder Inter- 
active Magics »iF/A-18E GF«. 
Auch die Hubschrauberfraktion muß nicht darben, denn 
ein seit über zehn Jahren am Digi-Himmel vertretener 
Veteran wird reanimiert. »Gunship 3« kommt im nächsten 
Jahr und ergänzt »Ml Tank Platoon 2«. Ein weiterer neu- 
aufgelegter Oldie ist »Fighting Steel« von SSI, der an die 
» Burning Steel« -Serie anknüpft. Schiffe waren auf der E3 
ansonsten Mangelware, genauso wie Panzersimulationen. 

Davon sind allerdings in 
den letzten Monaten 
schon einige erschienen. 
So freuen wir uns auch auf 
»Panzer Elite« und 
»Spearhead«. (mash) 





Simulationen: 


Die Hoffnungsträger 


i. 


Fighter Legends: 




Europe 1944 


2. 


F-16 Viper 


3. 


Gunship 3 


4 


Starsiege 


5. 


Fighting Steel 




F-16 VIPER & 
MIG-29 FULCRUM 





Iivalogic kommt mit zwei 
neuen Flugsimulationen 
gleichzeitig auf den Markt. 
Beide lassen sich dank des 
»Integrated Battlespace« (IBS) 
miteinander verbinden. Somit 
können Sie per Netzwerk mit- 
oder gegeneinander antreten, 
über die Internet-Spielarena 
NovaWorld fliegen Sie mit maximal 127 Mitspielern. Die Welten 
sind dabei die gleichen wie für F-22 Raptor, dessen Besitzer eben- 
falls an den Multiplayer-Gefechten teilnehmen dürfen. Offline bie- 
ten beide Programme jeweils über 40 Missionen für die F-16 bezie- 
hungsweise MiG-29, die zwar linear miteinander verknüpft sind, 
sich jedoch teilweise beeinflussen. Auch das MiG-29-Spiel bietet 
zwei F-16-Kampagnen an, die Sie mit dem Besitzer des anderen 
Produkts gemeinsam beziehungsweise gegeneinander absolvie- 
ren. In F-16 wiederum ist ein Missionseditor enthalten, mit dem 
Sie sogar eigene Gebäude erstellen können. 
Optisch macht die Präsentation einen Quantensprung, denn es 
wird nicht nur normale Beschleuniger-Optik geboten; per Voodoo 
2-Karte läßt sich die Auflösung bei 16-Bit-Farbtiefe bis auf 1024 
mal 768 Bildpunkte hochschrauben. Das Flugmodell berücksich- 
tigt nun auch Gewichtsveränderungen, etwa durch das Abschieß en 
von Raketen. Für Realismus soll die Zusammenarbeit mit Lock- 
heed/ Martin und einem 
russischen Ex-Piloten 
sorgen, die Handlung 
und das Missionsdesign 
selbst werden aber 
gewohnt actionmäßig 
ausfallen. 

I Herstellen Novalogie 
I Termin* 4. Quartal §8 




66 



PC PLAYER 8/98 



FIGHTER LEGENDS: 
EUROPE 1944 




Jane's geht mit diesem Produkt zurück in die Zeit des Zweiten 
Weltkriegs. Dies ist übrigens ein Trend, den man bei vielen Simu- 
lationsherstellern beobachten konnte. In Sachen Technik ist der 
Titel allerdings alles andere als altertümlich: Mit zwei hinterein- 
andergeschalteten Voodoo-2-Karten erreichen die Programmie- 
rer Auflösungen von bis zu 1024 mal 768 Pixeln in High-Color- 
Farbtiefe bei Frame-Raten von über 30 fps. 
Alle spannenden J äger aus dieser Ära (P-51D Mustang, Me-262 
Sturmvogel) können geflogen werden. Die Maschinen haben sepa- 
rate Trefferzonen, um etwa Treffer an den Tragflächen zu simu- 
lieren; all diese Schäden 
können Sieauch auf den Flie- 
gern sehen. Die physikali- 
schen Modelle für alle 13 
Flugzeuge, von denen Sie 
sieben selbst steuerrn dür- 
fen, sind nach Angaben der 
Programmier stark an die 
Realität angelehnt. Wolken 
werden nicht nur einfach 
eine undurchsichtige Schicht einer bestimmten Dicke sein, son- 
dern sind dreidimensional modelliert und mit Transparenzeffek- 
ten versehen. Das macht Gefechte in der entsprechenden Höhe 
besonders interessant. 

Der Detailgrad geht so weit, daß Sie sogar weidende Kühe se- 
hen können. Außerdem sind Massengefechte möglich. Erste 
Sporen konnte sich 
das Designteam um 
Paul Grace übrigens 
schon 1992 mit Cuck 
Yeager's Air Combat 
verdienen. 

I Herstellen flaue's 

Combat St mulatlons 

I Termin* 3. Quartal 98 



PC PLAYER 8/ 98 





GUNSHIP 3 




Im nächsten J ahr veröffent- 
licht Microprose Gunship 3, 
bei dem Sie in dynamischen 
Kampagnen nicht nur den AH- 
64 Apache, sondern auch den 
RAH-66 Comanche und einen 
weiteren Kampfhubschrauber 
fliegen können. Außerdemläßt 
sich das Programm mit Ml Tank 
Platoon 2 vernetzen. Dieses 
Bild stammt auch von letzterem 
Titel, Gunship 3 verwendet 
jedoch die gleiche Grafik-En- 
gine und wird daher sehr ähn- 
lich aussehen. 
I Hersteller* Microprose 
I Termin* 4. Quartal 99 



IF/A-18E 
CARRER 

STRIKE FIGHTER 

Mit der verbesserten Grafik- 
und Kampagnen-Engine 
aus iF-22 geht Interactive 
Magic an den Start. Diesmal 
steht das F/A-18-Mehrzweck- 
flugzeug im Mittelpunkt. Vom 
Flugzeugträger aus fliegen Sie 
zufallsgenerierte Missionen 
und Feldzüge, wobei das 
bekannte Point-and-click- 
Cockpit das Bedienen der 
Instrumente vereinfacht. 
I Hersteller* Interactive Magie 
I Termin* 3. Quartal 98 




F-18 SUPER 
HÖRNET 




Vbn Bord eines Flugzeugträ- 
gers oder einer Landbasis aus 
starten Sie mit Ihrer F/A-18 in 
drei dynamische Missionsge- 
biete, etwa den Persischen 
Golf. Bis zu 400 Bodenfahrzeu- 
ge finden sich pro Mission. Im 
Kommando-Modus kontrollie- 
ren Sie maximal 32 Maschinen 
und springen nach Belieben in 
die jeweiligen Cockpits, um von 
da aus direkt das Schlachten- 
glück zu beeinflussen. 
I Hersteller* Digital 

Integration 
I Termin* 4. Quartal 98 



FIG 
S 



TING 
EEL 



Die Entwickler von Burning 
Steel bringen eine Neuauf- 
lage I hrer Marine-Simulation in 
aktuellem Gewand mit 3D- 
Beschleuniger- Unterstützung. 
Über 90 Schiffsklassen, die in 
den J ahren 1939 bis 42 auf den 
Weltmeeren herumschipperten, 
können kontrolliert werden. 
Alle interessanten Seeschlach- 
ten dieser Zeit und einige hypo- 
thetische Fälle - packen die 
Designer ins Programm. 
I Hersteller* Mindseape/SS! 
I Termin* 4. Quartal 98 









MS COMBAT FLIGHT 
SIMULATOR 




K 



)iese Luftkampf- 
simulation hat 
den Zweiten Welt- 
krieg zum Thema. 
Naturgemäß stehen 
in den beiden Kam- 
pagnen im Berliner 
und Londoner Luf- 
traum vornehmlich 
Dogfights und die 
Abwehr von Bomberstaffeln auf 
dem Programm. Angeboten wer- 
den acht historische Propeller- 
maschinentypen ä la Spitfire 
oder Messerschmitt mit authentischen Flugeigenschaften und 
Cockpits. Gleichermaßen neu wie originell ist der Umstand, daß 
die benutzte Grafik-Engine von MS Flight Simulator die Landung 
waschechter Boeings in London oder Berlin erlaubt - vorausge- 
setzt, Sie entgehen dem feindlichen Sperrfeuer. 
I Herstellen Microsoft 
I Termin* 3. Quartal 98 



PANZER ELITE 

Schon seit einigen J ahren Zeit arbeiten Teut Weidemann und die 
J ungs vom deutschen Entwicklerteam Wings an dieser Panzer- 
Simulation. Sie kletterten zur Recherche in noch erhaltene Vehi- 
kel aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. 
Soviel Liebe zum Realismus soll sich im fertigen Programm aus- 
zahlen. So 
kann Ihre 
Mannschaft 
Erfahrung 
gewinnen 
oder ver- 
letzt wer- 
den. Wird 
I hr wahlwei- 
se deut- 
scher oder 
amerikani- 
scher Panzer von Gegnern getroffen, bleibt das Geschoß nicht 
einfach im Rumpf stecken: je nachdem, welche Anlagen hinter der 
Metallwand stecken, sind Ausfälle von Funkgerät oder Motor- 
komponenten zu vermelden. Die Kampagnen führen Sie nach Nor- 
dafrika, Italien und in die Normandie. 
I Hersteller* Psygnosis 
I Termin* 1. Quartal 99 




s 



AR TREK: 

KLINGON 

ACADEMY 



Alles nur eine Frage der Per- 
spektive: Was für die Föde- 
ration das klingonische Impe- 
rium, ist für das Imperium die 
Föderation der Planeten. Klar, 
daß die Lieblings-Aliens aus 
Star Trek ihre Schiffsbesatzun- 
gen auch in Simulationen 
gegen Schiffe wie die Enterpri- 
se antreten lassen. Mit dabei: 
Schauspieler Christopher Lloyd. 
I Hersteller* Unterplay 
I Termin* 4. Quartal 98 




STARSI EGE 




Bei dem vormals unter dem 
Arbeitstitel Earthsiege 3 
gehandelten Starsiege hat sich 
nicht nur der Name geändert. So 
unterstützen die in 30 Sorten 
vorrätigen Kampfroboter nun alle gängigen 3D-Karten. Als Solist 
erhalten Sie Zugriff auf Trainingseinheiten sowie eine Kampagne 
mit 45 Missionen. Ziel ist es stets, mit Ihrem Kampfkoloß die 
Blechkumpel der Gegner einzudosen. Dies geschieht unter Hin- 
zuziehung von rund 40 Waffen Systemen. 
I Hersteller* Dynamix 
I Termin* 3. Quartal 98 



WORLD AIR POWER: 

ISRAELI AIR 
FORCE 

In der neuen World Air Power- 
Reihe von J ane's erscheint 
dieser Titel der israelischen Pro- 
grammiertruppe Pixel Multime- 
dia. Über aus Satellitendaten 
erstelltem Terrain fliegen neun 
Maschinen, darunter die F-4 
Phantom oder der Lavi in sechs 
linearen Kampagnen zu je sie- 
ben Missionen. Für den nötigen 
Realismus sorgt die Mitarbeit 
von zehn israelischen Piloten. 
I Hersteller* jJane's Combat 

Simulatlons 
I Termin* 3. Quartal 98 




68 



PC PLAYER 8/98 



I 



umIm» 



RENN- & 
SPORTSPIELE 



Zahlreiche neue Motorrad- Simulationen wol- 
len den dominierenden Autorennspielen an 
den Karren fahren. Bei PS-losen Sportarten 
stehen nicht nur Fortsetzungen bewährter 
Hits auf dem Spielplan: 
Boxen findet endlich auch im 
PC- Ring statt. 

Oscar de la Hoya vs. Sugar Ray Leo- 
nard - ein amtierender Box- 
champion gegen eine lebende 
Faustkampf- Legende. Als die bei- 
den harten J ungs am Mittag des 
28. Mai am Stand von EA Sports 
in den Ring stiegen, war »Havoc 
in Hotlanta« angesagt. Doch 
statt geballter Fäuste gab's den 
typischen Gamepad- Klammer- 
griff, denn die Herren ließen ih- 
re digitalen Ebenbilder klop- 
pen. Die Boxsimulation »Knockout Kings« 
gehört neben ein paar Snowboard- Spielen zu den wenigen 
echten Neuerungen im Sportbereich. Ansonsten produziert 
man lieber bewährte Massenware: Basketball, American 
Football und Eishockey werden von diversen Firmen mit 
99er-Versionen bedacht. Nur in Sachen Fußball herrscht 
nach der WM-Offensive relative Funkstille; EA Sports kün- 
digte »FIFA 99« auf der Messe (noch) nicht an. 
Bei den Rennspielen geben die einstmals exotischen Mo- 
torrad-Simulationen Gas. Virgin, Microsoft und weitere 
prominente Publisher zeigten neue Titel; der Trend geht 
dabei weg vom halbstarken Arcade- Geknatter zum physi- 
kalisch korrekten Biken. 

Im Vierrad-Lager drängelten sich hingegen die Actionra- 
sereien nach vorne, aber auch Retro-Rennen mit Schlitten 
aus den 60er Jahren sind schwer angesagt. Simulations- 
Freaks sparen Ihr Kleingeld primär für Papyrus' »Grand Prix 
Legends«. Aktuelle Formel-1-Simulationen werden wohl 
kaum noch in diesem Jahr erscheinen: UBI-Soft feilt der- 
zeit an letzten Details ei- 



Renn- & Sportspie. 
Die Hoffnungsträger 



etic&ft 

s fflUWl 



ÜNTHWSJMW 



1. Grand Prix Legends 

2 . NHL 99 

3 . Need for Speed 3 

4 . Knockout Kings 

5 . Motocross Madness 



nes Lizenzdeals, um »Fl 
Racing Simulation« fortzu- 
setzen. Psygnosis hat indes 
schon unterschrieben, wird 
sein nächstes »Formel 1« 
aber erst 1999 für den PC 
veröffentlichen. (hl) 



AFTERSHOCK 




Lange war es still um das Pro- 
grammierteam von wipEout, 
dem berühmt-berüchtigten 
Gleiter-Rennspiel. Die J ungs 
sind inzwischen bei Rage ge- 
landet und arbeiten an After- 
shock, einem weiteren Titel, der 
nur mit 3D-Beschleunigerkarte 
läuft. Auf der E3 waren erste 
Animationen zu bestaunen: 
Superteure Flitzer von BMW 
und anderen Herstellern 
drehten auf realistisch be- 
leuchteten Straßenkursen ihre 
Runden. 

I Hersteller* Rage Software 
I Termin* 1. Quartal 99 



FORMEL 1 *98 

t ußer ein paar Render-Stand- 

lildern gibt es leider noch 
keine vernünftigen Screen- 
shots der neuen Formel-1-Si- 
mulation von Psygnosis. Die Li- 
steder angekündigten Features 
klingt verheißungsvoll: Ver- 
sprochen werden aktuelle Fahr- 
erdaten der 98er- Saison, die 
lange vermißten Rückspiegel 
und eine neue Grafik-Engine, 
die auch ohne SD-Beschleuni- 
gerkarte Gas gibt. Außerdem 
soll's mehr Simulations-Fines- 
sen und Statistiken geben. 
I Hersteller* Psygnosis 
I Termin* 1. Quartal 99 




GRAND 



PRIX 



LEGENDS 




stut* 



Eine anspruchsvolle Renn- 
simulation mit Formel 1- 
Lizenz; doch weit und breit kei- 
ne Spur von Schumacher und 
Co.? Kein Wunder, bekämpfen 
sich in Papyrus neuem Pro- 
gramm doch die Legenden der 
siebziger Jahre. Graham Hill 
oderj im Clarke drehen aufteil- 
weise sehr langen Strecken ih- 
re Runden und werden ab und 
zu von freundlichen Anwohnern 
bejubelt. Papyrus verspricht 
kernigen Motorensound und 
realistisches Fahrverhalten. 
I Hersteller* Papyrus/Sferra 
I Termin* August 98 



MOTO 
RACER 2 

2 gäbe für das Motorrad-Ac- 
ionspiel von Delphine Soft- 
ware. Mit Turbo-Boost brettern 
Sie im Arcade- oder Simula- 
tions-Modus über 30 neue Pi- 
sten. Die Wettergötter sorgen 
durch Sandstürme und Schnee- 
fall für schlitternde Reifen. Mit 
einem Editor schnitzen Sie sich 
eigene Strecken zurecht und 
verwenden diese in der Mei- 
sterschaft. Außerdem können 
Renn-Replays jetzt gespeichert 
werden. 

I Hersteller* Electronic Arts 
I Termin* 3. Quartal 98 




72 



PC PLAYER 8/98 



NEED FOR SPEED 3 



E 




schneller fährt, als die Polizei erlaubt, liefert sich bei The 
Need for Speed 3 erbitterte Verfolgungsjagden mit den Ge- 
setzeshütern. Daß die Cops ebenso vehement bedrängen und rem- 
peln wie andere Computergegner, garantiert die verbesserte Drän- 
gelintelligenz 
der Land- 
straßen-Ka- 
valiere: Wenn 
Sie einen be- 
stimmten 
Konkurrenten 
permanent 
schneiden, 
sinnt er auf 
Rache. 3Dfx- 
Support ist 
von vornher- 
ein integriert, Wettereffekte spielen nun eine stärkere Rolle, acht 
neue Strecken mit versteckten Abkürzungen warten auf I hre Fahr- 
künste. Die Liste der simulierten Sportautos steht noch nicht fest; 
Electronic Arts will aber auf alle Fälle Zusatzkarren per I nternet- 
Download anbieten. 
I Herstellen Electronic Arts 
I Termin* 3. Quartal §8 

NASCAR RACI NG 3 

Eine komplett 
runderneu- 
erte Grafikma- 
schine wird der 
Rennsimula- 
tion NASCAR 
Racing 3 Beine 
machen. So sol- 
len sich die 
Computergeg- 
ner nun we- 
sentlich klüger verhalten und auch schon mal ein Überholmanöver 
durch geschicktes Fahrverhalten verhindern. 
Darüber hinaus werden die in allen technischen Details stimmi- 
gen und mit den originalen Motorengeräuschen versehenen Bo- 
liden von den realen Fahrern und Teams der Nascar-Saison 1998 
betreut. Dank eines umfangreichen Optionsmenüs frisieren Sie 
die Kisten mit Austauschmotoren und Regenreifen. 
Einmal mehr haben auch die originalen Asphaltstrecken ihren 
Auftritt - schließlich soll NASCAR 3 in guter Serientradition wie- 
der eine der realistischsten Rennsimulationen auf dem Markt wer- 
den. 

I Hersteller* Sierra 
I Termin* 4. Quartal §8 



M0T0CR0SS MADNESS 




Vfc 




sich auf ei- 
fnes der physi- 
kalisch korrekt 
reagierenden Mo- 
tocross- Räder 
schwingen will, um 
(unabhängig von- 
einander) Fahrer 
und Gefährt zu 
steuern, muß eine 
3Dfx-Karte vorweisen können. Die 
fünf Landschaften bestehen größ- 
tenteils aus dünenartigen Erhe- 
bungen, die von Canyons einge- 
schlossen werden; dazu kommen 
circa 30 Motorsporthallen. Außer 
der nackten Geschwindigkeit zählt 
hier auch die fehlerfreie Darbie- 
tung sämtlicher 16 Stunts. Mit einem Editor basteln Sie sich neue 
Aufgaben zusammen, die Sie dann gegen die Computerkonkur- 
renz oder im Mehrspieler-Betrieb mit bis zu acht Teilnehmern aus- 
testen dürfen. 
I Hersteller* Microsoft 
I Termin* 4. Quartal §8 




RUSHDOWN 

Gleich drei populäre Extrem- 
Sportarten kommen bei 
Rushdown zur Aufführung. Ein 
oder zwei Spieler treten zum 
Wettkampf in den Disziplinen 
»Mountain-Biking«, »Snow- 
b o a r - 
ding« 
und »Ka- 
jak« an. 
Die 15 
Renn- 
strecken 
wurden 
von realen Bahnen aus fünf 
Kontinenten inspiriert, aller- 
dings um etliche Zusatz-Schi- 
kanen ä la Nachtfahrten ange- 
reichert. Als Eintrittskarte ist 
voraussichtlich eine 3Dfx-Karte 
erforderlich. 

I Hersteller* Infogrames 
I Termin* 4. Quartal 18 




STADIUM 
GRAND PRIX 

Goß e Vorbilder wie Stunt Car 
Lacer standen Pate bei die- 
sem Krach-Bumm-Rennspiel. 
Sie steuern Ihr Fahrzeug über 
steile Rampen und durch Loo- 
pings. Bewähren Sie sich 
gegen Ihre Konkur- 
renten, können 
Sie mit den ge- 
wonnenen Preisgel 
dem das Fahrzeug aufrüsten 
oder ein neues, schöneres Ve- 
hikel erwerben. Langfristige 
Motivation soll durch verschie- 
dene Szenarien sowieTag-und- 
Nacht-Fahrten erreicht werden. 
I Hersteller* Team 17 
I Termin* 1. Quartal §§ 





PC PLAYER 8/ 98 



73 






SBK 
SUPERBIKE 




Die lange vernachlässigten 
Motorräder rollten während 
der E3 auf zahlreichen Bild- 
schirmen herum. Programmier- 
team Milestone (die Bleifuß- 
Macher) geht mit Superbikesan 
den Start. Auf zwölf realisti- 
schen WM-Kursen satteln Sie 
schwere Maschinen von Honda, 
Kawasaki & Co. Realistisches 
Handling und spektakuläre 3D- 
Grafik sollen dafür sorgen, daß 
diese Motorrad-Simulation der 
Konkurrenz enteilt. 
I Herstellen Virgin 
I Termin* 4. Quartal §8 



SPEED 
BUSTERS 

In diesem Rennspiel müssen 
Sie auf sieben Kursen nicht et- 
wa vermeiden, geblitzt zu wer- 
den, sondern stattdessen mög- 
lichst schnell durch Radarfallen 
rasen. Für das so »verdiente« 
Geld kaufen Sie Extras wie 
Straßenkarten, um sich in Hol- 
lywood, Aspen oder auf der Las- 
Vegas-Rennstrecke zurechtzu- 
finden. Zur Wahl stehen Fahr- 
zeuge sowohl aus den 50ern wie 
auch aus den 90ern, etwa der 
Mercedes 300SC. 
I Hersteller* Ubf-Soft 
I Termine 4. Quartal §8 




THRUST, 

TW ST *N 
TURN 




Die dritte Dimension, die in 
Rennspielen gemeinhin we- 
niger wichtig ist, erhält bei 
Thrust, twist 'n turn eine ganz 
neue Bedeutung. Take 2 ver- 
frachtet uns mit diesem Renn- 
spiel auf achterbahnähnliche 
Strecken, die sich kreuz und 
quer durch futuristische Städte 
schlängeln und mehrere hun- 
dert Höhenmeter locker über- 
winden. 

I Hersteller* Take 2 
I Termin* 3. Quartal §8 



RAC 



TRANS-AM 

NG '68-72 



Retro-Rennen sind aktueller 
denn je: Neben SierrasGrand 
Prix Legends versetzt uns GTs 
Beitrag zur Nostalgiewelle 30 
J ahre in die Vergangenheit 
zurück. 13 Wagentypen machen 
zwölf reine Straßenkurse unsi- 
cher, die Fahrphysik sollte 
recht realistisch sein: Das Pro- 
grammierteam hat über zehn 
J ahre lang blechgewaltige Au- 
tounfälle für Gerichtsverhand- 
lungen rekonstruiert. 
I Hersteller* GT Interactive 
I Termin* 3. Quartal 18 







SPORTS CAR 




Das soll kein lockerer Need- 
for-Speed-Nachahmer wer- 
den: Virgin betont, daß Profes- 
sional Sports Car Racing viel- 
mehr eine exakte Simulation 
realistischer Sportwagen-Wett- 
rennen ist. 

Schicke Präsentationen im TV- 
Stil sollen auf die Rennen ein- 
stimmen. Höchstgeschwindig- 
keit ist beim Kampf um Mei- 
sterschaftspunkte nicht alles; 
nur smarte Fahrer haben gegen 
die Computergegner eine Sie- 
geschance. 
I Hersteller* Virgin 
I Termin* 4« Quartal §8 



TEST DRIVE 5 

Mit 28 Fahrzeugen und 17 
Strecken setzt der neueste 
Sproß der Test Drive-Serie zu- 
mindest von der Quantität her 
ganzneue Dimensionen. Wieim 
Vorgänger werden zahlreiche 
»Muscle Cars« der siebziger 
Jahre dabei sein, der Rest des 
Feldes wird durch exotische 
Sportwagen komplettiert. Sie 
dürfen nun im Cop-Chase-Mo- 
dus auf die Seite der Gesetzes- 
hüter wechseln und versuchen, 
die PS- Wunder aus dem Verkehr 
zu ziehen. 

I Hersteller* Aeeolade 
I Termin* 3« Quartal §8 




V-RALLY 




Bis zu vier Spielerfahren mit 
einem knappen Dutzend 
frisierter Pkws um die Wette. 
Die naturnahen Landstraßen 
stammen aus acht Ländern und 
lassen sich im Mehrspieler-Be- 
trieb horizontal und vertikal 
splitten. Insbesondere die 
wechselhaften Wetterbedin- 
gungen - von Nebelbänken bis 
zu ausgewachsenen Schnee- 
stürmen - werden den ori- 
ginalgetreuen Fords, Toyotas 
und Renaults schwer zu schaf- 
fen machen. 

I Hersteller* Infogrames 
I Termin* 4. Quartal §8 



m 



BIG AIR 

js haben wir hier? Das Spiel 
:um Michael-Jordan-Turn- 
schuh? Mitnichten, Aeeolade 
bringt die Freuden des Snow- 
board-Fahrens auf den PC-Bild- 
schirm. Die Trendsportart wird 
vom Test-Drive-4-Program- 
mierteam digital inszeniert. Ne- 
ben neun Rennstrecken und 
verschiedenen Wettkämpfen 
dürfen authentische Ausrü- 
stung und Klamotten nicht feh- 
len. Ohne Markenartikel läßt ei- 
nen derSchnee echt kalt, Mann! 
I Hersteller* Aeeolade 
I Termin* 4. Quartal 18 




74 



PC PLAYER 8/98 






CANAL+ 
SOCCER 99 

Bei Canal+ Soccer 99 stellen 
Sie sich Ihre Mannschaft 
selbst zusammen, bevor Sie in 
nationalen Ligen nach der Mei- 
sterschaft greifen. Dazu werden 
sich auch die 
eu ro pä i - 
sehen Pokal- 
wettbewer- 
be gesellen. 
Trotz vieler 
Kameraper- 
spektiven, 
individueller Spielerstärken 
und spezieller Schußtechniken 
sollen sogar Einsteiger schnell 
mit der einfachen Steuerung 
zurechtkommen. Besonders in- 
teressant sind die Mehrspieler- 
Optionen, denn dabei sind auch 
Internet-Turniere vorgesehen. 
I Herstellen Unfogranies 
I Termin* 4. Quartal §8 






?> 




NATIONAL 
HOCKEY NIGHT 

Obacht, ihr Puck-Götter von 
EA Sports: Der amerikani- 
sche TV-Sender ESPN will euch 
vomEisfegen! Mit HilfedesPro- 
grammierteams Radical Enter- 
tainment (NHL Powerplay) soll 
National Hockey Night eine 
ebenso schöne wie realistische 
Eishockey-Simulation werden. 
3D-Grafik ist selbstverständ- 
lich; Präsentation und Statisti- 
ken sollen ähnlich aufwendig 
ausfallen wie bei den ESPN- 
Fernsehübertragungen. 
I Hersteller* ESPN Dtg. Games 
I Termin* 4. Quartal §8 




NBA LIVE 99 




Noch mehr Special Moves für 
Feuerknopf-Virtuosen, aber 
auch ein Anfänger-Modus mit 
garantierten Instant-Erfolgser- 
lebnissen: Die neue Basketball- 
Simulation von EA Sports will 
es jedem recht machen. Grafik- 
Gourmets weiden sich an den 
verschönerten Spielfiguren; 
Muskel-Texturen zucken reali- 
stisch bei jeder Bewegung. Oh- 
ren auf für »Trash Talking«, das 
Austauschen verbaler Nettig- 
keiten zwischen den Kontra- 
henten. 

I Hersteller* EA Sports 
I Termin* 4. Quartal §8 



NHL 99 

Alle J ahre wieder: Von der 
rTneuen Ausgabe der Eis- 
hockey-Referenz NHL 99 exi- 
stieren zwar noch keine freige- 
gebenen Spielablauf-Screen- 
shots, aber erste Detailinfos. 
Als Team ist jetzt Nashville da- 
bei, der zusätzliche Anfänger- 
Level sorgt für leichtere Zu- 
gänglichkeit. Profis freuen sich 
über die getunte Computerin- 
telligenz und akkurate Puck- 
Abprallberechnungen, wenn 
die Scheibe einen anderen 
Spieler trifft. 
I Hersteller* EA Sports 
I Termin* 4. Quartal 18 







KNOCKOUT Kl NGS 

Iicht jeder ist entzückt, wenn man seine »schönen blauen Au- 
len« rühmt. Faustkämpfer hören bei einer solchen Äußerung 
gerne eine Doppeldeutigkeit heraus: Veilchen spenden ist eben 
seliger als nehmen. Die Boxlegenden Oscar De La Hoya und Su- 
gar Ray Leonard vollführten Hunderte von typischen Kampfbe- 
wegungen, 
die via Moti- 
on Capturing 
auf die Spiel- 
figuren über- 
tragen wur- 
den. Neben 
geschmeidi- 
gen Anima- 
tionen bietet 
das Pro- 
gramm drei 
Gewichts- 
klassen, in denen Sie um den Weltmeistertitel fighten. J ede der 
38 Spielfiguren (mit dabei: Muhamad Ali und Evander Holyfield) 
hat unterschiedliche Werte in Kategorien wie Ausdauer, Reich- 
weite, Kraft oder Erfahrung. 
I Hersteller* EA Sports 
I Termin* 4« Quartal §8 

TIGER WOODS 99 

Iam Tiger 
Woods!« 
murmeln 
nicht nur Leu- 
te, die zu vie- 
le Nike-Wer- 
bespots gese- 
hen haben. 
Bei diesem 
Spiel ge- 
horcht Ihnen 
der digitali- 
sierte Shooting Star auf den Mausklick. I n Tiger Woods '99 steckt 
freilich der Kern des guten, alten PGA Tour Golf. Doch die Lizenz 
war anscheinend so teuer, daß man den Tiger unbedingt in den 
Titel packen mußte. Auch wer vor dem Namen des puttenden Pro- 
mis nicht ehrfürchtig erschauert, bekommt genügend frische Fea- 
tures geboten. Mit 3D-Karten-Support, Kameraschwenks und 
schnellerem Bildaufbau geht's auf drei Plätzen zur Sache. Auch 
an kleine Gags haben die Designer gedacht: J e besser Sie spie- 
len, desto mehr Schaulustige tummeln sich bei I hren Einlochver- 
suchen rund ums Grün. 
I Hersteller* EA Sports 
I Termin* 4. Quartal §8 




76 



PC PLAYER 8/98 



STRATEGI E- 









^3 



Der überwiegende 
Teil der Entwickler 
setzt auf 
die ver- 
meintlich sichere 
Fortsetzungs-Bank. 

Ob sie nun »Age of Empires 2«, 
»Total Annihilation King- 
doms« oder »Siedler 3« 
heißen mögen, stets wird 
ein bewährtes Spielprinzip 
bei gelinder optischer 
und/ oder spieltechni- 
scher Kosmetik aufge- 
wärmt. Dies 
"^ war zwar be- 
reits in den letz- 
ten J ahren so, die explosionsartige Zunah- 
me dieser Sequels nimmt aber gerade im Strategiebereich 
langsam beängstigende Ausmaße an. 
Während rundenbasierte Strategiespiele kaum noch ver- 
treten waren - alleine Talon Soft (»Western Front«) und 
Mindscape/SSI (»People's General«) halten hier noch die 
Fahne hoch - bahnt sich bei den Echtzeit-Strategiespie- 
len eine Trendwende an. Läßt man mal die erwähnten 
Sequels sowie Nachzügler vom Kaliber »Dune 2000« außen 
vor, neigt sich die Ära der »Massenattacken« -Strategie- 
spiele dem Ende entgegen. Innovative Errungenschaften 
wie sie »Dark Reign 2«, »MechCommander« oder »Third 
World« zu bieten haben, weisen dagegen den Weg in ei- 
ne bessere Zukunft. Angesagt sind ab sofort nicht mehr 
Vogelaugen- Karten und Riesenarmeen, sondern kleine 
Elitetrupps, die vornehmlich durch edle 3Dfx-Welten 
stapfen. 

Im Sektor der Wirtschaftsstrategie gab es nicht allzu viel, 
dafür aber gehaltvolle Ware zu sehen. Ein Erfolgsabonne- 
ment dürften die 
entzückenden »Die 
Siedler 3« besitzen, 
gleiches gilt auch für 
die Eisenbahnerei 
»Railroad Tycoon 2« 
sowie Sid Meiers 
»Alpha Centauri«. 
(md) 




Command & Conquer 3: 
Operation Tiberian Sun 
Alpha Centauri 
Age of Empires 2 
Warzone 2100 
Third World 




ALPHA CENTAURI 




Ein abgedunkelter Raum mit funktionierender Klimaanlage und 
einem bescheiden grinsenden Sid Meier in der Ecke: Was kann 
sich ein J ournalist auf der E3 mehr wünschen? Hinter den allseits 
beliebten verschlossenen Türen wurde geladenen Sterblichen die 
Gunst gewährt, eine spielbare Alpha-Centauri-Version zu erleben. 
Ehrfurcht ist angebracht; schließ lieh handelt es sich bei dem Auf- 
bau-Strategiespiel um 
den inoffiziellen Enkel 
von Civilization. 
Alpha Centauri beginnt 
da, wo Civilization 2 
aufhörte: Ein irdisches 
Raumschiff erreicht ei- 
nen bewohnbaren Pla- 
neten im Sonnensystem 
von Alpha Centauri. 
Kaum gelandet, spalten 
sich die zänkischen Menschlein in sieben verschiedene Splitter- 
gruppen auf. Wählen Sie Ihre Sippe mit Bedacht; jede Partei hat 
bestimmte Vor- und Nachteile bei Produktion und Forschung. 
Übersichtliche Isometrie-Landkarten und gemütlicher Runden- 
ablauf ohne Echtzeit-Hektik erinnern angenehm an Civilization 2. 
Nimmt Ihr Reich gewaltige Ausmaße an, dürfen Sie Mikromanage- 
ment-Kleinkram für die einzelnen Städte an eine Automatikfunk- 
tion delegieren. Einheiten lassen sich individuell mit frisch er- 
forschten Extras ausstatten. Zu den fortgeschrittenen Techniken 
gehört beispielsweise Terraforming: Mit einem göttlich anmuten- 
den Mausklick können Sie das Gelände einebnen oder Berge hoch- 
ziehen - und dabei ganz nebenbei das fruchtbare Umland einer 
gegnerischen Siedlung beschädigen. 
Die Firaxis-Macher betonen, daß Sie bei aller Komplexität be- 
sonderes Augenmerk auf die Zugänglichkeit legen. Einfache Be- 
dienung, Tutorials und sechs Schwierigkeitsgrade sind wichtige 
Tugenden. Nicht nur Eroberer können gewinnen: Auch Diploma- 
tie, Handel und Pazifismus führen auf die Siegesstraße. 
I Hersteller* Plraxts 
I Termin* i 



PC PLAYER 8/98 



AGE OF EMPIRES 2: | 
THE AGEOF KINGS 





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Das Sequel des erfolgreichen Strategiespiels Age of Empires ent- 
steht unter den wachsamen Augen von Bruce Shelly, der be- 
reits als Co-Produzent von Teil 1 und dem nicht minder berühm- 
ten Civilization mit Lorbeeren überhäuft wurde. Entsprechend 
sehnsüchtig wird der Nachfolger erwartet. 
Anders als beim Vorgänger verschlägt es den Spieler diesmal in 
eine Epoche lange nach der Eisenzeit: Sie beginnen beim Fall 
Roms und müssen sich durch das harte Mittelalter kämpfen, ins- 
gesamt liegen 
rund 1000 Jahre 
Geschichte vor 
Ihnen. Um diese 
beachtliche Zeit- 
spanne zu über- 
leben, stehen 
Ihnen 13 ver- 
schiedene Zivili- 
sationen zur Ver- 
fügung, wobei 
die Kelten, Wi- 





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Truppe einem Feind folgt und in der gegnerischen 
Basis umzingelt wird. 

Dem Kampfgeschehen verpaßte Microsoft ein neues 
Realismus-Kleid. Sie rammen feindliche Boote, um 
diese anschließend zu entern, oder lassen I hre Man- 
nen in militärischer Formation strammstehen. Die 
nötige Übersicht wird dabei durch mehrere Hotkeys 
und eine editierbare Karte gewährleistet. Zur Finan- 
zierung des Fortschritts benötigen Sie natürlich Geld. 
Dieses erwerben Sie nicht nur wie im ersten Teil durch 
das Ausbeuten von Ressourcen, sondern auch durch 
Handel. Ein ausgefeiltes Handelsmenü verführt Sie zu riskanten 
Tauschgeschäften mit befreundeten Zivilisationen. 

M ehr Handel im M ittelalter 

Besonders hervorstechend ist die komplett runderneuerte Grafik. 
Höhere Auflösung und bessere Animationen sind jedoch nur ein 
Teil der prachtvollen Präsentation. Begeisterung erwecken die 
teilweise gigantischen Burgen, welche die realistisch anmutende 
Landschaft bevölkern; aber auch so manch anderes gelungene 
Bauwerk erfreut das Auge. Transparente Wassereffekte und feine 
Explosionen machen den grafischen Genuß vollkommen. 
Damit Sie I hre eigenen Missionen zusammenstellen können, wird 



-* ^ 



* 



kinger, Mongolen, etc. jeweils unterschiedliche Eigenschaften und 

Bauvorlieben aufweisen. Beachtlich ist die Fülle von Einheiten, 
die jedes Volk mit sich bringt. Sehr vorteilhaft auch die jetzt ein- 
geführte Option, mehrere Truppen auf einmal in Auftrag zu ge- 
ben, um in Windeseile eine stattliche Armee aufzubauen. 
Die Verwaltung letzterer wurde mit einem neuen Wegrouten-Sy- 
stem und etlichen frischen Befehlen verfeinert. So lassen Sie ei- 
nen Soldaten »folgen«, »bewachen« oder einfach nur »stehen«. 
Auch die Aggressivität der einzelnen Soldaten kann festgelegt 
werden. Auf diese Weise verhindern Sie, daß ein Mitglied Ihrer 



PC PLAYER 8/ 98 



dem Spiel wieder ein Edi- 
tor beiliegen. Die Hard- 
wareanforderungen wur- 
den relativ bescheiden 
gehalten, damitsich auch 
Besitzer eines Penti- 
um/133 mit 32 MByte 
RAM und 100 MByte Fest- 
plattenspeicher durchs 
Mittelalter erobern dür- 
fen. Geplant sind Zufalls- 
Karten, historische Kam- 
pagnen und eine maxi- 
male Anzahl von acht 
Spielern per Modem, 
Netzwerk oder Internet. 
I Herstellen Microsoft 
I Termin* 1. Quartal §§ 






















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Die Zusatz-CD zu Age of Em- 
pires spielt zur Zeit des al- 
ten Roms. Mit Mazedoniern, 
Römern, Karthagern und Pal- 
myranern haben vier neue an- 
tike Kulturen ihren Auftritt. 
Neben größeren Landkarten 
bringen sie 25 Gebäude und 
drei Kampagnen mit. Zudem 
verfügen sie über unterschied- 
liche Stärken, etwa in der 
Kampfkraft oder der Produkti- 
on. Unter den neuen Truppen- 
gattungen sind insbesondere 
die Kamele erwähnenswert. Da 
sie sich nicht mit Pferden ver- 
tragen, sollten solcherart ge- 
mixte Gruppen tunlichst ver- 
mieden werden. 
I Herstellen Microsoft 
I Termin* 3. Quartal §8 



A.I. ALIEN 
INTELUGENCE 

AI. mischt das Echtzeit-Gen- 
e mit Elementen aus Masters 
of Orion und Civilization: Nach 
einer Atombome liegt Ihre Hei- 
matwelt in Schutt und Asche. 
Doch von solchen Lappalien 
lassen Sie sich nicht aus der Ru- 
he bringen. Sie bauen den Pla- 
neten wieder auf, erobern Son- 
nensystem für Sonnensystem 
und forschen munter an neuen 
Technologien. Vielleichttreffen 
Sie eines Tages sogar den Bom- 
benleger wieder ... 
I Hersteller* tnterplay 
I Termin* 3. Quartal §8 




AX 



SAND 



ALLIES 




Europäische Achsenmächte 
und Allierte stehen sich in 
der PC-Umsetzung dieses »Risi- 
ko für Fortgeschrittene« ge- 
genüber. Das Brettspiel-Origi- 
nal schaffte es aufgrund der 
vom Hersteller als etwas heikel 
empfundenen Thematik nie, 
offiziell in Deutschland zu er- 
scheinen. Dabei ist es bei US- 
Strategiefans längst ein Ge- 
heimtip, wie auch Eigenimpor- 
teur Martin Schnelle bestätigen 
kann. 

I Hersteller* Hasbro Interactive 
I Termin* 3« Quartal §8 



CAESAR 3 

Bei der prachtvoll animierten 
Wirtschaftssimulation Cae- 
sar 3 betätigen Sie sich im al- 
ten Rom zugleich als Erbauer, 
Stadtoberhaupt und Feldherr. 
Ähnlich wie bei SimCity stamp- 
fen Sie mit Steuermitteln auf ei- 
ner isometrischen Karte eine 
Stadt aus dem Boden. Außer- 
dem bauen Sie eine Armee auf, 
welche die Angriffe von allerlei 
marodierenden Barbaren ab- 
schmettern soll. Näheres dazu 
verrät unserer ausführlicher 
Bericht in dieser Ausgabe. 
I Hersteller* Sierra 
I Termin* 4. Quartal §8 




BLACK & WHITE 

Einige der ungewöhnlichsten Spielideen der Computergeschich- 
te gehen auf das Konto des Engländers Peter Molyneux. Auch 
sein darwinistischer Streich Black & White entzieht sich wieder 
jeglicher Kategorisierung; er enthält sowohl Elemente seiner bei- 
den Spitzentitel Dungeon Keeper und Populous als auch Grundi- 
deen der Lebens-Simulation Creatures. 
Auf einer prachtvollen 3D-I nsel vertreiben sich bis zu sieben Völ- 
ker die Zeit mit Spielen, Fressen und Herumlungern. Ihre Aufga- 
be als gottgleicher Übervater besteht darin, eines davon unter 
Ihre Fittiche zu nehmen und in eine leistungsfähige Hochkultur 
umzuformen. Ob Sie aus der faulen Bande nun Krieger, Kanniba- 
len, Vegetarier oder eine Handelsnation machen, bleibt Ihnen 
überlassen. Durch lobendes Tätscheln oder zornige Blitzschläge 
erziehen Sie die Leutchen nach dem Zuckerbrot-und-Peitsche- 
Prinzip. Einen Königsweg wird es nicht geben, vielmehr hat jede 

Entwicklungsform ihre Vor- und 
Nachteile: Die Fleischfresser er- 
reichen eine gigantische Körper- 
größe, sind dafür aber bei den an- 
deren Stämmen nicht sehr beliebt 
und zudem auf eine exorbitante 
Kalorienzufuhr angewiesen. Auch 
wird es einen Tag-und-Nacht-Mo- 
dus geben, so daß die Entwick- 






lung scharfer Augen nicht 
schaden dürfte. 
Finales Ziel ist es natürlich, 
die anderen Stämme von der 
Karte zu vertreiben. Wenn 
das gelingt, dürfen Sie sich 
mit diesem Szenario samt 
der überlebenden Rasse in 
eine I nternet-Partie einklin- 
ken - dort werden dann die Landmassen sämtlicher Teilnehmer 
zu einem riesigen Kontinent zusammengefügt. 
I Hersteller* Bullfrog 
I Termin* 3. Quartal 99 



Peter Molyneux erläutert das ungewöhnliche 
Spielkonzept. 



80 



PC PLAYER 8/98 



c 



VILIZATI0N2: 
EST OF TIME 




Test of Time ist eine optisch 
verbesserte Ausgabe des an- 
sonsten identischen Siedlungs- 
Klassikers Civ 2. Insbesondere 
die Einheiten erstrahlen neuer- 
dings im schön animierten 3D- 
Glanz. Interessanterweise wer- 
den sich die Landstriche meh- 
rerer Spieler miteinander 
verbinden lassen, um so bei- 
spielsweise Siedler mit Trans- 
portschiffen von einer Karte auf 
die andere zu bugsieren. 
I Herstellen Mfcroprose 
I Termin* 2. Quartal §§ 



CLOSE 
COMBAT 3 

Das Echtzeit-Strategiespiel 
Close Combat 3 ist inmitten 
des Zweiten Weltkriegs ange- 
siedelt. Schauplatz ist die deut- 
sche Ostfront während der J ah- 
re 1941 bis 1945. Sie komman- 
dieren eine Eliteeinheit, deren 
Mitglieder über steigerungs- 
fähige Charaktereigenschaften 
verfügen. Frisch hinzugekom- 
men sind etliche Rollenspiel- 
elemente, das Gelände hat an 
Umfang deutlich zugelegt, und 
als Dreingabe zu den rund 30 
Szenarien gibt's einen runder- 
neuerten Editor. 
I Hersteller* Microsoft 
I Termin* 1. Quartal §§ 




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CONFLICT OF 
NATIONS 




V(bn wegen Konsolen-Umset- 
zung: Erstmals läßt Sega ein 
Programm speziell für den PC 
entwickeln. Das britische Team 
NMS strickt an diesem merk- 
würdigen Echtzeit-Stragie- 
spiel. Acht Nationen balgen 
sich zu Beginn des 20. J ahr- 
hunderts um die Weltherr- 
schaft. Sie müssen bauen, Res- 
sourcen mopsen und Ihre Figu- 
ren zur Städte-Einverleibung 
losschicken: Eroberungen mit 
schwarzem Humor. 
I Hersteller* Sega 
I Termin* 4. Quartal §8 



CREATURES 2 

Die Nornssind wieder da: Bei 
dieser Erziehungs-Simula- 
tion sollen Sie durch pädagogi- 
sche Maßnahmen den af- 
fenähnlichen Wesen solche Din- 
ge wie Sprechen und Lesen 
beibringen, auf daß siediese Ei- 
genschaften an ihre Nachkom- 
men vererben. I m Vergleich mit 
dem Vorgänger fallen neben 
den Wetterumschwüngen auch 
die schönere Präsentation so- 
wie die etwas lernfähigeren 
Norns positiv auf. 
I Hersteller* Mindseape/SS! 
I Termin* 3. Quartal §8 




PC PLAYER 8/ 98 



81 






COM M AND & CONQUER 3 : 
OPERATION TIBERIAN SUN 






Den globalen Krieg will Westwood in Tlberian Sun 
entfesseln. Nachdem sich die Auseinanderset- 
zungen zwischen GDI und NOD ursprünglich auf Eu- 
ropa und Afrika beschränkten, geht es nun auch auf 
anderen Kontinenten heiß her. Die GDI hat sich der 
Stroy zufolge inzwischen an den Nordpol zurückge- 
zogen, während die letzten NOD-Anhänger in unter- 
irdischen Behausungen dahin vegetieren. Gefährli- 
ches Tiberium prasselt weiterhin aus dem All auf die 
Erde nieder und verseucht den Planeten immer stär- 
ker. Einige Varianten des Tiberiums sind dermaßen 
instabil, daß der Stoff mitunter sogar spontan ex- 
plodiert. Zudem irren mutierte Soldaten in der Ge- 
gend herum. Die Zivilisten haben aufgerüstet und 
lassen sich nicht mehr ohne Gegenwehr niedermet- 
zeln. Versteckt mischen ferner Außerirdische in die- 
sem Konflikt mit. In dieser Situation taucht Kane, totgeglaubter 
Anführer der NOD aus der Versenkung auf und bringt sogar sei- 
nen Sohn mit. Heftige Kämpfe flammen auf, als sich die NOD-Ge- 
folgsleute neu formieren. 

Erfahrungspunkte für erfolgreiche Truppen 

Beide Seiten verfügen über spezielle Waffen Systeme, die jeweils 
unterschiedliche Taktiken erfordern. So wühlen sich Truppen der 
mit Vorliebe unterirdisch operierenden NOD- Streitkräfte gerne 
durch den Untergrund, um dann unvermutet neben verwundba- 
ren Gebäuden aufzutauchen. Jeweils 15 Einheitentypen stehen 
dem Feldherren zur Verfügung; dazu gehört beispielsweise »J ump 
Jet Infanterie«, die problemlos Höhenunterschiede überwindet. 
Bei der Zahl der unterschiedlichen Einheiten gab es schon des- 
halb eine deutliche Begrenzung, um dem Spieler das System 
durchschaubarer zu machen. Die größere Übersichtlichkeit er- 
möglicht es, sich rascher mit den Feinheiten der militärischen Sy- 
steme auseinanderzusetzen. Laut Westwood sind dadurch die in- 
dividuellen Fähigkeiten besser herauszuarbeiten als bei einer 
größeren Anzahl von Variationen. Diesmal ist es noch wichtiger, 
die Truppen umsichtig einzusetzen, da gewonnene Erfahrungs- 
punkte deren 
Fähigkeiten 
spürbar verbes- 
sern können. 
Die Darstellung 
erfolgt in Voxel- 
Technik, wo- 
durch man sich 
eine detaillierte 
Darstellung und 





ein problemloseres Erstellen der vielen Spezialeffekte erhofft. So 
sind Beschädigungen an einzelnen Fahrzeugteilen einfach zu er- 
kennen. Polygone wären laut der Entwickler für das gewünschte 
Resultat zu langsam, zumal Tiberian Sun selbst auf durchschnitt- 
lichen PCs noch problemlos laufen soll. 
Eine große Bedeutung will man Guerilla-Kampftaktiken und der 
Sabotage einräumen. Außerdem wird es zufrierende Gewässer, 
Waldbrände und Wind geben, was deutliche Rückwirkungen auf 
den Spielverlauf haben kann. Beispielsweise können Böen ge- 
fährliche Schwaden giftiger Substanzen in die eigenen Reihen tra- 
gen und dort zu schweren Verlusten führen. 
Die oft beklagte Dummheit der Erntefahrzeuge soll endlich der 
Vergangenheit angehören; die neue Kl sorgt dafür, daß sich die- 
se Maschinen von den Gegnern eher fernhalten und nicht wie 
früher blindlings in ihr Verderben fahren. Seeschlachten sind 
nicht vorgesehen, dafür können Schwebefahrzeuge über das Was- 
ser gleiten. 

I Hersteller* Westwood 
I Termin* i 



PC PLAYER 8/98 






CROMAGNON 





In den USA heißt dieses Echt- 
zeit-Strategiespiel Dawn of 
War. Virgin Deutschland ent- 
schied sich in einem Poesie-An- 
fall dagegen für den lieblichen 
Titel Cromagnon - Die Wiege 
der Menschheit. Prähistori- 
scher Alltag: Hütten bauen, 
Saurier hauen, erfinden und 
vermehren. Sie wählen per 
Mausklick aus, welche Pärchen 
sich in einer kuscheligen Ecke 
zwecks Reproduktion nieder- 
lassen. Tip: Nur talentierte Ge- 
ne sind Fortpflanzungs-Hits! 
I Herstellen Virgin 
I Termin* 3. Quartal 98 



GANGSTERS 

Als digitaler AI Capone sollen 
Sie eine Stadt unter Ihre 
Kontrolle bringen. Zu diesem 
Zweck stellen Sie rund 400 
vorrätigen Bösewichterein. Mit 
in Echtzeit vergebenen Anwei- 
sungen werden die Geschäfte 
der etwa 5000 Spießbürger am 
Ort mit Erpressungen überzo- 
gen. Bandenkriege halten der- 
weil die vom Computer oder bis 
zu drei Gegenspielern betreu- 
ten Schurken auf Abstand; Po- 
lizei und J ustiz begnügen sich 
mit einem Bakschisch. 
I Hersteller* Eidos 
I Termin* 3. Quartal 98 



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HOSTILE 
WTERS 

In Rages neuem Action-Stra- 
tegie-Titel starten Sie von 
Ihrem Flugzeugträger aus zu 
Beginn jeder der in sich abge- 
schlossenen Missionen eine 
Schar von Vehikeln. Gleichzei- 
tig produzieren Sie dort neue 
Einheiten. Realistische, plötz- 
lich wechselnde Wetterverhält- 
nisse sollen den Aufklärungs-, 
Zerstörungs- oder Geleit- 
schutz-Missionen den richtigen 
Kick geben. 

I Hersteller* Rage Software 
I Termin* 1. Quartal 99 




MANA (DUEL) 




% 



s dem deutschen Spieler 
sein Mana, wird dem Rest 
der Welt als Duel: The Mage 
Wars geläufig sein. Der Name 
ist schnuppe, denn hüben wie 
drüben hauen sich Magier ver- 
schiedene Monstertypen und 
Zaubersprüche um die Ohren. 
In einer dicken Kampagne müs- 
sen Sie drei Fantasy-Welten er- 
obern. Entwickler mit Vergan- 
genheit: Mana-Programmier- 
team Mythos lieferte übrigens 
einst die X-COM-Taktikspielefür 
Microprose ab. 
I Hersteller* Virgin 
I Termin* 3. Quartal 98 




Dark Reign 2- Produzent Greg Borrud 



DARK REIGN 2 

Kh Aussage 

ies Dark 
Reign 2-Produ- 
zenten Greg 
Borrud wird 
sich der Nach- 
folger des be- 
kannten Echt- 
zeit-Strategie- 
hammers ra- 
dikal vom Vorgänger unterscheiden. So soll das Gelände 3Dfx- 
Karten unterstützen und sich in jeder Richtung stufenlos drehen 
und zoomen lassen. J ede der Truppengattungen wird über einen 
ganzen Schwung an Animationen verfügen. So hält etwa ein In- 
fanterist, der durch einen Fluß watet, sein Gewehr über seinen 
Kopf. Wichtiger als diese optische Frischzellenkur - der sich auch 
sämtliche Einheiten unterwerfen mußten - sind die inhaltlichen 
Änderungen. Die Kämpfe konzentrieren sich auf die Bodentrup- 
pen und dabei vor allem auf die Infanterie. Statt der üblichen 
Massenattacken wird der Spieler vornehmlich kleine Spezialtrupps 
durch die feindlichen Linien schleusen und dabei auch vor nächt- 
lichen Überfällen nicht zurückschrecken. 
I Hersteller* AetMsion 
I Termin* 2. Quartal 99 



POLICE QUEST 
SM 2 

In dem Echtzeit-Strategiespiel 
Police Quest: SWAT 2 über- 
nehmen Sie wahlweise das 
Kommando über eine Terrori- 
stengruppe oder eine Eliteein- 
heit der Polizei von Los Ange- 
les. I hre SWAT- Truppe legt sich 
abwechselnd mit Terroristen, 
Geiselnehmern und Attentä- 
tern an und erhält während der 
15 Einsätze Unterstützung 
durch Scharfschützen, Hunde, 
Helikopter und Panzer. 
I Hersteller* Sierra 
I Termin* 3. Quartal 98 




POPULOUS 3 




Der Bullfrog-Titel Populous 3 
nähert sich seiner Voll- 
endung. Als Schamanin legen 
Sie alles daran, überirdische 
Macht zu entwickeln und in 30 
Leveln bis zu drei Computer- 
gegnern ordentlich einzuhei- 
zen. 

Die gelungene 3D-Perspektive 
fällt sofort ins Auge, was allen 
Fans der Vorläufer Tränen der 
Freude ins selbige treiben soll- 
te. In drei Dimensionen wirken 
Sturmfluten und Vulkane halt 
viel beeindruckender. 
I Hersteller* Bullfrog 
I Termin* 4. Quartal 98 



84 



PC PLAYER 8/98 




^s gibt ein Leben nach 
■Peter Molyneux: Bul 
frog präsentierte hinter 
verschlossenen und gut 
gesicherten Türen (»Wie, 
Sie haben einen Termin? 
Das kann ja jeder sagen!«) 
den Nachfolger zu Dunge- 
on Keeper. Schon beim 
kurzen Video-Interview 
mit dem gehörnten Rea- 
per kommt Stimmung auf: 
Der Gute ist noch unta- 
lentierter als die Akteure 
der Multimedia-Leserbriefe und 
schlägt nach zahlreichen Wiederho- 
lungen der gleichen Szene den Ka- 
meramann grün und blau. 
Ein Hauptkritikpunkt am ersten Teil 
war die eher grobe Grafik, bedingt 
durch die aufgrund der langen Ent- 
wicklungszeit veraltete Technik. 
Dungeon Keeper 2 bekommt von vor- 
neherein eine fixe, polygonbasierte 
3D-Grafik verpaßt. So ist nicht nur die 
Draufsicht auf I hren Kerker erheblich 
detaillierter und stufenlos zoombar, 
Sie können den Dungeon auch in jedem beliebigen anderen Win- 
kel inspizieren. Die 3D-Ansicht erinnert an einen modernen 
Action-Titel und wirkt bei weitem nicht mehr so antiquiert. 
Das Panoptikum an Charakteren, Fallen und Zaubersprüchen soll 
erheblich erweitert werden. So flattern jetzt auch Feen durch die 
Gewölbe, die von ein paar unterirdischen Innenarchitekten aus- 
gebaut werden: In einem Freizeitraum dürfen sich die Imps von 
den Strapazen erholen, bevor sie wieder in Ihrem Auftrag bud- 
deln und horten müssen. 
I Herstellen Bullfrog 
I Termin* 1. Quartal 99 




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FORCE COMMANDER 



3 —IT mri TI — TliT" 




|)ch ein Echtzeit-Strategiespiel? Nur für 3D-Karten? J a, aber es 
kommt von LucasArts und spielt im ewiggrünen Star-Wars-Uni- 
versum. Verhaltenes Raunen: Hatten die nicht erst unlängst Re- 
bellion veröffentlicht, einen äußerst zähen Runden-Strategen? 
Durchaus, doch Force Commander ist keine Auftragsarbeit für 
mäßig begabte externe Entwickler, sondern wird bei LucasArts 
selber programmiert. Aufatmen allenthalben. 
Sie betreten die intergalaktische Bühne entweder als Rebellen- 
führer oder als Commander des galaktischen Imperiums. Durch 
mehrere Kapitel wird der Handlungsfaden der bislang erschiene- 
nen drei Kinofilme nachgesponnen. So sind Sie auf dem Rebel- 
lenmond Yavin 4 aktiv 
oder wagen sich in diedür- 
ren Wüsten von Tatooine. 
Nach durchschnittlich drei 
Missionen geht es dann 
auf einer anderen Welt 
weiter. 

Ihre Aufgaben sind ab- 
wechslungsreich: Neben 

Standard-Typen wie Er- v , ^, ^Ä. J '' 
oberungen und Zerstören 
von wichtigen Zielen müssen Sie gelegentlich auch die Stellung 
halten, bis Ihre Truppen den Rückzug angetreten haben. Promi- 
nentes Beispiel für diese Taktik: die Schlacht um den Eisplaneten 
Hoth aus »Das Imperium schlägt zurück«. Mehr als 100 alte Be- 
kannte, Fahrzeuge und Gebäudetypen kreuzen I hren Weg. Sie ha- 
ben indes alle Hände voll zu tun, um die Ressourcen eines Pla- 
neten abzubauen und Truppen, Droiden oder die vertrauten AT- 
ATs beziehungsweise Y-Wings zu befehligen. 
Die schon erwähnte 3D-Karten-Unterstützung soll das Spieler- 
lebnis deutlich schöner und - im Rahmen des Vorstellbaren - rea- 
listischer machen als jedes Echtzeit-Strategiespiel vor Force Com- 
mander. Filmreife Kameraschwenks werden dabei für Übersicht 
sorgen. 

I Hersteller* LucasArts 
I Termin: * 




86 



PC PLAYER 8/98 



MYTH 2: SOULBLIGHTER 

In dem Echtzeit- 
Strategiespiel 
Myth 2 kämpfen 
Sie erneut mit ei- 
ner aus Rittern, 
Magiern und Zwer- 
gen zusammenge- 
würfelten Legion 
gegen die Heer- 
scharen der Fin- 
sternis. Genau wie 
beim Vorgänger werden alle gängigen 3D-Karten unterstützt, ei- 
ne entschärfte deutsche Version ist ebenfalls in Arbeit. Neu - ne- 
ben einigen Truppengattungen - sind das verbesserte Wegesy- 
stem sowie die noch eindrucksvolleren Lichteffekte. Das frei dreh- 
und zoombare 3D-Gelände wartet mit vielen animierten Details 
auf, etwa Zugbrücken oder 
Windmühlen. Viele der Schlach- 
ten finden innerhalb geschlos- 
sener Räume statt, aber auch 
die Belagerung von Burgen 
steht auf der Tagesordnung. 
I Hersteller: Bungie 
I Termin: 4. Quartal §8 





THIRD WORLD 




Ron Miliar wirkte am Design 
von Diablo und Starcraft mit; 
zu den Credits von J ames 
Anhalt gehören MechWarrior 2 
und DarkReign. Ihrneues Spiel 
Third World bietet Echtzeit-Tak- 
tik mit Rollenspiel-Einschlag. 
Sie kommandieren fünf Söldner 
durch eine 3D-Polygonwelt. 
Verschiedene Mutantentalen- 
te, neue Waffen und Verbesse- 
rungen der Charakter-Eigen- 
schaften sollen das Manage- 
ment der eigenen Truppe 
abwechslungsreich gestalten. 
I Hersteller: Aettvfslon 
I Termin: 1. Quartal §§ 



PC PLAYER 8/ 98 



THE WR OF 
THE WORLDS 

Der Krieg der Welten von H.G. 
Wellswird 100J ahrealt, das 

gleichnamige Musical von Jeff 
Wayne 20 - zum J ubiläum lan- 
den die Marsianer mit ihren 
dreibeinigen Landefahrzeugen 
auf dem PC und ziehen auf Er- 
oberungstour gen England. Die 
Truppen des 19. Jahrhunderts 
müssen sich schwer ins Zeug le- 
gen, um gegen die I nvasoren zu 
bestehen. Musikalisch unter- 
malt wird der Titel von Wayne- 
Kompositionen. 
I Hersteller: GT Interactive 
I Termin: 4. Quartal % 





PEOPLE'S GENERAL 

Der Nachfolger des 
rundenbasierten 
Strategiespiels Panzer 
General 3D versetzt 
Sie in das Jahr 2005. 
Bei einem fiktiven 
Konflikt in Südost- 
asien stehen sich zwei 
Fraktionen mit insge- 
samt 19 Nationen ge- 
genüber. Ausgestattet 
mit modernstem, aut- 
hentischem Kriegsgerät lie- 
fern sie sich Schlachten auf 36 
handgemalten Hexfeldkarten. 
Das Geschehen konzentriert 
sich auf den Bodenkrieg, 
Schiffe hat man gleich ganzweggelassen. Und wer hierein bißchen 
Luftunterstützung anfordert, wird dafür kräftig zur Kasse gebe- 
ten. I nteressante taktische Perspektiven eröffnet die Möglichkeit, 
für jede Einheit zwei Sonderfähigkeiten (wie Brückenbau, dop- 
pelter Angriff, Erstschlagsfähigkeit) zu erwerben. 
I Hersteller: Mindseape/SS! 
I Termin: 4. Quartal §8 

RAI LROAD TYCOON 2 

lit Railroad Tycoon 2 feiert ein Wirtschaftssimulations-Klassi- 
Iker seine Wiederkehr. Anders als bei dem auf 32 Züge limi- 
tierten Vorgänger bauen Sie hier Gleise für beliebig viele der in 
über 50 Sorten vorrätigen Eisenbahnen. Die sollen auf isometri- 
schen Landkarten Waren und Passagiere transportieren und da- 
bei tunlichst 
Gewinne ein- 
fahren. Da- 
durch steigen 
Eigenkapital- 
quote und Ak- 
tienkurs Ihrer 
Firma, wäh- 
rend die Städ- 
te selbständig 
expandieren 
und Industrie- 
betriebe an- 
siedeln - was wiederum eine Steigerung der jeweiligen Frachtra- 
ten zur Folge hat. Mehrere Eisenbahnfreunde dürfen sich neuer- 
dings auch via I nternet oder Netzwerk gegenseitig die Kundschaft 
abjagen. 

I Hersteller: PopTop 
I Termin: 4. Quartal §8 







DIE SIEDLER 3 







Die Siedler-Serie ist mit mehr als einer Million Abverkäufen das 
bislang erfolgreichste Produkt der Mülheimer Soft- 
wareschmiede Blue Byte. Getreu der Devise »bloß keine gefähr- 
lichen Experimente« wird sich auch beim dritten Auftritt nicht all- 
zu viel ändern. Nach wie vor siedeln Sie in Konkurrenz zum Com- 
puter oder bis zu 20 menschlichen Gegenspielern Ihren 
Volksstamm auf einer leicht isometrischen Welt an. Zu diesem 
Zweck bestücken Sie das Terrain mit einem Wegenetz und geben 
40 unterschiedliche Gebäude von der Holzhütte bis zum Bauern- 
hof in Auftrag. Zu- 
friedene Kolonisten 
vermehren sich selb- 
ständig. Mit zuneh- 
mender Ausbreitung 
kommen sie den Kon- 
kurrenzstämmen ins 
Gehege, die es durch 
militärische Aktionen 
zu besiegen gilt. 
Abgesehen von der 
schöneren Präsentati- 
on und der vereinfachten Steuerung ist der wirtschaftliche Spiel- 
verlauf im großen und ganzen gleich geblieben. Erheblich auf- 
gewertet wurde dagegen der militärische Aspekt. So verfügt neu- 
erdings jeder der drei mit unterschiedlichen Stärken und 
Schwächen behafteten Stämme über fünf Schiffe zum Verfrach- 
ten von Siedlern und Soldaten. Letztere werden nun auch direkt 
kontrolliert, indem man Sie per Maus zu einer Gruppe zusam- 
menfaßt und klickend durchs Gelände scheucht. Hauptaufgabe 
während der drei Kampagnen ^^m 



ist die Eroberung von Heilig- 
tümern. Dort erlernen Ihre 
Priester Zaubersprüche der Ge- 
wichtsklassen »Heuschrecken- 
plage« oder »Feuersbrunst«. 
I Hersteller* Blue Byte 
I Termin* 3. Quartal §8 





SIM CITY 3000 




ich vor einem Jahr 
sorgten seltsam lee- 
re Bilder dreidimensio- 
naler Polygon-Einöden 
für Stirnrunzeln: Wer 
sollte denn da bei Sim- 
City 3000 noch die 
Übersicht behalten? 

ie schon in Ausgabe 
5/98 berichtet, gibt es 
Entwarnung: Maxis hat 
sich nach der Übernahme durch Electronic Arts wieder auf seine 
Wurzeln besonnen und das Konzept einer dreidimensionalen, frei 
begehbaren Stadt in der Schublade verschwinden lassen. 
Größer ist besser: Die Metropolen der nächsten Generation bele- 
gen bis zu viermal soviel Platz wie die des Vorgängers. Statt läp- 
pischer 80 Gebäude-Sorten gibt es nun derer 250. Alle wurden 
erst gerendert und dann in vier Ansichten als Sprites gespeichert 
- denn drehen dürfen Sie die Karte auch diesmal wieder. Falls es 
Ihnen schwerfällt, sich von Ihren städtebaulichen Meisterwerken 
aus dem Vorgängerprogramm zu trennen, importieren Sie diese 
einfach. 

Erstmals können sich die Bewohner gegen ein Kraftwerk im Vor- 
garten aktiv wehren: Statt einfach nur wegzuziehen, führen die 
Sims jetzt Bürgerentscheide durch, die Ihre Handlungen nach- 
haltig beeinflussen können. 

Haben Sie den Eindruck, eine Region besonders gut hinbekom- 
men zu haben, bietet Maxis Ihnen mit »SimCity.com« eine be- 
sondere Nettigkeit: 
Auf diesem Internet- 
Server präsentieren 
Sie Ihre Werke ande- 
ren Si mCity- Spie- 
lern. 

I Hersteller* Maxis 
I Termin* 

4. Quartal §8 




PC PLAYER 8/98 




STAR TREK' 

STARFLEET COM M AND 

n der Akademie 
wurden Sie auf 
den Alltag im All 
vorbereitet. In 
Starfleet Com- 
mand, der Umset- 
zung eines in 
Amerika popu- 
lären Brettspiels, 
geht es haupt- 
sächlich um die 
Gefechte im Welt- 
ein Rhetorik-Lehrgang mit Captain Picard besitzt halt doch 
wenig Anziehungskraft. 

men in einem von 50 verschiedenen Schiffen Platz, die zur 
von sechs verschiedenen Star-Trek- Rassen gehören. Ab- 
von der galaktischen Großwetterlage ändern sich bei j fr- 
ei Art und Reihenfolge der zu absolvierenden Missionen, 
lige klassische, aus Film und Fernsehen bekannte Aufträ- 
ge sind mit dabei. 
I Herstellen Interplay 
I Termin: 4. Quartal §8 



STARCRAFT EXPANSION: 

BROOD WARS 

Spätestens zum Weihnachtsfest wird die Starcraft-Zusatz-CD 
Brood Wars im Einzelhandel landen, für deren Betrieb das Ba- 
sisspiel erforderlich ist. Sie bietet drei Kampagnen (eine pro 
Rasse), die 24 
Szenarien und eine 
spannende Hinter- 
grundgeschichte 
enthalten. Dank 
der drei neuen 
Landschaftsformen 
besuchen Sie ab- 
wechselnd wüsten- 
artige, verschneite 
und düstere Welten 
- letztere sind die 
Heimstatt der berüchtigten »DarkTemplar«. Für einen Motivati- 
onsschub sorgen rund 100, auch solo betreibbare Mehrspieler- 
karten. Noch mehr Abwechslung bieten die sechs jungfräulichen 
Truppengattungen, unter ihnen Konstruktionsmobile und Medi- 
zinroboter. 
I Hersteller: Blizzard 
I Termin: 4. Quartal §8 




WARZONE 2100 








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le der Titel bereits anklingen läßt, versetzt Sie das Echtzeit- 
iStrategiespiel des englischen Entwicklerhauses Pumpkin Stu- 
dios in das verwüstete Nordamerika von Übermorgen. I hr Auftrag 
ist es, nach verlorengegangenen Technologien zu suchen - und 
nebenbei das gesamte Land zu erobern. 
Ergo entwickeln Sie zunächst Roboter, die über eine gewisse Ei- 
genintelligenz verfügen und sogar in taktischer Hinsicht lernfähig 
sind: Nach einiger Zeit merken sich die Kommando-Roboter Ihre 



individuellen Strate- 
gien und übernehmen 
langsam selbst die 
daraus resultierenden 
logischen Befehls- 
strukturen, so daß Sie 
sich bloß noch um die 
wesentlichen Dinge kümmern müssen. Die bestehen darin, Roh- 
stoffe zu sammeln, um damit eine Basis und eine Armee aufzu- 
bauen. Mit dieser wird das zunächst abgedunkelte Terrain erkun- 
det, um neue Rohstoffquellen zu orten, den Gegner zu stellen und 
seine Basen zu vernichten. 

All das geschieht in drei gigantischen Feldzügen, die auf einer 
beliebig zoom- und drehbaren, isometrischen 3D- Landschaft aus- 
gefochten werden. Sämtliche Gebäude, Strukturen und Gelände- 
formen erhalten dankTexture-Mapping und realistisch wirkenden 
Schatteneffekten einen plastischen Anstrich. Die Story wird mit 
reichlich Zwischensequenzen so- 
wie durchgehender Sprachausga- 
be vorangetrieben. Ein Mehrspie- 
ler-Modus (Internet, Netzwerk) 
darf natürlich nicht fehlen. 
I Hersteller: Eidos 
I Termin: 3. Quartal §8 




90 



PC PLAYER 8/98 



ALLE SPIELE DER 



Spiel 


Hersteller 


Genre 


Termin 


101: First Airborne in Normandy 


Empire 


Strategie 


3. Quartal 98 


20.000 Leagues: The Adventure continues (S.58) 


South Peak Interactive 


Adventure 


3. Quartal 99 


3D Ultra Minigolf Deluxe 


Sierra 

Gremiin 

Psygnosis 


Sportspiel 
Sportspiel 
Sportspiel 


3. Quartal 98 


Actua Tennis 


3. Quartal 98 


Adidas Power Soccer 98 


3. Quartal 98 


Aftershock (S.72) 


Rage Software 


Rennspiel 


1. Quartal 99 


Age of Empires 2 


Microsoft 
Microsoft 
Epic Megagames 


Strategie 
Strategie 
Strategie 


1. Quartal 99 


Age of Empires Expansion: Rise of Rome . . . 
Age of Wonders 


3. Quartal 98 

4. Quartal 98 


Aironauts (S.40) 


Infogrames/Ocean 


Action 


4. Quartal 98 


Akula - Red Hunter 


Crusader Studios 
Interplay 
Fox Interactive 


Simulation 

Strategie 

Action 


4. Quartal 98 


Alien Intelligente 


3. Quartal 98 


Alien Resurrection 


3. Quartal 98 


Aliens vs. Predator (S.40) 


Fox Interactive 


Action 


4. Quartal 98 


Alpha Centauri 


Firaxis 
Cavedog 


Strategie 
Action-Adventure 


4. Quartal 98 


Amen - the Awakening 


3. Quartal 99 


Anachronox (S. 52) 


Eidos 


Action-Adventure 


1. Quartal 99 


Apache Havoc 


Empire 

SCI 

Microsoft 

Activision 

Psygnosis 

Hasbro Interactive 


Simulation 

Action 

Rollenspiel 

Action 

Action 

Strategie 


4. Quartal 98 


Arena 


1. Quartal 99 


Asheron's Call 


3. Quartal 98 


Asteroids 


3. Quartal 98 


Attack of the Saucerman 


3. Quartal 98 


Axis and Allies 


3. Quartal 98 


Babylon 5 Space Combat Game (S. 40) 


Sierra 


Action 


1. Quartal 99 


Baja 1000 Racing 


Red Orb 


Rennspiel 


?. Quartal 98 


Baldur's Gate (S. 59) 


Interplay 


Rollenspiel 


3. Quartal 98 


Baseball Pro 99 


Sierra 

Sierra 

GT Interactive 

Activision 

Accolade 

Midway 

Take 2 

Beam 

Microprose 

Lionhead 

Gremiin 

Avalon Hill 

GT Interactive 

Gremiin 

Sierra 


Sportspiel 

Sportspiel 

Adventure 

Adventure 

Sportspiel 

Action 

Action-Adventure 

Action 

Strategie 

Strategie 

Action-Adventure 

Strategie 

Action 

Rennspiel 

Strategie 


1. Quartal 99 


Basketball Pro 99 


4, Quartal 98 


Beavis & Butt-head 


4. Quartal 98 


Beneath (S.58) 

Big Air (S.74) 

Biofreaks 


4. Quartal 98 
4. Quartal 98 
4. Quartal 98 


Biosys 


4. Quartal 98 


Biotech: Liberator 


4. Quartal 98 


Birth of a Federation 


3. Quartal 98 


Black & White 


3. Quartal 99 


Blade 


3. Quartal 98 


Blitzkrieg 

Blood 2: The Chosen 

Buqqv 


1. Quartal 99 
4. Quartal 98 
3. Quartal 98 


Caesar 3 


4. Quartal 98 


Canal+ Soccer 99 (S.76) 


Infogrames/Ocean 


Sportspiel 


4. Quartal 98 


Carmageddon 2 (S.41) 


SCI 


Action 


4. Quartal 98 


Centipede (S.41) 


Hasbro Interactive 


Action 


4. Quartal 98 


Civilization 2 : The Test of Time 


Microprose 

Microsoft 

Hasbro Interactive 

Crusader Studios 

Westwood 

Sega 

Digital Anvil 

Carts Interactive 

Mindscape/SSI 

Infogrames/Ocean 

Fox Interactive 

Virgin 

Dynamix 


Strategie 

Strategie 

Strategie 

Simulation 

Strategie 

Strategie 

Strategie 

Rennspiel 

Strategie 

Strategie 

Action 

Strategie 

Strategie 


2. Quartal 99 


Close Combat 3 


1. Quartal 99 


Cluedo 2 


4. Quartal 98 


CN01941 


3. Quartal 98 


Command & Conquer 3: Tiberian Sun 

Conflict of Nations 


4. Quartal 98 
4. Quartal 98 


Conquest 


3. Quartal 99 


Crash 


4. Quartal 98 


Creatures 2 


3. Quartal 98 


Crimson Wars 


4. Quartal 98 


Croc 2 


1. Quartal 99 


Cromagnon (Dawn of War) 


3. Quartal 98 


Cyberstorm 2: Corporate Wars 


2. Quartal 98 


Daikatana (S.41) 


Eidos 


Action 


3. Quartal 98 


Dark Project 


Looking Glass 

Activision 

Interactive 


Rollenspiel 

Strategie 

Adventure 


4. Quartal 98 


Dark Reign 2 


3. Quartal 99 


Dark Side of the Moon South Peak 


4. Quartal 98 


Dark Vengeance (S.41) 


GT Interactive 


Action 


4. Quartal 98 


Dawnof Aces 


Interactive Magic 
Rage Software 
Infogrames/Ocean 


Simulation 
Sportspiel 
Action 


4. Quartal 98 


Dead Ball Zone 


4. Quartal 98 


Deep Trouble 


3. Quartal 98 


Delta Force (S.42) 


NovaLogic 


Action 


4. Quartal 98 


Descent3 (S.42) 


Interplay 


Action 


3. Quartal 98 


Dethkarz 


Beam 


Rennspiel 


4. Quartal 98 


Diablo 2 (S.60) 


Blizzard 


Rollenspiel 


4. Quartal 98 


D-iump 


UBI Soft 
Red Storm 
Eidos 
Grolier Interactive 


Action-Adventure 
Strategie 
Strategie 
Rollenspiel 


4. Quartal 98 


Dominant Species 


3. Quartal 98 


Dominion Storni over Gift 3 


3. Quartal 98 


Dragonflight 


4. Quartal 98 


Drakan (S. 52) 


Psygnosis 


Action-Adventure 


1. Quartal 99 


Droian 


CDV 
Double Aught 


Rollenspiel 
Action 


3. Quartal 98 


Duality 


3. Quartal 98 


Duke Nukem Forever (S.42) 


GT Interactive 


Action 


4. Quartal 98 


Dune 2000 


Westwood 
Bullfrog 


Strategie 
Strategie 


2. Quartal 98 


Dungeon Keeper 2 


4. Quartal 98 


Earthworm Jim 3D (S. 52) 


Interplay 


Action-Adventure 


3. Quartal 98 


Elysium 


Cavedog 
Ripcord Games 


Action-Adventure 
Action 


4. Quartal 98 


Enemy Infestation 


4. Quartal 98 



Spiel 


Hersteller 


Genre 


Termin 


European Air War 


Microprose 


Simulation 


3. Quartal 98 


Expendable (S.43) 


Rage Software 


Action 




Quartal 98 


Expert Pool 


Psygnosis 
Red Orb 
Virgin 


Sportspiel 

Action 

Simulation 




Quartal 98 


Extreme Warfare 


Quartal 98 


F-16 Aggressor 


Quartal 98 


F-16 Viper (S.66) 


NovaLoqic 


Simulation 




Quartal 98 


F-18 Super Hörnet (S.67) 


Digital Integration 


Simulation 




Quartal 98 


F-22 Total Air War 


DID 

Ripcord Games 

Microprose 


Simulation 

Strategie 

Simulation 




Quartal 98 


Fading Suns: Starship Diplomacy 


Quartal 99 


Falcon 4.0 


Quartal 98 


Fallout 2 (S.59) 


Interplay 


Rollenspiel 




Quartal 98 


Fantasy Sports Pro 


Sierra 
Empire 
Infogrames/Ocean 


Sportspiel 
Strategie 
Simulation 




Quartal 98 


Fields of Fire 


Quartal 98 


Fighter Duel 2.0 


Quartal 98 


Fighter Legends: Europe 1944 (S. 67) 


Jane's Combat Simulations 


Simulation 




Quartal 98 


Fighter Squadron 


Activision 


Simulation 




Quartal 98 


Fighting Steel (S.67) 


Mindscape/SSI 


Simulation 




Quartal 98 


Final Fantasy 7 (S.43) 


Eidos 


Rollenspiel 




Quartal 98 


Football Pro 99 


Sierra 
Cryo 
Lucas Arts 


Sportspiel 
Adventure 
Strategie 




Quartal 98 


Forbidden City 


Quartal 98 


Force Commander 


Quartal 98 


Formel 1 '98 (S.43) 


Psygnosis 


Rennspiel 




Quartal 99 


Freedom in the Galaxy 


Avalon Hill 
Digital Anvil 
Psygnosis 


Strategie 

Action 

Simulation 




Quartal 99 


Freelancer 


Quartal 99 


Freie Jagd 


Quartal 99 


Gabriel Knight 3 (S.58) 


Sierra 


Adventure 




Quartal 98 


Gangsters 


Eidos 


Strategie 




Quartal 98 


Giants (S.43) 


Interplay 


Action 




Quartal 98 


Global Domination 


Psygnosis 


Strategie 




Quartal 98 


Glover (S.43) 


Hasbro Interactive 


Action 




Quartal 98 


Golf Pro 99 


Sierra 
Cavedog 


Sportspiel 
Rollenspiel 




Quartal 98 


Good & Evil 


Quartal 99 


Grand Prix Legends (S.72) 


Sierra 


Rennspiel 




Quartal 98 


Grim Fandango (S.58) 


Lucas Arts 


Adventure 




Quartal 98 


Guadalcanal 


Avalon Hill 
Ripcord Games 
Microprose 


Strategie 

Action 

Strategie 




Quartal 99 


Guardian 


Quartal 99 


Guardians: Agents of Justice 


Quartal 98 


Gunship 3 (S.67) 


Microprose 


Simulation 




Quartal 99 


H.E.D.Z 


Hasbro Interactive 


Action 




Quartal 98 


Half-Life (S.43) 


Sierra 


Action 




Quartal 98 


Hard Corps 


Grolier Interactive 

Gremiin 

Sierra 


Action 
Action 
Denkspiel 




Quartal 98 


Hardwar 


Quartal 98 


Headrush 


Quartal 98 


Heavy Gear 2 (S.43) 


Activision 


Action 




Quartal 98 


Heretic 2 (S.44) 


Activision 


Action 




Quartal 98 


Highway Knight 


Digital Anvil 
Psygnosis 


Action 
Action 




Quartal 99 


Hired Guns 


Quartal 98 


Homeworld (S.44) 


Sierra 


Action 




Quartal 98 


Hostile Waters 


Rage Software 
Sierra 
Sierra 
Sierra 
UBI Soft 


Strategie 
Denkspiel 
Denkspiel 
Denkspiel 
Action-Adventure 




Quartal 99 


Hoyle Classic Board Games 


Quartal 98 


Hoyle Classic Casino 


Quartal 98 


Hoyle Classis Card Games 


Quartal 98 


Hype- The Time Quest 


Quartal 98 


1F/A-I8E Carrier Strike Fighter (S.67) 


Interactive Magic 


Simulation 




Quartal 98 


Indiana Jones and the Infernal Machine(S. 53) 


Lucas Arts 


Action-Adventure 




Quartal 99 


Inertia (S.44) 


Microsoft 


Action 




Quartal 99 


Interstate 82 (S.45) 


Activision 


Action 




Quartal 98 


Intervention 


Cryo 

Infogrames/Ocean 
Take 2 


Strategie 

Action-Adventure 

Simulation 




Quartal 98 


jest 


Quartal 98 


Jetfighter Fullburn 


Quartal 98 


John Saul's Blackstone Chronicles (S. 59) 


Mindscape/SSI 


Adventure 




Quartal 98 


Jurassic Park: Trespasser (S. 54) 


Dreamworks 


Action-Adventure 




Quartal 99 


Kingpin 


Interplay 


Action-Adventure 




Quartal 98 


King's Quest: Mask of Eternity (S.59) 


Sierra 


Adventure 




Quartal 98 


Klingon Honor Guard (S.45) 


Microprose 


Action 




Quartal 98 


Knockout Kings (S.76) 


EA Sports 


Sportspiel 




Quartal 98 


L.A.P.D. 2100 AD 


Electronic Arts 


Action 




Quartal 98 


Lander (S.45) 


Psygnosis 


Action 




Quartal 98 


Lands of Lore 3 (S.62) 


Westwood Studios 


Rollenspiel 




Quartal 98 


Legend of Blade Master (S.59) 


Ripcord Games 


Rollenspiel 




Quartal 99 


Legend of the Five Rings 


Activision 

Sierra 

Carts Interactive 

Access 

Access 


Action-Adventure 

Denkspiel 

Rennspiel 

Sportspiel 

Sportspiel 




Quartal 98 


Leisure Suit Larry's Casino 


Quartal 98 


Lightning 


Quartal 98 


Links LS 99 


Quartal 98 


Links LS Extreme 


Quartal 98 


Lode Runner 2 (S.46) 


GT Interactive 


Action 




Quartal 98 


M.A.X. 2 


Interplay 
EA Sports 
Ripcord Games 
Interactive Magic 
Virgin 
Jowood 


Strategie 
Sportspiel 
Strategie 
Strategie 
Strategie 
Strategie 




Quartal 98 


Madden NFL 99 


Quartal 98 


Majesty: Empire of the Darklands 


Quartal 99 


Malkari 


Quartal 98 


Mana (Duel: The Mage Wars) 


Quartal 98 


Mayday 


Quartal 98 



92 



PC PLAYER 8/98 



ÜBERBLICK 



Spiel 


Hersteller 


Genre 


Termin 










MechWarrior3 (S.46) 


Microprose 


Action 


2. Quartal 99 


Messiah (S.46) 


Shiny Entertainment 


Action 


4. Quartal 98 


M ig Alley 


Empire 
NovaLogic 
GT Interactive 
Take 2 


Simulation 
Simulation 
Simulation 
Action-Adventure 


4. Quartal 98 


MiG-29 Fulcrum 


4. Quartal 98 


Missing in Action 


2. Quartal 98 


Monkey Hero 


4. Quartal 98 


MotoRacer2 (S.72) 


Electronic Arts 


Rennspiel 


3. Quartal 98 


Motocross Madness (S.73) 


Microsoft 


Rennspiel 


3. Quartal 98 


MS Combat Night Simulator (S.68) 


Microsoft 


Simulation 


3. Quartal 98 


Myth 2 


Bungie 
GT Interactive 


Strategie 
Action 


4. Quartal 98 


Nam 


2. Quartal 98 


NASCAR Racing 3 (S.73) 


Sierra 


Rennspiel 


4. Quartal 98 


National Hockey Night (S.76) 


ESPN 


Sportspiel 


4. Quartal 98 


Nations 


Psygnosis 


Simulation 


1. Quartal 99 


NBA Live 99 (S.76) 


EA Sports 


Sportspiel 


4. Quartal 98 


NBATonight 


ESPN 
EA Sports 


Sportspiel 
Sportspiel 


4. Quartal 98 


NCAA Football 99 


4. Quartal 98 


Need ForSpeed3 (S.73) 


EA Sports 


Rennspiel 


3. Quartal 98 


Newmann/Haas Racing 


Psygnosis 

Midway 

Acclaim 


Rennspiel 
Sportspiel 
Sportspiel 


3. Quartal 98 


NFL Blitz 


4. Quartal 98 


NFL Quarterback Club 99 


3. Quartal 98 


NHL 99 (S.76) 


EA Sports 


Sportspiel 


4. Quartal 98 


Nightlong 


Team 17 
Microsoft 


Adventure 
Action 


?. Quartal 98 


Oblivion 


4. Quartal 98 


Oddworld: Abe's Exoddus (S.54) 


GT Interactive 


Action-Adventure 


4. Quartal 98 


O.D.T (S.54) 


Psygnosis 


Action-Adventure 


4. Quartal 98 


Off Road Challenge 


Midway 
Eidos 


Rennspiel 
Action 


4. Quartal 98 


Omikron 


3. Quartal 98 


Outcast (S.54) 


Infogrames/Ocean 


Action-Adventure 


3. Quartal 98 


Panzer Elite (S.68) 


Psygnosis 


Simulation 


4. Quartal 98 


People's General 


Mindscape/SSI 
Team 17 
Microsoft 
Software 2000 
Sierra 
Bullfrog 
GT Interactive 


Strategie 

Action 

Action 

Strategie 

Strategie 

Strategie 

Rennspiel 


4. Quartal 98 


Phoenix 


4. Quartal 98 


Pinball Arcade 


3. Quartal 98 


Pizza Tycoon 


4. Quartal 98 


Police QuestSWAT 2 


2. Quartal 98 


Populous 3 


3. Quartal 98 


Power Slide 


4. Quartal 98 


PraxWars (S.46) 


Electronic Arts 


Action 


1. Quartal 99 


Prey (S.46) 


GT Interactive 


Action 


1. Quartal 99 


Prince of Persia 3D (S. 55) 


Red Orb 


Action-Adventure 


1. Quartal 99 


Pro 18 Golf 


Psygnosis 
Empire 
Sierra 
Pop Top 


Sportspiel 
Action 
Rollenspiel 
Strategie 


4. Quartal 98 


Pro Pinball Big Race 


4. Quartal 98 


Quest for Glory: Dragon Fire 


3. Quartal 98 


Railroad Tycoon 2 


4. Quartal 98 


Rayman 2 (S.76) 


UBI Soft 


Action 


4. Quartal 98 


Rebel Moon Revolution 


GT Interactive 

Virgin 

Infogrames/Ocean 

Accolade 

Neo 


Action 

Action 

Simulation 

Action 

Adventure 


4. Quartal 98 


Recoil 


3. Quartal 98 


Red Sea Operations 

Redline 


3. Quartal 98 

4. Quartal 98 


Rent-a-Hero 


3. Quartal 98 


Requiem : Wrath of the Fallen (S. 47) 


3 DO 


Action 


1. Quartal 99 


Return Fire 2 (S.47) 


MGM Interactive 


Action 


3. Quartal 98 


Return to Krondor (S. 62) 


Sierra 


Rollenspiel 


4. Quartal 98 


Revenant (S.62) 


Eidos 


Rollenspiel 


3. Quartal 98 


Revengeof Arcade (S.47) 


Microsoft 


Action 


3. Quartal 98 


Ring (S.59) 


Cryo 


Adventure 


4. Quartal 98 


Riverworld 


Cryo 

Interactive Magic 
Beam 


Strategie 
Strategie 
Adventure 


3. Quartal 98 


Roadto Moscow 


4. Quartal 98 


Robot Madness 


2. Quartal 99 


Rogue Squadron (S.47) 


LucasArts 


Action 


3. Quartal 98 


Roland Garros 1998 


Grolier Interactive 
Midway 


Sportspiel 
Rennspiel 


3. Quartal 98 


Rush 2 


4. Quartal 98 


Rushdown (S.73) 


Infogrames/Ocean 


Rennspiel 


4. Quartal 98 


Ruud Gullit Striker 


Rage Software 
UBI Soft 

Shiny Entertainment 
Cryo 


Sportspiel 
Rennspiel 
Rollenspiel 
Strategie 


4. Quartal 98 


S.CA.R.S 

Sacrifice 


4. Quartal 98 
2, Quartal 99 


Saga- Rage of the Vikings 


4. Quartal 98 


SBK Superbike World Championship (S. 74) 


Virgin 


Rennspiel 


3. Quartal 98 




Cryo 

Sega 

Blue Byte 

Blue Byte 

Maxis 

Activision 

Accolade 

South Peak Interactive 

Sega 

Gremiin 


Denkspiel 

Rennspiel 

Strategie 

Strategie 

Strategie 

Action 

Action 

Action-Adventure 

Rennspiel 

Rollenspiel 


4. Quartal 98 


Sega Rally 2 


4. Quartal 98 


Shadowpact 


3. Quartal 98 


Siedler 3 


3. Quartal 98 


Sim City 3000 


4. Quartal 98 


Sin 


3. Quartal 98 


Slave Zero 


1. Quartal 99 


Soldier 


2, Quartal 99 


Sonic R 


3. Quartal 98 


Soulbringer 


4. Quartal 98 


Space Bunniesmust die (S.54) 


Ripcord Games 


Action-Adventure 


3. Quartal 98 


Space Circus 


Infogrames/Ocean 
Take 2 


Action-Adventure 
Action 


3. Quartal 98 


Spearhead 


4. Quartal 98 


SpeedBuster (S.74) 


UBI Soft 


Rennspiel 


4. Quartal 98 



Spiel 


Hersteller 


Genre 


Termin 


SpellCross 


SCI 

Hasbro Interactive 


Strategie 
Denkspiel 


3. Quartal 98 


Spiel des Lebens 


4. Quartal 98 


Sports Car (S.74) 


Virgin 


Rennspiel 


4. Quartal 98 


Stadium Grand Prix (S.73) 


Team 17 


Rennspiel 


1. Quartal 99 


Star Trek: Deep Space Nine 


GT Interactive 


Action-Adventure 


3. Quartal 99 


Star Trek: Klingon Academy (S. 68). 


Interplay 


Simulation 


4. Quartal 98 


Star Trek: Secret of Vulcan Fury 


Interplay 
Interplay 


Adventure 
Strategie 


4. Quartal 99 


Star Trek: Starfleet Command 


4. Quartal 98 


StarCon (S.50) 


Accolade 


Action 


1. Quartal 99 


Stare raft Expansion CD: Brood Wars 

Starlancer 


Blizzard 
Digital Anvil 
Empire 


Strategie 

Action 

Strategie 


4. Quartal 98 
4. Quartal 99 


Stars 3 


1. Quartal 99 


Starship Troopers (S.50) 


Microprose 


Action 


4. Quartal 98 


Starsiege (S.68) 


Dynamix 


Simulation 


3. Quartal 98 


Starsiege: Tribes 


Dynamix 

Infogrames/Ocean 
Hasbro Interactive 
Ripcord Games 


Simulation 
Action 
Strategie 
Strategie 


1. Quartal 99 


Stellar Mercenaries 


3. Quartal 98 


Stratego 

Stratosphere: Conquestof the Skies 


4. Quartal 98 
4. Quartal 98 


Sword & Sorcery (S.64) 


Virgin 


Rollenspiel 


4. Quartal 98 


TACOP98 


Avalon Hill 

Grolier Interactive 

Gremiin 

Eidos 

Mindscape/SSI 

Psygnosis 

Ripcord Games 


Strategie 

Rennspiel 

Strategie 

Strategie 

Simulation 

Action 

Strategie 


3. Quartal 98 


Tank Racer 


4. Quartal 98 


Tanktics 


4. Quartal 98 


Tartan Army 


1. Quartal 99 


Team Apache 


3. Quartal 98 


Tellurian Defense 


3. Quartal 98 


Terra Victus 


3. Quartal 98 


Test Drive 5 (S.74) 


Accolade 


Rennspiel 


4. Quartal 98 


Test Drive Off-Road 2 


Accolade 
Interactive Magic 
Eidos 
Activision 


Rennspiel 
Strategie 
Rollenspiel 
Strategie 


4. Quartal 98 


Theocracy 


4. Quartal 98 


Thief 


3. Quartal 98 


Third World (S.87) 


1. Quartal 99 


Thrust, twisfn turn (S.74) 


Take 2 


Rennspiel 


3. Quartal 98 


TidesofWar 


GT Interactivee 


Strategie 


2. Quartal 98 


TigerWoods99 (S.76) 


EA Sports 


Sportspiel 


3. Quartal 98 


Tiny Tank 


MGM Interactive 


Action 


4. Quartal 98 


Tomb Raider 3 (S.48) 


Eidos 


Action 


4. Quartal 98 


Tomorrow never dies 


MGM Interactive 

UBI Soft 

Microprose 

Cavedog 

Cavedog 

Sega 


Action 

Action 

Simulation 

Strategie 

Strategie 

Strategie 


2. Quartal 99 


Tonic Trouble 

TopGun: Hornefs Nest 

Total Annihilation: Battle Tactics 


4. Quartal 98 
4. Quartal 98 
3. Quartal 98 


Total Annihilation: Kingdoms 


4. Quartal 98 


Tower 


4. Quartal 98 


Trans-Am Racing '68-72 (S.74) 


GT Interactive 


Rennspiel 


3. Quartal 98 


Traveler (S.64) 


Logic Factory 


Rollenspiel 


2. Quartal 99 


Tribal Lore 


Gremiin 


Strategie 


4. Quartal 98 


Turok 2 (S.50) 


Acclaim 


Action 


4. Quartal 98 


Ultima Online 2 


Origin 


Rollenspiel 


4. Quartal 99 


Ultimag: Ascension (S.64) 


Origin 


Rollenspiel 


1. Quartal 99 


Ultimate Soccer Manager 


Sierra 
Microsoft 
Interactive Magic 


Strategie 

Action 

Simulation 


1. Quartal 99 


Ultra Corps 


4. Quartal 98 


UltraFighters 


3. Quartal 98 


Uprising 2 (S.50) 


3DO 


Action 


4. Quartal 98 


Urban Assault (S.50) 


Microsoft 


Action 


3. Quartal 98 


Urban Chaos (S. 55) 


Eidos 


Action-Adventure 


?. Quartal 98 


V2000 (S.50) 


Grolier Interactive 


Action 


3. Quartal 98 


Vangers - One for the Road 


Interactive Magic 

3DO 

Virgin 

Jowood 

Interplay 

Interplay 


Action 

Denkspiel 

Sportspiel 

Strategie 

Sportspiel 

Sportspiel 


3. Quartal 98 


Vegas Games 99 


3. Quartal 98 


VIVA Fußball 


3. Quartal 98 


Völker, Die 


3. Quartal 98 


VR Baseball 2000 


1. Quartal 99 


VR Football 


1. Quartal 99 


V-Rally (S.74) 


Infogrames/Ocean 


Rennspiel 


4. Quartal 98 


Waralongthe Mohawk 


Empire 

MGM Interactive 

GT Interactive 

Interactive Magic 

Empire 

DID 

Mindscape/SSI 

Red Orb 

Eidos 

Empire 

CDV 


Strategie 

Strategie 

Strategie 

Simulation 

Strategie 

Simulation 

Strategie 

Strategie 

Strategie 

Strategie 

Action-Adventure 


3. Quartal 98 


War Games 


3. Quartal 98 


WaroftheWorlds 


4. Quartal 98 


WarBirds 3D 


2. Quartal 98 


Wargamer Project 


3. Quartal 98 


Wargasm 


4. Quartal 98 


Warhammer 40.000: Chaos Gate 


4. Quartal 98 


Warlords 3: Darklords rising 


4. Quartal 98 


Warzone 2100 


3. Quartal 98 


Western Front 


3. Quartal 98 


WetAttack 


4. Quartal 98 


WheelofTime (S.55) 


GT Interactive 


Action-Adventure 


2. Quartal 99 


Whistling Death 

Wired 


Avalon Hill 
SCI 


Strategie 
Denkspiel 


4. Quartal 98 
4. Quartal 98 


World Air Power: Israeli Air Force (S. 68) 


Jane's Combat Simulations 


Simulation 


3. Quartal 98 


X Games Pro Boarder 


ESPN 


Sportspiel 


4. Quartal 98 


X-COM: Alliance (S.68) 


Microprose 


Action 


2. Quartal 99 


X-Files: The Game 


Fox Interactive 

Sierra 

GT Interactive 


Adventure 
Denkspiel 
Action-Adventure 


3. Quartal 98 


You don't know Jack 4 


4. Quartal 98 


Youngblood 


3. Quartal 98 



PC PLAYER 8/ 98 





iAüt*^*t 











^VflsY 






Wie das Internet-Magazin Online Gaming Review 
berichtet (http://www.ogr.com), nimmt der Tomb 
Raider-Kinofilm langsam Lara Crofts wohlproportio- 
nierte Formen an. Gerüchten zufolge steht bisher nicht 
fest, wer die Hauptrolle übernimmt, das Casting läuft 
noch. Angeblich sind die Aktricen Sandra Bullock und 
Elizabeth Hurley im Gespräch. In den amerikanischen 
Kinos soll der Streifen nicht vor dem Sommer 1999 
anlaufen. Bei einem geschätzten Gesamtbudget (inklu- 
sive Marketing) von 150 Millionen Dollar sollte dabei 
kein allzuweit vom Massengeschmack entferntes Pro- 
dukt herauskommen, (mash) 




Diese zwei Werbeplakat- Entwürfe für den 
Tomb Raider-Film präsentiert das Inter- 
net-Magazin Online Gaming Review. 





Weißer Jäger, schwarzes Herz: In Afrika war- 
ten mannigfaltige Gefahren. 




Afrikas dunkles Herz 



Anfang dieses J ahrhunderts hielt der schwarze Konti- 
nent noch jede Menge Geheimnisse für Abenteurer 
bereit. I n diese Zeitepoche versetzt Sie Bark Seerats of 
Afriea, wo Sie als Expeditionsleiter mit Trägern und 
Fährtenlesern 15 Aufträge erfüllen müssen. Ihre Grup- 
pe steuern Sie, wie von »C&C« und Konsorten gewöhnt, 
durch das Ziehen eines Rechtecks mit nachfolgendem 
Anklicken des Ziels. Über 20 Gegnersorten machen 
Ihnen das Leben schwer, zu diesen gehören speer- 
schwingende Eingeborene, Spinnenwesen und Tem- 
pelwächter. So machen Sie sich auf die Suche nach dem 



Beim Zeus 



Die gute alte Aufbaustrategie hat noch lange nicht aus- 
gedient, wie uns die deutsche Firma Blackstar Multi- 
media beweist. Zeus macht aus Ihnen den Anführer 
eines kleinen Dorfes im antiken Griechenland. Um das 
Spielziel (zum Beispiel: maximaler Reichtum) zu errei- 
chen, sollten Sie wirtschaftlich auf eigenen Füßen ste- 
hen, genügend Nahrungsmittel produzieren und 
exportfähige Güter herstellen. Da übermäßiger Erfolg 
den neidischen Nachbarn natürlich auch 400 J ahre vor 
Christi Geburt ein Dorn im Auge ist, stellen Sie besser 



J frühzeitig gut bewaffnete Streitkräfte auf. 
— ' Aber auch subtilere Mittel wie Sabotage, 
Spionage und Diplomatie führen zum Ziel. All dies soll- 
te immer die Zustimmung des Senats finden, Naturka- 
tastrophen und Seuchen stellen zusätzliche Heraus- 
forderungen dar. (mash) 



► Hersteller: 

► Genre: 

► Termin: 



Blackstar Multimedia 
Strategie 
August '98 




Grab des Pharaos Schischak. Auf Wunsch auch via Netz- 
werk mit bis zu drei Mitstreitern. (mash) 



KURZ NOTIERT 



schäf- 



Vom lauschigen Athen aus machen Sie sich 
auf, ganz Griechenland zu kontrollieren. 



-> Kaum ist Unreal in den Geschäf- 
ten, kündigt das Team Creative 
Carnage die Missions-CD World Gone 
Dead an. Dort begegnen Sie unter 
anderem einem extrem gefährlichen 
Rasenmäher ... 

-> Interplay lizenziert Shinys Mes- 
siah-Grafik-Engine. Was für Produk- 
te damit entstehen sollen, ist noch 
geheim. 

-> Laut Square Software wird sich 
Final Fantasy 8 eher an erwachsene 
Spieler richten und zudem ein stär- 
ker Science-fiction-orientiertes 
Ambiente haben. 

-» Alte Spiele, neuer Preis: Von Cen- 
dantSoftware erhalten Sie für jeweils 
30 Mark »Silent Thunder«, »Earth- 
siege 2«, »The Rise & Rule«, »Light- 
house« sowie »Civil War General«. 

-> Ebenfalls 30 Mark kostetSie Sun- 
flowers' »Die Pirateninsel«. 

-> Jeweils 40 Mark bezahlen Sie für 
»Classic Pinball 1 und 2« sowie »Jet- 
fighter 3«; 30 Mark sollen »Deep 
Space Nine: Harbinger« und »Dream 
Team '98« vom Publisher Softgold 
kosten. 



f 



94 



PC PLAYER 8/98 



J eder hat das 
beste Spie 




Subjektiv gegrantelte Polemik 
pur; frisch gezapft aus der Tasta- 
tur des Chefredakteurs. 

Der Mensch ist ein von Gefühlen beherrschtes 
Wesen. Mit ein paar Hormonen in der Blutbahn läßt zwar das objektive Urteilsver- 
mögen nach, aber Selbstwertgefühl und Seelenheil pegeln sich prima im grünen Bereich 
ein: Jeder hat den schönsten Hund, ist Fan vom besten Fußballverein und ein hervorra- 
gender Autofahrer, während sich der Rest der Menschheit aus Bummlern und Dränglern 
zusammensetzt. Subjektiv gefärbt sind auch die Selbstauskünfte von Softwareherstellern 
zu ihren neuen Unterhaltungsprodukten. Diese »Pressemitteilungen« getauften Zettelchen 
stecken voller I nformationen über neue Wunderspiele und scheinen stets unter Verwendung 
von reichlich Rosenblättern und Schalmeienklängen zu entstehen. Klare Sache: Jeder hat 
das beste Spiel. Oder würden Sie über Ihr neues Millionen-Dollar-Produkt etwas ehrliches 
schreiben wie: »O.k., es ist halt noch ein 3D-Shooter und wahrscheinlich nicht einmal der 
Beste. Aber wir fummelten elendig lange an ihm herum und haben ihn so richtig liebge- 
wonnen. Also faßt Euch ein Herz und kauft das verdammte Ding!« 
Diese gehässige Kolumne drischt jetzt entgegen aller Erwartungen nicht auf die mitunter 
enormen Unterschiede zwischen Pressemitteilungs- Versprechungen und spielerischer Rea- 
lität ein. Viel zu ergriffen waten wir derzeit im Informationsberg, der anläßlich der jähr- 
lichen E3-Messe zum Propheten kommt. Amüsant zu lesen: die Features-Listen, deren 

Herunterbetung der gan- 
zen Lobpreisungsorgie ei- 
ne Aura von Glaubwürdig- 
keitverleihen soll. Aiswäre 
ein geheimes Word-Makro 
im Einsatz, versammeln 
sich in Spiele-Pressemit- 
teilungen immerdieselben 
Phrasen. So zieren die bei- 
den bedeutungsschweren 
Zeichen »3D« mittlerweile 
selbst Ankündigungswi- 
sche über biederste Denk- 
spiele und Balkon-Bepflanzungsplaner. Ebenfalls gerne genommen: die »intelligenten Com- 
putergegner«, die »realistische Umwelt« und »Motion-capture-Animationen« im allgemei- 
nen. Alles kein Problem: Man kann in der Tat fast jede Idee klauen, jede Technik adaptieren 
und jede Story abkupfern. Aber wie zum Geier kommt der »Spielspaß« in die Software? 
Spielspaß läßt sich nicht kaufen oder lizensieren; man hat ihn oder man hat ihn nicht. Er 
ist die Seele der Software und läßt selbst atheistische Naturen erschaudern, wenn sie seine 
Gegenwart fühlen, Irgendwie setzt sich der Spielspaß aus diversen Komponenten zusam- 
men: Steuerung, faires Leveldesign, appetitliche Grafik und einige andere Faktoren kommen 
zusammen. Aber nach welcher Formel man vorgehen muß, damit es »Klick!« macht und ein 
Spiel zum unwiderstehlichen Suchtmittel wird, weiß niemand so genau. 
Man könnte höchstens mal die Typen von Blizzard fragen, die ein Talent für über Gebühr 
spaßmachende Spiele haben. Natürlich hat Starcraft keine innovative 3D-Engine mit Super- 
duper-Auflösungen und 100 beförderbaren Einheiten. Aber es macht einfach mehr Laune als 
all die ganzen anderen seelenlosen Echtzeitstrategie- Schlümpfe, die mir dieses J ahr bisher 
untergekommen sind. Also, liebe Mitbewerber: Adaptiert weiterhin brav die Features der 
letztjährigen Chart- Stürmer, aber vergeßt den Spielspaß nicht! (hl) 




Mysterium »Spielspaß«: Wo kommt er her? Und 
wie bekommen diese Blizzard-Typen das hin? 



PC PLAYER 8/ 98 



95 



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i 


i 



CHARTS 













■ 4. 


• 










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^ 


LESER TOP 20i 


?*fi^ra 


VERKAUFS-CHARTS 




EU \ 




(NEU) 


Starcraft 

Blizzard 


E 
E 

i 


i 


tu 


Anno 1602 

Sunflowers 


* 


l 


(12) 


Anno 1602 

Sunflowers 


EU 2 


(NEU) 


Frankreich '98 - Die Fußball-WM 

EA Sports 


* 


) 


(4) 


Curse of Monkey Island 

LucasArts 


3 


(3) 


Autobahn Raser 

Davilex 




4 


(7) 


Indiziertes Spiel 

Activision 


EU 4 


(NEU) 


Forsaken 

Acclaim 




5 


(2) 


Age of Empires 

Microsoft 


5 


(2) 


Starcraft 

Blizzard 




6 


(10) 


FIFA '98 

EA Sports 


EU 6 


(NEU) 


Might & Magic 5 - Mandate of Heaven 1 

New World 




7 


(8) 


Grand Theft Auto 

BMG 


7 


(4) 


Tomb Raider 2 

Eidos 




8 


(3) 


Tomb Raider 2 

Eidos 


8 


(5) 


Age of Empires 

Microsoft 




9 


(9) 


Diablo 

Blizzard 


9 


(6) 


C&C 2: Das Kombinat 

Virgin 




1( 


) 


(19) 


Total Annihilation 

GT Interactive 




10 


(9) 


Flight Simulator '98 

Microsoft 




1] 


L 


(15) 


Battlezone 

Activision 




11 


(10) 


Anstoss 2 

Ascaron 




1 * 


> 


(6) 


Wing Commander Prophecy 

Origin 


12 


(7) 


Incoming 

Rage Software 




i * 


) 


(1) 


Jedi Knight 

LucasArts 


13 


(11) 


F 1 Racing Simulation 

UBI Soft | 




h 


\ 


(17) 


Anstoss 2 

Ascaron 


14 


(16) 


Die Versuchung - Tender Loving Care 1 

Aftermath 


D 


EU 11 


m 


(NEU) 


Forsaken 

Acclaim 


15 


(12) 


You don't know Jack 

BMG 1 


1( 


m 


(13) 


Dark Reign 

Activision 


16 


(13) 


Grand Theft Auto 

BMG 




M ■ 


1 


(20) 


Fallout 

Interplay 


17 


(8) 


FIFA '98 

EA Sports 




11 


) 


(11) 


Civilization 2 

Microprose 


18 


(15) 


Ml Tank Platoon 2 

Microprose 




ü 


) 


(5) 


C&C 2: Alarmstufe Rot 

Westwood/Virgin 


19 


(14) 


Formel 1 '97 

Psygnosis 


H 


^2( 


) 


(NEU) 


Starfleet Academy 

Interplay J 


L 20 


(18) 


Die Siedler 2 

Blue Byte y 



MITMACHEN 

UND 
GEWINNEN 



Neben den aktuellen Ver- 
kaufscharts aus Deutsch- 
land, England und den USA 
finden Sie auf dieser Seite 
die Leser-Hitparade von PC 
Player. Hier stehen die Titel 
weit oben, die gerade mit 
Begeisterung gespielt wer- 
den. Wählen Sie mit, um ein 
möglichst repräsentatives 
Ergebnis zu garantieren. Als 
zusätzliche Motivation ver- 
losen wir jeden Monat unter 
allen Einsendern Topspiele 
aus den Charts oder einige 
Hardware-Leckerbissen. 
Um mitzumachen, schnap- 
pen Sie sich einfach die 
»Leservotum« -Postkarte, 
die Teil des Karte n-Beihef- 
ters in jeder Ausgabe ist. Auf 
der Vorderseite können Sie 
unter »Wertungen für die 
Charts« Ihre drei aktuellen 
Lieblingsspiele angeben. 
Wenn Sie gerade den Kugel- 
schreiber in der Hand 
haben, könnten Sie außer- 
dem gleich die Rückseite 
bearbeiten und uns wissen 
lassen, was in Ihnen in die- 
ser Ausgabe von PC Player 
am besten gefallen hat. Den- 
ken Sie bitte an Ihre Absen- 
derangabe, gönnen Sie dem 
Kärtchen eine Briefmarke, 
und versenken Sie das gute 
Stück im nächstgelegenen 
Briefkasten. 

Der Rechtsweg ist ausge- 
schlossen. 



Quelle: Leserzuschriften an die Redaktion PC Player. Erhebungszeitraum Mai 1998. 



Quelle: Media Control. Erhebungszeitraum: 16.-31. Mai 1998. 





CT 3!0^23 










1 


(1) 


Starcraft 

Blizzard 


2 


(3) 


Titanic 

Cyberflix 


3 


(NEU) 


Unreal 

GT Interactive 


4 


(5) 


Deer Hunter 

GT Interactive 


5 


(NEU) 


Rocky Mountain Trophy Hunter 

GT Interactive 


6 


(4) 


Myst 

Broderbund 


7 


(5) 


Big Game Hunter 

Head Games 


8 


(10) 


Flight Simulator 98 

Microsoft 


9 


(NEU) 


Tomb Raider Gold 

Eidos 


lio 


(NEU) 


Army Men 

3DO 


J 



££ ENGLAND-CHARTS 


1 


(NEU) 


World Cup '98 

EA Sports 


2 


(2) 


Tomb Raider 2 

Eidos 


3 


(1) 


Ultimate Soccer Manager 98 

Cendant Software 


4 


(4) 


Wet: The Sexy Empire 

CDV 


5 


(NEU) 


Age of Empires 

Microsoft 


6 


(8) 


Championship Manager 97/98 

Eidos 


7 


(5) 


Star Wars Supremacy 

LucasArts 


8 


(-) 


Indiziertes Spiel 

Activision 


9 


(7) 


Grand Theft Auto 

BMG 


lio 


(NEU) 


Titanic 

Cyberflix J 



GEWINNER 




Der Preis diesmal: 
Starcraft von Blizzard 

Gewinner: 

Sebastian Eichwald, 

Waghäusel 

Andrea Jahnke, 

Kupferberg 

Andre Nause, Konstanz 

Hans-Georg Witt, 

Greifswald 



Quelle: PC Data, Erhebungszeitraum: Mai/Juni 1998. 



Quelle: HMV, London, Mai/juni 1998 



96 



PC PLAYER 8/98 



iPcrMrrm 



IPCrMlTR! 



ersönlich +++ 



rT-ATTR! 



persönlich ++ 



Roland 
Austinat 




Lieblings- 
Monster: 
Godzilla 



E3 '98: Draußen schwül, drinnen 
kalt - horch, da kommt der 
Schnupfen bald. Da half selbst 
ein vorangegangenes Hitzetrai- 
ning in Südafrika nichts. Zum 
Trostwollte mich ein Kollege mit 
seinem Turbo-Diesel vom Flug- 
hafen nach Hause fahren. Scha- 
de nur, daß die Batterie durch 
die eigenhändig installierte CD- 
Superwoofer-Anlage so leer wie 
Theo Waigels Kasse war. 



Manfred 
Duy 




Lieblings- 
Monster: 
Ulrich Wickert 



Langsam verwandelt sich unse- 
re Redaktion in ein Hundeasyl. 
Heinrichs Riesenkalb Räuber 
pirscht bereits seit Monaten 
durch die Gänge. Redaktions- 
assistentin Steffi hält seit Neue- 
stem immer die Tür geschlos- 
sen, damit ihr Kampfdackel 
Friedwart keine unschuldigen 
Redakteure reißt. Und nun hat 
Tommy auch noch Räubers 
Schwester adoptiert- Hilfe! 



Udo 
Hoffm ann 




Kürzel: uh 

Alter: 30 

Geburtsort: 
Essen 

Lieblings- 
Monster: 
Krümel monster 

Fuhr die Tage mit meinem neuen 
Fahrrad und stolz wie Oskar in 
die Redaktion (15 Kilometer? 
Wo ist das Problem?). Aber auf 
dem nächtlichen Rückweg (zu 
lange Unreal gespielt) wurde der 
Weg dann immer länger; die 
Gangschaltung klemmte, und 
außerdem verfuhr ich mich in 
den Weiten der Poinger Tundra. 
Was für ein Abenteuer! Morgen 
noch mal! 



Zur Zeit auf der Pnvat-Festplatte: ■ Zur Zeit auf der Pnvat-Festplatte: 1 1 Zur Zeit auf der Pnvat-Festplatte: 



Gex 3D: Enter the Gecko 
Blade Runner 
Heart of Darkness 



I Commandos 

I Stare raft 

I Game, Net& Match 



Unreal 
Commandos 
Dark Omen 



Zur Zeit in meinem CD-Player: I Zur Zeit in meinem CD-Player: I Zur Zeit in meinem CD-Player: 



Thom as 
Kög Im ayr 




Jars of Clay: Much afraid 



Frank Black and the Catholics 



Zur Zeit auf meinem Nachttisch: II Zur Zeit auf meinem Nachttisch: 



E. P. Jacobs: Blake & Mortimer - 
Das Geheimnis der großen Pyramide 



Das Schwarze Auge: 
Der Göttergleiche 



Fun Lovin' Criminals: 
Come find yourself 



Zur Zeit auf meinem Nachttisch: II Zur Zeit auf meinem Nachttisch 



Roger Zelazny: Herr des Lichts 



Lieblings- 
Monster: 
Der Blob 



Da staunt der Deutsch- Draht- 
haar: Gestern noch als Profi- 
Jagdhund in einem Zwinger 
gehalten- heute schon als zwei- 
ter Redaktionsköter voll in den 
PC-Player-Alltag integriert. Bri- 
xie optimiert mit Schum- 
seattacken das Betriebsklima 
und hält die Katzen in Poing fit. 
Daß der Wec hsel vom Zwinger in 
die Redaktion meinem Neuhund 
so leichtfällt, gibtmir allerdings 
zu denken ... 



Zur Zeit auf der Privat-Festplatte: 



Commandos 
Unreal 
Robo Rumble 



Zur Zeit in meinem CD-Player: 



Rachmaninow: Klavierkonzerte 
Nichts - derstehtnoch bei Ikea... 



Heinrich 
Lenhardt 




Kürzel: hl 

Alter: 33 

Geburtsort: 
Frankfurt/M. 

Lieblings- 
Monster: 
Killertomaten 



Vom Juni 1998 werde ich noch 
meinen Enkelkindern erzählen. 
Erst die Messe-Nachwehen 
wegen eines im Turbotempo 
gehämmerten Sonderhefts (kau- 
fen!). Dann die rührende Hunde- 
Reunion (siehe Köglmayr, Duy) 
und dieses kleine Sportturnier: 
Akribische WM-Planung (alle 
Spieltermine im Filofax notiert!) 
ist das halbe Leben. Ich hätte nur 
nicht mein Urlaubsgeld auf 
Jamaika setzen sollen ... 



Zur Zeit auf der Privat-Festplatte: 



Unreal 

MechCommander 
Sentinel Returns 



Zur Zeit in meinem CD-Player: 



Semisonic: Feeling strangelyfine 
John Irving: AWidowforoneYear 



Martin 
Schnelle 



7 



Kürzel: mash 

Alter: 28 

Geburtsort: 
Hagen/NRW 

Lieblings- 
Monster: 
Alien 



Die Freuden der Flugreisen - 
oder: »Nach dreistündiger Ver- 
spätung glücklich angekom- 
men«. Ich wunderte mich gar 
nicht mehr, warum die Techni- 
ker am Triebwerk des Flugzeu- 
ges emsig herumschrauben, 
obwohl lediglich die Klimaanla- 
ge defektsein sollte. Ein Absturz 
wäre fatal gewesen: Ein Drittel 
aller Pressemappen für den E3- 
Bericht hätte gefehlt... 



Zur Zeit auf der Privat-Festplatte: 



Comanche Gold 

Unreal 

TLC - Die Versuchung 



Zur Zeit in meinem CD-Player: 



Blümchen: Blaue Augen 



Volker 
Schütz 




Kürzel: vs 

Alter: 21 

Geburtsort: 
Homberg 

Lieblings- 
Monster: 
Rankor 

Wieder zurück in der trauten 
Heimat versuche ich, alte Werte 
und Beschäftigungen neu aufle- 
ben zu lassen. Ein Beispiel sind 
in- und extensive Experimente 
mitdem »Schwarzen Auge« (nur 
zur Beruhigung: Ich spreche von 
einem Produkt aus dem Hause 
Schmidt-Spiele und nicht über 
die Resultate von Kirmesstrei- 
tigkeiten). 



Zur Zeit auf der Privat-Festplatte: 



Unreal 

Indiziertes Spiel 
Stare raft 



Zur Zeit in meinem CD-Player: 



New Model Army: 
Strange Brotherhood 



Zur Zeit auf meinem Nachttisch: || Zur Zeit auf meinem Nachttisch: 



Thom as 
Werner 




Kürzel: tw 

Alter: 30 

Geburtsort: 
Duisburg 

Lieblings- 
Monster: 
BartSimpson 

Meine langen Unreal-Sitzungen, 
egal, ob als Solo-Spieler oder 
gegen die Kollegen, zehren an 
meinen Nerven. Reflexartig will 
ich in Deckung gehen, wenn mir 
im Gewirr der Verlagskorridore 
jemand unerwartet begegnet. 
Selbst im Freien vergewissere 
ich mich instinktiv, ob sich gera- 
de ein Gegner von hinten 
anschleicht: Spaß in der Super- 
markt-Kassenschlange. 



Zur Zeit auf der Privat-Festplatte: 



Alan Dean Foster: 
The Howling Stones 



Pratchett & Jolliffe: 

The unadulterated Cat 



Unreal 

Forsaken 

Commandos 



Zur Zeit in meinem CD-Player: 



Anne Clark: The Law is an Ana- 
gram of Wealth 



Zur Zeit auf meinem Nachttisch: 



Gedichtbände von Erich Fried 



98 



PC PLAYER 8/ 98 




»Best Buy« 

aktuelle Kaufempfeh- 
lungen der Redaktion: 



■ Action: 

Unreal (GT Interactive) 
Test in PC Player 8/98 

■ Action-Adventure: 

Oddworld: Abe's Oddysee (GTI) 
Test in PC Player 1/98 

■ Adventure: 

Curse of Monkey Island 

(LucasArts) 

Test in PC Player 1/98 

■ Rennspiel: 

Fl Racing (UBI-Soft) 
Test in PC Player 1/98 

■ Rollenspiel: 

Fallout (Interplay) 
Test in PC Player 1/98 

■ SF-Action-Simulation: 

Battlezone (Activision) 
Test in PC Player 4/98 

■ Simulation: 

Comanche Gold (Novalogic) 
Test in PC Player 7/98 

■ Sport: 

Frankreich 98 (EA Sports) 
Test in PC Player 6/98 

■ Strategie (Echtzeit): 

Starcraft (Blizzard) 
Test in PC Player 6/98 

■ Strategie (Taktik): 

Commandos (Eidos) 
Test in PC Player 7/98 

■ Strategie 
(Wirtschaft & Aufbau): 

Anno 1602 (Sunflowers) 
Test in PC Player 5/98 



Best before . . . 

I 



Heute morgen habe ich etwas Wichtiges gelernt: Bevor man den letz- 
ten Rest Milch auf einen Haufen unschuldiger Cornflakes kippt, 
sollte man die »Mindestens haltbar bis ...«-Angabe eines Blickes 
würdigen. Das Leben ist eine Ansammlung saurer Momente. Dabei ist 
der Kuhsaft bei weitem nicht das einzige Produkt auf Erden, das 
mit einem Verfallsdatum versehen ist. Mit Grausen denken wir an 
vom Schimmel zerfressenen Toast, abgestandenes Bier - und ranzig 
gewordenen Spielspaß. 

Daß sich die Qualitätsmaßstäbe bei PC-Spielen stetig nach oben 
schrauben, ist unvermeidlich. Die Designer lernen nicht nur aus 
den Erfolgen und Fehlern vorangegangener Programmierer-Generatio- 
nen; auch die nicht ganz unwichtige Technik wird stetig besser. 
»FreeSpace« mit den Grafikleistungen der späten 80er Jahre verse- 
hen hätte kaum einen Gold Player in dieser Ausgabe ergattert. PC 
Player nimmt sich deshalb die Freiheit, nach einigen Jahren ältere 
Spiele »abzuwerten«. Natürlich war Warcraft 2 bei seinem Erschei- 
nen ein Strategiespektakel der Superlative. Aber nach den strenge- 
ren Maßstäben von 1998 (Verbesserungen bei Bedienung, mehr Fea- 
tures, etc.) ist es »nur« noch einen knappen 80er wert. 

Einen verführerischen Pfad sollte man bei solchen Anpassungen mei- 
den: die kurzfristige Wertungs-Ul trahocherhi tzung. Die Masche: Man 
jubelt den jeweils neuesten Superduper-Hypeknül ler in 90er-Berei- 
che; kommt dann ein gutes halbes Jahr der nächste Konkurrent, wird 
der Vorgänger sofort abgewertet. Auf diese Art und Weise hat man 
stets Höchstwertungen im Heft und hält die Softwarefirmen bei 
prächtiger Laune. 

Bei uns müssen Sie derart kurze Haltbarkeitszeiten nicht befürch- 
ten: Ich bin ein großer Fan von niedrigen Spielebewertungs-Infl a- 
tionsraten. Nicht umsonst lautet eine eherne Player-Wertungsregel: 
»Du sollest so streng beurteilen, als daß Deine Spielspaß-Punkt- 
zahlen mindestens ein Jahr lang Bestand haben mögen«. Neue Tester 
müssen solche Formeln beim Grab ihres ersten Joysticks schwören. 



Ihr 



(&*A. Ljy- 



100 



PC PLAYER 8/98 




werten 



Diese Software- Auf welche Version 

Grundlage braucht beziehen sich unsere 



owir/ 



der Testkandidat. 



Ist das Programm 
auch ohne Fremd- 
sprachen-Kennt- 
nisse spielbar? 



Wertungen? 



Der Name der Firma, 
die das getestete 
Spiel veröffentlicht. 



Kritisch, kompetent und gründlich: In 
den Testlabors von PC Player trennen sich 
schöne Spiele von faden Festplatten- 
Verschmutzern. Unser Bewertungskasten 
ist mit Informationen vollgepackt. 



Auflistung der 

3 D-Standards, die 

unterstützt werden. 



Wieviel menschliche 

Spieler können 

gleichzeitig antreten? 



•> 
■> 



aasEEissi 



Hersteller: 

Testversion: 

Betriebssystem: 

Sprache: 

Multi-Player: 

Ca.-Preis: 



WEKA-Soft 

Beta vom Januar '98 

Windows 95 

Deutsch 

1-8 (Netzwerk, Internet) 

100 Mark 



3D-Karten: 3Dfx, Matrox Mystique <3 
Hardware, minimum: <^ 

Pentium/90, 8 MByte RAM 

Hardware, Empfehlung: <^ 

Pentium/166, 16 MByte RAM, 3Dfx-Karte, 

4 MByte Video-RAM 



I lT«M Mäk Jal W e rti j n g 



Die unverbindliche 
Preisempfehlung des 
Herstellers. Markt- 
preise können nach 
unten abweichen. 



Grafik: 10 
Einstieg: 7 
Steuerung: 8 



mim 
iiiiim 



Spielspaß: 



m 



Sound: 3 
Komplexität: 7 
Multi-Player: 5 



mim 
um 



llllllllllllllllllll 



GRAFIK: Schöne Aussichten oder häßliches 
Geruckel? Die »Grafik« -Wertung verrät Ihnen, wie 
es um die visuellen Reize des besprochenen 
Spiels bestellt ist. 

EINSTIEG: Aller Anfang ist schwer. Muß 
aber eigentlich nicht sein. Je höher die »Ein- 
stieg« -Wertung, desto schneller kommen Sie mit 
dem getesteten Programm zurecht. 

STEUERUNG: Im Idealfall ist sie so lecker- 
leicht, daß sich das Programm fast von selber 
spielt. Mit undurchsichtigen Options- Wüsten erntet 
der Kandidat hingegen wenig Punkte. 



SOUND: Hier gibt es Punkte für spannende 
Soundeffekte und mitreißende Musik, die zum 
Geschehen paßt. Komposition und Technik beein- 
flussen die Punktzahl mächtig. 



KOMPLEXITÄT: Abteilung »Verfalls- 
datum«: Viele abwechslungsreiche Level, Varian- 
ten oder ein Editor sind die Schlüssel zu einer 
hohen Komplexitäts-Wertung. 



MULTI-PLAYER: Wie hoch ist der 
Zusatz-Lustgewinn, wenn mehrere menschliche 
Spieler antreten? Unsere »Spielspaß« -Wertung 
bezieht sich explizit auf die Solo-Spielfreude! 



Laut Hersteller das 
minimale System, 
welches das getestete 
Programm benötigt. 



Laut unserer Redaktion 
das minimale System, 
das Sie haben sollten, 
damit das Spiel vollen 
Spaß bringt. 



SPIELSPASS: 

Auf den Punkt gebracht: Am Ende 
des Tages kommt es auf die 
»Spielspaß« -Wertung an. Egal, 
wie toll die Grafik ist oder was 
der Sound hergibt - der Spielspaß 
bleibt ausschlaggebend für die 
Kaufentscheidung. Ist das geprüf- 
te Programm ein Motivations- 
künstler, oder regt es so wenig an 
wie eine Topflappen-Strickanlei- 
tung? Der Spielspaß wird fein auf 
einer Skala von 1 bis 100 bewer- 
tet, um möglichst gut mit anderen 
Spielen vergleichen zu können. 
Der Feinschliff (»72, 73 oder 
74?«) wird auf einer Redaktions 
konferenz besorgt, bei der alle 
Spieletester diese Wertung 
gemeinsam verabschieden. 



ms- 

■ 



PC Player hat sich drei Leitsatze 
auf die Fahne geschrieben, die bei 
jedem Test beherzigt werden. 

»No Hype« 

Keinen Respekt vor großen 
Namen. Bloß weil ein Spiel seit 
Jahren in aller Munde ist, muß es 
nicht automatisch ein Meister- 
werk werden. In PC Player gibt es 
auch keine fragwürdigen Exklu- 
siv-Deals, bei denen noch vor 
Beginn des Testvorgangs 
bestimmte Wertungen in Aussicht 
gestellt werden. 



»Aktualität ist gut, 
Seriosität ist besser« 

Um Sie möglichstaktuell über neu 
erscheinende Spiele zu informie- 
ren, testen wir manchmal auch 
Vorabversionen und Betas. Die 
müssen allerdings wirklich 
testreif sein. Sollten noch ekla- 
tante Mängel in einer »testfähi- 
gen« Version bestehen, die an- 
geblich noch bereinigt werden, 
dann schieben wir die Bespre- 
chung im Zweifelsfalle um einen 
Monat und warten auf die End- 



»Play hard« 

Ein PC-Spiel ist in der Regel eine 
100-Mark-lnvestition; also eine 
Größenordnung, die man nicht 
leichtfertig verplempern möchte. 
Die Tests von PC Player sind sach- 
lich-streng, damit Sie kein Geld 
für Mittelmaß und Murks vergeu- 
den. Sprich: Unser Wertungs- 
spektrum fängt nicht erst bei 70 
Punkten an. Damit es bei aller 
Härte fair zugeht, wird jedes Pro- 
gramm von einem Tester beurteilt, 
der das entsprechende Genre 
schätzt und kennt. 



* -f 4> <P <? <P a? <$> c? # 
lllllllllllllll 

PC Player wertetgenerell auf einer 
Skala von 1 bis 100. Bei den klei- 
neren Sub-Wertungen wie Grafik, 
Sound und so weiter beschränken 
wir uns auf Zehner-Schritte. Die 
Spielspaß-Wertungen werden hin- 
gegen in Redaktionskonferenzen 
auf den Punkt genau zurechtge- 
schmirgelt. 



102 



PC PLAYER 8/98 



pcrMmpn 

IN 




3998 

AUGUST 



Die Reihenfolge der Spiele richtet sich nach der 
Punkte-Wertung im Test. Schneiden zwei Spiele 
mit der gleichen Punktzahl ab, wird alphabetisch 
geordnet. Ein Strich bei einem der Redakteure 
bedeutet lediglich, daß dieser das Spiel nicht 
oder nicht lange genug gesehen hat, um sich eine 
eigene Meinung zu bilden. 



THOMAS WERNER 




Spielename Genre Punkte 














Seite 


P*~ Final Fantasy 7 Rollenspiel 


88 


***** 


**** 


**** 


***** 


***** 


***** 


114 


pF~ Unreal Action 


87 


***** 


***** 


* * * * 


***** 


***** 


***** 


106 


P 7 ' Civilization 2 Multiplayer Strategie 


85 


- 


**** 


***** 


***** 


**** 


***** 


129 


^~ Conflict Freespace SF-Simulation 


84 


- 


***** 


***** 


***** 


**** 


***** 


138 


P 7 " MechCommander Echtzeit-Strategie 


83 


***** 


*** 


***** 


***** 


***** 


***** 


146 


Dominion: Storni over Gift 3 Echtzeit- Strategie 


75 


** * * 


*** 


* * * * 


*** 


* ** 


* * * * 


122 


Robo Rumble Echtzeit- Strategie 


74 


*** 


*** 


**** 


*** 


**** 


**** 


154 


Sentinel Returns Echtzeit- Strategie 


74 


** * * 


***** 


* * * * 


**** 


* ** 


* * * * 


152 


Seven Kingdoms: Ancient Adversaries Strategie 


73 


** * * 


- 


**** 


**** 


*** 


** * * 


145 


Heart of Darkness Action-Adventure 


70 


*** 


**** 


**** 


*** 


**** 


*** 


142 


Team Apache Flugsimulation 


70 


** 


*** 


* * * * 


**** 


*** 


** * * 


120 


Castrol Honda Superbikes Rennspiel 


69 


** * 


*** 


* * * * 


**** 


**** 


** * * 


157 


Golden Goal 98 Sport 


68 


**** 


*** 


*** 


*** 


** 


**** 


150 


Pro Pilot Simulation 


67 


* 


** 


* * * 


* ** * 


** 


** 


136 


Sanitarium Adventure 


67 


** * * 


*** 


* * * * 


**** 


* ** * 


*** 


126 


X-Files: The Game Adventure 


64 


*** 


**** 


**** 


*** 


**** 


*** 


104 


Tribal Rage Echtzeit- Strategie 


58 


** * 


** 


* * * 


* ** 


** 


** * 


127 


Beast Wars Action 


51 


** 


* 


** 


** 


*** 


** * 


135 


Cyberstorm 2 Corp Wars Strategie 


48 


** 


* 


*** 


*** 


** 


** 


156 


Cyberswine Adventure 


46 


* 


* 


** 


* 


*** 


** 


135 


Droiyan Rollenspiel 


42 


** 


* 


* * * 


- 


** 


*** 


128 


Hopkins FBI Adventure 


41 


* 


** 


** 


*** 


*** 


** 


130 


DSF Fußball Manager 98 Sport 


40 


** 


* 


** 


- 


* 


** 


130 


House of the Dead Action 


37 


* 


* 


** 


* 


** 


** 


137 


Adidas Power Soccer Sport 


22 


** 


* 


* 


* 


* 


* 


151 


Pax Corpus Action 


19 


* 


* 


* 


* 


* 


* 


145 


Die besten Spiele der letzten drei Ausgaben: 


Spielename Genre Punkte Heinrich Lenhardt Roland Austinat Manfred Duy Martin Schnelle Udo Hoffmann Thomas Werner Heft 


^Frankreich 98 -Fußball-WM Sport 


90 


***** 


- 


***** 


*** 


**** 


***** 


6/98 


pF" Starcraft Strategie 


88 


***** 


**** 


***** 


***** 


***** 


***** 


6/98 


^~ Comanche Gold Flugsimulation 


85 


** * * 


**** 


***** 


***** 


* ** * 


***** 


6/98 


P*~ Commandos Strategie 


85 


**** 


***** 


***** 


***** 


***** 


***** 


6/98 


^^ Forsaken Action 


85 


- 


***** 


***** 


***** 


**** 


***** 


5/98 


^ Gex 3D Geschicklichkeit 


83 


** * * 


***** 


* * * * 


- 


* * * * 


* ** * 


6/98 


^ M 1 Tank Platoon 2 Simulation 


83 


*** 


- 


***** 


***** 


**** 


***** 


5/98 


^^ Nitro Riders Rennspiel 


83 


***** 


***** 


*** 


***** 


***** 


***** 


5/98 



Die Geschmäcker sind verschieden: Im Index können Sie herausfinden, wie gut oder schlecht Ihrem »Lieblingsredakteur« die monatliche Spieleauswahl 
gefällt. Daß Strategiefans einem Echtzeit-Spektakel gute Noten geben, ist klar. Begeistern sich selbst dem Genre eher neutral eingestellte Tester für ein sol- 
ches Spiel, dürfen auch »Normalspieler« einmal einen Blick riskieren. Absolute Spitzentitel bekommen fünf Sterne, Durchschnittsware drei und absoluter 
Schund einen Stern. Die Zwischenstufen vier und zwei Sterne differenzieren diese Einteilung weiter. 



PC PLAYER 8/98 



103 




Adventure für Einsteiqer und Fortgeschrittene 

X-Files 

The Game 



Aktenzeichen XY ohne Ede Zimmermann ist 
schlimm, Akte X ohne Mulder und Scully eine 
Katastrophe: Deshalb hat man den Nachwuch- 
sagent CraigWillmore dazu auserkoren, diespur- 
los Verschwundenen wieder ans Tageslicht zu 
befördern. 



Diejahrtausendwende 
naht, diverse Ver- 
schwörungstheoretiker 
und Ufologen haben Hoch- 
konjunktur. Das erkannte 
Chris Carter schon 1993 
und strickte flugs eine IV- 
SeriezumThema. Zwei FBI- 
Agenten gehen in den »X- 
Files« (bei uns »Akte X«) 
ungelösten Fällen nach, 
die mit Schulweisheiten 
nicht mehr aufgedröselt 
werden können. Agent Fox 
Mulder sieht auf Schritt und Tritt Außerirdische und parapsy- 
chologische Phänomene, seine eher bodenständige Partnerin 
Dana Scully will alles mit wissenschaftlichen Argumenten 
anpacken. 

Kurz vor dem Start des ersten Akte-X-Kinostreifens kommt »X- 
Files: The Game« als Appetitanreger gerade recht. Zum Glück ist 
es nicht »das Spiel zum Film«, sondern folgt einer eigenen Hand- 
lung, an der kein Geringerer als Meister Carter persönlich mit- 
schrieb. Praktischerweise konnten Filmaufnahmen für Leinwand 
und CD-ROM kombiniert werden; so hatten die Schauspieler in 
den Drehpausen weniger Leerlauf als üblich und durften ihrTalent 
bei der Produktion eines Computerspiels unter Beweis stellen. 





Schummeriger Büro-Alltag: Was führt Kollege Cook im Schilde? 




Die zünftige Obduktion darf in keiner anständigen Akte-X-Folge fehlen. 



104 



▲ Kaffeepause: Kollegin Mary Astadou- 
rian vom Seattle Police Department 
schlürft ihren Wachmacher, während Sie 
den Hafenmeister ausquetschen. 



Es beginnt alles ganz harmlos: 
Craig Willmore, dessen Part Sie auf 
den insgesamt sieben CDs über- 
nehmen, arbeitet bei einer FBI- 
Zweigstelle in Seattle. Anfang April 
'96 besuchtein hohes Tier Craig und 
seinen Chef: der stellvertretende 
FBI-Direktor Walter Skinner. Er 
eröffnet den beiden, daß seine 
besten Agenten, Fox Mulder und Dana Scully, bei einer Unter- 
suchung in der Nachbarschaft von Seattle spurlos verschwunden 
sind. Craigs Boß stellt ihn von allen anderen Ermittlungen frei 
und übergibt ihn Skinners Obhut. Rasch noch ein paar FBI-Goo- 
dies wie Nachtsichtgerät, Digitalkamera, Dienstmarke, Handy und 
den Apple Newton eingepackt - schon kann es losgehen. 
Erste Station ist das Kleinstadtmotel, in dem Mulder und Scully 
zuletzt gesehen worden sind. Sie zeigen brav Ihre Dienstmarke 
und stöbern dann mit Skinner in den Habseligkeiten der beiden 
Agenten herum. Das läuft mit Hilfe der »Virtual Cinema«-Tech- 
nologie ab: Dialoge und Außenaufnahmen werden zu Beginn 
einer Szene wie in der Serie abgespielt. Anschließend sind Sie 
dran und dürfen sich in der gleichen Einstellung tummeln. Der 
Mauszeiger verändert sich dabei je nach Handlungsmöglichkeit: 
Ein Auge deutet auf einen Gegenstand hin, ein Blitz in einer Hand 
symbolisiert eine Aktionsmöglichkeit, während ein Lippenpaar 
redefreudige Zeitgenossen verrät. 

Ein Mausklick genügt, und die Kamera wechselt den Blickwinkel 
- alles ist gefilmt, kein einziges Pixel gerendert. In einem 
Gespräch - auf Wunsch mit Untertiteln - dürfen Sie einen von 
mehreren Sätzen wählen. Schüchtern verästelt sich ein Dialog 
auch mal, doch meist siegt das Prinzip »Alles der Reihe nach 

Agenten essen ein- 
sam: Willmores Kühl- 
schrank erinnert an 
harte Redaktions- 
schluß-Zeiten. 



PC PLAYER 8/98 








Roland Austinat 



**** 



Nach dem mauenAkte-X- Nachschlagewerk stimmt 
mich X-Files: The Game recht versöhnlich. Auch 
wenn Dana Scully erst auf der sechsten von 
sieben CDs auftaucht: Vorher sorgen wenigstens 
Skinner, X und der Cigarette-smoking Man für Wie- 
dersehensfreude. 

Zieht man den TV-Bonus ab, bleibt ein durch- 
schnittliches Spiel übrig. Das anfangs leicht 
trockene Suchen nach Indizien ohne ernstzuneh- 
mende Rätsel bekommt jedoch zur Spielhalbzeit 
storybedingten Aufschwung. Stellen Sie sich aber 
auf viel Rumgeklicke und wenige Puzzles ein. Für 
ein Sieben-CD-ROM-Monster ist das X-Files-Pro- 
gramm dennoch erstaunlich schnell durchgespielt. 
Ich frage mich außerdem, warum die hervorra- 
gende Musik so spärlich eingesetzt wird. Immer- 
hin ist der atmosphärisc he Soundtrac k der TV-Fol- 
gen eins der Markenzeichen der Serie. 
X-Files: The Game ähnelt einer Fernsehepisode - 
keiner exzellenten, aber doch einer ganz unter- 
haltsamen, mit vielen Wendungen und Ideen, die 
zumindest den Fans Spaß machen. Diese fürfen 
getrost zehn Punkte zur Wertung addieren. 



fcb Feine 
Film-Prä- 
sentation 

9 Serien- 
figuren 
spielen mit 



t Einfach 
und linear 

t Kurz und 
schmerzlos 




Sie lebt! Agent Scully taucht wieder auf - oder ist sie es doch nicht? 

abklabastern«. Manchmal dürfen Sie zuvor ein Stimmungssym- 
bol wie »neugierig« oder »mißtrauisch« anklicken, das die fol- 
genden Gesprächssequenzen minimal beeinflußt. 
Unterdessen entfaltet sich die Handlung weiter: Agent Will- 
more erfährt, daß die verschwundenen Agenten anscheinend 
einem Schmugglerring auf der Spur gewesen sind. Doch wie 
passen die Schatten von verbrannten Seemännern auf einem 
havarierten Schiff und merkwürdige Krankheitssymptome, 
die auch bald beim FBI um sich greifen, damit zusammen? 
Kein Adventure ohne Rätsel: Um an alle Beweismittel zu kom- 
men, ist gewitztes Handeln erforderlich. Mit einer schicken Digi- 
talkamera müssen Sie Bilder vom Nummernschild eines fahren- 
den Autos machen und dann durch die FBI-Datenbankjagen. Ihr 
PC hilft Ihnen dabei, wie übrigens auch beim Identifizieren von 
Fingerabdrücken und Telefonnummern. Ein anderes Mal müssen 
Sie sich unter Zeitdruck aus einem Raum samt tickender Bombe 
befreien oder einen parkenden Lkw durchsuchen. Es gibt sogar 



Bitte machen Sie eine typische Handbewegung, Agent Willmore! 

eineMini-Actioneinlage, in der Sie auf eine Handvoll böser Buben 
schießen. Im Schnitt lassen sich die Aufgaben aber recht schnell 
bewältigen - schließlich will Hersteller Fox Interactive mit dem 
Spiel die breite Masse ansprechen. Kommen Sie gar nicht wei- 
ter, versuchen Sie es mit der »Künstlichen Intuition« - früher 
nannte man das Hilfe-Funktion. Die verrät mit einem Bild oder 
einem Sprung zur Lösung, was Sie als nächstes tun sollten. 
Das TV-erprobte Funktelefon benutzt man hier relativ selten; wich- 
tiger ist das fleißige Senden und Empfangen von E-Mail. Netter- 
weise werden I hre Berichte vom Programm erstellt, Sie müssen sie 
nur per Newton oder 
PC abschicken. Mit 
dem Newton wechseln 
Sie überdies zwischen 
den Handlungsschau- 
plätzen hin und her. 
Drei Speicherslots 
scheinen nicht die 
Welt zu sein, reichen 
aber dank der gerin- 
gen Todes- und Sack- 
gassenrate aus. Inder 
uns vorliegenden 
Betaversion gab es 
noch gelegentlichen 
Deutsch- Eng I i sch- 
Mischmasch bei 
geschriebenen Tex- 
ten, (ra) 




Abt. Product-Placement: Mit Hilfe des 
Newtons bewegen Sie sich von Ort zu Ort. 



iles: The Garn- 



Hersteller: 

Testversion: 

Betriebssystem: 

Sprache: 

Multi-Player: 

Ca.-Preis: 



Fox Interactive 
Beta vom Juni 'S 
Windows 95 
Deutsch 

90 Mark 



3D-Karten: - 

Hardware, minimum: 

Pentium/120, 16 MByte RAM 

Hardware, Empfehlung: 

" "" '"1,32 MByte RAM 



:rrj*VEB! 



Grafik: 7 
Einstieg: 8 
Steuerung: 7 



Spielspaß: 



d!Q 




Sound: 7 
Komplexität: 4 
Multi-Player: - 



lllllllllllll 



PC PLAYER 8/ 98 



105 





T 7 ff V^ 



Actionspiel für Fortgeschrittene 
und Profis 

Unrea 



So gern wir 
auch zu 
einer Spritz- 
tour einstei- 
gen würden, 
aber dieser 
Lade- Robo- 
ter ist leider 
nur Zier- 
werk. 



Mit unwirklich guter 
Grafik pulverisiert die 
neue Supernova am 3 D-Shooter- Himmel die Konkur- 
renz. I n ihren gnadenlosen Flammen zerfällt alles bis- 
her dagewesene zu Asche. Vergessen Sie »Jedi 
Knight«, vergessen Sie »-indiziertes Spiel-« - und 
vor allem: Vergessen Sie Ihre Nachtruhe... 



Die 
äußerst 
agilen 
Monster 
sind auch 
für echte 
Freaks 
eine Her- 
ausforde- 
rung. 




i. 1 \ i M 




Der zeitgenössi- 
sche Existentialis- 
mus der Computerpro- 
sa, oder: »3D-Shooter- 
Stories« ist ein Thema, 
über das schon längst 
ein Buch hätte verfaßt 
werden müssen. Diese 
unglaublichen Meister- 
werke reinster Sprache 
und dimensional unbe- 
schränkter Tiefgründig- 
keit begegnen uns 
immer wieder, rühren zu 
Tränen, bewegen Her- 
zen und treiben an die Waffen. Kein Wunder, daß es ein neues 
Produkt wie »Unreal« auf diesem anspruchsvollen Markt nicht 
leicht hat und durch epische Breite wie schillernde Originalität 
zu bestechen sucht. Es wirft ein gleißendes Licht auf den Kon- 
flikt zwischen Menschen und Außerirdischen, ein bisher viel zu 
selten herangezogenes Motiv, dem das gebührende Lob natür- 
lich nicht verwehrt bleiben soll. 

Gleichwohl kann in unserem Fall von einer Vorgeschichte im klas- 
sischen Sinn kaum die Rede sein, denn Unreal beschreitet neue 
Wege: Der Spieler erwacht unmittelbar und I ntro-los als I nsasse 
einer kahlen Arrestzelle inmitten des dreidimensionalen Gesche- 
hens. Desorientiert wandelt er durch den mit Leichen übersäten 






Die armen Nali wollen vom Spieler aus ihrer mißlichen Lage 
befreit werden (Laden Sie durch). 




Das Designerteam von Unreal sollte sich viel- 
leicht mal wieder ein wenig Frischluft sowie eine 
kalte Dusche genehmigen. 



Häftlingstrakt, 
sammelt ein 

Übersetzungsgerät auf und erfährt dadurch Stück für Stück, in 
welcher prekären Lage er sich eigentlich befindet. Der Gefange- 
nentransporter, auf dem er in einer netten Einzelzelle eine Uni- 
versums-Kreuzfahrt gebucht hatte, ist gegen einen fremden Pla- 
neten gekracht und dort von den sogenannten Skaarj hilfs- berei- 





Unreal mal verfügt über den ansehnlichen und vor allem logischen 
Levelaufbau von Jedi Knight. Zum anderen übertrifft seine Grafik die 
aller Konkurrenten. Erfreulicherweise ist die Gewaltverherrlichung bei 
Unreal weniger stark ausgeprägt als bei diversen indizierten Kollegen. 
Hexen 2 muß eher gesondert gesehen werden, zumal es sich redlich 
bemüht, dezente Rollenspielelemente aufzunehmen und umzusetzen. 
Somit rückt hier das Gegnertöten zugunsten der Puzzledichte in den 
Hintergrund. Weit abgeschlagen rangiert das unansehnliche und über- 
dies unausgewogene Chasm, das Unreal nicht das Wasser, geschweige 
denn den Blaster reichen kann. 



106 



PC PLAYER 8/ 98 




9i 





M&fflmmmm-m. 



▲ Bewegte Bitmaps (wie die grüne Flüssigkeit 
Unreal eine Dynamik, die der Konkurrenz fehlt. 



n den Behältnissen) geben 




Die Gegner (wie dieser Titan) sind mitunter gewaltig. 

terweise überrannt worden. Nun schlägt sich der einsame Recke 
durch 36 fremdartige Level und beseitigt in typischer 3D-Shoo- 
ter-Manier nahezu jedes Monster, das sich ihm in den Weg stellt. 
Per Tastatureingabe (»behindview 1«) ist es auch möglich, von 
der gewohnten Ich-Perspektive auf eine nette Außenansicht des 
Charakters umzuschalten. 

Schon der allererste Abschnitt (das Innere des gestrandeten 
Raumschiffs) unterscheidet sich grundlegend von den zumeist 
indizierten Konkurrenzprodukten. Sobald der wahlweise männ- 
liche oder weibliche Protagonist aus seiner Zelle entflohen ist, 
gibt eine verzerrte Computerstimme den Ausbruch bekannt. 
Schwere Beben durchlaufen das gesamte Schiff und lassen Metall- 
Balustraden einknicken, aus der Deckenverkleidung schlagen 
zischend elektrische Kabel, die eine tödliche Gefahrenquelle bil- 
den. Im Kühlraum hat der Absturz eine eisige Rutschbahn 
geschaffen, die neben tückischer Glätte auch eine wunderbare 
Eigenschaft besitzt: In ihr spiegeln sich alle im Raum befindli- 
chen Objekte. An anderer Stelle gelangt der noch immer ver- 
wirrte Held zu einer halb geöffneten Stahlschleuse, durch die er 
aber selbst mit größter Mühe nicht hindurch blicken kann. Plötz- 
lich vernimmt er grauenerregende menschliche Schreie und ein 
fremdartiges Brüllen, die Musik schwillt dramatisch an. Sekun- 
den später fährt das Tor ruckartig nach oben, und man erblickt 



ein schemenhaftes Wesen, das lautlos 
um die nahegelegene Ecke ent- 
schwindet ... 

Bei solcher Intensität der Spielele- 
mente ist Paranoia vorprogrammiert. 
Auch wenn in den folgenden Leveln 
die Gegner zum Angriff übergehen, 
sorgt stimmungsvoller Musikwechsel 
für eine Maximierung der Dramatik. 
Lediglich das Weiterspinnen der 
Geschichte im Spiel funktioniert recht 
dürftig über den bereits erwähnten 
Übersetzungsapparat, welcher nach 
seiner Aktivierung per F2-Taste spar- 
tanische Textbotschaften ausspuckt. 
Dieses Manko tritt aber angesichts von 
rauschenden Wasserfällen, herum- 
streunendem Getier, am Himmel flatternden Vögeln, dynami- 
schen Feuer- und Gastexturen, physikalisch folgerichtig zur Was- 
seroberfläche strebenden Holzteilen und genial animierten 
Widersachern in den Hintergrund. Gerade das Personal auf der 
Gegenseite bildet mit seiner künstlichen Intelligenz ein absolu- 
tes Novum. So gibt sich ein cleverer Skaaj nicht einfach dem 
feindlichen Granatenhagel hin, sondern weicht Haken schlagend 
und Salti vollführend aus. Sollte es nötig sein, sucht der Bursche 
auch einmal sein Heil in der Flucht oder stellt sich versuchswei- 
se tot. Es kann sogar passieren, daß schwerverletzte Feinde nach 
dem Verlust ihrer Beine auf den Armen robbend Kamikaze- 
Attacken vollführen. Ganz anders als die agilen Skaarj-Krieger 
sind die hühnenhaften Titanen. Diese häßlichen Giganten wal- 
zen plump durch die Landschaft und schleudern dem Hauptdar- 
steller zentnerschwere Felsbrocken hinterher. Sie interessieren 
sich nicht für etwaige Verletzungen, sondern lassen blinde Zer- 



Volker Schütz 



***** 



Ich habe in meinem kurzen Leben zu viele gegen- 
standslose Hypes erlebt, um ohne eine gewisse 
Portion Mißtrauen an jede ach so revolutionäre 
Neuerscheinung heranzugehen. Unreal läßt solch 
kleingläubigen Pessimismus allerdings schneller 
vergessen als eine frisch gewählte afrikanische 
Regierung das Demokratieprinzip. 
Die Grafik ist zu gut für diese Welt, die Effekte sind 
zu realistisch, um real zu sein. Das außerirdische 
Geschmeiß regiert mit seiner Bot-Intelligenz gna- 
denlos über Leben und Tod, läßt Ripleys Aliens als 
dekadente Schoßhündchen erscheinen, der 
gefürchtete Predator wird zur kläffenden Chi- 
uahua-Karikatur. Spiegelnde Marmorplatten, blub- 
bernde Lava, zur Wasseroberfläche trudelnde 
Holzsplitter und weitere brillante Effekte protzen 
dermaßen durch physical correctness, daß man 
die raren Mängel gerne unter den Grafik-Teppich 
kehrt. Ich muß allerdings der Objektivität zuliebe 
und mit Heinrich übereinstimmend ergänzen: Die 
mitreißende Thriller- Atmosphäre derersten beiden 
Level sinkt bald auf ARD-Krimi-Niveau ab. 



tf Viel 
Spiel fürs 
Geld 

tdr Geniale 
Effekte 

%tr Partiell 
originelle 
Rätsel 



C Zu 

wenig 
Storyele- 
mente 



PC PLAYER 8/ 98 



107 




ERSTE HILFE 



/^£\ Verändern Sie die Tastatureinstellungen derart, daß Sie bequem mehr als 
^& nur die Pfeiltasten erreichen. Die »Schütz-Methode« (als ein Beispiel von 
vielen) bevorzugt den Zahlenblock: »5« gleich vorwärts, »2« gleich rückwärts, 
»1« gleich Strafing links, »2« gleich Strafing rechts, »0« gleich Waffe wechseln, 
»,« gleich ducken, »Enter« gleich zweiter Feuermodus. 

® Bleiben Sie immer in Bewegung, umrunden Sie die Gegner aber nicht. Diese 
Taktik ist zu einfach, als daß die Bots sie nicht durchschauen würden. War- 
ten Sie, bis ein Projektil auf Sie zugeflogen kommt und entscheiden Sie erst dann, 
wohin Sie ausweichen (nicht ratsam bei Hochgeschwindigkeitsgeschossen). 

® Empfehlenswerte Waffen: die Stinger (»3«), die ASMD (»4«) und die Rifle 
(»9«). Wenig sinnvoll, beziehungsweise schwer zu handhaben, sind dage- 
gen der Razorjack (»7«) und die Biorifle (»8«). 

® Spielen Sie nur in Notfällen mit aktivierter »Auto-Aim« -Funktion. Diese ver- 
bessert zwar Ihr Vorankommen im Solo-Modus, wird Ihnen jedoch im Dea- 
thmatch wenig Lorbeeren, respektive Respekt bei den Gegnern einbringen. 

® Vermeiden Sie das Benutzen von Cheats. Sie verderben nicht nur den Spaß, 
sondern verhindern auch, daß Sie zu einem wirklich guten Spieler werden. 



störungswut regieren. Ebenfalls durch ein individuelles Verhal- 
ten gekennzeichnet sind die über den Boden krabbelnden Spin- 
nenwesen oderdieangriffslustigen Flugflundern (»Maritas«), die 
blitzartig vom Himmel herabstoßen, um den Spieler in handli- 
che Brocken zu zerlegen. Aber nicht jedes Lebewesen zeigt sich 
feindselig: Glückliche Saurier grasen unbeteiligt auf der Weide, 
Kleinnager flitzen um Heldenfüße, und Insekten kreisen fröhlich 
über verrottenden Leichen. Weiterhin gibt es die vierarmigen, 
aber sonst ziemlich humanoiden Nali, welche uns im Kampf gegen 
die fiesen Skaarj unterstützen, indem sie Geheimverstecke auf- 
spüren und zugänglich machen. Dort findet man vorwiegend Waf- 
fen, was in Anbetracht der gestellten Aufgabe (die totale Ver- 
nichtung feindlicher Lebensformen) ja durchaus zweckmäß ig ist. 
Vom einfachen Blaster bis zur Minigun umfaßt das Arsenal eine 
stattliche Ansammlung origineller Kampfgeräte - zehn sind es 
insgesamt. Darüber hinaus hat jedes Mordwerkzeug zwei Feuer- 
modi. Unter anderem kann der Standardblaster nicht nur in meh- 




ln der Bodenfliese sieht man neben dem Spiegelbild des Charakters, 
daß die gerade aktivierte Waffe auch für »Außenstehende« deutlich zu 
erkennen ist. 

reren Stufen 
aufgerüstet, 
sondern zusätz- 
lich als sich auf- 
ladende Hoch- 
energiewaffe 
abgefeuert wer- 
den. Die Eight- 
ball stellt einen 
mehrläufigen 
Granatwerfer Nacn ur, d nacn rüsten Sie Ihren Blaster auf. 
dar, der außer einer Zielautomatik die Möglichkeit zum gleich- 
zeitigen Abschuß von sechs Projektilen bietet. Mit dem Scharf- 
schützengewehr kann man über eine Zoomfunktion auch weit 
entfernte Gegner vortrefflich erledigen. Die »Flak Canon« ver- 
schießt entweder handelsübliche Sprengkörper oder eine Wolke 
scharfkantiger Metallstücke, die beachtliche Löcher in unacht- 




Die Hardware-Hit-Liste für Unreal 



1. Penitum II 

Ohne eine neue Intel-CPU, die gut mit Fließkommas jonglieren kann, 
bleibt Unreal eine ruckelige Angelegenheit. Ganz gleich in welcher 
Auflösung: Erst mit einem Pentium II kommt Schwung in die Alien- 
Bude. 

2. Voodoo2 

Zwar kein Muß, aber in Kombination mit einem Pentium II ein ech- 
ter Nachbrenner ist in jedem Fall eine 3D-Karte mit dem Voodoo2- 
Chipsatz. Der Geschwindigkeitsunterschied zu der ersten Beschleu- 
nigergeneration ist beträchtlich, der zur Software-Version immens. 

3. 64 M Byte RAM 

Unter 16 MByte RAM gibt Unreal keinen Piepser von sich. Mit der 
doppelten Portion RAM beginnt das Spiel erträgliche Regionen anzu- 
steuern, aber der Zugang zum Performance-Himmel bleibt den Rech- 
nern vorbehalten, welche die 64-M Byte-Grenze überqueren. Sollten 
die Einbußen allzu starke Dimensionenen annehmen, schafft das Her- 
absetzen der Soundqualität begrenzte Linderung. 



Die Auflösung 



Unreal lebt von seinem süperben Aussehen. Manch Kleincomputer- 
halter wird bittere Tränen in die Tastatur schluchzen, während er die 
Auflösung seiner Rechnerperformance anpaßt. Hier ein kleiner 

Überblick, auf was Sie sich »ein- 
stellen« müssen. 
Wer seinem P/166 unbedingt eine 
Partie Unreal abringen will, aber 
keine 3Dfx-Karte besitzt, muß sich 
mit einer Auflösung von 320 mal 
200 Pixeln begnügen. Eine häßli- 
che und überdies langsame Ange- 
legenheit. 



Eine Auflösung ab 640 mal 480 ► 
Pixeln macht ausschließlich mit 
einer 3 D-Karte Sinn, zumal nur ein 
guter Pentium II (mindestens 266 
Mhz) übergenug Rechenpower zur 
ruckelfreien, softwaregerenderten 
Darstellung verfügt. 





108 



PC PLAYER 8/ 98 







Der Krall 
freut sich 
schon dar- 
auf, uns mit 
seinem Stab 
einen neuen 
Scheitel zu 
ziehen. 



same Gegner reißen. Dazu kommen spezielle Schmuckstücke wie 
Biowaffen, eine archaische Pistole, eine Minigun, ein Gerät, das 
rasierklingenscharfe Sägeblätter ausspeit (»Razor Jack«), und 
eine Strahlenkanone (»ASMD«). Auch Extras sind mit von der 
Partie: etwa Taschenlampen, tragbare Energiefelder und Flares, 
aber auch reichlich Obskures, wie ein Samen, der nach kurzer 
Keimzeit eine heilende Frucht hervorbringt. 
Selbst in Sachen Multiplayer schickt sich Unreal an, den Rest des 
Genres um Längen zu schlagen. Neben den obligatorischen 
Deathmatch-Leveln (zehn an der Zahl) gehört allerlei Nützliches 
zum Lieferumfang, was man bei indizierten id-Spielen aus dem 
I nternet beziehen mußte. Beispielsweise dürfen Sie die eigenen 
Fähigkeiten mit Hilfe von computergesteuerten Bots trainieren. 
Diese künstlichen Spieler lassen sich beliebig konfigurieren, zu 
laufenden Netzwerksessions hinzuschalten - und sind dann nur 



Heinrich Lenhardt 



***** 



Unreal demonstriert recht eindrucksvoll, wozu uns 
die Schöpfung Pentium-Il-Prozessoren und 
Beschleunigerkarten bescherte: Das Teil siehtaus 
wie ein Lotteriegewinn. Im 3D-Shooter-Bereich 
gibt es derzeit kein Spiel mit schönerer Grafik. 
Die Anfangsmotivation ist bei soviel Zuckerguß und 
Atmosphäre unwirklich hoch, flacht aber nach ein 
paar Stunden auf reelle Werte ab - dann kann der 
Spezialeffekte-Cocktail nicht mehr vollständig 
vom ausgelaugten Spielprinzip ablenken. Mal 
abgesehen davon, daß einem die netten Nali-Prie- 
ster Geheimtüren öffnen, lautet die einzige Inter- 
aktion zwischen Mensch und Monster »umnieten«. 
Storybröckchen werden enthüllt, wenn ich an 
bestimmten Stellen die F2-Taste drücke und ein 
paar Zeilen Text lese - nicht sonderlich elegant 
gelöst. Ansonsten sammelt man die üblichen Muni- 
tions- und Health-Pack-Bestände ein und dotzt 
gegen jeden Schalter - und warum gibt's keine 
Automap? 

Unreal ist wegen solcher Schönheitsfehler nicht 
perfekt, beschert aber weitaus mehr Spaß als die 
Baller-Konkurrenz. Ausgereiftes Leveldesign und 
fair plazierte Gegner sorgen für Nervenkitzel und 
Herausforderung. Wer 3D-Shooter mag, bekommt 
viel Amüsement geboten. Doch ob in ein, zwei Jah- 
ren noc h jemand ehrfürc htig von diesem Programm 
reden wird, halte ich für fraglich. Unreal hilft Gra- 
fikkarten-Herstellern bei der Steigerung ihrer 
Umsätze, leistet aber keinen Beitrag zur spieleri- 
schen Evolution des Actiongenres. 



tb Brillante 
Grafik 

isb Packen- 
de Soun- 
deffekte 

td: Clever 
designte 
Level 

^b Packen- 
de Atmo- 
sphäre 



^ Keine 
Automap 

^ Höchst 
Hardware- 
hungrig 



Ein verdächtiges Geräusch läßt unse- 
ren Blick nach oben wandern. Panik! 
Ein heimtückischer Skaarj- Krieger 
springt vom Dach der Dorfkirche 
herab! Nur unserer Geistesgegenwart 
ist es zu verdanken, daß er statt 
unser bluten muß. 




noch schwer von menschlichen 
Kontrahenten zu unterscheiden. 
Durch ihre Schnelligkeit und Ziel- 
genauigkeit halten sie auch ver- 
sierte 3D-Shooter auf Trab. Wer lie- 
ber bei rein humanoiden Duellen bleibt, kann von einer witzigen 
Besonderheit profitieren: Eine »Feign Death« genannte Funktion 
erlaubt es dem Spieler, seinen eigenen Tod vorzutäuschen. Den 
praktischen Nutzwert erkennt jeder renitente Blasterträger, der 
schon einmal vom schwer gerüsteten Mob durch dunkle Gänge 
gescheucht wurde, auf den ersten Blick. Doppelte Verwendung 
der Bewegungstasten bringt Ihren Helden durch einen elegan- 
ten Sprung in Sicherheit. 

Auch die gerade aktive Waffe des Gegners zeigt sich an dessen 
Spielfigur. Dieserlaubtvorjedem Angriff die Überlegung, ob man 
selbst für ein Scharmützel ausreichend gewappnet ist. Schließ- 
lich sei noch erwähnt, daß der 
Verkaufsversion von Unreal ein 
Leveleditor beiliegt - wenn 
auch nur in einer etwas wacke- 
ligen Beta-Version. Damit ist 
dem Amateur-Spieldesigner 
ein mächtiges Werkzeug an die 
Hand gegeben, mit dem auch 
Otto Normaluser problemlos 
Lokalitäten nach seinem Ge- 
schmackerstellt, (vs) 



Sowohl den 
Spielercharak- 
teren als auch 
den Bots ste- 
hen verschie- 
dene Modelle 
zur Auswahl. 




Hersteller: 

Testversion: 

Betriebssystem: 

Sprache: 

Multi-Player: 

Ca.-Preis: 



Epic/GT Interactive 

Importversion 1.0 

Windows 95 

Deutsch 

1-16 (Netzwerk, Internet) 

100 Mark 



3D-Karten: 3Dfx 

Hardware, minimum: 

Pentium/166, 16 MByte RAM 

Hardware, Empfehlung: 
Pentium M/233, 64 MByte RAT 

Voodoo2-Karte 



Grafik: 10 
Einstieg: 9 O 
Steuerung: 9 O 

Spielspaß: 



HIHIHI 



<spaB: ^ ft) 



Sound: 9 O 
Komplexität: 9 O 
Multi-Player: 9 O 



lllllllllllllllll 



PC PLAYER 8/ 98 



109 






Unrea 

im Vergleich 



Alle 3D-Ballerorgien sind gleich? 
Mitnichten, denn stellt man die ein- 
zelnen Vertreter des Genres einmal 
direkt nebeneinander, ergibt sich ein 
überraschend differenziertes Bild. 





Mit Bots, netten Deathmatch- Level n und 
Goodies wie dem Feign Death schießt sich 
Unreal auch in Sachen Multiplayer seinen 
Weg an die Spitze. 



Jedi Knight verfügt über ein rudimentäres 
Handicap-System, das im Grunde seine 
einzig nennenswerte Multiplayer- Beson- 
derheit ausmacht. 



Hexen 2 schneidet multiplayermäßig durch 
Unausgewogenheit (zum Beispiel anwach- 
sende Fähigkeiten) und beschränkte Waf- 
fenzahl unterdurchschnittlich ab. 



110 



PC PLAYER 8/98 



Die eisigen ► 
Regionen des 
Levels Tundra 
werden von die- 
sem Turm 
beherrscht. 



Ganz Furchtsame 

verkriechen sich 

in seinem 

Dachstuhl und 

wagen nur selten 

eine gezielte 

Attacke auf die 

Mitspieler. ▼ 



Unreal im Mehrspieler-Modus 

Reale 
Gegner 

Der Multi player- Modus gehört in einen 
3D-Shooter wie Sahne auf den Apfel- 
kuchen. Unreal enttäuscht auch in 
dieser Beziehung nicht und 
bietet sogar Deathmatch- 
Freuden für Solo- Spieler. 



Die Konkurrenz schwächere: 
Beim jüngsten (indizierten) 
Shooter von id Software enttäuschte 
der Multiplayer-Bereich: keine eige- 
nen Deathmatch-Level, unausgewo- 
gene Waffen, an manchen Stellen 
bliebdieeigeneFigurgarhängen. Da 
schieben wir lieber Unreal durchs Netzwerk, dessen Designer nicht 
weniger als elf abwechslungsreiche Mehrspieler-Labyrinthe auf 
die CD packten. Altvertraut ist der Deathmatch-Modus (jeder 
gegen jeden), außerdemdürfen Sie in einem »Coop-Game« zusam- 
men mit einem Partner gegen andere Zweier- Teams antreten. Ganz 
etwas Feines ist das »Dark Match«: Eine komplette Ebene wird 
hier in tiefes Dunkel getaucht, es gibt keine natürlichen Licht- 
quellen. Alle Spieler sind daher auf ihre Taschenlampe angewie- 
sen, die im Laufe der Partie an Energie verliert, aber wieder auf- 
geladen werden kann. Besonders Gewiefte schalten ihre eigene 
Lampe aus und versuchen, sich unbemerkt an Gegner heranzu- 
pirschen, die sich durch ihre Lichtkegel schnell verraten. Außer- 
dem liegen überall Flares herum, welche kurzfristig die nähere 
Umgebung erhellen. 

Maximal 16 Teilnehmer dürfen sich in den einzelnen Umgebun- 
gen miteinander messen. Bekommen Sie nicht genügend Spieler 
zusammen, können Sie unbelegte Plätze mit individuell konfigu- 
rierbaren Computergegnern auffüllen. In vier Schwierigkeitsgra- 
den vorhanden, sind diese schon auf der einfachsten Stufe kein 
Kanonenfutter. Bei der Wahl Ihrer eigenen Spielfigur dürfen Sie 





Die Strahlen- 
therapie, 
die uns 
dieser nette 
Kollege 
beschert, ist 
trotz der 
schönen Licht- 
effekte eher 
ungesund. 



* 



g 




Die Rifle ist die ideale Fern kam pfwaffe. Mit der eingebauten Zoomfunktion können Sie selbst weit entfern 
ten Gegnern noch die Zigarre aus dem Mund schießen. 



auch in die Rolle eines Aliens schlüpfen. Diese Skytroopers haben 
30 Trefferpunkte mehr als ein Mensch, können aufgrund ihrer 
Größe aber auch leichter erwischt werden. 
Ein ganz neuer Trick ist die Vortäuschung I hres eigenen Todes 
mittels der F-Taste: Schreitet der Gegner dann in der Hitze des 
Gefechts unachtsam über den leblos am Boden ausgestreckten 
Körper hinweg, können Sie ihn überraschend von hinten 
attackieren. Manchmal können Sie auch kleine Lautsprecher 
finden, die sich mit ihren vorgetäuschten Schußgeräuschen 
ideal für Ablenkungsmanöver eignen. 

Diezehn Level im normalen Death- 
match-Gamesind vollkommen ver- 
schieden. Neben dererfrischenden 
grafischen Gestaltung (Eiswelten, 
mittelalterliche Schlösser, futuri- 
stische Lagerhallen) fallen noch 
andere Besonderheiten auf: Ein 
riesiger Ventilator vermindert in 
Ariza die Schwerkraft, und in 
HealPod wurde sogar ein Heilbad 
eingebaut, dessen Besuch aller- 
dings mit großen Risiken verbun- 
den ist. (uh) 



PC PLAYER 8/ 98 



111 






Reiseführer durch eine unreale Welt 



Der Unreal-Levelführer 

Damit Sie eine bildhafte Vorstellung davon bekommen, 
was den Spieler in »Unreal« alles erwartet, haben wir ein Fotoalbum unserer Reise angelegt: 

von jedem Unreal- Level ein Schnappschuß. 




EH5HE3EI Der Trip beginnt im 
Zellenblock des abgestürzten Gefan- 
genentransporters. Hier erwartet Sie 
Spannung pur. 



IM Wim £1 1 151 Du rch einen Notaus- 
stieg gelangen Sie auf die Oberfläche 
des Planeten und haben dort das 
erste Mal Kontakt mit der schwer 
bewaffneten Bevölkerung. 



HrU MHÜIITHl An dieser Stelle kom- 
men die Freunde des Untertagebaus 
zu ihrem Recht und dürfen dunkle 
Minenschächte erkunden. 



I »^ '»1 J il-f *\ I \ \U I h M fl Wei T s so schön 
war, haben die spieldesignenden 
Kreativlinge den vorangegangenen 
Abschnitt einfach noch ein bißchen 
fortgeführt. 




M 


W j „.^Ihff •■ 


i v; 


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HtJ r "*""«%. 


?D« ' 



EBEESSEElKaum ist man wieder 
mal an der frischen Luft, entdeckt 
man auch schon die Ruinen einer 
alten Zivilisation. 



Chizra-Nah Water God Temple: 



Bei 




MM)'l 




^*% 



der Sightseeing-Tour durch die alten 
Gemäuer können Sie diesen herrlich 
vermoderten Tempel besichtigen, 
und das sogar ohne Aufpreis. 



HJiMüMilW Durch verfallene Betstät- 
ten, algenverseuchte Tümpel und die 
schleimige Kanalisation setzen Sie 
Ihren Weg fort. 



[2HHElEH ln der dunklen Arena fin- 
den Sie neue Freunde. Ein Titan 
möchte mit Ihnen seine Geröll- und 
Felsbrockensammlung teilen. 






1! % 




11 1- 




I !ET7S1»H» ¥i\ lh!»MH Vor Ihnen liegt das 
pittoreske Dorf, in dem liebevolle 
Skaarj- Bedienstete drollige Nali-Bür- 
ger foltern, auspeitschen und ver- 
sklaven. 



Sklavenschiff der Aliens an der 
Reihe. Säuregeflutete Gänge und 
High-Tech-Schaltzentralen gehören 
hier scheinbar zum Alltag. 



J etzt ist das hrJJWilUHU Große Teile dieses Levels 1 1 f»M II IM i I «TOB Wi eder ein Dorf, wie- 



überschneiden sich mit dem vorheri- 
gen, nur die Säureströme sind plötz- 
lich versiegt und alle Passagen frei 
zugänglich. 



der ein Tempel und wieder unzählige 
Außeridische, die mit stramm antipa- 
zifistischen Argumenten konfrontiert 
werden. 



13l 








F^bI 


1 


: 


1 





HJi'i1tlM»lAWi!«MWI Sie geben der 
barbusigen Donnergöttin die Ehre, 
durchstreifen ihre Heiligenstätte und 
entsorgen etliche Schleimbeutel. 




BSjEjBAIs nächstes begeben Sie sich 
zu der gestrandeten I SV- Kran (weder 
verwandt noch verschwägert mit dem 
Ingolstädter Schwimm- Verein) . 



IBaaSEaSEEHBald finden 
Sie heraus, daß die Besatzung der 
I SV- Kran nicht etwa an Skorbut litt, 
sondern einem Anfall von »Laser- 
durch-den-Kopf« zum Opfer fiel. 



E33ajEgm Sobald Latrine, Kan- 
tine und Margarine von Extraterre- 
sten befreit sind, kämpfen Sie sich 
zur Kommandozentrale vor. 



112 



PC PLAYER 8/98 







kffl FEIM IET7H1 Das obligatorische Ali- 
endorf taucht im üblichen Vier-Level 
Takt auf und bietet neben bösen 
Außerirdischen nette Extras. 



JiilJ^liH'llWKein Platz an der 
Sonne, vielmehr ein Ort der Finster- 
nis und des Grauens - was will man 
von einem außerirdischen Phallus- 
symbol sonst auch erwarten? 



[ch\ MVM*1 ^^Fl^rir aAhnlich wie bei 
der Minenstadt Bespin fliegen die 
exotischen Kumpel mitsamt ihrer 
Arbeitersiedlung durch die Lüfte. 



EEEHEEEJHDie Mischung aus mit- 
telalterlichen Städten und High-Tech- 
Landschaften ist typisch »unreales« 
Level design. 




EHÜSSniafl^ Siehe »Na Pali 
Haven«. Zwischen Bumm-Bumm 
ohne erwähnenswerte Besonderhei 
ten 



kiMj»]|iM<iET7TCl Das Tal, in dem die 
Skaarj ihre Vorräte horten, wird von 
einem widerlichen, aber glücklicher- 
weise unter Beruhigungsmittelein- 
fluß stehenden Titanen bewacht. 



EliM^aSE3jEB Die bis dato halb- 
wegs logisch aufeinanderfolgenden 
Level zeigen nun immer öfter den für 
3D-Shooter charakteristischen Ver- 
lies- und Kerker- Look. 



1 Diese Passage 



führt durch stark bewachte feindliche 
Installationen zu den Kellern des 
Dasa- Passes. 




BEHIESES Genießen Sie 
die düsteren, mit Skaarj und Brutes 
gefüllten Gewölbe, denn der Endgeg- 
ner ist nicht mehr fern. 



NHIl^EhmfflB Das haben Sie HElireEHEH Das aus dem Hintergrund 



sich nach der ganzen Hektik redlich 
verdient: kleine Spritztour mit einem 
frisierten Floß, nächste Haltestelle 
Nali Schloß. 



des Unreal- Start- Menüs bekannte 
Bollwerk wird Ihnen nun endlich 
auch für handfeste Action zugänglich 
gemacht. 



Als Lockerungs- 



übung müssen Sie die überdimensio- 
nierte Fledermaus vom Himmel fegen. 




ESHiEEHB In klassischem 
»Hexen-2« -Ambiente brechen Sie 
auf in Richtung Alien- Mutterschiff, 



EEEHaffliESS EiB Sie müssen in 
die tieferen Bereiche des Raumschiffs 
vordringen, um das Universum end- 
lich von den Skaarj zu befreien. 



li!iCTlSTTfliir»lE1»Tl lm Labor der Skaarj 
werden abartige Experimente an 
Nali und menschlichen Gefangenen 
vorgenommen. Räuchern Sie es also 
blitzgeschwind aus. 



I u B \ ffjRH il HI« 1 «! 1HI Da Sie immer weiter 
ins Herz des »Feindeslands« eindrin- 
gen, wächst die Gegenwehr. Machen 
Sie sich auf verschärfte Ballereien 
gefaßt. 




34« 


Ä\ 


ml 


■ 


[^±mM 


jM,. ''.4~1 tri 






H 'te| 



BMg^iBmaa Wenn der Genera- 
tor erst einmal in Ihre Hände gefal- 
len ist, steht der Vernichtung der 
Skaarj nichts mehr im Weg. 



hilTJiETJETiinffn Nachdem alle Siche- 
rungen auf dem Mutterschiff ausge- 
fallen sind, tappen Sie durch die 
pechschwarze Nacht, bis Sie den 
Strom wieder anschalten können. 




BJEHEiaEHiESEaa Die letzte 
Etappe vor dem Zusammentreffen 
mit der Skaarj-Queen dient vor- 
nehmlich dem Auffrischen Ihrer 
Energie. 



nirefrrTT773I Was in jedem Actionfilm 
ungefähr in der 75. Minute passiert, 
liegt nun vor Ihnen. Um den Show- 
down zu erleben, müssen Sie Unreal 
schon selbst spielen ... 



PC PLAYER 8/ 98 



113 




Rollenspiel für Einsteigen Fortgeschrittene und Profis 

Final Fantasy 7 






Ein PlayStation-Bestseller 
wandert auf den PC aus. Ohne 
großen Abschiedsschmerz ver- 
läßt »Final Fantasy 7« die hei- 
mischen Konsolengefilde, um 
rollenspielsüchtige Computer- 
freaks zu beglücken. 

Das ursprünglich auf Sonys Play- 
Station entstandene »Final Fan- 
tasy 7« hat endlich den Sprung auf den 
PC geschafft. In dem japanischen Rol- 
lenspiel geht es wie so oft um den 
Kampf des Guten gegen das Böse. In 
einerfernen Dimension, diesowohl aus 
diversen Fantasy- und Science- 
fiction- als auch aus sehr 
realitätsnahen Elemen- 
ten zusammengeklont ist, 




Petra 
Nemesis 




-Angriff Analy 

Zauber 

F. Tech 
-, Objekt 



1507 124 
B50 115 



Alle Warnungen in den Wind schlagend, durchqueren Geraint und seine Freunde ohne Reittier die Sümpfe. 
Die Midgar-Zolom-Schlange verdeutlicht der Gruppe sehr schnell, daß dies ein kolossaler Fehler war. 



kämpft der Söldner Cloud Strife gegen die finsteren 
Machenschaften des mächtigen Konzerns Shinra 
Inc. Letzterer beutet nämlich die Mako-Energie 
(den Lebenssaft) des Planeten aus, was als sol- 
ches eine Frechheit und somit natürlich zu ver- 
hindern ist. Der zuerst simpel klingende Plot 
verstrickt sich im Laufe der Zeit zu 
einer hochkomplizierten 
Geschichte, deren 
lückenlose Wie- 
dergabe 
den Heft- 
umfang sprengen würde. 



Wo die blauen Blasen sprechen 

Sie steigen ins Geschehen ein, als sich der Blondschopf Cloud 
gerade mit seinen Freunden der Rebellengruppe Avalanche auf 
den ökologischen Feldzug gegen besagte Ausbeutungspraktiken 
der Großindustriellen begibt. Die weitere Hintergrundgeschich- 
te und die einzelnen Dialoge werden I hnen von nun an in recht- 
eckigen blauen »Sprechblasen« angetragen, was in Anbetracht 
der heute üblichen Akustikkulisse der meisten Konkurrenzpro- 
dukte ein wenig gewöhnungsbedürftig ist. Da die deutsche Loka- 
lisierung im Gegensatz zur PlayStation-Version wesentlich an 
Qualität zugelegt hat, relativiert sich der Leseaufwand schnell. 
Ferner präsentieren sich Schlüsselszenen stellenweise in Form 
gerenderter Zwischensequenzen. 



Kampf und Krieg 



Zwei getunte Auslöscher haben 
der Gruppe im Gebirge aufgelau- 
ert. Die einzelnen Mitglieder kön- 
nen nicht eher zuschlagen, bevor 
die Zeitbalken unten rechts gefüllt 
sind. 



Ein Raketenangriff, der sogenann- 
te Matra-Zauber, wird auf die Party 
abgefeuert. Aufmerksame Charak- 
tere haben die Chance, diesen 
Zauber zu erlernen und in späte- 
ren Gefec hten selber anzuwenden. 




Monika schlägtzurück! Miteinem 
Eiszauber bringt sie die mechani- 
schen Gelenke des Auslöschers 
zum Knirschen. Ein biologischer 
Zauber hingegen hätte keinerlei 
Werkung auf die Maschine. 



SÖQ 


^^^^^Hlulülüäffll^^S^I 


<y^g : 





Geraint, durch den erlittenen 
Schaden bis aufs Blut gereizt, 
setzt seine Limit-Technik ein. Mit 
fürchterlichen Schlägen wird der 
Auslöscher ausgelöscht. Seine 
Konturen verweht der Wind. 



114 



PC PLAYER 8/98 




Die Chocobo-Farm wird später Ihre Zuchttiere beherbergen. 

Führen Sie nicht gerade tiefgreifende Gespräche, stürmen Sie mit 
Ihrem dreidimensionalen Charakter (und optional zwei weiteren 
der bis zu neun Gruppenmitglieder) über meist unbewegte VGA- 
Hintergrundgrafiken. Eine Ausnahme bilden die Kampfdarstel- 
lungen und die große Landkarte, auf der Sie zwischen einzelnen 
Schauplätzen hin und her reisen. Diese werden Ihnen in begrenzt 
aufwendig texturierter SVGA-Grafik präsentiert. 

Kämpfen mit dem Helden-Trio 

Bei den Kämpfen kommt überdies die Besonderheit hinzu, daß 
sich die normalerweise recht pummelig gehaltenen »Spielpüpp- 
chen« in polygonreichere Geschöpfe verwandeln, die durchaus 
menschenähnlich aussehen. So wirkt etwa Clouds vierbeiniger 
Mitstreiter Red XIII in der üblichen Spielgrafik wie ein kleines 
Hündchen (was ihm in Redaktionskreisen den Namen »Schnuf- 
fi« einbrachte), während er inmitten heißer Gefechte eher das 
ihm gebührende Aussehen eines gefährlichen Raubtiers 
annimmt. Der Pilot Cid Highwind erweckt auf den ersten Blick 
den Eindruck eines freundlichen alten Großvaters, entpuppt sich 





Kleine »Spiele-im-Spiel« wie diese motorisierte Verfolgungsjagd 
lockern den Kampf- und Rätselalltag auf. 




Twoflo^g|«f Angriff 
Fetzo 'Zauber 
«t_u_..«< Analy 



MF> MF» LIMIT 

^506/ 306 721 



Schnuffi 



Objekt 



427/ 427 
449/ 449 



Final Fantasy 7 bietet unglaublich abwechslungsreiche und überdies 
originelle Gegner. 



Udo Hoffmann 



***** 



In diesem Spiel wird viel erzählt. Manchmal dürfen Sie zwischen 
mehreren Antworten wählen. 



Schon seit Jahr und Tag höre ich das Raunen aus 
der Ecke der Konsolenbesitzer über die Qualitäten 
der Final-Fantasy-Reihe. Und stets stand ich ihnen 
in meinem Unverstand spöttisch und ungläubig 
gegenüber. Aber wer sich etwas Mühe gibt und 
sich an die staksigen Playmobil-Figuren gewöhnt, 
der wird bald in dieses Loblied einstimmen. 
Final Fantasy 7 istein Rollenspiel im besten Sinne 
des Wortes, da man hier tatsächlich in die Haut 
der zahlreichen Hauptfiguren schlüpft, sich mit 
ihnen freut oder trauert und sie im Laufe der Zeit 
allesamt ins Herz schließt. Die Abenteuer, die man 
hier erlebt, würden bei so manchem Schriftsteller 
dicke Romane füllen. Der einzigartige Grafikstil 
mitseinen zahlreichen Perspektive-Wechseln und 
das epische Szenario erweitern das Genre außer- 
dem um viele erfrischende Elemente. 
Mitseinem einfach zu beherrschendem, aber den- 
noch komplexen Kampf- und Magiesystem tut die- 
ses Spiel noch ein übriges, mich wohlwollend über 
offensichtliche Umsetzungsschludrigkeiten hin- 
wegsehen zu lassen. Trotz seiner Linearität ist 
Final Fantasy 7 das beste Rollenspiel, das ich je 
gespielt habe. 



tir Phan- 
tastische 
Story 

tb Einfach 
zu bedie- 



*d- Extrem 
umfang- 
reich 

tbSehr 
kurzweilig 



t Recht 
linear 

t Keine 
Sprach- 
ausgabe 



PC PLAYER 8/ 98 



115 




Mit der Seilbahn ► 
kommen Sie zur Gold 
Saucer, einer Glücks- 
spiel-Metropole, 
gegen die sogar 
Las Vegas erstaunlich 
real wirkt. 





Beim Aufmarsch zu Ehren von Shinra-Chef Rufus müssen Sie sich als 
Soldat verkleiden und unbemerkt in die hinterste Reihe stehlen. 



jedoch in Extremsituationen als recht bösartiger Indiana-J ones- 
Verschnitt. Von Monstern hingegen bekommt der Spieler nur die 
überaus ansehnliche polygonreiche Version zu Gesicht, da diese 
auf der normalen Spielfläche gar nicht auftauchen. Attacken 
gegen das Heldentrio werden durch das Umschalten auf den run- 
denbasierten Kampfmodus signalisiert. In dem stehen Sie etli- 
chem skurrilem Getier gegenüber - ein von 3D-Shootern bekann- 
tes Special ä la »Wir zeigen I hnen alle Monster« würde bei Final 
Fantasy 7 locker eine eigene Bibliothek füllen. Denn jeder der 
unzähligen Geländetypen beherbergt vier bis fünf individuelle 



ERSTE HILFE 



® Sobald Ihr Team aus mehr als drei Mitgliedern besteht und Sie 
sich entscheiden müssen, wer an Ihrer Seite kämpft, setzen 
Sie nicht auf Aeris Gainsborough. Der Verlauf der Geschichte wird 
Ihnen schnell zeigen, warum. 

® Besorgen Sie sich zügig Waffen mit doppeltem Wachstum, so 
daß Ihre Materias schnell eine höhere Stufe erreichen und 
Ihnen somit bessere Zauber zur Verfügung stellen. 

®Ein Ort zum Sammeln von Erfahrungspunkten ist im späteren 
Spiel das U-Boot auf dem Meeresgrund. Hier gibt es im Raum 
links neben dem Save-Point tintenfischähnliche Wesenheiten, die 
miteiner Kombination von »Alle«- und »Gravitation« -Mate riasschnell 
zu vernichten sind, aber respektable 4000 Punkte bringen. 
/^^ Kontrollieren Sie Ihre Limit-Fähigkeiten und vergessen Sie 
^& nicht, gegebenenfalls deren Stufe zu erhöhen. 
/^^ »Alle«-Materias (diese dehnen einen Zauber auf alle Fein- 
^& de/Freunde aus) gibt es ziemlich häufig, so daß Sie im späte- 
ren Spiel ruhigen Gewissens einige verkaufen können. Voll ent- 
wickelte Exemplare bringen stattliche 1,4 Millionen Gil. 



Die Unterschiede zwischen Fallout und Final Fantasy 7 liegen in den Sze- 
narien: eine martialische Endzeit- Utopie auf der einen, eine kindliche, 
bonbon- bunte Fantasy- Welt auf der anderen Seite. Außerdem eignet sich 
das dynamische Fallout besser zum mehrfachen Durchspielen als das ge- 
radlinige Final Fantasy 7. Doch in puncto Originalität und Abwechs- 
lungsreichtum sticht letzteres die komplette Konkurrenz aus. Might and 
Magic 6, Battlespire und Descent to Undermountain sind mehr oder weni- 
ger gut designte » klassischere« Vertreter des Genres (in Bezug auf Mon- 
ster, Rätsel und Spieldesign). 



Monstergattungen. Killerhasen, dämonische Häuser, singende 
Frösche, gemeingefährliches Räubergesindel, Dinosaurier, Dra- 
chen und allerlei Kreaturen dämonischer Natur stellen nur einen 
winzigen Auszug aus der schier endlosen Widersacher-Liste dar. 
Ebenso umfangreich ist die Latte der Zaubersprüche. Sogenann- 
te Materias, eine Art geronnene magische Energie, erlauben I hren 
Recken magische Betätigung. Der jeweilige »Kristall« wird akti- 
viert, indem Sie ihn in eine Fassung Ihrer Rüstung oder Waffe 
stecken. Das wiederum hat zur Folge, daß ein schwerer Panzer 
Ihre Zauberfähigkeiten stark einschränken kann, weil er über 
nicht allzu viele freie Plätze verfügt und Sie somit nur auf ein 
kleineres Repertoire an Magie zugreifen können. Materias, die 
Ihr Charakter erst einmal am Körper trägt, sind aktiviert und bie- 
ten die Grundlage für diverse Zauber. Mit dem »Gewitter-Kri- 
stall können Sie beispielsweise Blitze auf I hre Feinde schleudern, 
»Hitze« läßt sie im Höllenfeuer schmoren, ein anderer Kometen 
auf sie herabregnen. 

Magie-Macht mit Materias 

Neben dieser handelsüblichen Hexerei gibt es allerdings auch 
besondere Materias, die Ihnen etwa das Kopieren von feindli- 
chen Kampftechniken erlauben, Ihre Magie- respektive Lebens- 
punkte vermehren oder gefährliche Dämonen beschwören. Letz- 
tere sind prinzipiell die mächtigsten Zaubersprüche und beste- 
chen durch phantastisches Aussehen. Beispielsweise ruft eine 
Materia den nordischen Gott Odin auf den Plan, der all I hre Fein- 
de in handliche Stücke zerschneidet. Damit ist das Magiesystem 
allerdings noch keineswegs ausgeschöpft, denn jeder gewonne- 
ne Kampf bringt nicht nur Erfahrungspunkte für Ihre Helden, 
sondern auch für die verwendeten Zaubersprüche. Diese steigen 
also ebenfalls in unterschiedlichen Stufen auf und bieten damit 
zusätzliche Effekte. Außerdem können durch die Kombination 
einzelner Materias Kettenreaktionen hervorgerufen werden, was 
deren Abwechslungsreichtum ins Unermeßliche steigert. 
Nahe an die Magie angrenzend, existieren für jeden Charakter 
zusätzlich diverse Spezialattacken. Immer wenn ein Held im 



116 



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Die über weite Strecken ordentliche deutsche Übersetzung 
verblüfft gelegentlich mit befremdlichen Formulierungen. 



Kampf eine bestimmte Anzahl 
Schläge einstecken mußte, darf 
er einen »Limitangriff« durch- 
führen, der neben einer schönen 
Animation meist mit extrem ver- 
heerendem Schaden für die 
Feinde verbunden ist. Diese 
Attacken erreichen im Verlauf 
des Spiels ein immer höheres 
Niveau. 

Außer den Kämpfen und der 
Magie, die zugegebenermaßen 
die entscheidenden Elemente 
von Final Fantasy 7 darstellen, gibt es allerdings noch eine Unzahl 
anderer Möglichkeiten, den Spieler bei Laune zu halten. So fin- 
den sich Rätsel wie »Auf-einem-Bahnhof-Züge-verschieben«, 
Paßwörter erraten, kleine Logikspielchen und ähnliches mehr. 



Das Choco- 
bo- Rennen 
verhilft 
Ihnen nicht 
nur an einer 
Stelle aus 
dem 

Gefängnis, 
der sportli- 
che Wett- 
kampf ist 
auch bei der 
Zucht eines 
goldenen 
Chocobo 
vonnöten. 




Bei einem Besuch im Fitneßstudio erlernen wir die Kunst der korrek 
ten Kniebeuge. 



Volker Schütz 



***** 



Ich habe nie viel von kleinen Knuddelpüppchen i 
»Zelda«-Stil gehalten. Japanischer Kitsch und f 
Europäer nur schwer verständliche Märchenerzäl 
lungen stießen mir bislang auf wie dem bösen Wc 
das »Rotkäppchen-Sushi süß-sauer«. Doch b< 
Final Fantasy 7 schaffen die narrativen Elemen 
im Verbund mit einem unbezwingbaren Samme 
trieb ä la »Diablo« eine besorgniserregende For 
von purer Sucht. Materielle Sorgen wie Durs 
Müdigkeit oder ein Flächenbrand im Erdgeschc 
verlieren an Bedeutung, wenn man echte Probiert 
wie die Zucht eines goldenen Chocobos hat. 
Nur die antiquierte VGA-Grafik trübt das Spie 
vergnügen ein wenig. Außerdem bildet ihre Ex 
stenz die potentielle Basis für eine eigene Koi 
spirations-Newsgroup. Zumal die Originalgrafikc 
auf Silicon-Graphics-Rechnern sicher nicht 
einer Auflösung von 320 mal 200 Pixeln entstai 
den und somit für die PlayStation-Version herui 
tergerechnet werden mußten. Wo aber sind d 
hochauflösenden Vorlagen jetzt? Warum wurde 
sie nicht für den PC verwendet? Steckt die amer 
kanische Regierung dahinter? Oder gar Außerird 
sehe? Fragen über Fragen. Ich persönlich würc 
mir Final Fantasy 7 trotzdem kaufen. 



tb Lang 
anhalten- 
der Spiel- 
spaß 

tb Ausge- 
klügeltes 
Kampfsy- 
stem 

ti- Viele 
Zauber, 
Items und 
Extras 



t Wenige 
und sim- 
ple Rätsel 

t Größ- 
tenteils 
nur VGA- 
Auflösung 



Einmal schwingt sich Cloud auf ein 
schnittiges Motorrad und zückt 
auf diesem den Säbel, um in einer 
Action-Sequenz seine Freunde zu 
verteidigen. Ein anderes Mal düst 
er mit einem Snowboard vereiste 
Abhänge hinab, taucht mit einem 
Atom-U-Boot über den Meeres- 
grund oder betätigt sich als 
Jockey beim Chocobo-Rennen. 
Den sogenannten 
Chocobos, worunter 
man sich straußenartige 
Vögel vorzustellen hat, kommt in Final Fantasy 7 eine 
nicht unbeträchtliche Rolle zu. Denn wenn Sie wirklich 
alle Gegenden des Spiels erkunden wollen (und 
damit alle Zauber sammeln), müssen Sie sich erst 
einmal alsZüchter betätigen. Haben Siedieextrem 
komplizierte Fortpflanzungslehre dieser Tierchen 
durchschaut, können Sie einen goldenen Chocobo 
ausbrüten lassen, derjedesHindernisüberwindet und 
so die vollständige Landkarte für Sie zugänglich macht. 
Da aber gerade das Züchten dieser schrägen Vögel und 
das fleißige Komplettieren der Materia-Sammlung eine 
ungeheure Menge an Zeit beansprucht, sollten Sie sich 
schon von vornherein darüber klar sein, daß Sie mit 
einem »geopferten« Wochenende allein Final Fanta- 
sy 7 nicht beenden werden. (vs) 




mal Fantasy 7 



Hersteller: Eiclos 

Testversion: Beta vom Jur 

Betriebssystem: Windows 95 

Sprache: Deutsch 

Multi-Player: 

Ca.-Preis: 100 Mark 



Matrox 




Grafik: 7 O 
Einstieg: 9 O 
Steuerung: 8 O 



iiiiiii 

HIHIHI 
llllllll 



3D-Karten: 3Dfx, Power VR 

Hardware, minimum: 

Pentium/166, 32 MByte RAM 

Hardware, Empfehlung: 
Pentium/200, 32 MByte RAM, 3D-Karte 



Sound: 5 O 
Komplexität: 9 O 
Multi-Player: — 





iiiiiiiiiiiiiiiiii 



PC PLAYER 8/ 98 



117 



Final Fantasy 7 

im Vergleich 



Nach jahrelanger Rollenspiel- 
Ebbe sitzt endlich wieder die Flut 
ein. Ob »Final Fantasy 7« seinem 
Ruf als einem Vorreiter der neuen Spiele-Generation gerecht wird, 
zeigt sich im direkten Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz. 




Final Fantasy (Spielspaß: 88) 



Fallout (Spielspaß: 85) 



Might & Magic 6 (Spielspaß: 68) 



JaUfc 



Final Fantasy 7 hat einige Stärken, die 
Rätsel gehören allerdings nicht unbedingt 
dazu, wie dieses ziemlich repräsentative 
Bildschirmfoto belegt. 



Auf Rätsel stoßen Sie bei Fallout häufig. 
Diese müssen jedoch zum Gewinnen des 
Spiels nur in den seltensten Fällen gelöst 
werden, da es meist Alternativen gibt. 



Rätsel sind bei Might & Magic 6 Mangel- 
ware. Über das Aufsammeln von Gegen- 
ständen oder das Erschlagen von Monstern 
gehen sie nur selten hinaus. 









:to:t <i:i=i /ll| 



] 






ui Oji 



Im Kampf trumpft Final Fantasy 7 richtig 
auf: schöne Waffen, pompöse Zauber und 
Gegner, angesichts derer den Helden nicht 
nur die Spucke wegbleibt. 



Fallout: Kämpfe sind rundenbasiert. Da 
taktische Elemente keine unwichtige Rolle 
spielen, sind zusätzliche Motivations- 
quellen wie Zauber nicht nötig. 



M&M 6: Alle Kämpfe sind eine einzige 
Klickorgie, die wenig Freude, dafür aber 
einen lahmen Zeigefinger und eventuell 
Sehnenscheidenentzündungen verursachen. 



WMWTJ 









^b- 



§i 6i i 






Die grafische Eindruck von Final Fantasy 7 
ist grundsätzlich recht adrett, wird aller- 
dings durch die zahlreichen VGA-Hinter- 
gründe deutlich verschlechtert. 



Die isometrische Grafik Fallouts erinnert 
an Ultima oder Diablo. Sie ist detailliert 
und übersichtlich, erfüllt damit also die 
wichtigsten Rollenspiel-Kriterien. 



Das Aussehen von Might & Magic 6 läßt 
stellenweise zu wünschen übrig. Pixelige 
Bitmap-Gegner sind schon seit langem 
nicht mehr Stand der Technik. 






d: 



P4 

v/ 1 



| 8<|i>[ 






Eine Charaktererschaffung findet in Final 
Fantasy 7 nicht statt. Allerdings kann noch 
während des Spiel zwischen drei (von 
neun) Akteuren gewechselt werden. 



Die Charaktere Fallouts sind beispiellos 
differenzierbar. Die verschiedenen Fähig- 
keiten eines Helden beeinflussen tatsäch- 
lich das Spielgeschehen. 



M&M 6: Die Charaktererschaffung ist recht 
obskur, zumal viele banale Fähigkeiten, 
wie das Verwenden einer Rüstung, extra 
erworben werden müssen. 



118 



PC PLAYER 8/98 



Simulation für Fortgeschrittene und Profis 

Team Apache 




Zum Alltag eines Apache- Staffelführers gehört nicht 
nur das Fliegen des Helikopters und das Herumkom- 
mandieren seiner Flügelleute. Auch Nachschub und 
den Haussegen in der Truppe müssen Sie wachsam im 
Auge behalten. 

Sechs Apaches fliegen in 30 Metern Höhe auf ihr Einsatzge- 
biet zu. Plötzlich tauchen Guerillatruppen am Rande einer 
Waldlichtung auf und beschießen die Angriffshelikopter. Das her- 
vorgestoßene »Ich will hier raus!« Ihres Co-Piloten 
ignorierend wenden Sie und schalten mit der 30mm- 
Kanone die Bedrohung aus. 
An solche Alltäglichkeiten sollte man sich bei »Team 
Apache« rasch gewöhnen. Sie absolvieren nicht nur 
den eigentlichen Flug, sondern sind auch fürden Nach- 
schub und das Staffel-Management verantwortlich. 
Nach dem überraschenden Publisher-Wechsel von 
Eidoszu Mindscape haben die Entwickler bei Simis ihren 
»Longbow 2«-Konkurrenten jetzt abgeliefert, der Sie 
mit 16 Einzelszenarien, einigen Trainingsmissionen 
und zwei Kampagnen konfrontiert. Letztere führen Sie 
einmal nach Kolumbien, wo Sie gegen Drogenbarone 
und deren Schergen kämpfen. Dort begegnen Ihnen 
kaum Helikopter, dafür jedoch Unmengen von Hecken- 
schützen und tragbaren SAM- Raketenwerfern. Haben Sie diesen 
Feldzug beendet, versetzt das Programm Sie nach Lettland. Dort 
stellt sich die NATO auf die Seite der weiß russischen Botschafts- 
Witzbolde, die vom großen Nachbar Rußland angegriffen wur- 
den. Moskaus Armee mag zwar nicht mehr so stark sein wie in 
den 80er J ahren, aber die aufgebotenen T-80 Kampfpanzer, mit 
SAMs ausgerüsteten BMPs sowie »Havoc«- und »Hokum«-Hub- 
schraubern sorgen auch so für genügend Beschäftigung. 

Speiseeis für kalte Krieger 

I n Kolumbien haben Sie sechs Kerneinsätze auszuführen, in Lett- 
land sind es zehn. Trotzdem fallen die Kampagnen nicht zu kurz 

aus, denn Sie 
müssen Ihre 
Staffel auch 
in der Zeit 
zwischen den 
Ei nsätzen 



Angriff auf ► 
einen zivilen 
Flughafen: Das 
Flugzeug der 
kolumbiani- 
schen Drogen- 
bosse darf 
nicht entkom- 
men. (3 Dfx) 





n einigen Missionen fliegt ein »Blackhawk« -Transporter mit 
- er muß besonders gut beschützt werden. (3Dfx) 




Feuer frei! Die Hei Ifire- Raketen sind ideal für den 
Einsatz gegen Panzerfahrzeuge geeignet. (3 Dfx) 



120 



führen. Anfangs 
wählen Sie jeweils 
acht Piloten und 
WSOs (Waffensy- 
stemoffiziere) 
aus, die alle 
unterschiedliche 
Fähigkeiten besit- 
zen. Einige wer- 
den mit dem 
Gefechtsstreß nicht so leicht fertig, andere stärken dafür den 
Zusammenhalt der Truppe. So richtig zeigt sich dies in der Luft, 
wo die J ungs bei fortlaufender Kampagne anfangen, Fehler zu 
machen - unter Umständen muß ihnen sogar die Flugerlaubnis 
kurzfristig entzogen werden. 

Sie können auf die Moral Einfluß nehmen, indem Sie mit den 
betreffenden Truppenmitgliedern sprechen, was auf die sanfte 
Tour oder in militärisch exaktem Brüllton geschehen kann. Um 
den Kampfgeist der gesamten Mannschaft zu heben, dürfen Sie 
auch eine Runde Eis ausgeben - auf Kosten des Nachschubs, der 
dadurch verlangsamt wird. Negativ wirken sich natürlich fehlge- 
schlagene Flüge aus, insbesondere solche mit Verlusten auf der 
eigenen Seite. Sind die betreffenden Besatzungen noch am 
Leben, fliegen Sie einen Rettungseinsatz. Falls dieser ein gutes 
Ende findet, sind Ihre Mannen zumindest nicht ganz so depri- 
miert. Generell handelt es sich aber bei diesem Team um rechte 
Waschlappen, die sich ständig beklagen und Wehwehchen aller 
Art wie Übelkeit vor den Einsätzen haben. 



Mit seiner 
Kanone 
kann auch 
ein T-80- 
Panzer dem 
im Hinter- 
grund 
angreifen- 
den Heli- 
kopter 
gefährlich 
werden. 




(3Dfx) 







^Ohne 3D-Beschleuniger sehen die Hub- 
schrauber, Rotorblätter und Gebäude 
nur noch halb so gut aus. (Software) 



Anders sieht es da bei den 
Apaches aus, die nach dem 
Einsatz - je nach Beschädi- 
gungsgrad - repariert wer- 
den wollen. Weil das einige 
Zeit in Anspruch nimmt, 
kann es durchaus passieren, 
daß Sie mit einer nicht kom- 
plett einsatzfähigen Kiste losfliegen müssen: Während Ersatz- 
teile und Munition nachbestellt werden können, erhalten Sie 
keine neuen Hubschrauber, sondern sollten mit denen auskom- 
men, die von Anfang an da sind. 

Ein halbes Dutzend Helikopter 

Die Missionen werden Ihnen vorgeschrieben und sind nur zu 
einem bestimmten Zeitpunkt verfügbar. Das Teammanagement 
zwischen den Einsätzen läuft in Echtzeit ab, das heißt, daß die 
Uhr mittickt und Sie sich mitunter sehr beeilen müssen. Netter- 
weise gibt es aber eine Zeitbeschleunigung und die Möglichkeit, 
den nächsten Auftrag sofort zu erhalten. Vor dem Abheben kön- 
nen Sie noch die Wegpunkte ändern und die Mannschaftseintei- 
lung vornehmen. Maximal sechs Hubschrauber nehmen an den 
Gefechten teil und sind uniform mit der gleichen Bewaffnung 




Manchmal müssen Sie Ihren Leuten gut zureden. Das kann 
in lieblichem Ton oder schreienderweise geschehen. 



ausgerüstet. Sie 
legen vorher fest, 
ob Sie die zielsu- 
chenden »Hell- 
fire«- und »Stin- 
ger«-Raketen mit- 
nehmen wollen oder sich den starren »Hydras« anvertrauen. 
Kombinationen aus allen sind ebenfalls möglich, und die 30mm- 
Kanone haben Sie in jedem Fall dabei. 
Die Beschleunigergrafik ist zwar schön schnell, stellt aber Objek- 
te wie Drehflügler, Panzer und Männchen recht polygonarm und 
mit wenigen Details dar. Auch die abgefeuerten Geschosse sind 
optisch nicht voneinander zu unterscheiden; immerhin haben die 
Programmierer schöne Blendeffekte eingebaut. An einen Multi- 
player-Moduswurdeauch gedacht, bei dem sechs Piloten imTeam 
fliegen oder bis zu acht gegeneinander. Mit dem mitgelieferten, 
nicht ganz einfach zu bedienenden Editor schneidern Sie sich 
darüber hinaus eigene Einsätze zurecht. (mash) 



Martin Schnelle 



**** 



Eine neue, interessante Idee im Flugsimulations- 
Genre: Team Apache bietet außer dem Fliegen der 
Missionen auch das Managen Ihrer Einheit. Im 
Gegensatz zu Longbow 2, wo Sie nur den Nach- 
schub koordinieren, müssen Sie sich hier auch 
noch um die 16 Mitglieder Ihrer Staffel kümmern. 
Ziemlich peinlich fallen jedoch die Sprüche Ihrer 
Schäfchen auf, die mal »fix und foxi« sind oder 
Elvis-Hits vor sich hinschmettern. Außerdem 
beklagen sich die wehleidigen Untergebenen 
unentwegt - Chefredakteuren ist dieses Problem 
ebenfalls bekannt. 

Der Feldzug selbst ist leider linear, von einigen 
Search-and-rescue-Missionen abgesehen. Dafür 
zittern Sie immer mit, ob beschädigte Maschinen 
rec htzeitig zum näc hsten Auftrag repariert sind und 
ob noch genügend Munition vorhanden ist. Außer- 
dem bietet das Programm ein nicht leicht zu 
beherrschendes Flugmodell und in sich abwechs- 
lungsreiche Aufgaben. 



tb Schönes 
Flug- 
modell 

# Interes- 
santes 
Team- 
Manage- 
ment 




In Lettland 
begegnen 
Ihnen einige 
fiese Heli- 
kopter wie 
dieser Mil 
Mi-28, der 
gerade unse- 
ren Stinger- 
Raketen 
ausweicht. 
(3Dfx) 



t Lineare 
Kampagne 

t Schlecht 
lokalisier- 
te Sprach- 
ausgabe 



eam Apache 



Hersteller: Simis/Mindscape 

Testversion: Beta vom Juni '98 

Betriebssystem: Windows 95 

Sprache: Deutsch 

Multi-Player: 1-8 (Netzwerk, Internet) 

Ca.-Preis: 100 Mark 




3D-Karten: Direct3D, 3Dfx 

Hardware, minimum: 

Pentium/133, 16 MByte RAM 

Hardware, Empfehlung: 
Pentium/166 MMX, 32 MByte RAM, 
3Dfx-Karte 



ercung 



Grafik: 6 
Einstieg: 6 
Steuerung: 8 

Spielspaß: 



HIHI 
HIHI 
llllllll 



ipielspaß: ff||) 



Sound: 6 
Komplexität: 7 
Multi-Player: 7 

llllllllllllll 



PC PLAYER 8/ 98 



121 




Echtzeit-Strateqie für Fortgeschrittene und Profis 

Dominion 

Storm over Gift 3 

In seiner über zweijährigen Entwicklungszeit hatte 
dieses Echtzeit-Strategiespiel bereits manchen Sturm 
zu überstehen: So änderte sich sowohl sein Name als 
auch der Hersteller - doch wie ist dem Spielspaß die 
Reife- und Renovierungszeit bekommen? 

Ein Spiel und seine Wanderjahre: Vor etwa zwei J ahren führ- 
te 7th Level einige 3D-Modelle seiner hauseigenen Kampfro- 
boter-Simulation »G-Nome« der Wiederverwertung zu, verpaßte 
ihnen das Korsett eines Echtzeit-Strategiespiels und danach den 
Namen »Dominion«. Nach dem Rückzug von 
7th Level aus dem Spielebereich schnappte 
sich Ion Storm im vergangenen September das 
Waisenkind und änderte seinen Namen 
zunächst in »Dominion Storm« und einige 
Monate später in »Dominion: Storm over Gift 
3« um. Außerdem nutzt man die Zeit, um Spiel- 
design und Story gündlich zu überarbeiten. 
Nach der neuen und mit Hilfe von geänder- 
ten Zwischensequenzen optisch umgesetzten 
Geschichtsschreibung blickt die Menschheit in 
ferner Zukunft auf den Planeten Gift 3, denn 
dort soll ein Artefakt von ungeheurer Macht 
verborgen sein. Genau daraufrichten auch drei 
außerirdische Parteien ihre begehrlichen Blicke, namentlich 
wären dies die Skorp, die Darken und die Söldner. In vier mit 
insgesamt 48 Missionen bestückten Kampagnen führen Sie je 





Fast jedes Gebäude läßt sich um eine Stufe ausbauen. 



▲ Alle vier Rassen verfügen über 
eine individuelle Befehlsleiste. 



eine dieser Rassen zum Sieg 
über den Gegner. Dazu gibt es 
eine noch nicht feststehende 
Anzahl von Einzelszenarien 
sowie 60 für den Mehrspieler- 
betrieb geeignete Karten. 
Trainingsaufgaben gehören 
nicht zum Lieferumfang - sind 
aber auch gar nicht nötig: 
Ähnlich wie bei »Starcraft« 
sind die ersten Missionen sehr 



einfach, zudem gelangen dort nur wenigeTruppentypen zum Ein- 
satz, während die späteren Aufgaben an Komplexität und Umfang 
immer mehr zunehmen. 



Feinheiten bei den Einheiten 



Dominion: Storm over Gift 3 hat auch ein paar 
interessante und manchmal sogar multiple Mis- 
sionsziele auf der Pfanne. Abgesehen von den 
üblichen » Errichte eine Basis und überrolle den 
Gegner« -Aufgaben haben Sie Konvois zu 
beschützen, Gefangene zu befreien und 
bestimmte feindliche Gebäude zu übernehmen. 
Allen Missionen ist gemein, daß Sie sich stets 
nur mit einer gegnerischen Rasse herumzu- 
schlagen haben. Abgesehen von den miteinem 



Zeitlimit versehenen Aufgaben bleibt Ihnen fast 
immer genügend Muße, die Basis erst einmal 
mit den wichtigsten Gebäuden auszustatten, 
bevor der Gegner unliebsame Annäherungs- 
versuche startet. In diesem Fall macht er 
Bekanntschaft mit einigen steuerungstechni- 
schen Finessen: So sind Einheiten per Befehl 
dazu zu bewegen, automatisch Patrouille zu 
laufen, unbekanntes Terrain zu erforschen, 
bestimmte Gebäude zu bewachen oder sich 



gleich nach der Produktion zu einem beliebi- 
gen Ort zu begeben. Überhaupt geht die Trup- 
penproduktion sehr leicht von der Hand, denn 
sie istüberdie Iconleiste von überall aus durch- 
führbar. Sogar die einzelnen Truppentypen ver- 
fügen über individuelle Kommandos: Söldner 
können kriechen und sich hinknien, Kamika- 
ze-Kämpfer explodieren auf Befehl. Für jedes 
Gebäude existiert eine Automatik-Routine, die 
dafür sorgt, daß es sich selbständig repariert. 




Das Verlegen von Brücken geht nur an speziellen Furten: Es wird lediglich das Anfangsstück gesetzt, daraufhin entfaltet sich die Brücke von 
ganz allein. Anschließend muß sie jedoch vor feindlichem Beschuß geschützt werden. 



122 



PC PLAYER 8/98 




I 



(Qt 



▲ Nach der Zerstörung der Strombrücken sind die Vertei- 
digungstürme hilflos. 



J ede der vier Rassen verfügt über spezifische Stär- 
ken und Schwächen sowie zumindest eine indivi- 
duelle Spezialeinheit. Die Menschen repräsentieren 
sowohl in der Produktionsgeschwindigkeit als auch bezüglich der 
Kampfkraft ihrer Einheiten gesunden Durchschnitt. Die Söldner 
dagegen haben es weniger mit der Technik, dafür um so mehr 
mit robuster Stärke. Die hochentwickelten Darken verfügen über 
die stärksten Verteidigungsanlagen, während die technologisch 
schwachbrüstigen Skorps auf Masse statt Klasse setzen. Alle Ras- 
sen besitzen Roboter, die in der Lage sind, feindliche Gebäude 
zu sabotieren und zu übernehmen. Wichtig sind die Komman- 
deure: Wenn Sie einen davon einer Truppe hinzufügen, verhält 
sich diese taktisch klüger: Derart angeleitete Söldner nehmen 
automatisch den stärksten Feind ins Visier und werfen sich bei 
Gefahr auf den Boden. 

Vier-Parteien-Konfrontation 

Bei den Sondereinheiten können die Darken auf Tarnfahrzeuge 
zurückgreifen, die Menschen verfügen dagegen über einen Stör- 
sender, der feindliche Anlagen kurzzeitig außer Betrieb setzt. 
Die Skorp haben Truppentransporter, die sich durch das Erdreich 
wühlen können, um so beispielsweise Abgründe zu überwinden. 
Die Söldner schließlich sind dazu fähig, gegnerische Einheiten 
zum Überlaufen zu bewegen. Freilich stehen all diese Unter- 





Dank seiner originellen Einheiten, des exquisiten Mehrspielerbetriebs 
und des vorbildlichen Missionsdesigns hat Starcraft knapp die Nase vorn. 
Dichtauf folgt Age of Empires, das mit seiner prachtvollen Präsentation 
Punkte sammelt. MechCommander bietet mit den kleinen Spezialtrupps 
nicht nur Rollenspiel-Elemente, sondern darüber hinaus die taktisch reiz- 
vollsten Aufgaben. Das beinharte KKND 2 Krossfire ist Dominion in vie- 
len Punkten ähnlich, nennt aber die etwas hübscheren Landkarten sowie 
eine präzisere Bedienbarkeit sein eigen. Dominion schneidet gegen diese 
Genre-Champions zwar relativ schlecht ab, gehört aber aufgrund seiner 
Solidität zu den gehobenen Vertretern seiner Zunft. 

schiede letzten Endes nur auf dem Papier, denn in der spieleri- 
schen Praxis unterscheiden sich die vier Rassen primär optisch, 
während die arttypischen Unterschiede bloß im Mehrspieler- 
modus voll zum Tragen kommen. 

Welten prallen aufeinander 

Der Spielverlauf folgt dem üblichen Genre-Standard. Ihre Auf- 
gabe ist es, auf der anfangs vollständig abgedunkelten Karte in 
Echtzeit eine Basis zu errichten, die vornehmlich aus Boden- 
truppen bestehenden Einheiten heranzuzüchten und den Feind 
wegzuputzen. Eingerahmte Truppenverbände beliebiger Größe 
schicken Sie per Mausklick durch das von schräg oben zu betrach- 



Thomas Werner 



**** 



Nicht mehr benötigte Gebäude dürfen zum halben Preis verramscht 
werden. 



Manche Leute schwören auf Pepsi, manche auf 
Coca-Cola. Obwohl beide ähnliche Zutaten ent- 
halten, hat jeder Cola-Trinker seine eigene Vor- 
liebe. Genau so ein Fall ist Dominion. Präsenta- 
tion und Missionsdesign machen es zu einem wei- 
teren guten Echtzeit-Spiel. Wie bei etlichen 
anderen Vertretern des Genres hatten die Designer 
hübsche Einfälle, doch echte Sternstunden waren 
keine dabei. 

Die Animationen der Einheiten sind sehr gelungen, 
das Missionsdesign stimmt. Die unterschiedlichen 
Fahrzeugtypen werden bei manchen Aufträgen 
tatsächlich benötigt und sind damit nicht nur pure 
Sammlerstücke. Ob man allerdings wirklich bis zu 
2000 Einheiten auf dem Kampffeld haben muß, um 
spannende Schlachten zu schlagen, wage ich zu 
bezweifeln. 

Das Ressourcen-Management hat mich persönlich 
nicht überzeugt. Besonders zu Beginn einer Par- 
tie dauert es mitunter überdurchschnittlich lange, 
bis das entsc heidende Teil endlich produziert wer- 
den kann. Da alle anderen spielerischen Aspekte 
aber im großen und ganzen in Ordnung gehen, fällt 
es leicht, diese Schwächen in Kauf zu nehmen. 



th Solides 
Missions- 
design 

<f Ordent- 
licher 
Mehrspie- 
lerbetrieb 



t Keine 
echten 
Innova- 
tionen 



PC PLAYER 8/ 98 



123 


















MULTIPLE UNITS 



Detonate At Unit 



Hold Position 



Show Range 



Bei gemisch- 
ten Truppen- 
verbänden 
dürfen nur 
die blau mar- 
kierten 
Befehle ange- 
wandt wer- 
den. 



Vier Auflösungen sind möglich: Das obere Foto zeigt 
640 mal 480 Bildpunkte und die meisten Details, das 
untere mit 1280 mal 1024 Punkten den größten Kar- 
tenausschnitt. 




tende Terrain. An 
Landschaftstypen 
werden Eis- und 
Lavawelten, Wiesen- 
und Wüstengebiete 
sowie das eine oder 
andere Flußdelta 
geboten. Fürdie Pro- 
duktion der etwa 20 arttypischen Gebäudetypen und dem run- 
den Dutzend Truppengattungen pro Rasse sind Wasser und Män- 
ner erforderlich. Auf den Karten befinden sich stets mehrere, 
unterschiedlich gut gefüllte Wasserlöcher, welche Sie mit einer 
darauf plazierten Fabrik in Beschlag nehmen. Die für die Kon- 
struktion von Einheiten und Gebäuden notwendigen Männer wer- 
den in den Koloniegebäuden produziert, erscheinen aber nur in 
Gestalt eines veränderten Kontostandes auf dem Bildschirm: Für 



r Manfred Duy 


**** 


%t Solide ^ 
Echtzeit- 
Strategie 

tfVier 
Rassen 
mit je 
einer 
Kampagne 

# Span- 
nende Hin- 
tergrund- 
story 

t Unspek- 
takuläre 
Präsen- 
tation 

t Leichte 
Bedie- 
nungs- 
mängel 


Tja, wer zu spät kommt, den bestraft das Lebe 
Noch vor einem Jahr hätte sich Dominion in d 
Spitzenränge des gesamten Genres eingereih 
denn das Spiel bietet grundsolide Echtzeit- Strati 
gie, wie man es von Titeln wie Command & Coi 
quer 2 gewohnt war. Auch einige kluge steui 
rungstechnische Einfälle sowie die viergrundve 
schiedenen Rassen verdienen ein Sonderlob. 
Aber - und das ist ein recht bedeutendes »abei 
- inzwischen ist die Zeit nicht stehen gebliebe 
Mittlerweile beherrschen Konkurrenten vom Kai 
ber Total Annihilation, Starcraft oder Age of Er 
pires die Szene, und damit verglichen schneid' 
Dominion relativ mau ab. Die nett animierte Pn 
sentation mit ihren herben Techno-Klängen ge 
in Ordnung, ist aber unspektakulär. Die Steuerur 
häkelt manchmal ein wenig, und das Wegfind« 
System ist etwas verbesserungsbedürftig. 
Auch erweisen sich viele der gut gemeinten Extra 
als schlicht überflüssig: Gegen die Möglichkei 
die Soldaten knien und robben zu lassen, ist zw; 
nichts einzuwenden - nur fehlt in der Hitze di 
raschen Gefechte die Zeit für solche taktische 
Finessen. Probates Erfolgsrezept ist und bleil 
auch hier in aller Regel der bewährte Massenai 
griff - und das ist etwas zu wenig für ein zei 
gemäßes Echtzeit-Strategiespiel. 
V 



ein bis zwei Männer bekommt man bereits ein kleines Spähfahr- 
zeug oder einen Söldner, für einen großen Kampfroboter muß 
man aber schon über 50 J ungs investieren. 
Da die Gebäude nicht allzu weit voneinander errichtet werden 
dürfen, die Entfernungen zwischen den Wasserlöchern aber sehr 
groß sind, müssen Sie das Gelände mit vielen »Strombrücken« 
bepflastern. Diese erledigen dann automatisch die Energiezu- 
fuhr zu den Bauten innerhalb ihres Einflußbereichs. Die Strom- 
brücken sind vielleicht das interessanteste, auf jeden Fall aber 
das meistgenutzte taktische Element. Wenn Sie es während 
eines Angriffs schaffen, die energetischen Nabelschnüre des 
Feindes zu kappen, stehen dessen Verteidigungstürme und Elek- 
tro-Barrieren plötzlich ohne Strom da und werden dadurch zur 

(md) 



leichten Beute. 




Der aktivierte Graber kann sich unsichtbar durch den Untergrund 
wühlen. 



Hersteller: 

Testversion: 

Betriebssystem: 

Sprache: 

Multi-Player: 

Ca.-Preis: 



>ominion: Storm over Gifi 



Ion Storni/ Eidos 
Beta vom Juni '98 
Windows 95 

Englisch (Deutsch geplant) 
1-8 (Netzwerk, Internet) 
90 Mark 



3D-Karten: - 

Hardware, minimum: 

Pentium/166, 32 MByte RAM 

Hardware, Empfehlung: 

Pentium/200, 48 MByte RAM 



Grafik: 

Einstieg: 

Steuerung: 



70 
80 
60 



mim 

iiiiim 

mm 



ipielspaß: ffij 



Sound: 7 
Komplexität: 7 
Multi-Player: 8 



mim 
mim 
iiiiim 



lllllllllllllll 



124 



PC PLAYER 8/98 



Dominion 

im Vergleich 



Dominion bietet zwar grundsolide Echtzeitkost für Strategen, 
doch gerade in diesem Genre ist die Konkurrenz äußerst hart. 




Dominion: Manchmal werden innerhalb 
eines Szenarios multiple Spielziele unter 
Zeitdruck erfüllt, nach einer Niederlage ist 
die Mission zu wiederholen. 



MechCommander: Bei den Missionen gibt 
es abwechslungsreiche Primär- und Sekun- 
därziele wie die Zerstörung von Kraft- 
werksturbinen. 



Total Annihilation: Neben unterschiedlich- 
sten Missionszielen führen auch die über 
100 Einheitentypen wie Schiffe und Flug- 
zeuge zu Variationen. 



PC PLAYER 8/ 98 



125 




Adventure für Einsteiqer und Fortgeschrittene 

Sanitarium 



Durch Alptraum- Welten hopsender I nsasse einer Ner- 
venheilanstalt auf der Suche nach seiner Identität - 
klingt wie eine Psychologie-Vorlesung fürs dritte 
Semester, ist aber ein rezeptfreies Graf ik- Adventure. 

Eine verrückte Geschichte: Nach einem Autounfall erwacht un- 
ser Held in einer Irrenanstalt-Zelle. Sein Gesicht ist gründlich 
zubandagiert, sein Gedächtnis ratzeputz entleert. Sie sehen: Die- 
ser Mensch hat größere Probleme als die Verschlechterung in der 
Kaskoklasse. Und das triste Klappsmühlen-Szenario gehört noch 
zu den normaleren Gefilden, die ihn im Spielverlauf erwarten. 
»Sanitarium« ist ein Grafik-Adventure der klassischen Point-and- 
click-Schule, das in neun Kapitel unterteilt ist. J ede Etappe stellt 
quasi ein abgeschlossenes Miniabenteuer mit eigenem Schau- 
platz und separaten Aufgaben dar. So retten Sie ein Dorf ver- 
stümmelter Kinder vor der Metamorphose mit einem Pflanzen- 
monster. Später tuschelt man mit den Seelen verstorbener Krie- 
ger, um Azteken-Unhold Quetzalcoatl zu bezwingen oder steuert 
kurzerhand eine andere Figur. In den als Render-Filmchen ser- 
vierten Flashback- Sequenzen erinnert sich der Protagonist häpp- 
chenweise an die Geschehnisse vor dem fatalen Unfall. Sein Vor- 
name ist Max, doch was ihn in die Obhut des Irrenanstalt-Per- 
sonals getrieben hat, bleibt lange Zeit unklar. 
Um Max herumzubewegen, halten Sie die rechte Maustaste 
gedrückt und rollen das Eingabegerät in Marschrichtung. Bei län- 



Heinrich Lenhardt 



**** 



Aussterbende Arten behandelt man gerne etwas 
freundlicher. Adventures mit Point-and-click- 
Bedienung, Inventar und richtigen Rätseln sind so 
selten geworden, daß ich die schräge Zwangs- 
jacken-Story mit gesteigertem Interesse installiert 
habe. Leider kommen in der Alptraum-Spielwelt 
die klassisc hen, Objekt- orientierten Puzzles etwas 
zu kurz. Die meiste Zeit verbringt man mit Gequat- 
sche, Storyhäppchen zusammentragen und He- 
rumgelaufe. Das ist wegen der etwas umständli- 
chen Bewegungssteuerung ansatzweise nervig, 
dankdersc honen Schauderstory aberauch ansatz- 
weise spannend. Die abgedrehte Geschichte watet 
ebenso tief wie gekonnt im Horror- und Psycho- 
thriller-Bodensatz. 

Da wollen wir mal nicht zu streng bewerten, daß 
die ohnehin wenigen mitnehmbaren Objekte mit- 
unter verflixt unauffällig in der hochauflösenden 
Landschaft herumliegen. Außerdem sollte man den 
Designern den Hang zu Denkspiel- und Actionein- 
lagen austreiben: Sanitarium hätte eigentlich 
genug Substanz, um ohne solche aufgesetzten Bei- 
lagen auszukommen. Kein makelloses Fünf-Ster- 
ne-Adventure, aber gut genug: In der Not frißt der 
Abenteurer Fliegen. 



tb Phanta- 
sievolle 
Grusel- 
Story 

tb Neun 

dicke 

Szenarien 



t Viel 
reden, viel 
rumlaufen 




Im Gespräch mit einem geistig leicht verwirrten Priester. Um eine 
Frage zu stellen, klicken Sie einfach das gewünschte Thema am unteren 
Bildrand an. 




Sobald Sie ein Gebäude betreten, wird sein Interieur sichtbar - im Schulhaus 
streikt wohl die Putzkolonne ... 



geren Spaziergängen etwas ermüdend, da die rechte Taste stets 
gepreßt bleiben muß. Der Umgang mit anderen Objekten und 
Personen wurde eleganter gelöst: Der Mauszeiger ist eine Lupe; 
sobald man damit ein interessantes Detail streift, wackelt sie ver- 
führerisch. Per Linksklick wird untersucht; läßt sich etwas mit- 
nehmen, erscheint automatisch ein Grabsch-Icon. 
Nicht nur wegen der verschlungenen, unheimlichen Story kommt 
den Gesprächen mit anderen Akteuren große Bedeutung zu. Sie 
klicken einzelne Themen an, um eine mehr oder weniger auf- 
schlußreiche Aussage zu erhaschen. Stößt man durch anderwei- 
tiges Geplauder oder gelesene Informationen auf zusätzliche 
Erkenntnisse, lohnt sich die Rückkehr zu vorangegangenen 
Gesprächspartnern. Neues Wissen sorgt oft für neue Themen in 
Mäxchens Konversations-Menü. 

Wir testeten die US-Importversion von Sanitarium. Der offiziel- 
le Europavertrieb soll im Oktober starten. Ob das Adventure kom- 
plett ins Deutsche übersetzt wird, stand zum Redaktionsschluß 
noch nicht fest. (hl) 



Sanitariui 



Hersteller: ASC Games 

Testversion: Importversion 1 

Betriebssystem: Windows 95 

Sprache: Englisch 
Multi-Player: 

Ca.-Preis: 90 Mark 

V 



3D-Karten: - 

Hardware, minimum: 

Pentium/ 90, 16 MByte RAM 
Hardware, Empfehlung: 

Pentium/166, 32 MByte RAM 



rt/Hfra 



Grafik: 
Einstieg: 



70 
70 



mim 
mim 



Steuerung: 5 

Spielspaß: ^M 



Sound: 7 
Komplexität: 7 i 




Multi-Player: — 

iiiiiiiiiim 



126 



PC PLAYER 8/98 



Echtzeit-Strateqie für Einsteiqer und Fortgeschrittene 

Tribal Rage 

Echtzeit meets Endzeit: Wohnwagen mit Dachkano- 
ne, Trucker mit beängstigender Feuerkraft und grim- 
mige Motorrad- Gangs sorgen für eine wirklich origi- 
nelle Atmosphäre. 



Der ganz normale Wahnsinn Anno 2030: Durchgeknallte 
Wohnmobil-Fans legen sich mit verschrobenen Totenkult- 
Anhängern an. Dazwischen irrt ein Elvis-Doppelgänger herum, 
bis er an der nächsten Straßensperre von feministi- 
schen Amazonen aus dieser Show geschossen wird. 
So unkonventionell sich das Szenario auch anhört, 
von der Sache her bietet »Tribal Rage« bodenstän- 
dige Echtzeit-Strategie: Stück für Stück erkunden Sie 
mit ihren Truppen eine Karte, um alle Gegner mit 
Kanonen und Maschinengewehren zu zerlegen. Das 
nötige Kleingeld erhalten Sie durch Ihre Erzminen. 
Zudem darf man Gebäude erwerben: Lazarette hei- 
len Verwundete, Bunker bieten Schutz; Schnellre- 
staurants füllen die Kasse mit zusätzlichem Einkom- 
men, und J agdhütten frischen die Munitionsvorräte 
auf. Zusätzlich wurden Gegenstände in der Land- 
schaft verstreut, die ebenfalls positive Effekte auf Gesundheit 
und Ausrüstung der eigenen Leute haben. 
Einheiten werden nicht produziert, sondern einfach gekauft und 
prompt geliefert. Zur Auswahl stehen Kämpfer und Fahrzeuge 





▲ Die Echtzeitschlachten 
finden in Ruinenstädten oder 
Wüstenlandschaften statt. 



jeglicher Art, wozu 
auch Flugsaurier 
gehören. Außer der 
reibungslosen Bestel- 
lung von Kriegsgerät 
sowie dem Verkauf von 
Erz und Hamburgern 
funktioniert allerdings 
wenig in der Endzeit- 



Thomas Werner 



*** 



Tribal Rage hätte wirklich interessant werden kön- 
nen: Auch wenn das Endzeitthema schon x-mal 
durchgenudelt wurde, sind die skurrilen Einheiten 
durchaus sehenswert. Mein Liebling sind die 
Trailer-Trash-Fahrzeuge mit schwerbewaffneten 
Wohnmobilen. Ob es hingegen noch schwarzer 
Humor ist, wenn man zur Feier des Unabhängig- 
keitstages nach Atlanta fährt und dort so viele Zivi- 
listen wie möglich umnieten soll, möchte ich hier 
nicht diskutieren. Davon abgesehen, ist Tribal 
Rage eherein Leichtgewicht. Die Solospieler-Mis- 
sionen sind unzusammenhängend, die Kampagne 
ist eine Mogelpackung. 

Zwar hat jede Mission einen launigen Einlei- 
tungstext, doch was dann folgt, hat mit taktischem 
Vorgehen nicht allzu viel zu tun. Noch mehr als 
bei vielen anderen Titeln beschränkt sich die not- 
wendige Strategie auf das pure Vernichten des 
Gegners. Die eigenen Männer rennen blindlings in 
den Tod, doch wird dies durch den planlos agie- 
renden Computergegner wieder ausgeglichen. 
Sehr gut gefallen hat mir hingegen der einfach zu 
bedienende Editor. Das Erstellen neuer Karten 
machtsogarfastmehrSpaßalsdie meisten Kämp- 
fe bei Tribal Rage. 



Besonders gelungen ist der einfach zu bedienende Editor. 

weit. Dies liegt nicht zuletzt an den sechs unterschiedlichen Grup- 
pierungen, den Stämmen, die sich entweder untereinander 
bekämpfen oder die Zivilbevölkerung aufmischen. 
Ein kleines Tutorial führt in die Grundbegriffe des Kampfes ein, 
bevor man sich an die 28 Solomissionen heranwagt. Dazu gibt 
es einen Kampagnenmodus, bei dem der Groß räum von LosAnge- 
les sektorweise erobert werden soll. Die Kampagneenthält jedoch 
keinerlei Story-Elemente- esgehtschlichtdarum, StückfürStück 
alle feindlichen Einheiten und Gebäude unterzupflügen. Auf dem 
guten Dutzend Mehrspielerkarten können Siegegen menschliche 
Gegner antreten. 

Einheiten und Karten dürfen nach Belieben modifiziert oder kom- 
plett neu gestaltet werden. Hier können Sie Landschaften zusam- 
menbasteln und den Computer frische Schlachtfelder nach 
bestimmten Vorgaben generieren lassen. (tw) 



tb Skurrile 
Einheiten 

tb Gelun- 
gener 
Karten- 
Editor 



t Unori- 
ginelle 
Missionen 

^ Niedrige 
Künstliche 
Intelligenz 



Tribal Rag 



Hersteller: 

Testversion: 

Betriebssystem: 

Sprache: 

Multi-Player: 

Ca.-Preis: 



Talonsoft 

Importversion 1.0 

Windows 95 

Englisch 

1-8 (Netzwerk, Internet) 

90 Mark 



3D-Karten: - 

Hardware, minimum: 

Pentium/100, 16 MByte RAM 

Hardware, Empfehlung: 

Pentium/133, 32 MByte RAM 



Grafik: 6 
Einstieg: 8 
Steuerung: 7 

Spielspaß: 



ipielspaß: |jf*| 



Sound: 6 O 
Komplexität: 6 O 
Multi-Player: 7 O 




llllllllllll 



PC PLAYER 8/ 98 



127 




Rollenspiel für Einsteiqer 

Droiyan 

»Droiyan« betritt als Möchtegern- Mischung 
aus »DSA« und »Final Fantasy 7« die Rol- 
lenspiel-Szene: begrenzte Interaktion bei 
isometrischem Kampfsystem und linearer 
Handlung. 



Auf Icarus herrscht Krieg, wie immer in Fantasy- 
Welten. Allerdings bekämpfen sich ausnahms- 
weise nicht behende Elfen und bösartige Drachen, 
respektive grauenvolle Orks und randvolle Zwerge. 
Diesmal wollen die Götter höchstpersönlich einander das heili- 
ge Fell über die geweihten Ohren ziehen. Da aber eine Patt-Situa- 
tion eintritt, die auch der schönsten Blutfehde den Schmiß 
nimmt, werden die Menschen zu Rate gezogen. Sollen sie sich 
doch für eine der beiden Göttermannschaften entscheiden. 
Da unsere Anverwandten natürlich die »gute« Seite wählen 
(schließlich gewinnt diese immer), sind die Götter der Finster- 
nis erzürnt. Vor ihrer schrecklichen Rache kann nur ein einziger 
Mann die Welt schützen, der schwächelnde Schwertschwinger 
Droiyan. Ihn und einige freiwillige Helfer, die sich im Laufe des 
Spielsanschließen, steuern Siedurch eine isometrische, an »Dia- 
blo« erinnernde Landschaft. 

J eder Ort dient als Einleitung für den nächsten Kampf oder, im 
Fall von Städten, der Auffrischung des Waffenarsenals. Rätsel 
sucht man vergebens. Die Keilereien gehen wie folgt vor sich: 
Ein rechteckiges Gitterfeld zeigt an, wie weit der jeweilige Held 
in einer Runde auf dem Schlachtfeld ziehen darf. Sie positionie- 
ren die Recken wie gewünscht und geben dann flotte Zauber- 
sprüche von sich oder führen die aktivierte Waffe. Sie sind jedoch 
auch jederzeit in der Lage, Ihren Zug zugunsten einer beträcht- 




Unsere Magier-Azubi mausert sich flugs zu einer passablen Hexenmeisterin. 



Volker Schütz 



*** 



Droiyan ist ein einziger Kampf - in jeder Bezie- 
hung. Interaktion mit der Umwelt beschränkt sich 
auf die Überlegung, welcher Gegner als nächstes 
seinen Kopf verliert. Dagegen sind die rätselarmen 
Dungeons in Diablo reinstes Hirntraining. Wenn 
nun aber schon Metzeleien in Reinkultur, dann 
doch bitte auf einem Niveau, das ihrer tragenden 
Rolle entspricht. Denkste. So wie die tatsächliche 
Programmierkunst nur zur Hälfte die guten Absich- 
ten erreicht, bleibt auch dem Tester im Hinblick 
auf das Resultat das Wort »Qualität« nach den 
ersten vier Buchstaben im Halse stecken. 
Unausgewogenheit regiert Waffen, Kämpfer und 
Zaubersprüche. Während Droiyans Freundin 
Helena mit machtvollen Sprüchen den Bildschirm 
leerfegt, würde unserer »Held der Menschheit« 
mit seinen läppischen Attacken sogar vom »Dura- 
cell«-Häschen Dresche beziehen. Zu allem Über- 
fluß zeigt neues Equipment, ist es auch noch so 
teuer, nur in raren Ausnahmefällen Wirkung. 



^b 0,1 Pro- 
mille Inter- 
aktion 



t Streng 
linear 

t, Extrem 
unausge- 
wogen 

t Durch- 
wachsene 
Kämpfe 




Wichtige Aktionen der Helden sind vom Programm vorgegeben und 
nicht durch den Spieler zu beeinflussen. 

liehen Regeneration von Zauber- und Lebensenergie entfallen zu 
lassen. Dieser Effekt führt zu sehr fragwürdigen Kampfszenen 
(»Bohrt dir da nicht gerade ein Ork seinen Säbel durch den 
Magen?« »Was weiß denn ich?! Reich mir lieber noch mal den 
Picknickkorb«). Während des Gemetzels erhalten die fleißigsten 
Kämpfer einen schönen Erfahrungspunkte-Bonus, mit dem Sie 
Ihre Fähigkeiten verbessern können. Aus herumstehenden Tru- 
hen klauben Sie allerlei Nützliches wie Geld, Rüstung oder Waf- 
fen. Das Spiel kann an jeder Stelle gespeichert werden, (vs) 



13 



Hersteller: 

Testversion: 

Betriebssystem: 

Sprache: 

Multi-Player: 

Ca.-Preis: 



CDV 

Beta vom Jur 
Windows 95 
Englisch 

80 Mark 



3D-Karten: - 

Hardware, minimum: 

Pentium/75, 16 MByte RAM 

Hardware, Empfehlung: 

Pentium/133, 16 MByte RAM 



IPMITP 



Grafik: 

Einstieg: 

Steuerung: 



70 
80 
60 



mim 

iiiiim 

mm 



ipielspaß: ^pfr) 




Sound: 6 
Komplexität: 3 
Multi-Player: — 

iiiiiiii 



128 



PC PLAYER 8/98 







Strateqiespiel für Einsteigen Fortgeschrittene und Profis 



Civilization 2 

Mil'äiC Multiplayer 



W7i g| 



Sid Meier ist längst über alle Berge, aber Microprose 
wringt die »Civilization 2« -Hinterlassenschaft bis zum 
letzten Byte aus. Das klassische Aufbau-Strategiespiel 
wurde jetzt um Multiplayer-Optionen erweitert. 

Neben dem auch solo betreibbaren Basisspiel »Civilization 
2« enthält »Civilization 2 Multiplayer« sämtliche nur 
erdenklichen Mehrspielermodi. Der Konkurrenzkampf ist nun via 
Netzwerk, Modem/ Nullmodem, I nternet oder per E-Mail möglich, 
selbst eine Zwei-Spieler-Sitzung vor einem Monitor ist mit von 
der Partie. 

Am genialen Spielprinzip hat sich nicht das geringste geändert. 
Vor jedem Start wird eine frische Karte generiert. Dort errichten 
Sie im Rundentakt sowie konkurrierend mit bis zu sechs mensch- 
lichen und/ oder computergesteuerten Konkurrenten Städte, 
betreiben Forschung und produzieren gigantische Armeen. Wahl- 
weise führen alle Beteiligten ihre Aktionen parallel oder hinter- 
einander durch. Um die etwas langwierige Aufbauphase zu 
beschleunigen, läßt sich sowohl die Geschwindigkeit der Pro- 
duktion als auch die sämtlicher Einheiten verdoppeln. Eine Chat- 
Funktion darf auf Wunsch aktiviert werden, der beliebte Schum- 
melmodus bleibt dagegen im Mehrspielerbetrieb außen vor. 
In geselliger Runde kommen einige feine taktische Manöver 
zusätzlich zum Vorschein. So können Sie mit I hren Mitspielern - 
anders als bei den notorisch Vertragsbrüchigen Computergeg- 
nern - feste Allianzen schließen, um etwa Forschungsergebnis- 
se und Informationen über die gemeinsamen Feinde auszutau- 



Mandred Duy 



***** 



Zeitwurde es ja, daß Microprose endlich miteinem 
Mehrspielermodus für Sid Meiers Geniestreich 
rüberkommt. Der erweitert den in Ehren ergrauten 
Klassiker um einige interessante taktische Vari- 
anten, die sich insbesondere dann auswirken, 
wenn mehrere feste Allianzen gebildet werden. Im 
Betrieb »jeder gegen jeden« wird allerdings nicht 
mehr geboten als beim gewohnten Kampf gegen 
die Computergegner. 

Leider ist diese Neuauflage etwas schlampig. Den 
einen oder anderen kleinen Übersetzungs-Bug hätte 
man schon eliminieren dürfen. Und daß sich der 
Computer selbst im Mehrspielerbetrieb ungefragt in 
diplomatische Verhandlungen einmischt, macht 
einen ebenfalls etwas ärgerlich. Ein Zeichen von 
Knickerigkeit ist es zudem, daß die europäische 
Version nur über das Basisspiel plus Mehrspieler- 
option verfügt. Die als Ultimate Civ 2 betitelte ame- 
rikanische Ausgabe bietet darüber hinaus noch die 
Zusatz CD Conflicts in Civilization. 



tb Zeitlo- 
ses Spiel- 
prinzip 

# Multi- 
player- 
betrieb 
ermöglicht 
neue Stra- 
tegien 



t Kein 
Karten- 
Editor 

t Spiele- 
risch 
nichts 
Neues 




rr^T3n Ange- 
schlagene 
Truppen 
können 
bei einem 
Alliierten 
geheilt 
werden. 



sehen. Genauso ist es mög- 
lich, zwei getrennte Spiel- 
karten zu verbinden, um mit 
Ihren Legionen von einer 
Karte auf die andere zu 
wechseln. Dies ist insbe- 
sondere dann interessant, 
wenn zwei Spieler ihre 
separaten Szenarien gegen 
den Computergegner prak- 
tisch gewonnen haben und 
nun per Link eine Invasion 




Bei manchen Verhandlungen übernimmt der Com- 
puter ungefragt das Kommando. 



auf den Weidegründen des Gegners anstreben. 
Der nächste zivilisatorische Entwicklungssprung steht bereits in 
den Startlöchern: In wenigen Wochen wird »Ultimate Civ 2 Clas- 
sic Edition« erscheinen. In dieser zum Vollpreis erhältlichen Wun- 
dertüte finden sich neben dem besagten »Civ 2 Multiplayer« die 
beiden bislang erschienen Zusatz-CDs sowie der hier fehlende 
Karten-Editor. (md) 



Civilization 2 M ultiplayei 



Hersteller: Microprose 

Testversion: Beta vom Juni '98 

Betriebssystem: Windows 95 & 3.1 

Sprache: Englisch (Deutsch geplant) 

Multi-Player: 1-7 (Netzwerk, Internet) 

Ca.-Preis: 50 Mark 



3D-Karten: - 

Hardware, minimum: 
486DX/33, 8 MByte RAM 

Hardware, Empfehlung: 
Pentium/120, 32 MByte RAM 



Grafik: 4 Sound: 7 

Einstieg: 8 Komplexität: 9 m 

Steuerung: 8 Multi-Player: 7 



lllllllllllllllll 





PC PLAYER 8/ 98 



129 






Adventure für Einsteiqer 

Hopkins FBI 




Hopkins 
wird 

etwas blaß 
hinter 
seiner 
Sonnen- 
brille: 
Ist diese 
Leiche 
etwa seine 
Freundin 
Samantha? 



Hopkins entspricht dem konservativen Bild des Agenten, wie 
es Sean Connery perfekt verkörperte: Souverän bewegt er 
sich durch die Weltgeschichte und findet vor allem seine Anzie- 
hungskraft auf Frauen ganz unwiderstehlich. So harte J ungs sind 
aber auch dringend nötig, denn der gewiefte Kriminelle Bernie 
Berckson treibt sein Unwesen. Der Mann hat einfach Spaß am 
Töten und übersteht sogar seine geplante Hinrichtung auf dem 
elektrischen Stuhl. In klassischer Adventure-Manier jagen Sie als 
Hopkins diesen Widerling, fahren mit I hrem Auto von Ort zu Ort, 
sammeln Gegenstände im Inventar und ärgern Ihren Chef, (uh) 




Udo Hoffmann 



*** 



Die Hintergrundgeschichte um den sadistischen 
Berckson istim Grunde garnichtso schlecht, wenn 
auch überflüssig brutal. In Kinderhände würde ich 
dieses Programm auf keinen Fall legen. 
Spielerische Defizite stoßen aber noch viel mehr 
auf. Die Grafik ist recht urzeitlich geraten und des- 
halb stimmungsdämpfend. Die eigentlichen Rätsel 
beschränken sich meist darauf, alle Bildschirme 
pixelgenau abzusuchen, bis endlich auch der letz- 
te wichtige Gegenstand gefunden wurde. Die bei 
alten Sierra-Titeln abgekupferte Steuerung ist 
umständlich und nervig. In Anbetracht des momen- 
tanen Mangels an aktuellen Konkurrenz-Titeln 
können darbende Abenteurer in der Noteinen Blic k 
riskieren. Splatter-Fan sollte man aber sc hon sein, 
um Hopkins FBI mit einem ungewendeten Magen 
zu überstehen. 



Q Für 

Splatter- 

Fans 

<sb Bizarre 
Story 



t, Veraltete 
Grafik 

s^ Pixel- 
genaues 
Absuchen 
nach 
Objekten 



Hopkins FBI 



Hersteller: Cult 

Testversion: Beta vom J un 

Betriebssystem: Windows 95 

Sprache: Englisch 
Multi-Player: 

Ca.-Preis: 50 Mark 




3D-Karten: - 
Hardware, minimum: 

Pentium/90, 16 MByte W 
Hardware, Empfehlung: 

Pentium/133, 16 MByte P 



Wertung 



> 



Grafik: 
Einstieg: 
Steuerung: 4 

Spielspaß: ^J|) 



Sound: 5 
Komplexität: 4 
Multi-Player: - 

■■■■im 



Strateqiespiel für Einsteiqer und Fortgeschrittene 

DSF Fussball Manager 98 



Der 1. FC 
Köln auf 
dem Weg 
in die 
zweite 
Liga. 



> 1. Fe Külit O 1 < Hirthc Bsc Birlon 


im Mungir sdur fir Stedoun f Zeit* 24 1. Bundesliga 


Niaindurf 5 


22 Pulstir Suirrossun 
22 Reth Uaciuoc 
24 Pulstir 
24 Pulstir 


( ) ( ,K ){ \\ '' L5 1. X ) 



Die98'er- Version von Sierras Fuß ball- Manager läßt Sie in sechs 
verschiedenen Ländern als Trainer tätig werden. Österreich 
und die Schweiz sucht man ebenso vergebens wie die Möglichkeit, 
als Nationalcoach die WM zu gewinnen. Die Spieler- und Clubda- 
ten sind noch auf dem Stand der abgelaufenen Saison 97/98. 
Neben dem komplett überarbeiteten Transfermarkt, erweiterten 
Spielereigenschaften, Sprachausgabe und lieblos gestalteten 
Zeitungsberichten fällt besonders das Hauptmenü ins Auge, wel- 
ches bislang alle Versionen unbeschadet überstanden hat. 

(Thierry Miguet/hl) 



Thierry M iguet 


** 


<d- Günsti- ^ 
ger Preis 


Sachen gibt's: Da werben die Programmierer voll- 
mundig mit »unzähligen Spielerdaten« und ver- 
unstalten im selben Zug alle Namen der »sorgfäl- 
tig recherchierten« Clubs (»Hirthe Bsc Birlon«) 
und Kicker (»Boxinti Lozereza«) bis zur Unkennt- 
lichkeit. Mit dem beiliegenden Editor kann man 
zwar selbst Hand anlegen; der Aufwand lohntsich 
jedoch kaum. Kleine technische Mängel, eine 
schlichte Präsentation und vor allem die äußerst 
zufälligen Spielergebnisse sorgen leicht für Ver- 
druß. Genre-Einsteiger, denen das Berechnen der 
Frittenbuden-Preise zu kapitalistisch erscheint, 
könnte jedoch der einfache Trainer-Modus zusa- 
gen. Wer hingegen schon einen Anstoss bei einem 
anderen Fußball-Manager gewagt hat, wird hier 
kaum großen Spaß haben. 




t Lieblose 
Aufma- 
chung 

** Zufalls- 
ergebnisse/ 

_ 4 



Manger 9i 



Hersteller: Sierra 

Testversion: Verkaufsversion 1,1 
Betriebssystem: Windows 95 

Sprache: Deutsch 

Multi-Player: 1-8 (an einem PC) 

Ca.-Preis: 40 Mark 

V 



3D-Karten: - 

Hardware, minimum: 

Pentium/ 90, 16 MByte RAM 
Hardware, Empfehlung: 

Pentium/133, 16 MByte RAM 



PM1TP 



Grafik: 3 
Einstieg: 5 
Steuerung: 5 

Spielspaß: 



Hill 
Hill 



ipielspaß: ^fffi 




Sound: 3 
Komplexität: 4 
Multi-Player: 6 

llllllll 



130 



PC PLAYER 8/98 



Actionspiel für Fortgeschrittene 

Beast Wars 

Mit einem Ihrer sechs unterschiedlich begabten Blechka- 
meraden stapfen Sie durch langweilige 3D-Landschaften 
und schießen auf Wachtürme, kleine Raumschiffe oder schleimi- 
ge Würmer, die aus ihren Bauten hervorgekrochen kommen. Am 
einfachsten geht das mit der Tastatur, Shooter-Liebhaber wer- 
den sich gleich wie zu Hause fühlen. Sofern radioaktives Ener- 
gon in der Nähe ist, müssen Sie alle paar Meter eine Rast einle- 
gen und Tiergestalt 
annehmen, damit der 
eigeneVerstrahlungs- 
grad wieder auf Nor- 
malnull sinkt. 
K Insgesamt gilt es, 

zwölf verschiedene 
Missionen zu beste- 
hen. Vier Land- 
schaftstypen sind mit 
gegnerischen Vertei- 
digungseinrichtun- 
gen förmlich zuge- 
pflastert und müssen 
durchquert werden. Achten Sie auf Power-ups und Lebensener- 
giepäckchen, die zwanglos in der Gegend verstreut wurden: Selbst 
hochmoderne Vernichtungsmaschinen sind über derartigen Ser- 
vice hocherfreut. (uh) 




Predator Scorponok beweist diesem Endgegner gera 
de, daß er seinen Schlachtruf »Terror« vollkommen 
ernst meint. Unten links befinden sich seine Werte 
für Lebensenergie und Verstrahlungsgrad. 



Udo Hoffmann 



*** 



Fans der TV-Vorlage können frohlocken: Die Pri- 
mitivität der Zeichentrickfilme wurde eins zu eins 
übernommen. Dazu zählen unter anderem die ver- 
wegen grobe Übersichtskarte und die einfallslos 
attackierenden Gegner. Ebenfalls traurig, aber 
wahr: Die Computergrafik der Serie ist um einiges 
besser als die des Spiels. Dennoch will ich Beast 
Wars nicht in Bausch und Bogen verdammen. Mit 
der Steuerung kommt man gut zurecht, und wer 
einfach nur seinen Frust an ein paar Computerpi- 
xeln auslassen will, ist vielleicht sogar zufrieden. 



Ü Nahe an 
der Serie 



!t Nahe an 
der Serie 

k. Außer 
Ballern 
nicht viel 
los 



Beast Wars 



3D-Karten: Direct 3D, 3Dfx 

Hardware, minimum: 

Pentium/100, 16 MByte RAM 

Hardware, Empfehlung: 

Pentium/166, 16 MByte RAM, 3D-Karte 



Hersteller: Hasbro Interactive 

Testversion: Verkaufsversion 1.0 
Betriebssystem: Windows 95 

Sprache: Deutsch 

Multi-Player: 1-4 (Netzwerk) 

Ca.-Preis: 80 Mark 

' PC HMÜfEB B 

Grafik: 5 i Sound: 6 

Einstieg: 8 Komplexität: 5 

Steuerung: 7 Multi-Player: 5 



Spielspaß: 



# 



iiiiiiiiii 






Interaktiver Film für Einsteiqer 

Cyberswine 




Cyberswine 
ist halb 
Polizist, halb 
Maschine, aber 
mit ganzem Her- 
zen ein Held, 
wenn auch ein 
ziemlich versau- 
ter. Was kann er 
dafür, daß sein 
menschliches 
Gehirn in einen 
Schweinekörper 
eingesetzt und 
mit Cyber- 1 m- 




Ein alter Mann stirbt im Park - Cyberswine und seine schöne 
Kollegin Sara Lee kommen zu spät. 



plantaten verstärkt wurde? Doch wer ihn näher kennenlernt, 
merkt sofort, daß er einen pflichtbewußten und liebenswerten 
Burschen vor sich hat. Auch Sara Lee, beschäftigt bei der Staats- 
polizei des21. J ahrhunderts, gewöhntsich schnell an ihren neuen 
Partner. Der Chef hat die ungebärdige Schönheit dazu verdon- 
nert, mit Cyberswine eine Patrouille zu fliegen. Wie gut, daß 
sowohl dessen Kampf- als auch sein Emotions-Chip bereits voll 
funktionsfähig ist. Denn aus dem geplanten harmlosen Rundflug 
entwickelt sich alsbald ein Kampf um nichts Geringeres als die 
Existenz der Menschheit. (uh) 



r Udo Hoffmann 


*** 


O Drollige^ 
Geschieh- 


Cyberswine ist ein interaktiver Film, der diese 
Bezeichnung wirklich verdient hat. Im Verlauf der 
Handlung wird man praktisch jede Minute um eine 
Entscheidung gebeten. Ihre Möglichkeiten sind im 
Prinzip eng begrenzt, mehr als an kritischen Stel- 
len zwischen »Ja« und »Nein« zu wählen, istnicht 
drin (»Soll ich den unverschämten Dienstroboter 
jetzt mit meinem Laser durchlöchern oder lieber 
nicht?«). Warnung: Ohne sehr gute Englisch- 
kenntnisse ist dieser US-Import kaum spielbar. 

v 


■ i^^H 


c Grafik 
schwach 

t Schnell 
durchge- 
spielt 

1 



Cyberswh 



3D-Karten: Direct 3D, 3Dfx 

Hardware, minimum: 

Pentium/90, 16 MByte RAM 
Hardware, Empfehlung: 
Pentium/133, 32 MByte RAM, 3D-Karte 



Hersteller: Brilliant Digital Entertainment 

Testversion: Importversion 1.0 
Betriebssystem: Windows 95 

Sprache: Englisch 

Multi-Player: - 

Ca.-Preis: 40 Mark 

V 



Grafik: 4 O Sound: 6 O 

Einstieg: 9 O m Komplexität: 5 O 

Steuerung: 6 O Multi-Player: — 



ipielspaß: ^ffl) 




PC PLAYER 8/ 98 



135 



Simulation für Einsteigen Fortgeschrittene und Profis 



'^"c^n'/iaiia^aMT^p^i^n^vaiia 




Pro Pilot 



Dynamix peilt mit seinem neuen Produkt nichts Gerin- 
geres als die Position des Genre-Königs »Microsoft 
Flight Simulator« an. Ein gewagtes Unterfangen ohne 
die unzähligen Add-ons, auf die Piloten des Flight 
Simulator 98 zurückgreifen können. 

Die extrem lange Pause von über einem halben J ahr, die seit 
der Veröffentlichung von den »Pro Pilot« in den Vereinig- 
ten Staaten vergangen ist, hat Dyna- 
mix gut genutzt. Die endlich fertige 
deutsche Version umfaßt eine CD mehr, 
auf der sich das komplette Europa als 
Fluggebiet befindet. Im Vergleich zum \ 

US-I mport haben Sie auß erdem Zugriff 
auf ein weiteres Flugzeug, die neue 
Version der Cessna 172 Skyhawk mit 
der Bezeichnung »R«. Im Hangar ste- 
hen weiterhin die »normale« Cessna 
172, die Beechcraft V35 Bonanza, die 
zweimotorigen Maschinen Beechcraft 
58 Baron sowie die King Air B200 des 
gleichen Herstellers. Schlußendlich 
dürfen Sie noch den Business-Düsen- 
flieger Cessna 525 CitationJ et pilotieren. 
Auf Wunsch sitzt ein Co-Pilot im Flugzeug, der einige Sachen wie 
Funkverkehr übernehmen und außerdem Tips zum Ablauf geben 
kann. Falls Sie seine Anweisungen nicht befolgen, wiederholt er 
sie allerdings so lange, bis Sie parieren. Am besten stellen Sie 
vor dem Start einen Flugplan auf, in welchem Sie festhalten, von 
wo nach wo Sie fliegen wollen. Das Positionieren des Fliegers 
wird jedoch durch die umständlich zu bedienende Karte 
erschwert. Auf dieser sind keine Städte, sondern lediglich Flug- 
häfen eingezeichnet, und die nur als Kürzel. Sie können sich zwar 
häufig benutzte Fluglinien anzeigen lassen, doch geographische 
Lokalitäten wie Flüsse und Berge fehlen hier. Zumindest dürfen 

Sienach Flugplätzen 
suchen lassen. Mün- 
chen steht aber nur 
als »Munich« in der 
Liste, was beim 
Übersetzen hätte 
auffallen sollen. 
29 große Städte 
Amerikas und zehn 
innerhalb von Euro- 
pa wurden detaillier- 
ter als der Rest nach- 
gebildet, wobei beim 
direkten Vergleich 
mit dem Flight Simu- 





▲ »Ich wollte schon immer 
mal mit einer Beechcraft 
Bonanza durch den Are de 
Triomphe fliegen!« - In 
niedriger Höhe fallen die 
Riesenpixel besonders auf. 



In München sehen wir das 
BMW-Gebäude, das Olym- 
piastadion ... aber wo ist 
der Olympiaturm geblieben? 



lator 98 ins Auge fällt, daß Dynamix weitaus mehr Gebäude ein- 
gebaut hat. Darüberhinaus macht das ganze Szenario genau wie 
bei der Microsoft-Konkurrenz einen sterilen Eindruck. Auf dem 
Münchener Franz-J osef- Strauß-Flughafen beispielsweise haben 
wir in einer Stunde nicht einen einzigen Start- oder Landevor- 
gang beobachtet. Es funkt uns auch niemand an, der uns bittet, 




Das »Geheimflugzeug«: Nachträglich implementierten 
die Designer das ganz neue Modell R der Cessna 172 
Skyhawk, das Sie durch einen kleinen Eintrag in der 
Flight.ini-Datei erhalten. 



Martin Schnelle 


**** 


tir Physika- 
lisch 

korrektes 
Flug- 
modell 


Zwei Mängel halten Pro Pilot davon ab, auf der 
gleichen Stufe wie der FS 98 zu landen: Zum einen 
gibtes keinen 3 D-Kartensupport, zum anderen ver- 
missen wir Abenteuer, in denen Sie Ihre Flugkün- 
ste bei kleinen Aufgaben beweisen können. Dazu 
kommen noch die fehlenden Fluggebiete, die Sie 
von Fremdherstellern für das Microsoft-Produkt in 
rauen Mengen erhalten können. 
Das Flugmodell von Pro Pilot fällt ziemlich au- 
thentisch aus, selbst die Unterschiede zwischen 
den beiden Skyhawk-Modellen sind schön ausge- 
arbeitet; gleiches giltfür die Geräuschkulisse. Die 
Grafik allerdings ruckelt selbst auf einem 300- 
MHz-Pentium-ll und sieht wenig beeindruckend 


W^M V-. 1 1 ! • B 


aus. Für die angepeilte Zielgruppe v< 
die für einen Flugschein trainierer 
Spaß am reinen Fliegen haben, istc 
aber in jedem Fall einen zweiten Bl 
mit mit einem eingeschränkten S: 
kann, sollte hingegen zum lebhafte 
scheren Flight Unlimited 2 greifen. 
V 


)n PC-Piloten, 
wollen oder 
las Programm 
ick wert. Wer 
:enario leben 
ren und hüb- 


weilige, 

ruckelnde 

Grafik 

t Sterile 
Umgebung 

4 



136 



PC PLAYER 8/98 



3 ^ «1 1- '| 










,'^'j; 






^^^ 


■ ■ ■ 

■ « ■ 

JBBflj 


;?" 





Das Wahr- 
zeichen 
der Stadt 
der Liebe, 
der Eiffel- 
turm, darf 
natürlich 
nicht 
fehlen. 



aus diesem Luftraum zu verschwinden - wir vermissen hier 
sehr die Dynamik von »Flight Unlimited 2«. Ansonsten funk- 
tioniert die ATC (Air Traffic Control) recht gut, deren Funk- 
sprücheSieoptional auch in Deutsch hören können. Ein Mehrspie- 
ler-Modus fehlt in dieser Version, er soll jedoch laut Hersteller- 
angaben als Patch nachgeliefert werden. 
Direct3D-Support oder eine sonstwie geartete Beschleuniger- 
kartenunterstützung wird es allerdings für dieses Produkt nicht 
geben. Das ist um so unverständlicher, als ein gleicher Patch für 
»Red Baron 2« herauskommen wird, das ja die gleiche Grafik- 
Engine benutzt. So müssen Sie mit pixeliger und langsamer Dar- 
stellung leben. (mash) 




Notre Dame aus nächster Nähe: Gott sei dank kann man durch Gebäude 
immerhindurchfliegen. 



ij wijini 



Hersteller: Dynamix 

Testversion: Beta vom J un 

Betriebssystem: Windows 95 

Sprache: Deutsch 
Multi-Player: 

Ca.-Preis: 90 Mark 



3D-Karten: - 

Hardware, minimum: 

Pentium/90, 16 MByte RAM 

Hardware, Empfehlung: 

Pentium 11/300, 64 MByte RAM 



;rrj*rER b 



Grafik: 4 
Einstieg: 4 i 
Steuerung: 7 



ipielspaß: ^M 



Sound: 8 
Komplexität: 8 
Multi-Player: — 

iiiiiiiiiim 




Actionspiel für Einsteiqer und Fortgeschrittene 

House of the Dead 




Zombie 
Nr. 1 
(links) 
hat für 
heute 
genug, 
aber Zom- 
bie Nr. 2 
verlangt 
noch 
einen 
Nach- 
schlag. 



Der erschreckend unkonventionelle Genetik-Experte Dr. Curi- 
en wird der Regierung allmählich lästig. Sein früher bild- 
hübsches Forschungslabor ist längst ein Ort des Grauens, ehe- 
malige Mitarbeiter hat er in Zombies verwandelt, und Schön- 
heitsreparaturen am Gebäude werden auch nicht ausgeführt. 
Sie als Top-Agent erhalten deshalb einen klaren Auftrag: Misten 
Sie diesen Dreckstall aus - mit Ihrer Pistole. Dazu bewegt man 
ein Fadenkreuz per Maus oder Tastatur über den Bildschirm, auf 
Kommando feuert Ihre Waffe bis zu zwölf Schüsse hintereinan- 
der auf die ungehobelten Gestalten. Ansonsten müssen Sie sich 
um wenig kümmern: Ganz von selbst bewegt sich Ihr Alter Ego 
durch vier verschiedene Level, nur an einigen wenigen Schlüs- 
selstellen können Sie Einfluß auf die Route nehmen. (uh) 



Udo Hoffmann 



** 



Heilige Spielhalle! In Anbetracht der erstklassi- 
gen Konkurrenz an 3D-Shootern ein derartsimples 
Ballerprogramm auf den Markt zu werfen, ist eine 
mutige Tat. Nur angehende Metzgergesellen dürf- 
ten zufrieden dreinschauen: Ströme von Zom- 
bieblut fließen über den Monitor und bereiten sie 
aufs Berufsleben vor. 

Aber was sieht der Rest der Menschheit? Ledig- 
lich vier Level; keinerlei Power-ups oder Waf- 
fenauswahl; unterdurchschnittliche Grafik; primi- 
tives Spieldesign. 



tb Halb- 
wegs gru- 
selige At- 
mosphäre 



t Das 
Spiel- 
design ist 
noch 
gruseliger 



House of the De« 



Hersteller: Sega 

Testversion: Beta vom Juni '98 
Betriebssystem: Windows 95 

Sprache: Englisch (Deutsch geplant) 

Multi-Player: 1-2 (an einem PC) 

Ca.-Preis: 90 Mark 

V 



3D-Karten: Direct 3D 

Hardware, minimum: 

Pentium/133, 16 MByte RAM 

Hardware, Empfehlung: 
Pentium/166, 16 MByte RAM, 3D-Karte 



srr-Arrfc 



Grafik: 4 O 
Einstleg: 8 O 
Steuerung: 6 O 

Spielspaß: 



iiiiiiii 

HIHI 



ipielspaß: gcffr 




Sound: 5 O 
Komplexität: 3 O 
■Player: 6 O 



mim 



PC PLAYER 8/ 98 



137 




SF-Simulation für Einsteiqer und Fortgeschrittene 



Conflict FreeSpace 

Pi'i] igil The Great War 



Heiße Weltraumgefechte, eine mysteriöse Alien- 
Rasse, riesige Kreuzer - Parallax hat alles aufgebo- 
ten, um Origins »Wing Commander« vom Thron zu 
stoßen. Ob das den »Descent«- Machern auch gelingt, 
erfahren Sie auf den nächsten Seiten. 

Das Weltall in Verbindung mit einer zünftigen Science-Fic- 
tion-Story ist doch immer wieder für ein neues Computer- 
spiel gut. Das dachten sich auch die Entwickler bei Parallax, als 
sie ihr jüngstes Spiel aus dem Descent-Universum nun im frei- 
en Raum ansiedelten. I n den beiden ersten Descent-Titeln muß- 
ten Sie ja noch in 3D-Shooter-Manier verschollene Arbeiter aus 
Minenkerkern befreien, wo sie von bösartigen Robotern festge- 
halten wurden - nun geht es in den freien Raum. 



Feuerfrei! Mit sei- 
ner verheerenden 
Waffengewalt ist 
der Hercules der 
stärkste Jäger im 
irdischen Schiffe- 
Arsenal. (3 Dfx) 




Die vasudanischen 

Standard-J äger 

ähneln ein wenig 

denen der »Chi gs« 

aus der Fernsehserie 

Space 2063. 

(Software) 




Auf Wunsch können Sie die Farbe Ihres HUDs ändern. Hier befinden wir 
uns im verzweifelten Abwehrkampf gegen einige Shivans, die ihren Kreu- 
zer (links oben) nicht in menschliche Hände fallen lassen wollen. (3Dfx) 



Der unbekannte Dritte 

I n nicht allzuferner Zukunft hat der Mensch es immer noch nicht 
gelernt, friedlich mit seinen Nachbarn auszukommen. Ob der liebe 
Nachbarhund nun am schönen Lattenzaun uriniert oderdieaußer- 
irdischen Vasudaner die eigenen Flotten dezimieren - sofort holt 
der erzürnte Erdenbürger den Stock beziehungsweise die Laser- 
kanone hervor. Als Konsequenz tobt schon seit 14 Jahren ein 
interstellarer Krieg zwischen Terranern und Vasudanern. Nach 
einigen Aufträgen, in denen Sie Patrouille fliegen oder ein paar 
Verräter jagen, tauchen jedoch andere Aliens auf. Die eröffnen 
sogleich mit ihren überlegenen Waffen das Feuer, während diese 



Apollo 



Ulysses 



Valkyrie 



Hercules 




Der »Apollo« -Jäger ist in jeder 
Hinsicht mittelprächtig. Die 
ersten Missionen werden Sie mit 
dieser Kiste fliegen, die nicht 
sonderlich gut bewaffnet, gepan- 
zert, schnell oder manövrierfähig 
ist. 



Die »Ulysses« -Klasse entstand in 
Zusammenarbeit von Terranern 
und Vasudanern. Sie trägt zwar 
nicht allzu viele Waffen, ist dafür 
aber sehr schnell und beweglich. 
Dieses Schiff taucht erst später 
im Spiel auf. 



»Valkyries« sind optimale Ab- 
fangjäger und zum Einsatz gegen 
Bomber geeignet. Sie sind die 
schnellsten Flieger diesseits der 
Milchstraße, aber nur schlecht 
gepanzert und mit wenigen Ge- 
schützen und Raketen versehen. 



Das schwerste Angriffsschiff ist 
die »Hercules« -Klasse. Lang- 
sam und behäbig trägt sie fast 
so viele Waffen wie ein Bomber 
und ist auch großzügig mit Ener- 
giewaffen und Panzerung 
bestückt. 



138 



PC PLAYER 8/98 




Kampf der Giganten: Unser Mutterschiff Galatea wird von 
einem Shivan-Zerstörer angegriffen. (3Dfx) 

Burschen selbst dank undurchdringlicher Schilde und nicht anpeil- 
barer Elektronik ohne eine Schramme aus der Schlacht von dan- 
nen ziehen. Daher schließen sich Vasudanerund Menschen zusam- 
men, um gemeinsam zu kämpfen. 

Angriff ist die beste Verteidigung 

Als Pilot eines von acht verschiedenen J ägern oder Bombern tun 
Sie Ihr Bestes, um die Bedrohung durch die Shivans - so nen- 
nen die Erdlinge das neu aufgetauchte Volk - abzuwenden. Ein 
ganzes Arsenal von Energiewaffen und Raketen wartet auf den 
Einsatz. So zum Beispiel Kanonen, die ausschließlich die Com- 
puter der Schiffe lahmlegen und sie so außer Gefecht setzen. 
Dazu kommt eine Reihe von Projektilen, die größtenteils ihr Ziel 
selbst verfolgen, darunter Schwärmergeschosse, die den Gegner 
immer zu viert jagen. I m Verlauf des Spiels erhalten Sie Schutz- 
schirme, deren Stärke Sie mit den Cursortasten auf die jeweilige 
Seite festlegen können. Vor jedem Auftrag dürfen Sie Ihren 
Raumer aus den angebotenen Kähnen sowie dessen Bewaffnung 
wählen. Bei großen Pötten zeigt die Zielerfassung wichtige Punk- 
te wie Maschinen oder Geschütztürme einzeln an. 
Den Einsatz starten Sie mit einer allgemeinen Beschreibung der 
Lage, gefolgt von einem detaillierten Briefing - alles als Text. 
Dieser erklärt genau, was die Ziele sind. Dann finden Sie sich für 
gewöhnlich direkt im All wieder, wo mit der Zielerfassung Fein- 
de sofort erfaßt werden können. Eine Vorhaltanzeige hilft beim 
Abfeuern der Strahlenwaffen. Ein kleines Fenster links vom farb- 
lich konfigurierbaren Head-Up-Display (HUD) zeigt an, was für 
Aufgaben anstehen und welche schon erfüllt sind. 



Die gerenderten Zwischensequenzen sind, vom Intro abgesehen, von 
nur durchschnittlicher Qualität. 

Die knapp 30 Missionen gestalten sich dabei erfreulich abwechs- 
lungsreich. Neben den üblichen Patrouillenflügen und Eskortie- 
rungen muß beispielsweise der Weg durch ein Asteroidenfeld für 
Ihr über zwei Kilometer langes Mutterschiff freigemacht werden. 



Roland Austinat 


***** 


St Famosesl 
Fluggefühl 

tb Rasante 
Raum- 
gefechte 

c Kantige 
Render- 
Kamera- 
den 

t Wing- 
men flie- 
gen wie 
besoffen 


Wenn ich immer mal wieder den Satz »Ein Muß 
fürjeden Wing-Commander-Fan« oderdessen Stei- 
gerung »Besser als Wing Commander« (am besten 
mitfünf Ausrufezeichen dahinter) lese, walltSkep- 
sis in mir auf. Konnten mich zuletzt doch weder 
das menüverwirrte, drögeXenocracy noch X-COM: 
Interceptors Billig-Trash-Ambiente ins Cockpit 
locken. Doch man soll die Hoffnung nie aufgeben: 
Mit Conflict Freespace ist Interplay ein Klasse- 
Titel gelungen. Die Weltraum-Action spieltsich so 
gut, wie sie aussieht. Besonders der Kampf im 
Hyperraum gegen Ende ist eine Schau. 
Kein Licht ohne Schatten: Der Verzicht auf echte 
Schauspieler führt dazu, daß mir der Verlust eines 
Flügelmanns weit weniger als bei Wing Comman- 
der an die Nieren geht. Dazu fliegen Ihre Wingmen 
teilweise so hölzern, wie die Render-Kameraden in 
der Basis agieren: Der All-ADAC freut sich ob der 
daraus resultierenden Zusammenstöße mit Ihrem 
Schiff. Doch das liegtauch zum Teil an der Kampf- 
Philosophie: Anders als beim bekannten Vorbild 
gibt es weniger Punkt-Gefechte, sondern »realisti- 
schere«, sektorumspannende Scharmützel. Trotz- 
dem: Alle Wing-Commander-Fans ... doch lassen 
wir das: Spielen Sie Conflict Freespace einfach. 



Athena 



Medusa 




Von ihrer Geschwindigkeit und 
Manövrierfähigkeit her könnte 
die »Athena« fast als Jäger 
durchgehen. Dafür trägt sie rela- 
tiv wenig Raketen und sonstige 
Waffen, der Defensivschutz ist 
auch kaum der Rede wert. 



Der Standard- Bomber der Erd- 
streitkräfte ist die »Medusa«, 
die, bei akzeptabler Schnellig- 
keit, für ihre Zuladung halbwegs 
beweglich ist und der Besatzung 
eine Weile Schutz vor Angriffen 
bietet. 



Mit über 40 Metern Länge stellt 
die »Ursa« -Klasse den schwer- 
sten Bomber dar. Kein anderes 
Schiff ist mit so vielen Raketen 
bestückt und derart schwer 
gepanzert - auf Kosten der 
Geschwindigkeit. 



Gerüchten zufolge müssen Sie 
eine Mission mit einem von den 
Shivans erbeuteten »Dragon«- 
Jäger fliegen. Über die Eigen- 
schaften dieses Schiffes der 
außerirdischen Bösewichter ist 
nichts bekannt. 



PC PLAYER 8/ 98 



139 





Nur kurze Zeit 
später zerbrö- 
seln wir ihn in 
seine Einzel- 
teile. (3Dfx) 



B 




«• 


§ 111= 



Dann beschützen Sie es gegen feindliche Bomber, bis plötzlich 
ein Schlachtkreuzer der Shivans auftaucht und sich einmischt. 
Da schwirren dann Dutzende von J ägern um die beiden dicken 
Brocken herum. Generell verläuft die Missionsstruktur linear. 
Schneidet Ihre Staffel jedoch schlecht ab, kann es sein, daß die 
Eingangsvoraussetzungen beim nächsten Auftrag schlechter wer- 
den. So ist dann zum Beispiel der zu beschützende Frachter von 
vornherein stärker beschädigt. 



r Martin Schnelle 


***** 


<dr Umwer-^ 

fende 

Grafik 

«Ein- 
faches, 
aber gutes 
Spiel- 
gefühl 

tb Span- 
nende 
Massen- 
schlachen 

t, Story 
wird karg 
präsentiert. 


Hut ab vor den Entwicklern bei Parallax, die m 
ihrem Weltraum-Erstling gleich Gold einheimse 
können. Die Grafik sieht mit ihren Transparen; 
und Blendeffekten selbst ohne Beschleunigerka 
te sehr beeindruckend aus - tatsächlich hatte ic 
zunächstgeglaubt, schon die 3 D- Kartenversion vi 
mir zu haben. Die Kontrollen sind kinderleicht \ 
erlernen, selbst das Verteilen der Energie ge 
schnell von der Hand. Und wirklich grandios sir 
die Schlachten, in denen zwei fette Pötte sar 
ihrer zwanzig Jäger und Bomber gegeneinandi 
kämpfen. 

Schade nur, daß die gerenderten Zwischens< 
quenzen nicht allzulang sind und auch wenig he 
machen. Die eigentliche Geschichte wird ni 
durch trockene Textbriefings fortgeführt. Abi 
ansonsten erhalten Sie für Ihr Geld ein hocl 
karätiges Spiel. 




Dank des schöneren Story- Modus und der etwas besseren Grafik hat der 
Wing Commander in sei nerfünften Inkarnation immer noch die Nase vorn. 
Conflict FreeSpace zeigt solides Gameplay mit überdurchschnittlicher 
Optik und Multi player- Funktion. Starfleet Academy ist ein etwas träge- 
rer Enterprise- Simulator. Das fast zwei J ahre alte und daher abgewerte- 
te Privateer 2 besticht durch seine Nicht-Linearität. Die Besonderheit von 
X-COM: Interceptor ist seine strategische Komponente. 



Ihre Flügelleute nehmen auch Befehle von Ihnen entgegen, die 
Sie über ein leicht zu bedienendes Interface geben. Es passiert 
allerdings zuweilen, daß Wingmen in der Hitze des Gefechts nicht 
nur Aliens, sondern auch Sie treffen, wenn Ihr Jäger 
gerade am Heck eines Shivans 
klebt. Darüber hinaus fällt 
ihnen bisweilen das Aus- - 
weichen schwer, weswegen y%^_ 
sie dann in Ihr Schiff krachen. 




3?*V 



Aus Forschung und Technik 

Schon im Software-Modus sehen die Raumgefechte sehr hübsch 
aus, mit einer 3D-Beschleunigerkarte machen die Explosionen 
noch viel mehr Eindruck. Die Kreuzer sind teils wirklich riesig - 
warten Sie nur, bis die Lucifer, das Flaggschiff der Shivans, ins 
Blickfeld gerät! Auch die eigenen Pötte, etwa die Omega-Klasse, 
sind gigantisch, außerdem bekommen Siedie Raumstation »Arca- 
dia« zu sehen. Die alle paar Aufträge auftauchenden Zwi- 
schensequenzen führen die in drei Abschnitte aufgeteilte Hin- 
tergrundgeschichte fort und sind von unterschiedlicher Qualität. 
Die Missions-Briefings werden Ihnen perSprachausgabeund Bild- 
schirmtext vorgetragen. Fünf Schwierigkeitsgrade sorgen dafür, 
daß die meisten PC-Piloten gefordert werden. Außer der Kam- 
pagne können Sie auch alle bereits erfüllten Einsätze nachflie- 
gen oder sich in Einzelaufträgen üben. (mash) 



( 



Hersteller: Parallax/ 1 nterplay 

Testversion: Beta vom Mai '98 

Betriebssystem: Windows 95 

Sprache: Englisch 

Multi-Player: 1-12 (Netzwerk) 

Ca.-Preis: 100 Mark 



3D-Karten: Direct 3D, 3Dfx 

Hardware, minimum: 

Pentium/133, 32 MByte RAM 

Hardware, Empfehlung: 

Pentium/233, 64 MByte RAM, 
3D-Karte 




Grafik: 9 
Einstieg: 9 
Steuerung: 9 




feraing 



Sound: 8 
Komplexität: 6 
Multi-Player: 8 



lllllllllllllllll 



140 



PC PLAYER 8/98 



Conflict FreeSpace 

I Hfl \/ P m I P I C* n Ein neuer Konkurrent taucht am von Origin dominierten SF 

um v c i y i c i ^ ii Actionhimmel aufi Welche Fi macht ^ FreeS nebei 






Figur macht Conflict FreeSpace neben 
Wing Commander Prophecy und X-COM: Interceptor? 



Wing Commander Prophecy (Spielspaß: 85) Conflict FreeSpace (Spielspaß: 83) X-COM : Interceptor (Spielspaß: 75) 






WCP: Immer noch der Klassenprimus dank 
der schöneren Rauch-Transparenzen im 
Weltall und der Explosionsringe, wenn Sie 
außerirdische Schiffe zerbröseln. 



Conflict FreeSpace: Farbige Nebel im Vaku- 
um und hübsche Explosionen heben die 
Grafik wohltuend vom Durchschnitt ab und 
katapultieren es in die Oberklasse. 



X-COM Interceptor: Die zweckmäßige Optik 
weist realistisch wirkende Beleuchtungs- 
effekte auf. Bahnbrechend ist sie jedoch 
nicht. Witzige Menüs mit B-Movie- Styling. 



I l l ! 




EEOB^^^^V 






i-- HggjgJTgmfcit 








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^^T^^L^\j 




♦1^" 




WCP: Zwölf Kähne dürfen Sie insgesamt 
fliegen, die Ihnen jedoch zugeteilt werden. 
Dafür steht vom J äger bis zum Bomber 
alles auf dem Dienstplan der TCS Midway. 



Conflict FreeSpace: Acht Flieger warten in 
den Interplay- Hangars auf Sie. In beschränk- 
tem Maße können Sie auch eigene Schiffe 
wählen und bewaffnen, je nach Mission. 



X-COM: Interceptor: Wie der Name schon 
sagt, fliegen Sie hier ausschließlich 
Abfangjäger. J e nach Finanzlage suchen 
Sie sich einen von drei aus. 








WCP: Seit Jahren genießt Origin wegen der 
Zwischensequenzen einen hervorragenden 
Ruf. Gegenüber The Darkening sind die Pro- 
phecy- Videos aber ein leichter Rückschritt. 




Conflict FreeSpace: Die geänderten Fil- 
mchen tauchen nur sporadisch auf. Vom 
hervorragenden Intro abgesehen hinterlas- 
sen sie einen durchschnittlichen Eindruck. 



X-COM Interceptor: Hier bekommen Sie nur 
alle Jubeljahre mal eine Schlüsselsequenz 
von wenigen Sekundenzu sehen, was auch 
am nicht-linearen Design des Spiels liegt. 





£l 



WCP: Der geradlinige Einsatzaufbau zeigt 
wenig Vielfalt, auf Dauer sind die Aufträge 
absehbar. Spaß macht die Hatz im Weltall 
jedoch immer noch eine ganze Menge. 




Conflict FreeSpace: Die Missionsfolge ist 
linear, dafür müssen haufenweise unter- 
schiedliche Einsätze geflogen werden. Für 
Abwechslung wird also bestens gesorgt. 



X-COM Interceptor: Außer den reinen 
Kampfsequenzen im All müssen eine Reihe 
strategischer Entscheidungen wie der Bau 
neuer Raumstationen geregelt werden. 



PC PLAYER 8/ 98 



141 



Action-Adventure für Einsteiqer und Fortgeschrittene 



Heart of Darkness 




Sieben Jahre in Paris: So lange dauerte die 
Entwicklung von » Heart of Darkness« , dem 
ambitionierten Erstlingswerk der französi- 
schen Amazing Studios. Kann das Low-Tech- 
Spiel in Zeiten von Pentium 1 1 und 3 Dfx noch 
bestehen? 

Der kleine Andy könnte ein Zwillingsbruder von 
Kid Paddle sein - auch er träumt in der Schu- 
le lieber von fremden Welten und bringt damit sei- 
nen Lehrer zur Weißglut. Im heimischen Baumhaus 
hat Andy es sich zünftig eingerichtet, mit allem, was 
der Teen von heute so 
braucht: Computer, Plas- 
makanoneund Mini-Raum- 
schiff. Die letzten beiden 
Dinge werden ihm bald 
gute Dienste leisten, denn 
im Intro-Film von »Heart of 
Darkness« geschieht ein 
schändliches Verbrechen: 
Andys geliebter Knuddel- 
köter Whisky wird während 
einer Sonnenfinsternisvon 
einem gierigen Dimen- 
sionsstrudel aufgesogen. 
Das läßt kein artiger Hun- 
debesitzer mit sich machen - Andy schwingt sich in sein Flug 
gefährt und dringt damit ins Herz der Dunkelheit vor. 
Satte sieben J ahre ihres Lebens widmete das Team der franzö 
sischen Amazing Studios ihrem Erstlingswerk. Zu den Grün 





Diese drei J ungs wollen Sie mit losgeschla- 
genen Steinen in den Abgrund reißen. 




Ausbrechen leicht gemacht: Andy klettert an der selbstgezüchteten Pflanze 
hoch, rollt den Felsbrocken gegen die Gefängnistür und setzt dabei den pin- 
ken Glibberling fest. Whisky paßt glückerweise noch durch eine Lücke und 
tollt davon. 



▲ Freeclimbing in der Lava- Welt: Andy muß oben- 
drein den Säureattacken der schwarzen Spinnen aus- 
weichen. 



dungsmitgliedern gehören Frederic Savoir 

und Eric Chahi, bekannt durch ihre Action- 

Adventures »Flashback« beziehungsweise 

»Another World«. Die Entstehungsgeschichte 

von Heart of Darkness (kurz: HoD) ist verschlungener als 

manche TV- Vorabendserie; in einem separaten Kasten auf der 

gegenüberliegenden Seite hilft Frederic Savoirs Mini-Tagebuch 

dabei, den Durchblick zu behalten. 

Ein J unge und sein Hund 

Andy läßt seine Entstehungsgeschichte verhältnismäßig kalt - 
hat er doch genug damit zu tun, seinen Hund aufzustöbern. 
Klar, daß Sie ihm durch acht Level plus einen kurzen Endab- 
schnitt helfen, denn schließlich wollen Sie ja auch sehen, was 
unterwegs alles passiert und wie die Story weitergeht. Diese 
wird in äußerst knuddelig gemachten Zeichentrickszenen prä- 
sentiert, die in ihrer Qualität ohne weiteres mit professionel- 
len Computergrafik-Filmen mithalten. Die Stimmen passen aus- 
gezeichnet zu den Charakteren, auch wenn Andys häufige 
Schreierei in gefährlichen Situationen einem schnell auf den 
Geist gehen kann. Für die erstklassige Musik der Zwischense- 
quenzen wurde Bruce Broughton (komponierte unter anderem 
die Soundtracks zu »Presidio« und »Liebling, ich habe die Kin- 
der geschrumpft!«) samt dem Londoner Symphonieorchester 
ins Studio gekarrt. Dafür hören Sie während des Spiels nur 
Umgebungsgeräusche. Und noch ein Wermutstropfen: Die Spiel- 
grafiken und Animationssequenzen präsentieren sich lediglich 
in 512 mal 384 Punkten bei 256 verschiedenen Farben - nicht 
mehr ganz zeitgemäß. 



142 



PC PLAYER 8/98 





▲ Die Grotten- 
Würmer müssen 
unschädlich 
gemacht werden, 
bevor unser Held 
sich an den Ketten 
herabhangeln. 



Lauf, Andy! 

Dem Fürsten der 
Dunkelheit paßt 
es gar nicht, 
daß sich gleich 
zwei Außen- 
weltler in sein Reich verirrt haben, und so schickt er seinen glib- 
berig-pinkfarbenen Gehilfen los, um Andy zu fangen. Als der 
treue Untergebene statt dessen mit Hund Whisky zurückkehrt, 
ist der dunkle Geselle außer sich und machtseinem Dienermäch- 
tig Feuer unter dem Hintern. Sie lenken Andy währenddessen 
durch abwechslungsreiche Landstriche: ImCanyon des Todes ver- 
liert unser Held nach ein paar deftigen Gefechten mit dunklen 
Schattengestalten seine Plasmakanone und muß zunächst wehr- 



Uberraschung! Eben noch vom Monster verschluckt, 
schießt sich Andy den Weg frei und nimmt sich 
anschließend das Gesindel rechts im Bild vor. 



Roland Austinat 


**** 


ti Putzige ^ 
Zwischen- 
sequenzen 

tbGute 
Sound- 
und 
Musik- 
kulisse 

t Grobe 
Grafik 

t Wenig 

komplex J 


Eigentlich müßte Heartof Darkness zwei Wertun- 
gen bekommen: eine für die Zeichentrickszenen 
und eine für das eigentliche Spiel. Sind erstere 
noch echt schnuffig, hakt das Spiel an einigen 
Stellen. Da wären die Materialsc hlachten im ersten 
und achten Level, in denen die Gegnergleich legio- 
nenweise weggebraten werden müssen - hier 
wären ein paar denklastige Puzzles mehr nicht 
schlecht gewesen. 

Auch wenn dann mehr »Wie mach ich mirden Weg 
frei?« -Rätsel kommen - Heart of Darkness ist mir 
im Vergleich mit dem direkten Konkurrenten Abe's 
Oddysee etwas zu linear. Abe bietet neben SVGA- 
Grafikdiegeniale»Gamespeak«,mitdereine Prise 
Taktik in den Spielablauf kommt. Das alles ver- 
misse ich schmerzlich bei Heartof Darkness, das 
sich zu sehr auf altbewährte Kost verläßt. 
Verstehen wir uns nicht falsch: Heart of Darkness 
ist ein tolles Programm, doch es ist zu schnell 
durchgespielt und sieht nicht mehr besonders gut 
aus. Warum die Programmierer nichtdie Grafik der 
optisch deutlich besseren PlayStation-Version für 
den PC verwendet haben, bleibt mir ein Rätsel. 



los weiter. I n den folgenden Sumpfgebieten schwingt er sich mit 
ein paar Lianen von Ast zu Ast und macht eine große Entdeckung: 
Auch ein friedliches Völkchen wohnt in der fremden Dimension. 
Amigo, in der deutschen Fassung »Kumpel« genannt, will Andy 
mit in sein Dorf nehmen, nachdem dieser ihm sein Leben geret- 
tet hat. Auf dem Flug dorthin geht natürlich etwas schief, und 
so landet Andy im dritten Level, dem magischen See. Hier ent- 
deckt er einen seltsam glimmenden Stein, der ihm die Fähigkeit 
verleiht, Blitze zu schleudern und mit einem magischen Feuer- 
ball Dinge zum Einsturz oder zum Wachsen zu bringen. Im 
späteren Spielverlauf besucht Andy Amigos Heimatdorf, weicht 
brodelnden Lavamassen und umhersausenden Felsblöcken 
aus, bevor er sich in den letzten beiden Leveln in die Höhle des 
Löwen wagt. 



Die Historie von Heart of Darkness 



... erzählt von Frederic Savoir: 

1992-1993: Wir beginnen mit dem Design, 
erstellen Prototypen und verbringen viel Zeit 
damit, Tools zu programmieren. 
Frühjahr 1994: Erste Präsentation hinter ver- 
schlossenen Türen auf der Frühjahrs-ECTS. 
Begeisterte Reaktionen. 
Sommer 1994: Auf der E3 begutachten sich 
Steven Spiel berg, Jeffrey Katzenberg und Dis- 
ney-Chef Michael Eisner Andys Abenteuer, 
loben Design und Kameraführung und deuten 
vorsichtig einen Kinofilm an. 
Frühjahr 1995: Jetzt können sich alle ECTS- 
Besucher am ersten Level versuchen. 
Juni 1995: Wir gewinnen einen Gold Award 
beim »London Effects & Animation Festival« für 



die »Beste Animation in einem Videospiel«. 
Sommer 1995: Auf der E3 und der Game Show 
in Tokio präsentieren wir jetzt auch die Sega- 
Saturn-Version. 
September 1995: Einige Deadlines von Publi- 




Frederic Savoir (hinten rechts im Bild) ist einer 
der fünf Designer von den Amazing Studios. 



sher Virgin platzen, langsam wächst der Druck: 
Wir beschließen, die Monster-Engine zu ver- 
bessern und keine Zeit mehr damit zu vertun, 
das Spiel vorzuführen. 

1996: Virgin durchläuft einschneidende Ver- 
änderungen im Management- und Finanz- 
Bereich. 

Herbst 1997: Wir wechseln von Virgin zu Info- 
grames, führen Untersuchungen mit Testspie- 
lern durch und verbessern die Spielbarkeit, um 
ein größeres Publikum anzusprechen. Die PC- 
Version ist fertig, wir zeigen sie auf der ECTS. 
Frühjahr 1998: Wir arbeiten an einer PlaySta- 
tion-Version, die PC-Fassung liegt unterdessen 
auf Eis. 

Juni 1998: Beide Varianten sind fertig, werden 
auf Bugs getestet und ausgeliefert. 

y 



PC PLAYER 8/ 98 



143 




Genugtuung pur: In dieser 
Zwischensequenz bekommt 
Andy endlich den Gehilfen 
des Erzbösewichts vor die 
Flinte. 





Finstere Gegenspieler 
wie zum Beispiel ekeli- 
ge Grottenwürmer, 
krabbelnde und flie- 
gende Schattenwesen sowie gepanzerte Ungetüme versperren 
I hnen häufig den Weg. Nicht immer ist es dann ratsam, sofort wie 
wild um sich zu schießen: Eine rasche Flucht erweist sich oft als 
genauso wirkungsvoll. Die Feuerbälle helfen I hnen nicht nur gegen 
die Gehilfen des Bösen. Oft ist Andys Weg erst nach kleinen Kno- 
beleien frei. So hangeln Sie sich am magischen See an Ranken- 
pflanzen über Piranha-verseuchte Gewässer. Die Stauden wachsen 
durch einen gezielten Schuß mit einem magischen Feuerball in 
die Höhe. Manchmal müssen erst bestimmte Schalter gefunden 
und gedrückt werden, die zum Beispiel ein paar Kletterhilfen aus 
einer steilen Wand fahren lassen. 

Rettung mit Hindernissen 

Egal, ob sich Andy duckt, rennt, klettert, springt oder schießt: 
Am komfortabelsten steuern Sie ihn mit einem Gamepad, daß 



r Heinrich Lenhardt 


*** 


<dr Propere 
Präsenta- 
tion 

tb Schön 
animierte 
Spiel- 
grafik ... 


Darauf habe ich also all die Jahre gewartet: E 
kleiner Junge tappst von Bild zu Bild, wo er m 
seinem Brutzel-Laser ein paar Hundertschafte 
Schattenmonster erwischen muß. Da die Witzbo 
de gerne aus drei Richtungen gleichzeitig angre 
fen, ist schnell das einzige Leben hops. Die Auti 
save-Funktion befördert mich oft ein paar Bili 
schirme weit zurück; eigenhändig an beliebige 
Stellen speichern darf ich nicht. 
Die ersten Minuten mit Heart of Darkness lasse 
schnell erahnen, warum der Begriff »französisch« 
Spieldesign« jahrelang als schwerwiegenc 
Beleidigung interpretiert wurde. Doch zum Glüc 
bleibt es nicht bei der Mischung aus unfairen Ste 
len und stupiden Leveln. Der Geschicklichkeit 
Reigen kennt viel Abwechslung und bietet sog; 




ein paar Mini-Puzzles, die allerding« 
lieh wie zahm sind. 
Heart of Darkness hat einen gewisse 
ihm aus der spielerischen Klemme 
schönen Zwischensequenzen gefall 
fallsreiche Dramaturgie und den b 
Soundtrack. Recht so: Wenn man si 
ten Level zum x-ten Mal in einer 
beschriebenen Massenvernichtungs 
weilt, ist jede Motivationsstütze nöl 


»ebenso spä 

n Charme, di 
hilft. Die sei 
en durch eii 
ombastische 
ch im vorlet 
der anfanc 
-Szenen lani 
tig. 


Auflösung 
und Farb- 
tiefe sind 
veraltet 

^ Teilwei- 
se frusti- 
ges Spiel- 
design 




Selbst der schon etwas ältere Twinsen aus LBA 2 bringt mehr Spielwitz 
auf die Beine als Andy und sein Hund. Der putzige Gex erfreut alle SD- 
vernarrten Springinsfelde mit Kino- und TV-Gags. Genre- Primus Abe's 
Oddysee bleibt trotz 2D-Grafik mit cleveren Rätseln auf Platz eins, dage- 
gen kommt Heart of Darkness nicht an. Abgeschlagen am Schluß: das Gur- 
kenspiel um den Geisterjäger John Sinclair. 

wie Microsofts Sidewinder-Variante über zwei Frontknöpfe ver- 
fügt. Auf diese legen Sie dann die »Rennen«- und »Schießen«- 
Aktionen, die restlichen Bewegungen decken Steuerkreuz und 
die anderen Drücker ab. 

Immer, wenn Sie nach Meinung des Programms eine besonders 
knifflige Stelle gemeistert haben, wird der Spielstand automatisch 
gespeichert. Trotz des in drei Stufen einstellbaren Schwierigkeits- 
grades sorgt das gelegentlich für Frust, wenn gefahrvolle Szenen 
nach einem Scheitern neu angegangen werden müssen. (ra) 




Brutzel: Bei den Plasma- Bratereien gegen den Herrn der Finsternis 
brauchen Sie auch ein Quentchen Glück. 



Heart of Darknes: 



Hersteller: 

Testversion: 

Betriebssystem: 

Sprache: 

Multi-Player: 

Ca.-Preis: 



Amazing Studios/ Infogranes 
Verkaufsversion 1.0 
Windows 95 
Englisch (Deutsch geplant) 



3D-Karten: - 

Hardware, minimum: 
486DX2/66, 16 MByte RAM 

Hardware, Empfehlung: 
Pentium/133, 32 MByte RAIV 



r 



Grafik: 6 Sound: 8 

Einstieg: 8 Komplexität: 5 

Steuerung: 6 Multi-Player: - 




llllllllllllll 








144 



PC PLAYER 8/98 






Actionspiel für Einsteiqer 

Pax Corpus 

Alice Schwarzer wäre zufrieden: Auf dem Planeten Oz-Nama 
regieren die Frauen, und alle Männer werden als Sklaven 
gehalten. Nur Kahlee, einer eigenwilligen Söldnerin, gefällt diese 
Situation nicht; mit Hilfe der neuen Waffe Pax Corpus will sie das 
Matriarchat stürzen. Durch über 30 Level tappernd, kann sie den 
allgegenwärtigen Sicherheitsbeamtinnen Kinnhaken geben, 
Fußtritte in die Weichteile versetzen oder mit verschiedenen Waf- 
fen um sich schießen. Gelegentlich verstaut sie Sicherheits- 
schlüssel oder ähnlichen Krempel in ihrem Inventary. Die 3D- 
Engine erinnert ganz entfernt an »Tomb Raider«, obwohl ein der- 
artiger Vergleich von Lara Croft im Grunde nur als Beleidigung 
aufgefaßt werden kann. (uh) 



Auf der 
Suche nach 
dem Spiel- 
spaß: 
Weder die 
apathische 
Passantin 
noch der 
diffuse 
Springbrun- 
nen können 
Kiyana 
einen Hin- 
weis geben. 





5 




i .. . 


iq3I 





Udo Hoffmann 



Kahlees Arbeitskleidung besteht aus einem 
äußerst knappen Latex-Fummel. Aber verleiht ihr 
das wirkliches Sex-Appeal? 
Mitnichten! Ihre abgehackten Bewegungen lassen 
mich viel eher an die Augsburger Puppenkiste den- 
ken. Und die Grob-Klotz-Grafik der Spielumgebung 
wurde offenbar von versklavten Programmierern 
entworfen. Vom Spieldesign erst gar nicht zu 
reden: Schieß alles ab, was sich bewegt, öffne ab 
und zu Türen mit Code-Karten (Achtung: Rätsel!). 
Es hat schon viele Versuche gegeben, die Anzie- 
hungskraft von Frau Croft zu imitieren, Pax Corpus 
ist aber mit Sicherheit der plumpste. 



tb Musik 

ganz 

erträglich 

w Wird 
zum Ver- 
kauf ange- 
boten 

t Gräßli- 
cher Tomb- 
Raider- 
Verschnitt 



Pax Corp 



Hersteller: Cryo 

Testversion: Verkaufsversion 1,( 

Betriebssystem: Windows 95 

Sprache: Deutsch 
Multi-Player: 

Ca.-Preis: 70 Mark 



Grafik: 2 
Einstieg: 6 
Steuerung: 4 



3D-Karten: Direct3D, 3Dfx 

Hardware, minimum: 

Pentium/90, 16 MByte RAM 

Hardware, Empfehlung: 

Pentium/233, 32 MByte RAM, 3D-Karte 



ipielspaß: gjjj) 



Wertung 



Sound: 6 
Komplexität: 4 
Multi-Player: — 



^> 



im 



Strateqiespiel für Fortgeschrittene und Profis 

Seven Kingdoms: 
Ancient Adversaries 

Ein halbes J ahr 
nach dem Echt- 
zeit-Strategiespiel 
»Seven Kingdoms« 
schiebt Interactive 
Magic mit »Ancient 
Adversaries« eine ver- 
besserte Version hin- 
terher. Dort wurde die 
Steuerung um sinn- 
volle Features und der 
Mehrspielerbetrieb 
um eine Internet- 
Option angereichert. Neu sind zudem 15 Szenarien, drei Rassen, 
ein Schneeterrain sowie zahlreiche Monstersorten. Präsentation 
und Spielverlauf sind dagegen gleich geblieben: Sie errichten 
zunächst Dörfer, Märkte, Minen und Fabriken. Dort handeln und 
bandeln Sie mit den Gegnern, sofern Sie diese nicht mit einer 
Armee befehden. »Seven Kingdoms«-Besitzer dürfen das Spiel 
für 40 Mark gegen »Ancient Adversaries« eintauschen. Internet- 
Benutzer kommen da ungleich billiger weg: Auf der Website 
www.imagicgames.com trudelt demnächst ein etwa 40 MByte 
großer Patch ein. Damit erweitern SiedasBasisspiel umdiebesag- 
ten Verbesserungen. (md) 




Dank ihrer Speere sind die Zulus höchst effektivte 
kämpfer. 



Fern- 



Manfred Duy 



**** 



Die neuen Rassen, Monster und Szenarien machen 
das interessante Geschehen noch etwas abwechs- 
lungsreicher. Viel wichtiger ist aber, daß Befehle 
neuerdings auch im Pausenmodus erteilt werden. 
Das mit starken Wirtschaftselementen garnierte 
Echtzeit-Strategiespiel vertrug sich nämlich noch 
nie mitallzu großer Hektik. Wer allerdings bereits 
das Originalspiel nicht besonders mochte, wird von 
der bescheidenen Präsentation und der hohen 
Komplexität einmal mehr vergrault. 



*t38 Szen- 



tfrZehn 
Rassen 



fc. Laue 
Präsen- 
tation 



even Kingdoms: Ancient Adversaries 



Hersteller: Interactive Magic 

Testversion: Beta vom Mai '98 

Betriebssystem: Windows 95 

Sprache: Englisch (Deutsch geplant) 

Multi-Player: 1-7 (Netzwerk, Internet) 

Ca.-Preis: 90 Mark 



3D-Karten: - 

Hardware, minimum: 

Pentium/60, 16 MByte RAM 

Hardware, Empfehlung: 

" 32 MByte RAM 



irtArra 



Wertung 



Grafik: 5 Sound: 7 

Einstieg: 6 O Komplexität: 8 O 

Steuerung: 8 O Multi-Player: 7 O 



Spielspaß: 



M 



lllllllllllllll 



PC PLAYER 8/ 98 



Dieser Artikel erschien bereits in der letzten Ausgabe der PC Pldyer - 
dufgrund eines technischen Fehlers allerdings mit dem fdlschen Text. Dies 
bitten wir zu entschuldigen. 



145 







Echtzeit-Strateqie für Fortgeschrittene und Profis 




echCommander 




WßA \ I ' g i.w 



Nach etlichen Action-Spielen 
rund um das » BattleTech« - 
Universum kommandieren Sie 
bei » MechCommander« eine 
Einsatzgruppe auf taktischer 
Ebene. Dabei entfallen die 
sonst in diesem Genre übli- 
chen Materialschlachten. 



In tausend J ahren sind Atombom- 
ben, nukleare Abschreckung und 
Langstreckenraketen kalter Kaffee. 
Gleiches gilt jedoch auch für die Frie- 
densbewegung. Nach den Vorstel- 
lungen der BattleTech-Schöpfer 
stapfen dann riesige Kampfkolosse 
durch die Vorgärten und Industrie- 
gebiete, um die Meinungsverschie- 
denheiten machtgieriger Anführer 
auszutragen. Diese roboterähnli- 
chen Kerls werden von wackeren Kämpfern gesteuert, die im Inne- 
ren der Giganten sitzen. Der Name der Kampfmaschinen lautet 
»BattleMechs«, ihre waghalsigen Piloten nennt man in der fik- 
tionalen Zukunftswelt »MechWarriors«. 




Spannender Häuserkampf mit mehreren BattleMechs: Die gewählte Standard- Darstellung ist sehr über- 
sichtlich, doch nicht so detailreich wie die Zoom-Ansicht. 



Der MechCommander 

Teamarbeit ist praktisch: Nicht nur der Abwasch oder das Kuchen 
backen gehen damit leichter von der Hand. Bewährt hat sie sich 
schon seit Beginn der menschlichen Geschichte, und zwar bei 



Das BattleTech-Universum hat eine eigene 
Geschichtsschreibung, die ständig fortgesetzt 
wird. Jedes Jahr erscheinen beispielsweise 
sechs BattleTech- Romane, die neuen Stoff für 
die Spiele liefern. 

Im Mittelpunkt des BattleTech-Universums 
steht die »Innere Sphäre«, bestehend aus der 
Erde und den benachbarten Kolonien. Bis ins 
26. Jahrhundert hinein wird dieser Teil des 
Weltraums von sich ständig bekriegenden 
Nationalstaaten beherrscht. Schließlich steigt 
aus dem Chaos ein großer Führer namens lan 
Cameron empor und vereinigt all die rivalisie- 
renden Staatengebilde zur »Sternenliga«. Das 
Rückgrat dieser Sternenliga bilden die starke 
Armee und ein ausgeprägter Ehrenkodex. 
Aber da die Menschen nach 200 Jahren all dem 
Wohlstand und Frieden scheinbar überdrüssig 
sind, bricht die Sternenliga auseinander. Meh- 
rere Herrscherhäuser streben nach der Vor- 
herrschaft. Die Militärs sind von dem ganzen 
Tohuwabohu enttäuscht (obwohl dies ja end- 



en hintan zu stellen und einigen sich auf eine 
neue Sternenliga. 

An diesem Punkt setzt das Spiel MechCom- 
mander ein, bei dem derSpieler einen vom Clan 
der »Smoke Jaguar« besetzten Planeten befrei- 
en soll. Technisch sind die Clan-Einheiten den 
Erdtruppen weit überlegen, da sie beim Auszug 
aus der Inneren Sphäre fast alles technische 
Wissen mitgenommen hatten. 



Die Welt von BattleTech 



lieh Arbeit für sie bedeuten würde) und wan- 
dern in ferne Gefilde des Alls aus. Mitsich neh- 
men sie zahlreiche Wissenschaftler und Tech- 
niker. Weit weg von der Erde soll eine neue 
Sternenliga entstehen. Doch noch rascher als 
das große Vorbild scheitert dieses Vorhaben 
und hinterläßt ein verändertes Machtgefüge: 
Etliche Clans machen sich untereinander das 
Leben schwer und hetzen sich Kampfmaschi- 
nen auf den Hals. Ein- 
zig der Wunsch, eines 
Tages die Innere Sphä- 
re zu erobern, eint die 
Clanoberhäupter. Im 
Jahr 3050 ist es end- 
lich so weit, die Inva- 
sion der Inneren Sphä- 
re beginnt. Deren mit 
sich selbst beschäftig- 
te Bewohner sind so 
plötzlich gezwungen, 
die eigenen Streiterei- Rund um die BattleMechs wurde eine ganze Spielwelt erschaffen. 




146 



PC PLAYER 8/98 







Die Einnahme der gegnerischen Basis steht unmittelbar bevor: In der Zoom 
Ansicht sind die beeindruckenden Battle-Mechs genau zu erkennen. 



Nach der 
Einsatz- 
bespre- 
chung 
legen Sie 
fest, 
welche 
Battle- 
Mechs in 
die 

Schlacht 
geführt 
werden. 



den allgegenwärtigen Kämpfen. Daher will man selbst in ferner 
Zukunft beim Einsatz der monströsen Blechkameraden nicht auf 
Koordination verzichten. Genau die übernehmen Sie in der Rolle 
eines sogenannten MechCommanders. Hinter diesem eindrucks- 
vollen Titel verbirgt sich die Aufgabe, eine Einheit der Battle- 
Mechs durch 30 Einsätze zu dirigieren. 
Anfangs sind die J ungs und Mädels noch blauäugige Greenhorns 
frisch von der Akademie, die auf ihre Feuertaufe warten. Sie haben 
es in der Hand, aus ihnen erfahrene Kämpfer zu machen. Dies 
funktioniert jedoch nur, wenn die Schützlinge nicht als Kano- 
nenfutter verheizt werden; umsichtiges Vorgehen hat daher 
jederzeit oberste Priorität. Die Aufträge müssen erfüllt werden, 
doch wie dies geschieht, bleibt I hnen überlassen. Sie bestimmen 
die Ausrüstung, und Sie geben den MechWarriors die taktischen 
Befehle. Nur mit geschicktem Vorgehen läßt sich der technisch 
weit überlegene Gegner austricksen. 
Die Aufgaben sind vielfältig: Mal geht es darum, versprengte Ein- 
heiten aufzuspüren und ihnen Geleitschutz zu geben, mal muß 




Bei MechCommander kommandiert man nur wenige Kampfmaschinen, 
deren Piloten zudem ständig an Erfahrung gewinnen. Eine explizite Pro- 
duktion neuer Einheiten erfolgt nicht. Gleiches gilt für Dark Omen, wo 
die zur Verfügung stehenden Truppen ebenfalls möglichst pfleglich behan- 
delt werden sollten. Commandos hingegen läßt Sie mit einem kleinen 
Team Spezialeinsätzeim Zweiten Weltkrieg absolvieren. Ein Echtzeit- Stra- 
tegiespiel mit Roboter-Atmosphäre ist Total Annihilation, doch geht dort 
nichts ohne fleißiges Rohstoff- Sammeln und die Produktion möglichst 
vieler Kampf maschinen. Wer fasziniert ist von den Mechsund selbst gerne 
einmal am Steuer eines solchen Kolosses Platz nehmen möchte, dem sei 
die SF- Simulation Heavy Gear ans Herz gelegt. 



ein feindlicher Versorgungszug gestoppt werden. Andere Ziele 
sind beispielsweise die Verteidigung eines bestimmten Areals, 
die Einnahme einer Basis oder die Zerstörung feindlicher Anla- 
gen. Kneifen gilt nicht: Scheitert eine Mission, muß diese solan- 
ge erneut angegangen werden, bis die Ziele erreicht sind. 

Die BattleMechs 

Ein Schlüssel zum Erfolg liegt in der Ausrüstungsphase vor den 
Einsätzen. Stets sind die Transportkapazitäten limitiert, was Zahl 
und Gewicht der einsetzbaren BattleMechs stark beschränkt. Im 
Idealfall können bis zu zwölf Kampffahrzeuge befehligt werden. 



Manfred Duy 



***** 



Bisher stand ich Umsetzungen berühmter Vorla- 
gen eher skeptisch gegenüber, denn nur allzu oft 
verbirgt sich hinter einem großen Namen ein eher 
mageres Spielkonzept. Ganz anders Verhaltes sich 
da mit dem Mech Commander, der die BattleTech- 
Welt optisch und spieltechnisch adäquat in Szene 
setzt und in jedem Szenario erstaunlich viele tak- 
tische Finessen auf der Pfanne hat. Manchmal 
hängt das Wohl und Wehe der gesamten Mission 
von der richtigen Waffenauswahl ab, dann wieder 
gilt es, verborgene Schleichpfade zu erspähen, 
oder die gegnerischen Truppen aufzusplitten und 
einzeln niederzumachen. Dieses Vorgehen macht 
zwar so manchen Neustart jeder einzelnen Missi- 
on erforderlich, dafür läßt sich aber auch jede 
davon auf mehrere Arten knacken. 
Einige kleinere Wermutstropfen gibt es allerdings 
auch. So rächt sich eine verschwenderische Ein- 
kaufspolitik nicht sofort, sondern erst im späteren 
Spielverlauf, wenn dann plötzlich die Knete für 
dringende Aufrüstungsaktionen fehlt. Bei Repara- 
turarbeiten wäre zudem ein vorheriger Warnhin- 
weis auf die Höhe der anfallenden Kosten sinnvoll 
gewesen, denn die sind manchmal fast so hoch 
wie ein kompletter Neukauf des angeschlagenen 
Blechkumpels. 



tbj ede 
Mission 
auf mehre- 
re Arten 
lösbar 

tb Span- 
nende 
Story 

tb Taktisch 
ausge- 
klügelte 
Karten 



t Kein 

Speichern 

während 

einer 

Mission 



PC PLAYER 8/ 98 



147 




Die Mech-Spiele 



Die Geschichte von BattleTech begann mit einem Brettspiel, das im 
Jahre 1984 erschien. Daraus entstand ein Rollenspiel-System, in dem 
die Kämpfe der gigantischen BattleMechs Simuliertwerden. Mitzuneh- 
menden Erfolg wurden Softwarehersteller auf das Kampfsystem auf- 
merksam. Sie entwickelten zahlreiche offizielle und inoffizielle Com- 
puterspiele rund um die riesigen Kampfmaschinen. 
Lange Zeit erschienen die offiziellen BattleTech-Titel bei Activision. 
Der Lizenzinhaber FASA wandte sich dann aber Microprose zu, wo 
man neben MechCommander derzeit noch an einem weiteren Titel 
namens »MechWarrior 3« werkelt. Activision veröffentlichte vor eini- 
gen Monaten »Heavy Gear«, das zwar nicht die ursprüngliche Battle- 
Tech-Welt adaptiert, doch das Feeling eines Kampfmaschinen-Pilo- 
ten wunderbar vermittelt (siehe PC Player 1/98). Allen bisherigen 
Umsetzungen ist gemein, daß sie als Science-fiction-Simulation die 
actionreichen Kämpfe aus der Sichteines einzelnen Mech-Kämpfers 
schildern. 
v ^ 

J eder der 18 vorkommenden BattleMech-Grundtypen hat indivi- 
duelle Vor- und Nachteile. Sie variieren in Bezug auf Geschwin- 
digkeit, Panzerung und Ausrüstung. Es gibt einige Varianten, die 
sich dank ihrer Sensoren besonders gut für die elektronische Auf- 
klärung eignen. Zudem sind Mech-Ausführungen mit »J umpj ets« 
lieferbar, die das Überspringen von Hindernissen selbst für die 
tonnenschweren Kolosse zum Kinderspiel werden lassen. Ande- 
re Unterschiede betreffen die Bewaffnung. Der »Hollander II« 
beispielsweise ist sozusagen rund um die mächtige Gauss- Kano- 
ne gebaut, die zwar auf getroffene Gegner eine verheerende Wir- 
kung ausübt, aber nur wenige Schuß Munition vorhält. Weitere 
wichtige Waffen sind Laser, Flammenwerfer und Raketen, mit 
denen Sie Ihre Maschinen (fast) nach Gutdünken bestücken kön- 
nen. Alle Waffensysteme unterscheiden sich hinsichtlich 
Schußfrequenz und Reichweite, was bei der Auswahl stets berück- 
sichtigt werden muß. Darüber hinaus existieren diverse Senso- 
rensysteme und andere elektronische Ausstattungsteile. 
Gute Dienste leisten bei einigen Einsätzen Aufklärungsdrohnen, 
Minenleger oder -räumer, die das Überleben oft beträchtlich 
erleichtern. 

Zunächststehen nurdietechnisch unterlegenen Mechsder»lnne- 
ren Sphäre« zur Verfügung, doch bei den Kämpfen wird bald der 
ein oder andere Clan-BattleMech erbeutet. Gleiches gilt für Aus- 
rüstungsgegenstände, die oft in Lagerhäusern auf ihre Beschla- 
gnahme warten. Benötigt man die gefundenen Teile nicht selbst, 
kann man sie auch gegen Ressourcen-Punkte eintauschen, die 



auch für erfolgreich absolvierte Einsätze spendiert werden. Eine 
geschickte Verwendung der wertvollen Punkte ist äußerst emp- 
fehlenswert. Schließlich kostet die Reparatur eines BattleMechs 
jedes Mal solche Ressourcen-Punkte, und neue Ausrüstung gibt 
es ebenfalls nur gegen den Abzug einer entsprechenden Menge 
vom Konto der Einheit. 

Die MechWarriors 

Selbst das beste Werkzeug ist immer nur so gut wie der Mensch, 
der es benutzt. Dies gilt erst recht für die BattleMechs. Daher ist 
es wichtig, welchen Piloten mit welchen Fähigkeiten Sie in wel- 
chen BattleMech setzen. Anfangs sind zwar alle Mitglieder Ihres 
Trupps noch gleichermaßen unerfahren, doch hat jeder bereits 
besonders ausgeprägte Fähigkeiten. Das betrifft beispielsweise 
den Umgang mit den Waffensystemen und Sensoren, das 
Manövrieren und das Ausnutzen der J ump-J et-Sprungfähigkei- 
ten. Mit jedem überlebten Einsatz und mit jedem zerstörten Geg- 
ner steigen die Erfahrungen in diesen Bereichen. Dadurch wer- 
den die MechWarriors aus taktischer Sicht im Spielverlauf immer 
unersetzlicher; der Verlust eines durch etliche Einsätze gestähl- 
ten und inzwischen vertrauten Kämpfers schmerzt daher doppelt. 

Die Einsätze 

Bei allen 30 Missionen ist ein anderes Vorgehen notwendig. 
Schließlich variieren nicht nur Ziele und Umgebung, sondern 
auch die Gegner, auf die man stößt. Feuerstarke, aber langsame 
Mechs machen eine andere Angriffstaktik nötig als wendige 
Maschinen mit Nahkampfwaffen. Die Verteidigung eines Gebäu- 
des unterscheidet sich in strategischer Hinsicht grundlegend vom 
Angriff auf eine Basis. Scharmützel in Städten verlaufen nicht so 
wie Schlachten im offenen Gelände. Mitunter zahlt es sich aus, 
Kämpfen mit überlegenen Mechs aus dem Weg zu gehen und statt 
dessen einen Hinterhalt vorzubereiten. 
Im Einsatz mähen die BattleMechs zwar problemlos einzelne 
Bäume nieder, doch Waldstücke müssen zum Leidwesen der 
Naturschützer Abschnitt für Abschnitt niedergebrannt werden, 
um sich einen Weg zu bahnen. 

Als MechCommander bestimmen Sie per Mausklick, wohin sich 
die Stahl-Lulatsche bewegen. Dabei dürfen bis zu drei Einsatz- 
gruppen gebildet oder (mit einem Rahmen) bestimmte Mechs für 
einen Befehl ausgewählt werden. Auf Wunsch können die Maschi- 
nen sogar rennen und, bei entsprechender Ausstattung, sprin- 
gen. Angriffe lassen sich aus unterschiedlichen Entfernungen 




Was die Sensoren melden ... 



... entpuppt sich als Militärzug, der mit Luftun- 
terstützung (Zielmarkierung!) ... 



, in seine Bestandteile zerlegt wird. 



148 



PC PLAYER 8/98 




Klug verlegte Minen... 



.führen zu durchschlagenden Erfolgen 



durchführen, wobei man mit Langstreckenwaffen bestückte Geg- 
ner möglichst aus unmittelbarer Nähe attackiert. Ausgefuchste 
Taktiker bestimmen gar, welcher Teil einer Maschine (Torso, 
Gliedmaßen, Kopf) beschossen werden soll. Dies ist vor allem 
deshalb anzuraten, weil erbeutete Mechs besser für eigene 
Zwecke verwendet werden können, wenn die Schäden nicht allzu 
gravierend sind. 



Thomas Werner 



***** 



Hinter dem Horizont geht's weiter: MechCommai 
der dürfte ein Vorreiter der nächsten Echtzeitstn 
tegie-Generation sein. Es schlägt, ähnlich wie vo 
her sc hon »Commandos«, einen erfrischend and« 
ren Weg jenseits der Materialschlachten ei 
Fühlte man sich bei etlichen Spielen bisher eh< 
als Produktionsmanager mißbraucht, betontMecl 
Commander eindeutig das taktische Vorgehen. 
Dazu gehört sowohl die steigende Erfahrung d< 
eingesetzten Einheiten als auch die individuel 
Ausrüstung der Mechs. Selbst wenn ich vor jede 
Einsatz die nächste Kampfgruppe zusammenste 
le, penibel die Vor- und Nachteile jedes Ausn 
stungsgegenstandes abwäge und sogar Gewicht 
Überlegungen berücksichtige, kommt keinerli 
Langeweile auf. Wahrscheinlich fühlt sich s 
meine Schwester, wenn sie stundenlang vor ihre 
Kleiderschrank steht. Jeder Fehler dabei, jede 
schlampige Vorgehen bei einer der Mission« 
kann sich bei einem späteren Einsatz fatal au: 
wirken. Gleichzeitig ist es wegen der unte 
schiedlichen Lösungsmöglichkeiten durchai 
reizvoll, die bestandenen Missionen mit ander« 
Ausrüstung nochmals zu absolvieren, aber s 
diesmal wirklich optimal auszuführen. 
Gewünscht hätte ich mir jedoch aus atmosphär 
sehen Gründen zahlreichere und besser gestalti 
te Zwischensequenzen sowie ein abwechslungi 
reicheres Terrain. Bemerkenswerterweise hat de 
Gelände sogar unterschiedliche Höhenstufen. D 
Steuerung ist unkompliziert, die Animationen sir 
vorzüglich. An den Beinen getroffene Mechs hur 
peln über die Wiese, jeder Mech hinterläßt eigi 
ne Fußspuren, und sogar die Waffensysteme köi 
nen detailliert beobachtet werden. Leider sind 
der Normalansicht all die hübschen Details ur 
Bewegungsstufen nur schlecht zu erkennen. 
Ansonsten läßt MechWarrior kaum etwas an Spai 
nung und Motivation zu wünschen übrig und istfi 
mich daher eines der gelungensten Echtzeit-Str; 
tegiespiele der letzten zwei Jahre. 



tb Beto- 
nung tak- 
tischer 
Elemente 

9 Einhei- 
ten selbst 
ausrüstbar 

9 Erfah- 
rungsge- 
winn der 
Kämpfer 



t Kaum 
Zwischen- 
sequenzen 



Die Funktionen werden mit dem entspre- 
chenden leon aktiviert; flotter geht's, wenn 
Sie die alternativvorgeseheneTaste gedrückt 
halten und mit einem Mausklick verbinden. 
Das klingt komplizierter als es ist: Für einen 
Angriff aus mittlerer Distanz tippt man zum 
Beispiel auf den Buchstaben »M«, fährt mit 
der Maus auf das Ziel und betätigt den lin- 
ken Mausknopf. 
In einigen Missionen dürfen Sie Luftunter- 
stützung anfordern, die an dem von Ihnen gewünschten Punkt 
nach Ablauf weniger Sekunden ein kleines Inferno anrichtet. 
Dabei sind kleine Luftangriffe schnell anzufordern, während die 
großen Attacken derart viel Vorlauf haben, daß sie nur schwer 
gegen bewegliche Ziele einzusetzen sind. 
Wie es bei Echtzeit-Spielen fast schon Standard ist, wird nur das 
Gelände angezeigt, das bereits von I hnen aufgeklärt wurde. Dabei 
stoßen Sie durchaus auf Verteidigungsanlagen wie Geschütztür- 
me, die Sie mit Einnahme der Kontrolleinrichtungen allerdings 
einfach übernehmen können. Zudem werden die eigenen Mechs 
von Panzern oder Raketenwerfern beharkt oder treffen auf 
unsichtbare Minenfelder. 

Die Darstellung ist in zwei Größenstufen möglich, wobei die 
Zoom-Ansicht zwar mehr Details erkennen läßt, die Normalan- 
sicht wegen der Übersicht in jedem Fall zu bevorzugen ist.(tw) 




Hier sollen die BattleMechs das Hyperraum-Funkrelais rechts oben zer- 
stören. 



MechCommande 



Hersteller: Microprose 

Testversion: Beta vom Juni '98 

Betriebssystem: Windows 95 

Sprache: Deutsch 

Multi-Player: 1-6 (Netzwerk, Internet) 

Ca.-Preis: 80 Mark 



3D-Karten: - 

Hardware, minimum: 

Pentium/133, 16 MByte RAM 

Hardware, Empfehlung: 

Pentium/166, 32 MByte RAM 



:re/Hfra 



Grafik: 8 Sound: 6 

Einstieg: 7 i Komplexität: 8 

Steuerung: 8 Multi-Player: 8 



ipielspaß: jf*|c}) 




lllllllllllllllll 



PC PLAYER 8/ 98 



149 






Sportspiel für Fortgeschrittene und Profis 



Golden Goal 98 



Zielen ist Silber, Treffen ist Gold. Mit ungewöhnlicher 
Schußsteuerung bittet US- Entwicklerteam Z-Axis zum 
Tanz um das goldene Goal. 

Und jetzt alle: »Ole- ole, ole, ole!« (Bumm-Bumm-Stampf!). 
Fußballfans lieben rhythmisches Klatschen und kernige 
Schlachtgesänge; feine Ironie würzt die mannigfaltig aus der 
Nordkurve kredenzten Melodeien (»Zieht den Bayern die Leder- 
hosen aus«, etc.). Wenn das entscheidende Tor fällt, sind alle 
Texte schnell vergessen und weichen einem spontanen Urschrei 
therapeutischen Ausmaßes; in seiner Inbrunst nur vergleichbar 
mit dem Stöhnen, das einen erfolgreichen Nierenstein-Abgang 
begleitet. 

Mitten in die Fußball-Weltmeisterschaft hinein veröffentlicht 
Take 2 die PC- Version von »Golden Goal 98«. Eine gewisse Hastig- 
keit ist dem Produkt anzumer- 
ken: 3D-Kartensupport fehlt; 
entsprechend farbarm und an 
die Playstation-Vorlage erin- 
nernd staksen die Spieler 
übers Feld. Hoffen wir auf die 
Verlängerung; ein 3Dfx-Patch 
soll »demnächst« erscheinen. 
Etwas ausgereifter wirkt die 
Steuerung. Paß, Flachpaß, 
hoher Paß, Grätsche, Sprint, 
absichtliches Foul - alles da, 
was das Fußballerherz ge- 
wohntist. Besonders listig die 
Schußsteuerung: Sobald Sie 
den entsprechenden Feuerknopf drücken, können Sie mit dem 
Joystick eine kleine Zielscheibe im gegnerischen Tor bewegen. 
Auf diese Weise läßt sich genau einstellen, in welcher Ecke der 
Ball einschlagen soll. Diese relativ anspruchsvolle Schußtechnik 
will zunächst geübt werden; anfangs rauscht das Leder perma- 



Taktische Anweisungen 



Schnell und unkompliziert läßt sich mitten im Match die Teamtaktik 
ändern. Mit einem bestimmten Feuerknopf blättern Sie zwischen den 
Anweisungen »Abseits- 
falle«, »Angriff«, »Ver- 
teidigung«, »Neutral« 
und »Gegenangriff«. 
Sobald Sie die ge- 
wünschte Anweisung für 
ein paar Sekunden ste- 
hen lassen, wird sie vom 
niemals maulenden 
Spielerkader umgesetzt 
- Bertis Traum! 




j£jjyj£ = 



Andreas Köpke hat sich nicht 
unbedingt zu seinem Vorteil ver- 
ändert: Solche Nahaufnahmen 
demonstrieren die Mittelmäßig- 
keit der Grafik- Engine. 





Während Ihr Stürmer gemütlich zum Schuß ausholt, können Sie die 
Zielscheibe im gegnerischen Tor bewegen. 

nent am Pfosten vorbei oder segelt über die Latte. Pässe finden 
viel leichter den richtigen Weg: Der Ball wird genau zu dem Spie- 
ler abgegeben, auf den gerade die Pfeilmarkierung zeigt. Sie kön- 
nen den Empfänger auch geschwind per Feuerknopfdruck wech- 



Heinrich Lenhardt 



**** 



Der erste Eindruck hat Kinderschreck-Qualitäten: 
Die eckigen Spieler mit ihrem festgefrorenem Tex- 
turen-Gegrinse staksen umher, als hätten Sie sich 
gerade in Zombie-Manier aus dem Erdreich des 
Spielfelds gebuddelt. Doch die Nacht der kicken- 
den Leichen müssen Sie nicht befürchten, bei 
Spielablauf und Steuerung kann Golden Goal 
zumindest teilweise punkten. 
Die Schußsteuerung mit der Zielscheibe ist origi- 
nell, aber manchmal nervig. Nur der Augenblick 
zählt, in dem mein Spieler zu seiner langwierigen 
Schußanimation ausholt. Danach kann ich die Ziel- 
scheibe zwar weiter bewegen, der Schuß gehtaber 
sonstwohin. Generell ist es schwierig, beim 
Strafraumgedrängel überhaupt mal den Ball unge- 
hindert Richtung Tor zu donnern. Fixe Direktab- 
nahmen sind hier vom Spielplan gestrichen; man 
tröstet sich mit Weitschuß-Orgien. 
Besser sieht es beim zügig-eleganten Spielaufbau 
mitdem einfac hen Paßsystem aus. Auch die Defen- 
siv-Steuerung (stören, grätschen, umhauen) ist 
gelungen und sorgt für einen guten Schub echten 
Fußball-Feelings. Freunde des Ungewöhnlichen 
sollten dieser ansatzweise kultivierten Fußballsi- 
mulation durchaus eine Chance geben. Mein Vor- 
schlag: Programmierer nachsitzen lassen und Gol- 
den Goal 99 mitoptimierter Steuerung, mehr Spiel- 
\varianten und zeitgemäßer Grafik machen. 



tb Solide 
Paß- und 
Defensiv- 
Steuerung 

«Gut 
gedachtes 
Schuß- 
system ... 



t ... mit 
einigen 
Praxis- 
Mängeln 

t. Grob- 
schlächti- 
ge 3 D-Gra- 
fik 

w Zu 
wenig 
Tunier- 
varianten 



150 



PC PLAYER 8/98 




^ Noch bevor der 
Schütze abzieht, 
darf sich der Torwart 
beim Elfmeter auf 
der Linie bewegen. 



Vor dem Anpfiff ► 
stellen wir mun- 
ter unsere Mann- 
schaft um. Gelbe 
Karten und Ver- 
letzungen zwin- 
gen im Turnier- 
verlauf zur 
Improvisation bei 
der Formation. 



B 




siLier 

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DRGABEW QJZURUE 


CK 



RECHTES OFF. MITTELFELD 
SCHNELLIG. 69 PASSSPIEL BS 
SPIELVERS. 86 SCHUSSSTA. 77 
DRIBBL ING B2 DOPPELP. B2 

TOR 1 TAPPAREL I 

VER a JR BANYO i 

VER 3 ALDO i__ 

VER 2 TOFU RFB I 

VER 6 R ALBERTO LFB I 

MFD 8 FLAVIVA DCM I 

MFD 5 HOIUGIVA CM I 

MFD 10 DA VINCI ALH I 

MFD IS DENNISON ALH I 

STM 9 SANTOS CS I 

STM 11 ROVARIO *" n ' 



sein. Wenn nicht gerade ein Gegenspieler die Paßbahn kreuzt 
und das Leder arglistig stibitzt, kommt die Zustellung sicher an. 
Drei Schwierigkeitsgrade, rund 70 Nationalteams, aber nur ein 
Turnier: Golden Goal hat zuwenig Zeit im Options-Trainingslager 
verbracht. Sie können nur die Fußball-Weltmeisterschaft nach- 
spielen; wahlweise mit neuen Gruppenauslosungen. Zwar gibt es 
jede Menge Aufstellungsfreiheit im Umgang mit den Spielern, 
deren Talentwerte detailliert dargestellt werden. Doch im Tur- 
nierverlauf merkt sich das Programm nicht die kleinste Statistik 
- Torjägerliste ade. Die unnötig umständliche Funktionstasten- 
Fummelorgie im Menübereich trägt auch nicht gerade zur Stär- 
kung der Moral bei. 

Originalität zeichnet die Soundkulisse aus. Statt zum üblichen 
Publikumsgejohle lustlos gelallte Reporterkommentare abzu- 
kriegen, bekommen Sie die Zurufe der Kollegen zu hören. Das 
Smalltalk-Niveau auf dem Platz erinnert an selige Schüleraus- 
wahl-Zeiten: Die Mitspieler verlangen meistens mit heiserer Kehle 
ein Zuspiel. Amüsant die Berücksichtigung einiger Sprachen: Tref- 
fen Sie beispielsweise auf Frankreich, wird beim Gegner franzö- 
sisch geflucht. (hl) 



Golden Goal 98 



Hersteller: Z-Axis / Take 2 

Testversion: Beta vom J uni '^ 

Betriebssystem: Windows 95 

Sprache: Deutsch 

Multi-Player: 1-2 (PC) 

Ca.-Preis: 90 Mark 



3D-Karten: 3Dfx-Patch in Vorbereitung 

Hardware, minimum: 

Pentium/120, 16 MByte RAM 

Hardware, Empfehlung: 

Pentium/200, 32 MByte RAM 



> 



Grafik: 5 Sound: 7 i 

Einstieg: 6 Komplexität: 6 

Steuerung: 6 Multi-Player: 3 




Spielspaß: 



■■■■■■■■■■IUI 



Sportspiel für Einsteiqer 

Adidas 

Power Soccer '98 

Wenn Sie heutzutage eine Fußballsimulation veröffentli- 
chen, wollen Sie angesichts der starken Konkurrenz nicht 
ins Gras beißen. Also mobi- 
lisiert man, was die Marke- 
ting-Abteilung zu bieten 
hat: Drei Streifen auf dem 
Trikot, TV-Reporter Marcel 
Reif am Mikro - was soll da 
bei »Adidas Power Soccer 
'98« eigentlich noch schief- 
gehen? 

Die Steuerung bietet gängi- 
ge Standardkost vom Flach- 
paß biszum »hinterlistigen 
Hackentrick«, wie uns die 
inspirierte Anleitung ver- 
rät. J e länger Sie den Feuerknopf gedrückt halten, desto doller 
wird gebolzt; eine Balkenanzeige informiert über das Ausmaß 
der erreichten Schußstärke. (hl) 




Macht fast so viel Freude wie ein aus- 
getretener Turnschuh. 



r Heinrich Lenhardt 


** 


& Marcel i 
Reif ohne 
Bierglas 

t Spielab- 
lauf erin- 
nert mehr 
an Völker- 
ball als an 
Fußball 

t Rucki- 

zucki- 

Grafik 

*L Alles 
andere I 


Liebe leidende WM-Witwen, schlägt Ihr Partner 
angesichts eines Fußballspiels unweigerlich Wur- 
zeln vor dem Fernsehgerät? Dann locken Sie ihn 
an den PC und lassen Sie ihn Adidas Power Soc- 
cer '98 spielen - schon wird sein Fußballappetit 
nachhaltig gezügelt werden. Selbst bei SD-Kar- 
teneinsatz ruckelige und unübersichtliche Grafik, 
konfuse Menübedienung sowie »dumm wie Fla- 
sche leer« herumstiefelnde Akteure töten jeden 
Spieltrieb ab. Was wir nicht verschweigen wollen: 
Dieses Programm istin seinerSchlechtigkeitnicht 
perfekt. Einen Pluspunkt im Detail hat die Sadis- 
mus-Qualitätskontrolle übersehen: die vielen Tur- 
niervarianten mit Vereinsteams und National- 
mannschaften. Aber keine Sorge, angesichts der 
sonstigen Grausamkeiten wird schon niemand sol- 
che Detailsorgfalt zu schätzen wissen. 



Adidas Power Soccer '9 



Hersteller: Psygnosis 

Testversion: Beta vom Juni '98 

Betriebssystem: Windows 95 

Sprache: Deutsch 

Multi-Player: 1-4 (PC) 

Ca.-Preis: 80 Mark 



3D-Karten: Direct3D, 3Dfx 

Hardware, minimum: 

Pentium/166, 16 MByte RAM 

Hardware, Empfehlung: 

Pentium/233, 32 MByte RAM, 
3D-Karte. 



pcrr-rtm? 



Grafik: 4 
Einstieg: 7 
Steuerung: 3 



im 
iiiiiii 



Spielspaß: 



rffi 




Sound: 4 
Komplexität: 3 
Multi-Player: 5 



PC PLAYER 8/ 98 



151 




Strateqiespiel für Einsteigen 
Fortgeschrittene und Profis 

Sentine 
Returns 



Der Berg ruft: Um den Sentinel von der höch- 
sten Erhebung seiner psychedelischen Spielwelt 
zu kippen, ist Steigungsvermögen gefragt. Diese 
Seilschaft erfordert nervenfeste Strategen. 

Mit bescheidenen Ambitionen ausgestattete Bege- 
her der Bergwelt schlagen zwischen Seilbahnsta- 
tion und Einkehrmöglichkeit Wurzeln, um verständnis- 
los den kühneren Alpinisten nachzublicken. Fragt man 
einen Kraxler vor dem Aufstieg, warum er nun unbedingt 
eigenhändig den Gipfel erklimmen muß, fällt dem meist 
nichts besseres ein als »weil er da ist«. In »Sentinel 
Returns« wollen Sie auch nach oben und sind zudem ernsthaft 
motiviert: Längerer Talaufenthalt gefährdet Ihre Existenz. Denn 
auf der höchsten Erhebung des Spielfelds thront der Sentinel, 
ein gnadenloser Roboterwächter (auf dessen Dach erstaunli- 
cherweise kein Panorama-Restaurant errichtet wurde). Sobald 
Sie in sein 28-Grad-Blickfeld geraten, zapft der Sentinel Ihnen 
Energie ab, bis Ihre kümmerliche Existenz beendet ist. 
Die bizarre Idee vom Energiepolizisten, der rotierend eine 
abstrakt-karge Spielwelt überwacht, ist nicht unbedingt neu. 
Geoff Crammond designte »The Sentinel« zu einer Zeit, als so 
mancher Nachwuchsspieler noch in den Windeln lag und sich sei- 
ner interaktiven Rassel erfreute. 1985 erschien das merkwürdi- 
ge Strategiespiel zunächst für einen gewissen BBC/ Micro; ein 8- 
Bit-Heimcomputer, der sich einer kurzzeitigen regionalen 
Beliebtheit in Großbritannien erfreute. Richtig populär wurde 
das Programm durch die Umsetzung auf den Commodore 64. In 
Zeiten lärmender Ballereien war nicht nur die Spielidee innova- 
tiv, auch die grafische Darstellung ging neue Wege. So sah man 
die 3D-Umgebung stets aus der Sicht seiner Spielfigur. 




3 Dfx- unterstützter Blick auf den Wächter dieses Levels. Rechts vom Sentinel 
haben wir eine Roboterhülle auf einen Felsenturm gestapelt. 

Nun kehrt der Sentinel also wieder zurück - und wahnsinnig viel 
hat sich nicht geändert. Sie schlüpfen erneut in die Rolle eines 
Geisteswesens, dem körperliche Freuden wie laufen oder klettern 
versagt bleiben. Es steckt in einer Roboterhülle, die gänzlich 
bewegungsunfähig ist. Wenigsten dürfen Sie die in der hügeli- 
gen Landschaft reichlich vertretenen Bäume absorbieren - aller- 
dings nur, sofern Sie von Ihrer derzeitigen Position aus des 
Bäumchens Bodenfeld sehen können. Das Waldsterben hat Sinn 
und Zweck: Pro aufgeschlurptem Baum wächst Ihr Energiekon- 
to. Energie ist prima, denn mit ihr können Sie neue Bäume, Fel- 
sen und vor allem Roboterhüllen in die Landschaft zaubern. Die 
einzige Möglichkeit, sich von einem Fleck zum anderen zu bewe- 
gen, ist ein Teleporter-Sprung von Roboter zu Roboter. 
Der Sentinel thront indes auf dem höchsten Gipfel des Levels und 
nimmt seinen J ob sehr ernst: Alles, was mehr Energie hat als ein 
Baum, wird von seinem Abzapfstrahl erfaßt und langsam ausge- 
saugt - dummerweise erfüllt Ihre Roboterhülle eindeutig dieses 
Kriterium. Doch was der Sentinel nicht weiß, macht ihn nicht 
heiß: Sein Sichtfeld ist begrenzt; träge rotiert er um die eigene 




Der typische Level beginn: Wir sind ganz unten, der 
Sentinel ragt in der Ferne auf einem Hügel empor. 



Mit dem Start- Energievorrat errichtet man ein paar Felsen 
und setzt eine Roboterhülle obendrauf. 



Nach dem Transfer: Der Blick zurück auf eine 
alte, verlassene Hülle, die sich zwecks Ener- 
giegewinnung absorbieren läßt. 



152 



PC PLAYER 8/98 







Das bizarr gestylte Hauptmenü paßt sich dem Ambiente des Spiels 
an. Hier können Sie Zwischenstände speichern, auf alle bisher 
gemeisterten Level zugreifen und eine Karte der nächsten Welt 
studieren. 



Achse. Während Sie sich mühsam nach oben arbeiten, sollten Sie 
tunlichst sein Blickfeld meiden. Zum Gewinnen eines Levels müs- 
sen Sie genügend Höhenmeter gutmachen, um den Sentinel 
selbst absorbieren zu können. 

Bevor Sie zu diesem finalen, äußerst befriedigenden Absorbie- 
rungs-Schlurp ausholen, sollten Sie den Level möglichst gründ- 
lich gesäubert haben. J e mehr Energie (sprich: Bäume) Sie ham- 
stern, desto mehr Spielwelten überspringen Sie. J e nach Grund- 



Heinrich Lenhardt 



**** 



Es gibt wirklich nicht viele Spieldesign-Konzepte 
aus dem Jahr 1985, die man heute noch ruhigen 
Gewissens 1:1 übernehmen kann. The Sentinel hat 
all die modischen Flüchtigkeiten seines Geburts- 
jahrs überlebt und vermag auch heute noch ein- 
zigartigen Nervenkitzel zu verbreiten. Wenn man 
zu Beginn eines Levels im engen Tal hockt, den 
Sentinel nicht einmal sieht, sondern nur das 
unheilvolle Knirschen seiner Rotationen vernimmt, 
ist das schon einen Tropfen Angstschweiß wert. 
Das Schöne an dem Spiel: Die Regeln sind schnell 
klar, ermüdendes Einarbeiten in die Nuancen von 
zig Einheitentypen entfällt. Das bedeutet freilich 
auch, daß auf Dauer keine neuen spielerischen 
Elemente dazukommen. Sentinel Returns ist weni- 
ger ein Strategieepos für ganze Wochenenden, 
sondern vielmehr eine gewitzte Katz-und-Maus- 
Jagd mit Pausensnack-Charakter. Das spiele ich 
nicht den ganzen Abend lang am Stück, aber immer 
wieder mal für ein halbes Stündchen. 
Die authentische Umsetzung des Originaldesigns 
in Ehren, aber an ein paar kleine Verbesserungen 
hätten sich die Programmierer schon trauen dür- 
fen. Wie wäre es mit einer Art »Sentinel Plus« als 
erweitertem Zugabe-Spielmodus gewesen? Außer- 
dem ist es manchmal etwas mühsam, die momen- 
tane Sentinel-Blickrichtung zu erkennen - der 
Robotwächter wurde zu schnörkelig gemalt. 
Liebhabern origineller Spielkonzepte sind solche 
Mängel wurscht. Die nehmen dankbar zur Kennt- 
nis, daß es jenseits der ausgetretenen Einheiten- 
bauen-und-alles-erobern-Pfade noch alternative 
Geschmacksrichtungen im Strategiespiel-Univer- 
sum gibt. Mir hat das Wiedersehen mit dem ollen 
Sentinel jedenfalls viel Freude gemacht. 



ti- Zeit- 
loses, 
originelles 
Spiel- 
prinzip 

ti- Span- 
nende 
Atmo- 
sphäre 

tf 666 
psyche- 
delisch- 
bunte 
Level... 



denen 

spielerisch 

aber 

Nichts 

neues 

passiert 




Endlich sind wir 
hoch genug ge- 
kommen, um das 
Basisfeld des Sen- 
tinels zu knacken. 
Mit einer sehens- 
werten Explosion 
verabschiedet er 
sich und macht 
den Weg in die 
nächste Spielwelt 
frei. 



Zur Erinne- 
rung: So sah 
der Original- 
Sentinel der 
80er Jahre aus 
(PC/ EGA). Man 
beachte das 
aus der Farbar- 
mut geborene 
Schachbrett- 
Design der 
Bodenfelder. 



lichkeit wird man eine bis vier Stufen weiterbefördert. Bei ins- 
gesamt 666 Leveln bleibt immer noch genug zu tun, zumal die 
Sache nicht leichter wird. So ab der 20. Welt tauchen Sentries 
auf. Diese Assistenten des Sentinel unterstützen ihn bei derSpiel- 
feldüberwachung. Außerdem pflanzt Ihr Widersacher später 
gerne Meanies in die Nachbarschaft; kleine, bewegliche Ekel- 
monster, die Ihren Roboter nach unten teleportieren. 
Die Steuerung ist ebenso unkonventionell wie leicht zu meistern. 
Mit der Maus ändern Sie geschwind den Blickwinkel; um Bäume, 
Felsen oder Roboter zu erschaffen, wird die entsprechende Taste 
auf dem Keyboard gedrückt. In Augenblicken höchster Gefahr 
teleportieren Sie per Hyperspace an einen zufälligen Punkt des 
Spielfelds. Damit die Anwendung dieses Notausgangs keine spie- 
lerischen Vorteile bringt, werden Sie dabei wieder ein paar Meter 
nach unten befördert; außerdem kostet die Flucht Energie. 
Zwischen den einzelnen Leveln können Sie den Spielstand im 
Hauptmenü speichern. Verschiedene Schwierigkeitsgrade gibt es 
nicht; dafür steigt die Knackigkeitskurve ganz allmählich an. Neu 
und witzig ist der Multiplayer-Modus: Bis zu acht Spieler treten 
gleichzeitig an; wer als erster den Sentinel aus den Latschen 
kippt, hat gewonnen. (hl) 



ntinel Return: 



Hersteller: 

Testversion: 

Betriebssystem: 

Sprache: 

Multi-Player: 

Ca.-Preis: 

IT 



Grafik: 7 
Einstieg: 7 
Steuerung: 7 



Psygnosis 
Beta vom Juni '9 
Windows 95 
Deutsch 
1-8 (Netzwerk) 
Mark 




3D-Karten: Direct 3D, 3Dfx 

Hardware, minimum: 

Pentium/133, 16 MByte RAM 

Hardware, Empfehlung: 

Pentium/166, 32 MByte RAM, 
3D-Karte 



rrjflfEB! 



iiiiiii 
iiiiiii 
iiiiiii 



Spielspaß: 



ffi 




Sound: 8 
Komplexität: 7 
Multi-Player: 7 

lllllllllllllll 



PC PLAYER 8/ 98 



153 




Strateqiespiel für Fortgeschrittene und Profis 

Robo 
Rumble 



Riesige Kampfroboter, die sich bis auf die letzte Pan- 
zerplatte bekämpfen - gab es die nicht schon öfters? 
Doch ein zweiter Blick lohnt: Topware gelingt es mit 
» Robo Rumble« , einige neue Ideen ins Echtzeit-Genre 
einzuführen. 

Schreck laß nach! Eine riesige Kanone wurde auf der Ober- 
fläche des Mars entdeckt, die genau auf den Planeten Erde 
ausgerichtet ist. An ihrem Rumpf haben zuvorkommende Außer- 
irdische einen Zettel befestigt: »Kommen in einem Jahr wieder«. 
Der Präsident der Weltregierung macht sich berechtigte Sorgen. 
Was werden die Aliensdann tun? Umfür alle Eventualitäten gerü- 
stet zu sein, wendet er sich an die beiden weitbesten Produzen- 
ten von Kampfrobotern. Hersteller Nummer eins, die etwas stu- 
pide Firepower-Fraktion, setztauf größtmögliche Feuerkraft. Die 
hochintelligenten Brainpower-Leute bevorzugen raffinierteTech- 
nik, die den Feind überraschend trifft. In einem großangelegten 
Wettbewerb erhalten beide Gelegenheit, sich in 15 Missionen zu 
beweisen. Der Bessere wird danach als Empfangskomitee für die 
Aliens bereitstehen. 

Die Roboter beider Seiten setzen sich aus mindestens zwei Tei- 
len zusammen. Untenherum haben sie verschiedene Fahrwerke: 
Zweibeiner oder kräftige, aber auch teure Vierbeiner. Zur Wahl 
stehen auch schnelle und empfindliche Räder oder putzige Kän- 
guruh-Stelzen, mit denen die Robos über Hindernisse einfach 
hinweghüpfen. Oben werden die unterschiedlichsten Waffen 
befestigt: Laser, zielsuchende Raketen oder Energiestrahlen, die 
mehrere Feinde auf einmal verletzen können. Außerdem dürfen 
Sie Ihre Automaten mit Extras aufrüsten, die unter anderem 
deren Widerstandsfähigkeit, Schnelligkeit oder Feuerkraft 



c ^ n 

' ... ' 

EH 




lllllfp^ 


iL 


: 




& 

Unaufhaltsam nähert sich der stählerne J aggernaut unserer Basis. 
Seine Lenkraketen erzeugen schöne farbige Lichteffekte. Leider sind 
sie auch tödlich... 

erhöhen. Im Laufe des Spiels stehen bis zu acht Ausprägungen 
zur Verfügung, so daß Sie pro Seite nicht weniger als 512 ver- 
schiedene Typen errichten können. 

Um den armen Spieler nicht zu verwirren, sind zu Beginn nur 
ganz wenige Modelle verfügbar. Diese werden in extrem düste- 
ren Landschaften eingesetzt, welche die Marsoberfläche dar- 
stellen sollen. Zumeist geht es darum, die Basis des Feindes zu 
zerstören, wo dieser seine eigenen Roboter erbaut. Gelegentlich 
gibt es aber auch Spezialaufträge wie das Abfangen feindlicher 
Konvois. Im Unterschied zu herkömmlichen Echtzeit-Strategie- 
spielen ist das Produzieren von hunderten von Einheiten, die 
dann in einem Massenangriff den Feind einfach niederwalzen, 
nicht möglich. Sie haben in jeder Mission einen festen Geldbe- 
trag, der in die Roboter-Produktion gesteckt wird. Erst wenn ein 
Metallkrieger wieder demontiert wurde, können weitere kon- 
struiert werden. Dadurch entfällt auch das sonst im Genre übli- 
che Suchen nach Rohstoffen. Da Sie in normalen Missionen nur 




Gute Strategen nutzen Wasser- und Säuretümpel, um den Vormarsch 
des Feindes effektiv zu unterbinden. 



Ein reichhaltiges Angebot: Aus den drei Komponenten Aufbau, Fahrwerk und 
Extras können Sie sich individuelle Roboter zusammenbauen. 



154 



PC PLAYER 8/98 




F« ■' 




k^ 



rund 2500 Geldeinheiten zur Verfügung haben, aber selbst der 
billigste Roboter 200 Credits kostet, bleibt die Zahl I hrer Maschi- 
nen stets überschaubar. 

Die Basen beider Seiten besitzen drei Schutzschilde; erst nach 
Zerstörung des letzten ist sie endgültig vernichtet. Die Eliminie- 
rung der ersten beiden Schilde hat den angenehmen Effekt, daß 



Udo Hoffmann 



**** 



Robo Rumble ist ein irreführender Titel: Hier wird 
nicht dumpf gerumpelt, sondern fein abgewogen 
und intelligent geplant. In jedem Level sind ande- 
re Strategien erforderlich, um den Algorithmus des 
Computers zu überlisten. Außerdem besitzt das 
Programm eine klaustrophobische Atmosphäre 
und ungewöhnliche Neuerungen, die man im Echt- 
zeitstrategie-Bereich kaum noch zu erwarten hoff- 
te. Elemente wie Regen und Schnee, versteckte 
Booster der Außerirdischen oder tolle Lichteffek- 
te der einzelnen Waffen deuten zudem auf ein Ent- 
wicklerteam, das sein Produkt mit viel Liebe zum 
Detail programmiert hat. 

Einige überflüssige Schnitzer trüben dieses posi- 
tive Bild bedauerlicherweise: Viele Level lassen 
sich anfangs nur mit der Try-and-Error-Methode 
lösen. Unüberwindlich erscheinende Computer- 
gegner sind auf einmal ganz leicht zu schlagen, 
sobald man das Schema erkannt hat, nach dem 
sie vorgehen. Die eigenen Blechkameraden müs- 
sen häufig punktgenau gesteuert werden, wenn 
man nicht will, daß sie in ätzende Säure mar- 
schieren. Außerdem ist mir die Spieltiefe fast 
schon etwas zuviel des Guten; in der Hektik des 
Kampfes kann man die Roboter meist nicht opti- 
mal an die jeweilige Situation anpassen. 
Doc h genug gemec kert: Robo Rumble isttrotz allem 
für intensive Unterhaltung gut. Gerade erfahrene 
Spieler werden ihre Freude haben. 



*b Tolle 
Düster- 
Grafik 

tb Originel- 
le Einhei- 
ten 

tf Ab 
wechs- 
lungsrei- 
che Auf- 
träge 



^ Mit einem sogenannten Disruptor 
hatten wir diesen Gegner gelähmt. 
Ein zweiter Roboter konnte ihn 
deshalb in aller Ruhe auseinander- 
nehmen. 



alle Feinde in der näheren 
Umgebung explodieren. Die 
jeweilige Basis erhält dann eine 
kleine Verschnaufpause und 
kann ihre Verteidigung reorga- 
nisieren. Außerdem wird sie 
zumeist von Mauern oder Säu- 
retümpeln flankiert; geschickt 
positionierte Einheiten halten 
so selbst eine Übermacht fern. 
Beide Kontrahenten besitzen 
einen fähigen Mitarbeiter- 
stamm: Spione erforschen auf 
Wunsch die Technologie des 
Feindes, Wissenschaftler entwickeln Ihren Roboter-Fuhrpark 
beständig weiter, und Statistikerfassen die Schlachtergebnisse 
zusammen und geben Tips für zukünftige Aufträge. J e nachdem, 
wie gut Sie Ihren letzten Auftrag erfüllt haben, stehen unter- 
schiedlich hohe Geldbeträge zur Verfügung, mit denen Sie Ihre 
Angestellten bezahlen. Vor allem der Wissenschaftler produziert 
erst bei entsprechendem finanziellen Anreiz die nützlichsten 
Erfindungen. I hre Roboter werden dann intelligenter oder kurz- 
fristig unzerstörbar. (uh) 



Dieser 
weißhaarige 
Greis kann 
seine Freude 
nur mühsam 
zügeln; er hat 
gerade eine 
weitere tödli- 
che Waffe 
erfunden. 




t Viele 
kleine 
Design- 
Mängel 

t Spiel- 
stand nicht 
jederzeit 
speicher- 
bar 



obo Rumble 



Hersteller: 

Testversion: 

Betriebssystem: 

Sprache: 

Multi-Player: 

Ca.-Preis: 



Topware Interactive 
Beta vom Juni '98 
Windows 95 
Deutsch 
1-4 (Netzwerk) 
90 Mark 



3D-Karten: Direct 3D, 3Dfx, Voodoo 2 

Hardware, minimum: 

Pentium/133, 16 MByte RAM 

Hardware, Empfehlung: 

" ' '"1,32 MByte RAM, 3D-Karte 



r 



Grafik: 7 
Einstieg: 4 
Steuerung: 6 

Spielspaß; 



O Sound: 7 O 

O Komplexität: 8 O 

O Multi-Player: 7 O 



# 



iimmiiiiiii 



PC PLAYER 8/ 98 



155 



Strateqiespiel für Profis 




Cyberstorm 2 
Corp Wars gj" 

Viel Feind, viel Ehr': Dank einer wahren Heerschar an 
neuen Optionen will es »Cyberstorm 2« nicht nur mit 
der runden basierten Strategiekonkurrenz, sondern 
auch den Echtzeit-Vettern aufnehmen. 



Ziemlich genau zwei Jahre, nachdem bei »Missionforce: 
Cyberstorm« ein Roboterimperium mit der Menschheit im 
Clinch lag, gibt es erneut Stunk. Bei »Cyberstorm 2: Corp Wars« 
bekriegen sich gleich acht Parteien, die allesamt aus dem »Earth- 
siege«-Universum stammen. Neben etlichen Trainingseinsät- 
zen und einem runden Dutzend Einzelszenarien ste- 
hen eine Kampagne sowie ein Missionsgenerator 
Gewehr bei Blechfuß. Sie durchlaufen im steten 
Wechsel zwei ganz unterschiedliche Spielphasen. I m 
wirtschaftlichen Teil erhalten Sie eine gewisse Bar- 
schaft, deren Höhe sich an I hren militärischen Erfol- 
gen orientiert. Das Geld fließt in die Errichtung von 
Abwehrtürmen, die in 15 Bereiche aufgeteilte For- 
schung, vor allem aber in die Aufrüstung. I nsgesamt 
stehen 27 Grundmodelle vom schlichten Panzer über 
Flugzeuge bis hin zu »BattleMech«-ähnlichen 
Kampfrobotern zum Verkauf. Die Bewaffnung kostet 
extra und hängt zudem vom Stand Ihrer Forschung 
ab. So gibt es Laserknarren verschiedenster Reich- 
weite, Raketen sowie neuerdings auch Tarngeräte und Minen. 
Alle Einheiten benötigen darüber hinaus einen eigenen Piloten. 
Den brauen Sie sich im angeschlossenen Genlabor selber zusam- 
men, je nach seinen (steigerungsfähigen) Eigenschaften muß 




Jedes der vier 

Hauptgebäude 

in der Basis 

beherbergt 

einen ganzen 

Schwung 

Untermenüs. 




Manfred Duy 



*** 



Preisfrage: Wie gewinnt man die Gunsteines Spie- 
lers? Antwort: Sicher nicht, indem man ein eigent- 
lich gar nicht mal so übles Spielprinzip durch eine 
altbackene und ruckelige Präsentation verhunzt, 
ihr auch noch eine sperrige Steuerung unterjubelt 
und den Schwierigkeitsgrad in exorbitante Höhen 
hievt. Im Bestreben, den Vorgänger durch die 
opulente Ausweitung praktisch sämtlicher Ele- 
mente (Forschung, Waffentechnologie, optionale 
Echtzeitkämpfe) zu übertrumpfen, wurden weitaus 
wichtigere Dinge schlichtweg übersehen. 
So sind die Missionsbeschreibungen oftmals irre- 
führend, da lückenhaft, die verworrene Menü- 
struktur mit ihrer mikroskopischen Schrift lädt 
kaum zum Verweilen ein, und die Einheiten gehor- 
chen nur manchmal meinen Befehlen. Fazit: Weni- 
ger wäre in diesem Falle weitaus mehr gewesen. 



tb Wahl- 
weise Run- 
den- oder 
Echtzeit- 
strategie 

tb Indivi- 
duelle 
Einheiten 

t Ruckel- 
Grafik 

t Ham- 
merharter 
Schwierig- 
keitsgrad 



Die Karte läßt sich stufenlos zoomen, der Kriegsnebel auch deaktivieren. 

der Geldbeutel dabei 
mehr oder weniger 
schlimm bluten. Nach 
dem Verprassen der 
gesamten Barschaft folgt 
Spielphase Nummer 
zwei. Bei den nun aus- 
wählbaren Missionen ist 
in aller Regel entweder 
der Gegner oder dessen 
Basis plattzumachen. Bis 
zu acht Einheiten werden 
auf das von oben gezeig- 
te Schlachtfeld beordert, das als Dschungellandschaft, Schnee- 
feld, Wüste oder Inselwelt daherkommen kann. Die Rest-Armee 
schützt derweil die Basis vor feindlichen Übergriffen. Die Kämp- 
fe laufen wahlweise in Echtzeit oder im Rundenmodus ab, die 
Steuerung hält sich brav an die Standard-Methode des Genres: 
Im Point-and-click-Verfahren dirigieren Sie die Truppen einzeln 
oder als eingerahmte Gruppe über das Schlachtfeld und nehmen 
den Feind mausklickend unter Beschuß. (md) 




Die Qualität der Ausrüstung hängt vom aktuellen For- 
schungstand ab. 



Cyberstorm 2: Corp Wars 



Hersteller: 

Testversion: 

Betriebssystem: 

Sprache: 

Multi-Player: 

Ca.-Preis: 



Sierra 

Verkaufsversion 1.0 
Windows 95 

Englisch (Deutsch geplant) 
1-8 (Netzwerk, Modem) 
80 Mark 



3D-Karten: - 

Hardware, minimum: 

Pentium/133, 24 MByte RAM 

Hardware, Empfehlung: 

Pentium/166, 32 MByte RAM 



Grafik: 4 
Einstieg: 3 
Steuerung: 4 



Sound: 5 
Komplexität: 7 
Multi-Player: 5 



IUI 



Spielspaß: 



# 



iiiiiiiiii 




156 



PC PLAYER 8/98 






Rennspiel für Einsteiqer und Fortgeschrittene 



castroi Honda Superbike 

World Champions 



Einmal kurzgedotzt, und schon landet der Superbike- 
Pilot im Rennstreckenstaub. Michael Schumacher 
würde sich hier nicht wohlfühlen; aber wie sieht es 
mit dem Rest der Menschheit aus? 

Neben der Motorrad-Weltmeisterschaft gibt es noch etliche 
andere Wettbewerbe, in denen schwere Maschinen um Punk- 
te und Siege fahren. Einer davon ist die sogenannte Superbike- 
Meisterschaft, die vorwiegend in asiatischen Gefilden und auf der 
hubraumstarken Honda RC45 ausgetragen wird. Unschwer zu 
erkennen ist das anhand der zehn angebotenen Strecken: Der 
Padang Raceway, Sukuh Island oder das Motegi Oval sind selbst 
Rennsportfans ungefähr so geläufig wie die Namen der Neben- 
frauen des Kaisers von J apan. Nur wenige Kurse brechen aus der 
fernöstlichen Phalanx aus: etwa der Stadtkurs und die Renn- 
strecke von Allerton (auf der I sie of Man), sowie Porto Korint- 
hos im schönen Griechenland. 

Das eigentliche Rennen besteht aus viel Action mit einem Sprit- 
zer Simulation. Es gibt sechs verschiedene Schwierigkeitsstufen; 
je härter Sie es lieben, desto größer wird auch der Simulations- 
Anteil. In den Anfängerstufen fährt sich Ihr Bike fast wie ein 
Auto, wenn man mal von der Schräglage beim Richtungswechsel 
absieht. Später müssen Sie gehörig aufpassen: Geben Sie in der 
Kurve zu viel Gas, rutscht unweigerlich der Hinterreifen weg. Nur 
mit einem hurtigen Händchen am Gaspedal läßt sich das Krad 
dann noch abfangen. Andere Erschwernisse sind Schäden am 
Fahrzeug nach deftigen Stürzen, Strafen für Schnellstarts oder 
ähnliche Unverschämtheiten, sowie die Überhitzung des Motors. 
Ansonsten bewegt sich der Honda-Treff im üblichen Rahmen 



Udo Hoffmann 


**** 


tbGelun- ^ 
gene Fahr- 
physik 

& Sehr 
variabler 
Schwierig- 
keitsgrad 

t Grafik 
unspekta- 
kulär 


Das große Plus von Honda Superbike sind die 
gelungenen Fahreigenschaften. Gerade in den 
höheren Schwierigkeitsstufen ist es keine Klei- 
nigkeit, die Maschine auf Kurs zu halten. Insbe- 
sondere Rennsport-Veteranen werden Glücksge- 
fühle durchströmen, wenn es ihnen gelingt, gegen 
die zähen Computergegner zu bestehen, einen 
neuen Rundenrekord zu fahren oder die Maschi- 
ne immer weiter auszureizen. 
Ein Rennen über die volle Distanz artet dann aller- 
dings schon fast in Schwerarbeit aus. Und die 
eigentlichen Rennstrecken sind nicht gerade ein 
Muster an Abwechslung. Ein weiteres Ärgernis ist 
die mangelhafte Speicherfunktion: Fahren Sie 
gerade eine Meisterschaft, kann ein zweiter Spie- 
ler nicht von vorne beginnen, ohne den Spielstand 


L^EEii L=I*I fci^jJI 


zu löschen. 




langweilig 




Artig reihen sich die Fahrer in der Kurve auf. Da man stets den eigenen 
Lenker im Blickfeld hat, kommen Schwindelgefühle erst gar nicht auf. 



<4 Nur höchst selten 
werden die sterilen 
Rennstrecken durch 
sterile Gebäude auf- 
gelockert. 




Keine Rückspiegel, ► 
dafür dieser Blick 
nach hinten. In der 
Hektik des Rennens 
eine höchst unprakti- 
sche Lösung. 



bewährter, wenn auch nicht sonderlich aufregender Rennspiele. 
Acht bis 24 Computerfahrer treten gegen Sie an. In einem Trai- 
ningsmodus können Sie alle Strecken üben oder zu einem Ren- 
nen sowie einer Meisterschaft antreten. Und in einem (unüber- 
sichtlichen) Splitscreen-Modus fahren zwei Personen an einem 
PC gegeneinander. (uh) 



Castroi Honda Superbike World Champions 



Hersteller: Interactive Entertainment 

Testversion: Beta vom Juni '98 

Betriebssystem: Windows 95 

Sprache: Deutsch 

Multi-Player: 1-2 (PC), 1-6 (Netzwerk) 

Ca.-Preis: 90 Mark 



3D-Karten: Direct 3D, 3Dfx 

Hardware, minimum: 
Pentium/90, 16 MByte RAM 
Hardware, Empfehlung: 
Pentium/200, 32 MByte RAM, 3D-Karte 



Grafik: 6 
Einstieg: 7 
Steuerung: 8 



HIHI 

mim 
iiiiim 





Sound: 6 
Komplexität: 6 
Multi-Player: 7 



llllllllllllll 



PC PLAYER 8/ 98 



157 




V 



ALLES FLIESST 



Irgendwo zwischen dem Hektik- Fluß und dem Taktik- 
Gebirge liegt das Land, in dem die Echtzeit- Strategie 
entsteht. Mit unserem Special wollen wir Ihnen einen 
kleinen Reiseführer für dieses seit einigen Jahren 
blühende Genre anbieten. 



Was auch immer wir tun, ob wir nun arbeiten, schlafen, 
spielen, lieben oder uns über schlechte Programme 
ärgern: stets vergeht Zeit. Dies merkt man erst recht bei Com- 
puterspielen. Nicht nur, daß mitihnensomancheslangeWochen- 
ende erschreckend schnell zu wenigen Stunden zusammenzu- 
schnüren scheint; Computerspiele arbeiten selbst mit der Zeit 
und werden gerade dadurch erst spannend. Zeit sorgt für Dyna- 
mik, das Fehlen von Zeit bedeutet Erstarrung. Ein Refugium, in 
dem diese Regel scheinbar nicht galt, bewohnten hingegen über 
viele Jahre die Strategiespiele: Für jeden einzelnen Spielzug 
konnte man sich praktisch unbegrenzt Zeit lassen und erst inten- 
siv die Folgen abwägen. Doch schon damals wurde nicht wirklich 
auf das Element der Zeit verzichtet. Denn jede Runde symboli- 
siert ja auch eine bestimmte Menge an Zeit, die in Bewegungs- 
und Aktionspunktefürdieeinzelnen Einheiten umgerechnet wird. 
Aber natürlich fehlte der für den Spieler unmittelbar spürbare 
Zeitdruck, unter dem in der Realität Entscheidungen getroffen 
werden müssen. 

Genau hier setzen die Echtzeit-Strategiespiele an. Diese junge 
Unterabteilung breitet sich erst seit wenigen Jahren im Genre 



aus. Das hängt nicht zuletzt mit der inzwischen kräftig gewach- 
senen Rechnerleistung zusammen, durch die sich strategische 
Berechnungen und flotte Grafik nicht länger ausschließen. Bei 
ihnen vergeht auch Spielzeit, während man überlegt. Ständig 
passieren Veränderungen, und zu langes Zögern kann ebenso 
fatale Konsequenzen haben wie eine falsche Entscheidung. Der 
Spieler muß daher die Balance finden zwischen einem durch- 
dachten Vorgehen und raschem Reagieren. 
Die einzelnen Spiele sind wiederum deutlich unterschiedlich 
akzentuiert. Mal stehteher strategisches Denken imVordergrund, 
mal zügiges Vorankommen. Die Grenzen dieses boomenden Gen- 
res sind fließend. Eine exakte Definition fällt schwer, zumal es 
immer mehr Zwitter gibt, die entweder kräftige Anleihen bei den 
Action-Kollegen machen oder sich stärker an rundenbasierter 
Strategie orientieren. Bei einigen Titeln darf man gar wählen, ob 
in Echtzeit oder rundenweise gespielt wird. Oft wird nicht nur 
gekämpft, sondern auch produziert, oder es muß gleich richtige 
Aufbauarbeit geleistet werden. 

Wir haben uns bei unserer Vergleichstest-Auswahl weitgehend 
auf Titel beschränkt, bei denen eine größere Anzahl von - wie 
auch immer gearteten - Einheiten kommandiert werden muß. 
Etliche Kandidaten entfielen nach intensiver Diskussion, um den 
Schwerpunkt nicht ausufern zu lassen. Prominentes Beispiel ist 
der Taktik-Hit »Commandos«, bei dem die Anweisungen zwar in 
einer Echtzeit-Umgebung ausgeführt werden, während man sich 
für die Planung der einzelnen Schritte meist viel Zeit nehmen 
kann. (tw) 



158 



PC PLAYER 8/98 



te** 



Echtzeit-Strategie: Historie 














Combat Leader (SSI, 1986) 

Bei »Combat Leader« wurde der Spieler erstmals 
aus dem Korsett von Hexfeldern und Runden 
befreit und konnte die Einheiten per J oystick her- 
umkommandieren. In sieben Szenarien kämpfte 
man mit Panzern und Infanterie gegen einen ähn- 
lich ausgerüsteten Gegner. Außerdem ließen sich 
Schlachtfelder zufallsgesteuert generieren. Die 
bescheidene Präsentation mit kaum erkennbaren 
Einheiten auf dem C 64 ließ noch nicht erahnen, 
was später aus dem Genre werden sollte. Immer- 
hin war mit der Missionsstruktur ein Element ein- 
geführt, daß heute in jedem gängigen Echtzeit- 
Strategiespiel zu finden ist. 




FM PLT ü: ME ARE UNDER FIBE 



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jalr- 


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n *" 



Command HQ 
(Microplay, 1990) 

Grafisch war »Command H.Q.« eher ein Rück- 
schritt, während es spielerisch die Strategen zu 
verzückten Schreien animierte. Auch wenn die 
Feldzüge im globalen Maßstab durchgeführt 
wurden, geschahen alle Aktionen in Echtzeit, 
wodurch das Spiel eine großartige Dynamik 
erhielt. Davon einmal abgesehen, ist die Ver- 
wandtschaft zu heutigen Titeln mit ihren bombastischen Explosionen 
und Dutzenden verschiedener Einheitentypen ziemlich gering. 



Siege (Mindcraft, 1992) 

Auch »Siege« gehört zu den Titeln, die schon zur Zeit ihrer Veröffentlichung keinen 
Schönheitspreis gewinnen konnten. Im Mittelpunkt stand die Erstürmung oder Vertei- 
digung von Burgen im Lande 
Gurtex. Bei bis zu 300 Ein- 
heiten pro Seite herrschte 
mitunter ein erschrecken- 
des Gewusel, wobei das 
Spiel anhielt, sobald man 
einer Einheit einen neuen 
Befehl geben wollte. Später 
schob der Hersteller noch 
weitere Titel im gleichen Stil 
nach. 




19 8 7 



19 8 9 



19 9 



Populous (Bullf rog, 1989) 

Es war nicht leicht, ein Gott zu sein: Bevor es dem eigenen 
Volk gut gehen konnte, mußte das Gelände durch gezieltes 
Einebnen oder Anheben bearbeitet werden, um so Platz für 
neue Siedlungen zu schaffen. Schließlich stand man in Riva- 
lität mit den Ungläubigen eines anderen Stammes, auf den 
man die eigenen Anhänger hetzte. Die göttliche Macht wurde 
gestärkt durch die Größe des anvertrauten Volkes. Die hüb- 
sch animierten Kämpfe (einschließlich brennender Hütten) . 
waren sicherlich einzigartigfür diedamalige Zeit. » Populous« 
startete seinen Siegeszug auf dem Amiga und wurde nach und 
nach auch für diverse Konsolen und den PC umgesetzt. 




Dune 2 (Westwood/Virgin, 1992) 

Dieser Geniestreich ist gleichermaßen Vorbild und Ahnherr 
der modernen Echtzeit-Strategiespiele. Mit dem Gebäude- 
bau, dem Rohstoffsammei n und den via Maus gesteuerten 
Einheitentypen gab es bereits in »Dune 2« Elemente, die 
nach wie vor gerne verwendet werden. 
Die einzelnen Einheiten bestätigten 
Befehle per Sprachausgabe, und dem 
unerfahrenen Spieler standen Ratge- 
ber bei. Trotz dieser vielen guten 
Ideen sollte es mehrerej ahre dauern, 
bis das Spielprinzip erneut aufgegrif- 
fen wurde und schließlich eine Flut 
ähnlicher Produkte hervorbrachte. 



] CrccUts 


1 1 1 |2|3|5| 




■ 



Fields of Glory 
(Microprose, 1993) 

Viel Feind, wenig Ehr': Trotz Hek- 
tik-Faktor entpuppte sich »Fields 
of Glory« als mittlere strategi- 
sche Pleite. Brücken wurden zu 
unüberwindlichen Hindernissen, 
eigentlich unpassierbare Flüsse 
benutzte der Computergegner 
gerne als Schnellstraße. Dennoch 
bot die Simulation der Napoleo- 
nischen Feldzüge interessante 
Ansätze und hob sich zudem deut- 
lich von »Dune 2« ab. Doch leider hatte man mehr Arbeit in die umfangrei- 
che historische Datenbank investiert als in das eigentliche Spiel. 



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160 



PC PLAYER 8/ 98 




Warcraft 

(Blizzard/ Interplay, 1994) 

Rund zwei J ahre mußten die Spieler warten, bis 
ein Entwicklerteam namens Blizzard das innova- 
tive Spielprinzip von »Dune 2« wiederbelebte. 
Dabei orientierte man sich so eng am Vorbild, 
daß nur sein Fantasy- Szenario das Spiel vor dem 
Plagiatsvorwurf rettete. Inhaltlich rankte sich 
bei »Warcraft« alles um einen Konflikt zwischen 
Orks und Menschen, bei dem neben Kampfesmut 
auch die Versorgung mit Holz und Gold kriegs- 
entscheidend war. 







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»Z« (Renegade, 1996) 

Mit hohen Erwartungen wurde 1996 
»Z« entgegengefiebert, das die Bit- 
map Brothers als echte Innovation 
ankündigten; besonders hervorge- 
hoben wurde die Intelligenz der 
eigenen Truppen. Tatsächlich waren 
die Roboter dann allerdings sehr 
starrsinnig, verweigerten Befehle 
und machten dem Spieler über- 
haupt gern das Leben schwer. 
Zudem gab es seinerzeit ernsthafte Diskussionen, ob man ein derart actionlastiges Spiel 
noch mit dem Stempel »Strategie« versehen darf. Immerhin war die Angelegenheit stel- 
lenweise recht humorvoll. 



Warcraft 2 (Blizzard, 1995) 

Ein Vierteljahr nach dem » Command & Conquer« -Aufmarsch konterte Blizzard mit dem zwei- 
ten Teil seines Fantasy- Spektakels. Die Orks setzten darin den geflohenen Menschen über 

das Meer nach, da ihnen offensichtlich 



sonst jeglicher Zeitvertreib abging. Wem 
die mitgelieferten Missionen nicht mehr 
reichten, der durfte zum Editor greifen 
und eigene Schlachtfelder gestalten. Als 
neues Element tauchten Seeschlachten 
auf, bei denen selbst Orks zu passablen 
Matrosen wurden. Außerdem gab es den 
zusätzlichen Rohstoff Öl sowie Drachen 
und Greife als fliegende Einheitentypen. 




Command & Conquer 
(Westwood, 1995) 

Etliche Monate nach »Warcraft« erschien end- 
lich das nächste Echtzeit- Drama der Dune 2- 
Entwickler. Diesmal veröffentlichte Westwood 
das meisterhafte Resultat unter eigenem 
Namen und kletterte damit schnell an die Spit- 
ze der Verkaufscharts. Inspiriert durch diesen 
Erfolg, brach ein Echtzeit-Boom los, der bis 
heute anhält. Dazu trugen natürlich auch die 
professionell gefilmten Zwischensequenzen 
bei, die dem in einer düsteren Zukunftswelt 
angesiedelten Spiel zusätzlich Atmosphäre ver- 
liehen. 



Command & Conquer 2: 
Alarmstufe Rot 
(Westwood, 1996) 

Was ursprünglich als bessere Missions-CD 
gedacht war, geriet im Laufe desj ahres 1996 
zu einem eigenständigen C&C-Teil. Dieser 
spielte in einer Welt, in der die Nazis in 
Deutschland nie an die Macht gelangten, 
stattdessen griff hierein größenwahnsinni- 
ger Stalin nach der Weltherrschaft. Auch 
wenn die Computerintelligenz immer noch 
spürbare Schwachstellen aufwies, war 
»Command & Conquer 2« so gelungen, daß 
es nicht nur die Kritiker zu Lobeshymnen 
hinriß. Viele Spieler begeistert noch heute 
der ausgereifte Multiplayer-Modus. 




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Dungeon Keeper (Bullf rog, 1997) 

Mit » Dungeon Keeper« verabreichte die Bullf rog- 
Crew dem Genre eine zwar eigenwillige, aber 
höchst belebende Frischzellenkur. Es ist der ein- 
drucksvolle Beweis, daß im scheinbar ausgereiz- 
ten Echtzeit-Ansatz noch etliche Möglichkeiten 
schlummern: Man agiert als der erzböse Hüter 
eines Dungeons, der mit Fallen, Monstern und dem 
gezielten Ausbau seines Höhlensystems allen Ein- 
dringlingen das Leben versauert. Einige Abschnit- 
te sind gar nur bei Vollmond zugänglich. Als Tüp- 
felchen auf dem i wird der gute Avatar aus der 
»Ultima« -Reihe zur Zielscheibe von Bösartigkei- 
ten. Last but not least besteht die Möglichkeit, 
die Level in der 3 D- Perspektive zu durchwandern. 



PC PLAYER 8/98 



161 



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Echtzeit-Strategie: Vergleichstest 






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StarcraFt 




Gleich drei Rassen treffen auf fremden Pla- 
neten aufeinander und werden in kriege- 
rische Auseinandersetzungen verwickelt. 
Der Spieler wechselt im Verlauf der ver- 
zwickten Handlung mehrfach die Perspek- 
tive und kontrolliert zunächst die Men- 
schen, dann die insektenähnlichen Zerg 
und schließlich die hochentwickelten Pro- 
toss. Alle Völker sind mit unterschiedli- 
chen Eigenheiten ausgestattet und erfor- 
dern jeweils andere Strategien. Ansonsten 
findet man die übliche Echtzeit-Mischung 
aus Basisbau, Upgrade-Forschung und 
Kämpfen, wobei in höheren Missionen 
bestehende Basen übernommen werden. 
Bemerkenswert ist der umfangreiche Edi- 
tor. Starcraft stammt übrigens aus der 
gleichen Programmierstube, die schon mit 
den beiden »Warcraft«-Titeln für Aufsehen 
sorgte. 

Fazit* Unsere derzeitige Referenz vereinigt 
hervorragende Zugingliehkeit mit einer 
vorbildlichen Missionsstruktur. Auch 
Genre-Neulinge werden von Stareraft 
schnell mitgerissene 



Stare raFt 



Hersteller: Blizzard 

Test in Ausgabe: 6/98 

Anspruch: Einsteiger, Fortgeschrittene 

Anzahl Spieler: 1-8 

Editor: ja 

Anzahl Missionen: 30 

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Strategie 



Hektik 



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Präsentation: 9 III 

Steuerung: 9 

Einstieg: 9 III 



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Spielspaß: 



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Dark Reiqn 

Um die letzten Wasser- und Energievorrä- 
te streiten bei Dark Reign Regierungsein- 
heiten und aufständische Freiheitskämp- 
fer. Die Rebellen verfügen in erster Linie 
über Fußtruppen, während das Imperium 
mit gepanzerten Vehikeln den Sieg errin- 
gen will. Auch Saboteure oder Spione kön- 
nen eingesetzt werden. Nach jeder Missi- 
on entscheidet man sich erneut, für wel- 
che Seite man weiterkämpfen will. Möglich 
sind komplexe Befehle wie »Angreifen und 
dabei Abstand halten«. Die Produktion 
neuer Einheiten funktioniert nur, wenn 
genug Wasser und Energie verfügbar ist. 
Mit zunehmender Kampferfahrung werden 
Ihre Truppen schließlich immer stärker. 
Außerdem gibt es einen vorzüglichen Edi- 
tor, mit dem eigene Szenarien komforta- 
bel generiert werden können. 
Fazit* Wer Wert auf strategische Details 
und eine gute Künstliche Intelligenz legt 
der Hegt hier richtige Die Komplexität ist 
größer als bei den meisten Konkurrenz- 
produkten, die Präsentation setzt hinge» 
gen keine neuen Maßstäbe« 




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Dark Reiqn 



Hersteller: Activision 

Test in Ausgabe: 11/97 

Anspruch: Fortgeschrittene, Profis 

Anzahl Spieler: 1-8 

Editor: ja 

Anzahl Missionen: 25 



Hektik 



Präsentation: 6 
Steuerung: 7 
Einstieg: 7 



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Spielspaß: 



HIHIHI 



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Aqe oF Empires 

Echtzeit mal wahrlich klassisch: Kümmern 
Sie sich um eine von zwölf antiken Zivi- 
lisationen und begleiten Siediesevon der 
Steinzeit bis zur Eisenzeit. Die Missionen 
sind überaus abwechslungsreich und 
beschränken sich keineswegs auf pures 
Gegner-Verhauen. Unter anderem soll ein 
bestimmtes Bauwerk errichtet werden, 
Troja wird belagert und das Goldene Vlies 
gesucht. J e nach Kulturkreis, Epoche und 




MM 




Technologiestufe verändern sich Ausse- 
hen und Eigenschaften der Truppen und 
Gebäude. Die Sumerer haben die fleißig- 
sten Bauern, die Ägypter die besten Zau- 
berer und die Asiaten die kürzesten Bau- 
zeiten. Über historische Fakten infor- 
miert eine Online-Enzyklopädie. Ein 
Diplomatie- System ist ebenfalls vorhan- 
den. 

Fazit Das hochinteressante Szenario, die 
sehenswerten Bauwerke und zahlreiche, 
liebevoll animierte Details machen diese 
Mischung aus Warcraft, Qvtlizatlon und Die 
Siedler zu einem Muß für Eehtzeit-Strate- 
gen. 



>ge or Empires 



Hersteller: Microsoft 

Test in Ausgabe: 12/97 

Anspruch: Fortgeschrittene 

Anzahl Spieler: 1-8 

Editor: ja 

Anzahl Missionen: 32 

Hektik 



Präsentation: 8 
Steuerung: 8 
Einstieg: 8 



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Spielspaß: 
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162 



PC PLAYER 8/ 98 



Total Annihilation 







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Die Roboterarmeen der einst verfeindeten, 
heute aber längst verschwundenen »Arm« 
und »Core« zerlegen sich auch ohne ihre 
Schöpfer fleißig weiter. Rund 100 Einhei- 
tentypen sorgen beinahe für einen Over- 
kill an Vielfalt. Dabei dürfen Sie sowohl die 
Gewässer mit Schachtschiffen durchpflü- 
gen als auch mit Flugzeugen um die Luft- 
hoheit streiten. Wichtigste Figur ist der 
Commander, der an beliebigen Stellen 
neue Gebäude schaffen kann. Eine Spe- 
zialität sind die unterschiedlichen Höhen- 
stufen, durch die Hügel und Gebirgszüge 
eine echte strategische Funktion erhalten. 
Dies macht auch leichte Einheitentypen 
wichtiger, die in anderen Spielen nur als 
Kanonenfutter verwendet werden. Den 
bombastischen Soundtrack haben die Hol- 
lywood-erprobten »Seattle Symphonics« 
eingespielt. 

Fazit Durch die dreidimensionalen Karten 
mit )»riehtigen«c Höhenstufen und die 
Intelligent agierenden Computergegner 
ist Total Annihilation ein Programm mit 
bemerkenswerten Qualitäten. 



Total Annihilation 



Hersteller: GT Interactive 

Test in Ausgabe: 11/97 

Anspruch: Fortgeschrittene 

Anzahl Spieler: 1-10 

Editor: nur auf Zusatz-CD 

Anzahl Missionen: 50 



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Strategie 



Hektik 



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Präsentation: 7 
Steuerung: 8 
Einstieg: 7 



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Spielspaß: 



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Dunqeon Keeper 

Das mit Abstand ungewöhnlichste Spiel in 
dieser Zusammenstellung ist sicherlich 
Dungeon Keeper. Als astreiner Bösewicht 
errichten Sie in 25 Leveln gefährliche Dun- 
geons. Anfangs existiert bloß ein 
Höhleneingang, hinter dem mit ein paar 
wenigen Gehilfen Unterkünfte und eine 
Schatzkammer angelegt werden. Der Abbau 
von Goldadern füllt die Schatzkammer und 
erlaubt den Erwerb von hübschen Extras. 
Bald können Sie sich Folterkammern, 
Bibliotheken oderein Gefängnis leisten. Mit 
einem Friedhof können verblichene Mon- 
ster eine Widerkehr als Vampir oder Skelett 
erleben. Schließlich werden mehr und mehr 
Monster angelockt, die man auf eindrin- 
gende Helden hetzt. Auch mit Fallen 
machen Sie den Guten das Leben schwer. 
Wer mag, kann selbst die Steuerung eines 
Monsters übernehmen und seine Gegner in 
der 3D-Perspektive meucheln. 
Fazit Bungeon Keeper ist höchst originell 
und bietet nicht nur den Eehtzeit-Strate- 
gen Lang anhaltenden SpieLspaß. Hier 
stimmt fest jedes Detail bis hin zum Über» 
all durchscheinenden schwarzen Humor. 




Strategie 



Dunqeon Keeper 



Hersteller: Bullfrog 

Test in Ausgabe: 7/97 

Anspruch: Einsteiger, Fortgeschrittene, Profis 

Anzahl Spieler: 1-8 

Editor: nein 

Anzahl Missionen: 25 



Hektik 



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Präsentation: 7 
Steuerung: 7 
Einstieg: 8 



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Spielspaß: 



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Command & 
Conquer 2: 
AlarmstuFe Rot 

In dem pseudo-historischen Szenario gab 
es keine Nazi-Bedrohung in Europa, statt- 
dessen will hier Stalin den Kontinent 
unterjochen. Sie wählen eine der beiden 
Seiten und werden in eine Parallelwelt 
geschickt, in der es neben real existieren- 
den Waffen Systemen auch neue Erfindun- 




gen gibt. Zudem müssen Gold und Edel- 
steine eingesammelt werden, um den 
Krieg bezahlen zu können. In den 
abwechslungsreichen Missionen ist mal 
Albert Einstein zu befreien, mal ein 
bestimmtes Objekt zu zerstören; der 
Schwierigkeitsgrad ist dabei einstellbar. 
Als neues Element wurden Ölfässer einge- 
führt. Bei einem Treffer explodieren diese 
und lösen mitunter eine ansehnliche Ket- 
tenreaktion aus. 

Fazit Alarmstufe Rot gehört nicht ohne 
Grund zu den erfolgreichsten Spielen in 
Deutsehland. Obwohl es bereits Ende 1M6 
erschien, kann es heute noch begeistern 
und reizt auch zu Multiplayer=Partiene 



C&C 2: AlarmstuFe Rot 



Hersteller: Westwood 

Test in Ausgabe: 12/96 

Anspruch: Einsteiger, Fortgeschrittene, Profis 

Anzahl Spieler: 1-8 

Editor: ja 

Anzahl Missionen: 41 



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Hektik 



Präsentation: 6 
Steuerung: 8 
Einstieg: 8 



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Spielspaß: 



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PC PLAYER 8/ 98 



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KKND 2 - 
^rossFire 









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Wie der ausgeschriebene Titel es schon 
andeutet: Bei »Krush, Kill'n Destroy« geht 
es um die Auslöschung des Gegners. Dies- 
mal treten gleich drei, durch herzliche 
gegenseitige Abneigung verbundene Sei- 
ten gegeneinander an, darunter auch der 
Menschen überdrüssige Arbeitsroboter. 
Auf der von einem Atomkrieg verwüsteten 
Erde errichtet man in bewährter Manier 
Stützpunkte, sucht nach Öl und produziert 
neue Einheiten. KKND 2 ist gnadenlos 
schwer und keinesfalls für unerfahrene 
Echtzeit-Strategen geeignet. Die nicht 
ganz ausgereifte Computer-Intelligenz 
wird durch einebedrückendezahlenmäßi- 
ge Übermacht der digitalen Kontrahenten 
ausgeglichen. 

Fazit KKND 1 ist ein ideales Geschenk für 
alle strategische Aufschneider in Ihrem 
Freundeskreis« Wem bislang die meisten 
Programme zu leicht sind, der wird hier 
seinen Meister finden« Dennoch motiviert 
das atmosphärische Eehtzeit-Szenario zu 
immer neuen Versuchen« 



KKND 2 - KrossFire 



Hersteller: Melbourne House 

Test in Ausgabe: 7/98 

Anspruch: Profis 

Anzahl Spieler: 1-8 

Editor: nein 

Anzahl Missionen: 50 



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Strategie 



Hektik 



Präsentation: 7 
Steuerung: 8 
Einstieg: 5 



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Spielspaß: 



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Dark Omen 

Imfantasymäßigen Warhammer-Universi- 
um ist dieses schicke, untypische Pro- 
gramm angesiedelt. Anders als bei den 
meisten Echtzeit-Strategiespielen wird die 
dreidimensionale Landschaft in stufenlos 
zoom- und drehbarer, schräger Draufsicht 
dargestellt. In der Rolle eines Söldner- 
hauptmanns kämpfen Sie nicht nur gegen 
Orks, sondern müssen auch ganze Truppen 
von Zombies, Skeletten und Vampiren 
schleunigst zurück auf den Friedhof beför- 
dern. Magiegehört ebenfallszu den Kämp- 
fen, was angesichts der Untoten-Massen 
oft dringend notwendig erscheint. Zudem 
finden sich mitunter stärkende Gegen- 
stände auf den Schlachtfeldern. Mit dem 
Lohn für erfolgreich absolvierte Aufträge 
rekrutiert man Ersatz für gefallene Solda- 
ten. 

Fazit Wer sieh auch nur irgendwie für das 
Warhammer-Szenario erwärmen kann, 
dem sei das ausgesprochen gelungene 
Dark Omen ans Herz gelegt Erfrischende 
Ideen, taktische Feinheiten und eine fas- 
zinierende Story werden Sie lange fesseln. 




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Dark Omen 



Hersteller: Electronic Arts 

Test in Ausgabe: 4/98 

Anspruch: Fortgeschrittene 

Anzahl Spieler: 1-2 

Editor: nein 

Anzahl Missionen: 30 



Hektik 



Präsentation: 8 
Steuerung: 8 
Einstieg: 9 III 



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Spielspaß: 



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Earth 2140 

Die Zukunft - ein düsterer Hort voller Ver- 
nichtung und gewissenloser Kampf maschi- 
nen. Von diesen pessimistischen Erwartun- 
gen gehen auch die Macher von Earth 2140 
aus, damit eine Rechtfertigung für ihre 
wilden Echtzeit-Schlachten besteht. Zwei 
gegnerische Lagerversuchen, sich mit Roh- 
stoffgewinnung, Gebäudebau und der Pro- 
duktion von Einheiten ausreichend auf die 
Kämpfe vorzubereiten. In den Auseinan- 




dersetzungen treten neben Panzern und 
Hubschraubern auch große Mechs und 
andere exotische Waffen Systeme gegen- 
einander an. Hilfreich sind zudem komple- 
xe Anweisungen wie »Einheit eskortieren« 
oder virtuelle Generäle, die eigenständig 
Truppen dirigieren. Bemerkenswerterweise 
ändert sich die Anordnung der wichtiger 
Elemente auf den Karten beim erneuten 
Spielen einer Mission. 
Fazit Earth 2140 ist solide, gut bekomm» 
liehe Kost für Feldherren, die neue Her- 
ausforderungen suchen. OrigfnaUtäts-Blu- 
mentöpfe kann der offensichtliche C & C- 
Klon aber nicht gewinnen. 



Earth 2140 



Hersteller: Topware 

Test in Ausgabe: 7/97 

Anspruch: Fortgeschrittene, Profis 

Anzahl Spieler: 1-6 

Editor: nein 

Anzahl Missionen: 50 

Hektik 



Präsentation: 6 O 
Steuerung: 7 O 
Einstieg: 6 O 



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Spielspaß: 
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164 



PC PLAYER 6/ 98 



Seven Kingdoms 






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Sieben Völker mit ebenso vielen Königen 
ringen in einer altertümlichen Fantasy- 
Welt um die Vorherrschaft. Zudem gibt es 
eine Dämonenplage, die ebenfalls 
militärisch bewältigt werden muß. Die 
unvermeidlichen Kämpfe sind dabei nur 
einer von mehreren Faktoren, diezum Sieg 
führen. Mit gefundenen Schriftrollen wer- 
den Tempel errichtet. Die dort verehrten 
Gottheiten können durch Gebete herbei- 
gerufen werden und unterstützen Sie im 
Kampf. Viel Wert wird auf Elemente wie 
Spionage, Handel und Diplomatie gelegt. 
Nach einer Weile wachsen die von Ihnen 
gegründeten Dörfer zu richtigen Städten 
heran, deren Loyalität Sie notfalls mit der 
Errichtung von Forts sichern. Zufallsereig- 
nisse wie Unwetter lockern das Spiel 
zusätzlich auf. Wer die Missionen bestan- 
den hat, kann sich Welten neu generieren 
lassen. 

Fazit Seven Kingdoms merkt man an, daß 
es von einem Experten für Wirtschaftssi- 
mulationen entwickelt wurde« Daher soll- 
ten Sie keine Allergie gegen Obersiehts- 
tabellen haben . 



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Hersteller: Interactive Magic 

Test in Ausgabe: 12/97 

Anspruch: Fortgeschrittene, Profis 

Anzahl Spieler: 1-7 

Editor: Zufallsgenerator 

Anzahl Missionen: 15 



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Hektik 

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Präsentation: 5 
Steuerung: 6 
Einstieg: 5 



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Spielspaß: 



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Myth - Kreuzzug 
ins Ungewisse 

Wie bei Dark Omen können Sie auch bei 
dem Kreuzzug ins Ungewisse die dreidi- 
mensionale Karte frei drehen und zoomen. 
Auf Bau-Möglichkeiten wurde verzichtet, 
dafür gewinnen die eigenen Recken mit 
jedem bestandenen Kampf neue Erfahrun- 
gen. Wichtig für den Sieg sind besonders 
die richtige Formation und eine optimale 
Aufstellung der Truppen. So sind Zwerge 
langsam, können dafür jedoch Minen ver- 
legen. Gegnersind ewig ruhelose Zombies, 
Vampire und böse Zauberer. Die Umge- 
bung ist mittelalterlich gestaltet, wobei 
sich das Wetter ändert und Regenschauer 
durchaus brennende Pfeile löschen kön- 
nen, bevor diese ihr Ziel erreichen. Emp- 
fehlenswert ist vor allem der gelungene 
Mehrspieler-Modus. 

Fazit* Die hektischen Gefechte mit einem 
rasch reagierenden und Intelligent alle 
Schwächen ausnutzenden Computergeg» 
ner Lassen wenig Raum für taktisches Vor- 
gehen, Anders sieht dies aus, wenn man 
gegen menschliche Spieler antritt. 



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Myth - Kreuzzug ins Ungewisse 



Hersteller: Eidos 

Test in Ausgabe: 12/97 

Anspruch: Fortgeschrittene 

Anzahl Spieler: 1-16 

Editor: nein 

Anzahl Missionen: 25 



Strategie 



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Hektik 




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Spielspaß: 



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Sid Meiers 
Gettysburg 

Eine der wichtigsten Schlachten des ame- 
rikanischen Bürgerkriegs wurde bei Get- 
tysburg geschlagen und ist in dieser 
Umsetzung von Sid Meier in zahlreichen 
Details nachspielbar. Meist geht es 
darum, strategisch wichtige Hügel zu 
erobern, von denen aus man das 
Schlachtfeld besser kontrollieren kann. 
Die historisch akkuraten Regimenter und 
Bataillone folgen Ihren Befehlen so 




lange, bis ihre Moral zu stark sinkt und 
sie einfach den Rückzug antreten; manch- 
mal ergeben sie sich sogar der Gegensei- 
te. Absolvierte Kämpfe können in einer 
Wiederholung betrachtet werden. Die 40 
Szenarien stehen entweder einzeln zur 
Verfügung oder können zu einer Schlacht 
zusammengestellt werden. Es gibt vier 
Schwierigkeitsgrade. 
Fazit Der amerikanische Bürgerkrieg wird 
sicherlich nicht jeden begeistern können, 
zumal Sid Meiers detailverliebte Umset- 
zung es weder den Hardeore-Strategen 
noch den Eehtzeit- Enthusiasten recht 
machen kann. 



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Sid Meier s Gettysburg 



Hersteller: Electronic Arts 

Test in Ausgabe: 12/97 

Anspruch: Einsteiger, Fortgeschrittene 

Anzahl Spieler: 1-8 

Editor: nein 

Anzahl Missionen: 40 



Hektik 

J-J 



Präsentation: 6 
Steuerung: 6 
Einstieg: 6 



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Spielspaß: 



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PC PLAYER 6/ 98 



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Echtzeit-Strategie: M arktübersicht 



Ferner lieFen 




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Die Echtzeit-Wert ist groß: In die- 
ser Übersicht präsentieren wir alle 
Echtzeit-Strategiespiele, die in 
unserem Vergleichstest aus Platz- 
gründen nicht vertreten sind. 



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Hersteller: Blizzard 
Test in Ausgabe: 1/96 

Spielspaß: 



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WAR WIND 2 



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Hersteller: SSI 

Test in Ausgabe: 2/98 

Spielspaß: 



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Hersteller: Red Orb Entert. 
Test in Ausgabe: 4/98 

Spielspaß: 



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Hersteller: Microprose 
Test in Ausgabe: 11/97 

Spielspaß: 



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Hersteller: Tewi 
Test in Ausgabe: 4/98 

Spielspaß: 



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AKTE EUROPA 



Hersteller: Logic Factory 
Test in Ausgabe 11/97 

Spielspaß: 



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Hersteller: Bullfrog 
Test in Ausgabe: 10/96 
Spielspaß 



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Hersteller: Microids 
Test in Ausgabe: 3/98 

Spielspaß 



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Hersteller: Eidos 
Test in Ausgabe: 12/97 

Spielspaß: 



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SEVEN YEARS WAR 






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Hersteller: CDV 

Test in Ausgabe: 4/98 

Spielspaß 



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Hersteller: Eidos 
Test in Ausgabe: 11/97 

Spielspaß: 



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EMERGENCY 


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Hersteller: Topware 
Test in Ausgabe: 6/98 

Spielspaß 



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Hersteller: Ripcord/Acclaim 
Test in Ausgabe: 5/98 

Spielspaß 



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Hersteller: Interplay 
Test in Ausgabe: 1/97 

Spielspaß: 



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Hersteller: Mindscape 
Test in Ausgabe: 2/98 

Spielspaß 



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Kampf gegen 

2J Ls Hol lywood 



Was haben Walt Disney und die Gebrüder Warner dagegen, daß ich 
meinen PC aufrüsten will? Nichts, möchte man meinen - und doch 
blockieren diese beiden Konzerne, zusammen mit ein paar anderen 
Filmgrößen, mein nächstes Hardware-Update schon seit zwei Jahren. 
Es geht um die DVD, respektive um die dazugehörigen Laufwerke. 
Technisch ist seit Jahren alles klar, und wir könnten alle längst 
die CD-ROM-Laufwerke vergessen und statt dessen DVD-Laufwerke ein- 
setzen. Doch die Hollywood-Gewaltigen legen ihr Veto ein, denn 
schließlich lassen sich damit auch Filme ansehen. 

Und genau hier gibt es Knatsch, da die Konzerne immer noch bestim- 
men wollen, wer wann welche Filme sehen darf. Könnte einem als 
Spieler ja egal sein, schließlich geht es mir nur um die Platzvor- 
teile der DVD. Doch trotzdem darf ich mich nun mit einem Wirrwarr 
aus verschiedenen Kopierschutz-Mechanismen rumschlagen. Ein 
Kopierschutz im Treiber, einer in der DVD-Karte, und schließlich 
noch einer im Laufwerk. Dabei bin ich schon froh, wenn eine neue 
Hardware überhaupt funktioniert. Auf künstliches Verkomplizieren 
kann ich getrost verzichten. Ich will mir auch nicht vorschreiben 
lassen, in welcher Sprache ich mir einen Film anzuschauen habe. 
Dank der verschiedenen Patches im Internet, mit denen man den 
Kopierschutz umgehen kann, ist die Frage der Ländercodes recht 
leicht zu lösen. Doch wie sieht es mit Spielen auf DVD aus 
Werden die sich auch nicht auf einem deutschen Rechner 
installieren lassen, wenn sich die Amerikaner querlegen? 
Bahnt sich da vielleicht sogar eine unheilige Allianz 
mit der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende 
Schriften an? 

Ich werde mir auf jeden Fall eines der DVD- 
Laufwerke der zweiten Generation besorgen. 
Dazu gehören nämlich Modelle, die es mit den 
Ländercodes nicht so genau nehmen. Welches 
Laufwerk für Sie das richtige ist, können 
Sie in unserem DVD-Test ab der Seite 168 nachlese 



Nur noch 

unwesentlich teurer 

als CD-ROM-Laufwerke: Wir 

testen DVD- Player für den PC. 




Thomas Köglmayr 



J"IP% Behelfsmonitore. 
^^^7 Um die magische 
2000 Mark-Grenze zu halten, 
bekommt man derzeit zu kräfti- 
gen Pentium-Il-Systemen lä- 
cherliche 15-Zöller verkauft. 
Tip: Die Kisten gleich im Laden 
stehen lassen und dafür minde- 
stens einen 17-Zoll-Bildschir- 
men mitnehmen. 

^^W^ DVD-Laufwerke, 
^■■v Die neuen können 
alles, was ein CD-ROM-Lauf- 
werk leistet, und verkraften dar- 
über hinaus auch noch Schei- 
ben, auf die bis zu 17 GByte 
draufpassen sollen. Fehlen nur 
noch die reinrassigen DVD- 
Spiele ... 






Ihr 





PC PLAYER 8/ 98 



167 





Vergleichstest: DVD-Player für den PC 

DIE c d - 

KILLER 

TRETEN AN 




Sie schrecken vor dem Kauf eines DVD- Laufwerks 
zurück? Dazu haben Sie auch allen Grund. Denn die 
Technik ist noch neu, die Vor- und Nachteile eines 
DVD-Gerätes gegenüber CD-ROM sind alles andere als 
deutlich erkennbar. Dieser Test macht Schluß mit 
Ungewißheiten und sagt Ihnen, ob sich der Umstieg 
auf einen DVD- Player lohnt. 

Wenn man von der DVD hört oder liest, heißt es 
immer, daß auf die »digitale vielseitige Schei- 
be« (»Digital Versatile Disc«) so wunderbar viele 
Daten drauf passen und daß sie ideal als Speichermedium für 
Spielfilme geeignet ist. Die wirklichen Vor- und Nachteile blei- 
ben aber ungenannt. Deshalb stellt dieser Artikel an erster Stel- 
le die vielen Vorzüge eines DVD-Players heraus, sagt aber auch, 
mit welchen Problemen Sie rechnen müssen. 
Damit Sie eine Übersicht über die bereits auf dem Markt befind- 
lichen Geräte bekommen, testete PC Player sechs DVD-Laufwer- 
ke. In der großen Übersichtstabelle auf Seite 176 können Sie die 
verschiedenen Ausstattungsmerkmale, Preise und Leistungsda- 
ten direkt vergleichen. Achten Sie beim Kauf eines Laufwerks da- 
rauf, ob eine Decoder-Karte mitgeliefert wird. Diese brauchen 
Sie, wenn Sie Spielfilme von DVD anschauen wollen oder DVD- 
Spiele spielen, die MPEG2-Videos enthalten. 




Auf dem Bild deutlich zu erkennnen, um wieviel detailreicher sich DVD- 
Spiele präsentieren können. 



Vie le Vo rt e ile mit DVD 

Daß auf der DVD-Scheibe mächtig viel Platz ist, dürfte ihr Haupt- 
vorteil sein. Schließlich ist ein Speichervolumen zwischen 4,7 
und 17 GByte wirklich eine Menge Holz. Der zweite große Plus- 
punkt ist die Vielseitigkeit eines DVD- Laufwerks: Man braucht 
kein extra CD-Laufwerk, weil der DVD-Player auch die normalen 
CDs, CD-Rs und CD-RWs schluckt. Legt man eine Spielfilm-DVD 
ein, stehen viele Features zur Verfügung, auf die man bei einem 
normalen Videorecorder verzichten muß. Beispielsweise ein 
Menü, über das man verschiedene Szenen anspringen kann. Auf 
vielen Film-DVDs sind mehrere Sprachversionen gespeichert, zwi- 
schen denen man einfach wechseln kann. Außerdem lassen sich 
Untertitel einblenden, sofern diese auf der Scheibe vorhanden 
sind. Für das richtige akustische Feeling sorgt hochwertiger Sur- 
round-Sound. Dabei darf man zwischen normalem Stereo-Aus- 
gang, Pro-Logic-Surround und Dolby-Digital (AC-3) wählen. Je 
nach mitgelieferter Player-Software sind auch Screenshots von 
DVD-Filmen möglich - sofern der Streifen nicht mit einem Copy- 
right-Signal ausgestattet ist. 

Auch die Spieleindustrie macht sich langsam die Vorteile der DVD 
zunutze. Allerdings wartet man hier noch vergeblich auf die Kil- 
ler-Applikation, die der DVD zum absoluten Durchbruch verhilft. 
Solange dieses Spiel nicht auf dem Markt ist, bleibt die Trend- 
wende hin zu DVD- Laufwerken wohl weiterhin zögerlich. Und 
solange keine breite Basis installiert ist, bleibt wohl auch das 
Super-DVD-Spiel aus. So wird sich die Katze noch eine Zeitlang 
in den Schwanz beißen. Aber das war seinerzeit bei der CD nicht 
anders. 

Auch auf der E3 war kein Killerspiel für DVD zu sehen. Waren 
1993 »The 7th Guest« von Trilobyte oder LucasArts' »Rebel 
Assault« CD-ROM-Kaufanreize allererster Güte, sieht es an der 
DVD-Front düster aus. Ein paar aufpolierte Umsetzungen grafi- 
klastiger Abenteuer wie Red Orbs »Riven«, Activlsions »Zork Grand 
I nquisitor« oder »The J ourneyman Project 3«, bessere Grafik und 
Surround-Sound beim schon erschienenen »Tex Murphy: Over- 
seer«, das ist schon das höchste der Gefühle. Sogar »Dragon's 
Lair«, der Urahn aller interaktiven Filme, soll für das neue Me- 
dium wiederaufgelegt werden. 



168 



PC PLAYER 8/98 



So haben wir getestet 



Der Test-P C 

Alle Testkandidaten wurden an einen Pen- 
tium/200-MMX mit 64 MByte Hauptspeicher 
angeschlossen. Das jeweilige DVD-Laufwerk 
wurde als »Master« an den Secondary Port 
angeschlossen. Am Primary Port« verrichteten 
zwei Festplatten mit jeweils 1,2 GByte ihre 
Arbeit. Jedes Laufwerk bekam im Test ein 
neues Windows 95 spendiert, damit keine 
alten Treiber den Test beeinträchtigen. Damit 
die Testumgebung praxisnah ist, waren zusätz- 
lich Anwendungen wie MS-Office, T-Online, 
CompuServe und Corel-Draw installiert. 

Installation 
(5 Prozent): 

Was für den einen selbstverständlich sein 
mag, ist für den anderen ein schwieriger Ein- 
griff: das Öffnen des Rechners und der Ein- 
bau der Decoder-Karte und des DVD-Lauf- 
werks. Damit auch Anwender damit zurecht- 
kommen, die ihren PC noch nie aufgeschraubt 
haben, muß das mitgelieferte Handbuch aus- 
reichend Hilfestellung geben. Dabei prüften 
wir, ob alle Handgriffe ordentlich beschrie- 
ben und bebildert sind. Zusätzliche Plus- 
punkte gibt's für einen Abschnitt mit Pro- 
blemlösungen, ein Glossar und einen Index. 
Das Handbuch sollte selbstverständlich 
deutsch sein. 

Ausstattung 
(2 5 Prozent): 
Bei der Ausstattung prüften wir wichtige 
Punkte wie einen ordentlich programmierten 
Treiber und die zusätzlich mitgelieferte Soft- 
ware. Damit es beim Anschluß keine Proble- 
me gibt, müssen alle nötigen Kabel im Lie- 
ferumfang enthalten sein. Mit dem IDE-Kabel 
schließt man den DVD-Player an den Rechner 
an. Ein Audio-Kabel sorgt für die Verbindung 
des Laufwerks mit der Decoder-Karte, sofern 
diese mitgeliefert wird. Pluspunkte gibt's 
auch für einen großen Cache-Speicher, ein 
anwenderfreundliches Ländercode-Handling, 
einen Play-Button für Audio-CDs und einen 
Kopfhöreranschluß am Laufwerk. Wert wird 



auch auf die Qualität der mitgelieferten Deco- 
der-Karte gelegt. 

Leistung (6 5 Prozent): 
Jedes DVD-Laufwerk mußte sich einer Reihe 
von Tests unterziehen. Zum einen wird die 
Leistung als normales CD-Laufwerk geprüft, 
dazu kommen natürlich die speziellen DVD- 
Stärken und -Schwächen: 

■ Die DVD-Lesegeschwindigkeit wird durch 
das Lesen einer 256 138 Kilobyte großen 
Videodatei bestimmt - die benötigte Zeit 
wird festgehalten. Daraus errechnet man 
dann, wie viele Kilobyte pro Sekunde das 
Laufwerk von der DVD liest. 

■ Das Lesetempo bei eingelegter CD-ROM 
ermittelt das Benchmark-Programm »CD- 
Tach/Pro«, das sowohl im inneren als auch 
im äußeren Bereich der CD mißt, um die 
unterschiedlichen Geschwindigkeiten der 
CAV-Technikzu berücksichtigen. Je höher 
die durchschnittliche Lesegeschwindig- 
keit, desto mehr Daten kann das Laufwerk 
über den E-IDE-Port zum Rechner 
schicken. 

■ Wer einen CD-Brenner besitzt, für den ist 
das Feature interessant, ob sich der DVD- 
Player als Quell- Laufwerk für Audio-CDs 
einsetzen läßt. Aus der Tabelle ist ersicht- 
lich, ob und wie schnell die DVD-Lauf- 
werke bei eingelegter Audio-CD die Daten 
digital auslesen. Je flotter dies geht, um 
so sicherer lassen sich die Daten zum 
Brenner schicken. 

■ Die Zugriffszeit ist bei Filmen relativ unin- 
teressant, da die Daten sowieso in einem 
Stück auf der DVD vorhanden sind. Wich- 
tiger ist dieser Wert etwa bei Datenban- 
ken wie einer Telefon-CD oder einem Lexi- 
kon, wo das Laufwerk auf viele einzelne 
Dateien zugreifen muß. Je geringer die 
Zugriffszeit, desto besser. 

■ Probleme haben manche DVD-Laufwerke 
mitder Erkennungszeit. Das Gerätmuß erst 
prüfen, um welche Art Scheibe es sich 
handelt (DVD, CD, CD-R oder CD-RW). Aus 
diesem Grund wird für jedes Laufwerk die 
Zeit gemessen, die es braucht, um die 



Medien zu erkennen (Dabei wurde die Zeit 
genommen vom Schließen der Schublade 
bis der Explorer den Titel der eingelegten 
Scheibe erkannt hat). 

■ Ob und in welcher Weise das Laufwerk 
über einen integrierten digitalen Kopier- 
schutz verfügt, wird getestet, indem Teile 
der drei Filme »Wallace & Gromit«, »12 
Monkeys« und »Dawn of the Dead« per 
Explorerauf die Festplatte kopiertwerden. 
Wallace & Gromit und Dawn of the Dead 
besitzen keinen Kopierschutz und sollten 
sich von jedem Laufwerk digital kopieren 
lassen. 12 Monkeys dagegen istmiteinem 
Kopierschutz ausgestattet. Funktioniert 
er, erscheintdie Meldung: » Die Datei kann 
nicht kopiert werden. Das Gerät erkennt 
den Befehl nicht.« 

■ Ob die Decoder- Karten sowohl mit PAL als 
auch mit der amerikanischen NTSC-Norm 
zurechtkommen, testet PC Player, indem 
die Filme einmal auf dem Fernseher be- 
trachtet und einmal auf analoges Video- 
band aufgenommen werden. 

Der in der PAL-Version vorliegende Wal- 
lace&Gromit-Film sollte sowohl auf dem 
Fernseher korrekt erscheinen als auch 
problemlos mit einem PAL-Videorecorder 
auf Videoband aufzunehmen sein. 12 
Monkeys und George Romeros Dawn of the 
Dead sind NTSC-Filme. Keine der im Test 
verwendeten Decoder-Karten konnte dem 
Videorecorder ein »verständliches« Sig- 
nal liefern. So fand man auf dem Band 
störende Streifen und Flackern wieder. 
Unterschiedlich ist die Darstellung auf 
dem Fernseher: Zeigt sich Dawn of the 
Dead nur in schwarzweiß, ist der für Euro- 
pa ausgelegte 12 Monkeys in Farbe. 

P re is/Le is t u n g 
(5 Prozent): 

Für die Bewertung der Preis/Leistung wurde 
die Leistung des jeweiligen Laufwerks im CD- 
ROM- und DVD-Betrieb im Verhältnis zum 
Preis gesetzt. Mitbewertet wurde selbstver- 
ständlich auch, ob das Laufwerk mitoderohne 
Decoder-Karte geliefert wird. 



Es gibt auch vereinzelte Neuproduktionen: So sollen »Lander« 
(Psygnosis) und »Tonic Trouble« (Ubi Soft) auf dem neuen Spei- 
chermedium ausgeliefert werden, doch der Platz auf dem Daten- 
träger wird wieder nur für einen angeblich überragenden 
Surround-Sound genutzt - dabei haben die wenigsten Spieler 
geeignete Decoder direkt neben dem PC stehen oder eine ent- 
sprechende Surround-Karte im PC eingebaut. 



Andere Hersteller halten sich bedeckt: Allenfalls aus Platz- und 
Kostengründen kündigen sie ihre Titel auf DVD an, den Kopier- 
schutz-Effekt verschweigen sie dabei fast schon verschämt. Doch 
das mag der einzige Grund sein, warum die Spieleschreiber auf 
DVD umsteigen werden: Eine DVD-Brenner- Szene gibt es noch 
nicht. Kein Wunder bei Preisen für DVD-Brenner, die um die 
30 000 Mark liegen. (tk) 



PC PLAYER 8/ 98 



169 



TOSHIBA DVD 
SD-M 110 2 




Toshiba gehört zu den Mitbegründern 
des DVD- Standards und bringt nun 
sein eigenes Laufwerk für den PC heraus. 
Auf der Verpackung prangt etwas verwir- 
rend der Slogan »with CD-R-Support«, was 
lediglich bedeutet, daß der SD-M1102 
auch CD-Rs lesen, aber nicht brennen kann. 

Ausstattung 

Toshiba liefert das Laufwerk ohne Deco- 
der-Karte an die Distributoren aus. Diese 
packen dem SD-M1102 dann unterschied- 
liche Karten bei - im Regal beim Händler 
können in den Paketen also verschiedene 
Decoder- Karten enthalten sein. Daherver- 
wendete das Testlabor eine Standardkar- 
te von Quadrant, die Cinemaster mit dem 
Zoran-Chipsatz. Die Karte kommt ohne 
Loop-Through-Kabel aus und schickt die 
Daten der DVD-Filme per DMA-Transfer 
über den PCI-Bus. 

Zusätzlich legt Toshiba dem Laufwerk drei 
DVD-Titel bei: einen Star-Trek-Screensaver 
mit etlichen Filmausschnitten aus »First 
Contact«, das Spiel »Silent Steel« sowie 
»David«, eine mit Filmausschnitten und 
Musik-Trailern vollgestopfte DVD. 
Das SD-M1102 selbst kann bei eingelegter 
DVD mit zweifacher Geschwindigkeit lesen, 
was bei DVD einer Übertragungsrate von 
2700 KByte pro Sekunde entspricht. Beim 
Lesen einer normalen CD (auch CD-R oder 
CD-RW) kommt das Laufwerk auf maximal 
24faches Tempo. Der interne Cache-Spei- 
cher ist mit 256 KByte ausgestattet. Zur 
Aufnahme der Datenscheiben arbeitet das 
DVD-Laufwerk mit einer gewöhnlichen 
Schublade - ein Play-Button fürs Abspie- 
len von Musik-CDs fehlt ebenso wie ein 
Kopfhöreranschluß. 

Installation 

Werseinen Rechnerschon einmal offen hatte 
und weiß, wie man eine Festplatte oder ähn- 
liches anschließt, kommt auch mit dem 
etwas spärlichen Handbuch gut zurecht. 
Ansonsten ist der Einbau so einfach wie bei 
einem CD-Laufwerk. Laien sollten sich aber 



von einem versierten 
Bekannten helfen las- 
sen - dem Handbuch 
fehlen Bebilderungen, 
die die Installation gerade 
für Anfänger stark erleichtern würden. 
Die Decoder-Karte für die DVD-Filme steckt 
man in einen freien PCI -Steckplatz - eine 
umständliche Kabelverbindung zur Grafik- 
karte ist nicht nötig. Statt der Decoder- 
Karte fand Windows jedoch lediglich die 
im Testrechner vorhandene Teles-ISDN- 
Karte und verlangte ausschließlich nach 
deren Treibern. Erst ein Ausbau der ISDN- 
Karte erlaubte es, die Treiber zu installie- 
ren und die Karte einzubinden. 
Eine Abfrage des Ländercodes fand nicht 
statt. Laut Toshiba ist im SD-M1102 kein 
Ländercode gespeichert. Der Code funk- 
tioniert lediglich über die entsprechende 
Player-Software. Das hat den großen Vor- 
teil, daß sich mit einem Treiberwechsel 
auch DVD- Videos mit einem anderen Län- 
dercode anschauen lassen. Dies will To- 
shiba mit der nächsten Generation jedoch 
ändern und den Ländercode fest im Lauf- 
werk integrieren. 

Leistung 

Toshiba gibt für sein Laufwerk eine Lesera- 
te von 2700 KByte pro Sekunde an. Das 
Kopieren der256 138 Kilobytegroßen Datei 
von der DVD-Scheibe dauerte allerdings 
2:29 Minuten, was einer Übertragungsrate 
von lediglich 1720 Kilobyte pro Sekunde 
entspricht. Das Benchmark-Programm CD- 
Tach/Pro ermittelte eine durchschnittliche 
Übertragungsrate von 1490 Kilobyte pro 
Sekunde beim Lesen von normalen CDs. 
Auch das ist wesentlich weniger als die 
angegebenen 3600 Kilobyte. Die Erken- 
nungszeiten der unterschiedlichen Medien 
sind lobenswert kurz. Sowohl für die DVD 
als auch für die CD und CD-R brauchte das 
Laufwerk jeweils lediglich zehn Sekunden. 
Abzuraten ist von der Cinemaster-Karte 
von Quadrant: Mit den aktuellen Treibern 
lassen sich lediglich DVD-Videos abspie- 




len. Einzelne Video-Dateien, wie sie bei- 
spielsweise auf der Star-Trek-Screensaver- 
DVD vorhanden sind, kann die Cinemaster- 
Software nicht öffnen. Zudem ist die Dar- 
stellungsqualität unzureichend, weil ein 
Lattenzaun-Effekt auf dem Computermo- 
nitor entsteht (siehe Glossar). Wird das 
Bild dagegen auf den Fernseher umgelei- 
tet, ist die Qualität hervorragend. 
Die Wallace & Gromit-Test-DVD besitzt kei- 
nen Kopierschutz und ließ sich mit dem 
Toshiba-Cinemaster-Gespann problemlos 
auf Videoband und auch digital auf die 
Festplatte kopieren. Die beiden anderen 
Testfilme - 12 Monkeys und Dawn of the 
Dead - konnten wegen ihrer NTSC- Technik 
nur mit Störungen auf Video aufgezeich- 
net werden. Ein Kopieren auf Festplatte 
war beim nicht kopiergeschützten Film 
Dawn of the Dead möglich. Bei 12 Mon- 
keys reagierte das SD-M1102 richtig und 
verweigerte das Kopieren, da der Film 
einen Kopierschutz besitzt. 

Fazit: Das Toshiba-Laufwerk ist nicht 
nur reehtteuer, es bringt zudem eine unzu- 
reichende Leistung, die die anderen Test- 
kandidaten Überbieten können« 

# Sehr hoher Preis 

# Magere Leistung beim DVD- und CD- 
ROM-Betrieb 



fertung 



| PC "T^tTE! 
Installation: 5 I 
Ausstattung: 30 I 
Leistung: 70 I 
Preis/ Leistung: 70 
Circa-Preis: 400 Mark (ohne Decoder-Kt. 



Gesamtwertung: 



#J 



170 



PC PLAYER 8/98 




GUILLEM OT 
I M AXI DVD 
THEATER 



Gillemot stellt selbst keine DVD-Lauf- 
erke her. Daher findet man im Paket 
ein Toshiba-Laufwerk, das mit der Real- 
magic-Decoder-Karte von Sigma Designs 
ausgestattet ist. 

Ausstattung 

Zwei DVD-Titel packt Guillemot seinem 

Paket bei: StarTreks »First-Contact«-Bild- 

schirmschoner, der einige Ausschnitte aus 
dem Kinofilm enthält, und »The Challenge 
of the Universe«. Die Installation dieser 
DVD brachte den Testrechner jedoch zum 
Absturz. Die Realmagic-Decoder-Karte 
verbindet man per Loop-Through-Kabel 
mit der Grafikkarte, was die Bildqualität 
des Monitors beeinträchtigen kann. Dafür 
ist die Karte so von der verwendeten 
Grafikkarte völlig unabhängig. Der Karte 
liegt ein Kabel bei, das einen S- Video-Aus- 
gang und einen Composite-Ausgang zum 
Fernseher bietet, sowie einen Dolby AC-3- 
Ausgang. 

Das Laufwerk, das man im Guillemot-Paket 
findet, besitzt dieselben Ausstattungs- 
merkmale wie dasToshiba-Laufwerk: zwei- 
fache Lesegeschwindigkeit bei DVDs (2700 
KByte/ s), 24faches Tempo bei normalen 
CDs, 256 KByte RAM und ein fehlender 
Play-Button und Kopfhöreranschluß. 

Installation 

Im Paket findet man das Toshiba-Hand- 
buch, das den Einbau des Laufwerks zwar 
ordentlich beschreibt, ein paar erklären- 
de Bebilderungen würden Laien aber beim 
Einbau helfen. Das Handbuch zur Realma- 
gic-Karte ist dagegen sehr ausführlich, 
aber leider englisch. Es beschreibt den Ein- 
bau der Karte in den Rechner und den 
Umgang mit der Player-Software im Detail. 



Zusätzlich gibt es Hilfestel- 
A ' lung, wenn es zu Problemen 
mit DVDs kommen sollte. 
Legt man die Treiber-CD ins Lauf- 
werk, beginnt die Installation der 
nötigen Treiber und der Player-Software 
automatisch. Anschließend startet ein 
Konfigurations-Programm, das das Video- 
bild in das Overlay-Fenster einpaßt. 
Zusätzlich lassen sich Helligkeit, Kontrast, 
Farbe und Lautstärke voreinstellen. Zu 
jedem Menüpunkt gibt das Handbuch aus- 
führliche Informationen und läßtden User 
nicht im Stich - Englischkenntnisse vor- 
ausgesetzt. 

Problemlos funktioniert die Verbindung 
der Decoder-Karte mit dem Fernseher oder 
dem Videorecorder, wenn ein Composite- 
oder S- Video-Eingang vorhanden ist. Auf 
dem S-Video- und dem Composite-Aus- 
gang der Realmagic- Karte liegt ständig ein 
Signal an. Man muß den Fernsehbetrieb 
also nicht erst per Software einschalten 
und kann auf dem Monitor und dem Fern- 
seher parallel das Videobild empfangen. 



Leistung 

Beim Lesen der DVD kam das Guillemot- 
Laufwerk auf 1707 Kilobyte in der Sekun- 
de, erreichte im Test also längst nicht die 
angegebenen 2700 Kilobyte. Beim Einsatz 
als normales CD-Laufwerk ermittelte das 
Benchmark-Programm CD-Tach/Pro ledig- 
lich 1490 Kilobyte und ist damit weit von 
den angegebenen 3600 Kilobyte entfernt. 
Dafür fiel positivauf, daß das Gerät bei ein- 
gelegter CD sehr ruhig und ohne Vibratio- 
nen arbeitet, wie das häufig bei schnellen 
CD-Laufwerken der Fall ist. Hervorragend 
ist die kurze Erkennungszeit der eingeleg- 
ten Medien. Ob DVD, CD oder CD-R- inner- 
halb von schnellen zehn Sekunden hat das 
SD-M1102 das entsprechende Medium 
gefunden und kann daraufzugreifen. 
Weniger überzeugte im Test die Bildqua- 
lität der Realmagic-Karte. Auf dem Com- 



putermonitor sind vor allem in Farbver- 
läufen störende Pixel erkennbar. Auf dem 
Fernseher fallen sie dagegen nicht auf. 
Der erste Testfilm, Wallace & Gromit, der 
überkeinen Kopierschutz verfügt, ließ sich 
problemlos auf das analoge Videoband und 
die Festplatte kopieren. Mit den beiden 
NTSC-Filmen 12 Monkeys und Dawn of the 
Dead kommen die PAL-Videorecorder 
jedoch nicht zurecht und nehmen den Film 
flackernd oder mit vielen Störsignalen auf. 
12 Monkeys konnte mit dem Guillemot- 
Laufwerk nicht digital kopiert werden, da 
der Film über einen Kopierschutz verfügt. 
Bei Dawn of the Dead, das ohne Kopier- 
schutz daherkommt, klappte die Duplika- 
tion problemlos. 

Noch arbeitet die DVD-Player-Software 
jedoch recht instabil. Wechselt man bei 12 
Monkeys beispielsweise die Sprache bei 
laufendem Film, reißt das den Rechner in 
die Tiefe, und nur der Reset-Button kann 
den PC wieder zum Leben erwecken. 

Fazit: Das Laufwerk im Gut Uemot-Kft 
bietet die gleichen mageren Leistungen wie 
das Toshiba-Gerät Das Kit ist im Vergleich 

zu den anderen Kandidaten zu teuer. 

+ Großer Funktionsumfang der Software 
+ Lindereode nicht im Laufwerk gespei- 
chert 

• Treiber noch etwas anfallig 

• Recht teuer 

• Laufwerk arbeitet langsam 



|PC*M!*TR!| 



fertung 



Installation: 5 
Ausstattung: 8 
Leistung: 70 I 
Preis/ Leistung: 5 
Circa-Preis: 650 Mark 



Gesamtwertung: 



#J 



PC PLAYER 8/ 98 



171 



CREATIVE LABS 

PC-DVD 
ENCORE DXR2 A 




^^s PC-DVD-Encore-Kit von Creative 
l^Labs ist das am weitesten verbreite- 
te DVD-Kit auf dem Markt - und das zu 
Recht, weil es alles Wichtige enthält und 
zudem problemlos funktioniert. 

Ausstattung 

Creative Labs stellt selbst keine DVD-Lauf- 
werke her, sondern kauft das PC-DVD- 
Encore bei Matsushita ein. Das Laufwerk 
mit der Bezeichnung DVD2240E arbeitet 
wie alle Testkandidaten mit zweifacher 
DVD-Geschwindigkeit, was 2700 Kilobyte 
pro Sekunde entspricht. Beim Betrieb als 
CD-ROM-Laufwerk kommt es auf 20faches 
Tempo. Im Laufwerk stecken satte 512 
KilobyteCache-Speicher, diesich vorallem 
bei wiederholten Zugriffen auf dieselben 
Daten auswirken. Zur Aufnahme der Me- 
dien kommt eine normale Schublade zum 
Einsatz. 

Dem Paket packt Creative Labs alles an 
Kabeln bei, was für den Betrieb nötig ist. 
Damit man die vielen Vorteile eines DVD- 
Laufwerks gleich hautnah miterleben 
kann, legte Creative Labs die Spiele »Claw« 
und »Wing Commander« bei - jeweils in 
der DVD-Version, die zusätzlich eine 
Menge Video-Animationen enthält. 
Die mitgelieferte Decoder-Karte ist mit 
dem Auravision-Chipsatz ausgestattet. Sie 
besitzt einen S-Video-, einen Composite- 
und einen AC-3-Sound-Ausgang. Die Ver- 
bindung zur Soundkarte geschieht nicht 
wie bei den anderen Testkandidaten via 
Klinkenstecker, sondern intern über ein 
Audiokabel, wie es zur Verbindung eines 
CD- Laufwerks mit der Soundkarte verwen- 
det wird. 

Installation 

Das Handbuch beschreibt sowohl den Ein- 
bau des DVD- Laufwerks als auch die I nstal- 
lation und den Anschluß der Decoder- 
Karte. J eder Schritt wird ausführlich erläu- 
tert, so daß auch Computer-Neulinge mit 



dem Einbau keine 
Schwierigkeiten 
haben dürften. Mit 
zahlreichen Bildern werden die verschie- 
denen Anschlußmöglichkeiten des Lauf- 
werks an den Primary- oder Secondary- 
Port als Master oder Slave erklärt. Die Trei- 
ber für die Decoder-Karte und die 
DVD-Player-Software sind dank einer 
genauen Beschreibung im Handbuch 
schnell installiert. 

Nach der I nstallation der Software wird der 
Anwender nach dem Ländercode gefragt. 
Hier sollte man unbedingt die 2 für Euro- 
pa eingeben. Will man den Ländercode 
doch einmal wechseln, ist das bis zu fünf- 
mal möglich. Dann ist der zuletzt einge- 
gebene Ländercode fest im EEPROM des 
Laufwerks gespeichert. I m I nternet soll es 
bereits einen Patch geben, der das Her- 
aufzählen verhindert - so kann man den 
Ländercode beliebig oft wechseln. 

Leistung 

Beim Kopieren der 256138 Kilobyte 
großen Vidoedatei konnte das Creativ- 
Laufwerk mit 2416 Kilobyte pro Sekunde 
glänzen. Bei der Verwendung als CD- Lauf- 
werk ist es jedoch mit mageren 1440 Kilo- 
byte ähnlich langsam wie die beiden Tos- 
hiba-Laufwerke im Test - dafür gibt Crea- 
tive- Labsauch ein etwas geringeres Tempo 
von 20x an, was 3000 Kilobyte pro Sekun- 
de entspräche. 

Wer eine DVD oder eine normale (gepreß- 
te) CD ins Laufwerk legt, bekommt vom 
Creative- Labs- Laufwerk schnell Antwort. 
Nach neun Sekunden steht das DVD- 
Inhaltsverzeichnis zur Verfügung, und 
nach 13 Sekunden kann man auf eine ein- 
gelegte CD zugreifen. Länger dauert es 
allerdings, bis das Laufwerk eine gebrann- 
te CD-R erkennt - 18 Sekunden vergingen, 
ehe der Explorer den Inhalt anzeigte. 
Die mitgelieferte Decoder-Karte erzeugt 
ein brillantes Videobild. Sowohl auf dem 




Fernseher als auch auf dem Computermo- 
nitor ist das Ergebnis hervorragend: Selbst 
Farbverläufe, in denen oft die MPEG-Kom- 
pression erkennbar ist, werden von der 
Decoder-Karte noch sehr gut dargestellt. 
Auch Lattenzaun-Effekte, wie sie bei- 
spielsweise beim Toshiba-Laufwerk in 
Kombination mit der Cinemaster-Karte 
auftraten, kommen bei der Creative-Labs 
nicht vor. Da die Karte mit Overlay- Tech- 
nik arbeitet und es bislang kein Screen- 
capture-Programm gibt, das das Videobild 
einfangen könnte, läßt sich die Qualität 
im Heft leider nicht ablichten. 

Fazit: Das DVD-Encore-Kft von Crea- 

tive-Labs ist sehr günstig und bietet 
ordentliche Leistungswerte. Nur beim 
Betrieb als CD-ROM-Laufwerk ist es etwas 
langsam, was aber zu versehmerzen ist 
wenn man sowieso ein CD-Laufwerk im PC 
eingebaut hat 

+ Kopiersehutz funktioniert nicht immer 

+ Günstiger Preis 

+ Schnell im DVD-Betrieb 

+ Patch für den Lindereode 

# Lindereode im Laufwerk gespeichert 

# Keine Screenshots möglich 

# Langsam im CD-ROM-Betrieb 

# Leichte Vibrationen beim CD-Betrieb 



fertung 



PC "fotTE! 

Installation: 90 I III 

Ausstattung: 70 

Leistung: 70 I 

Preis/ Leistung: 6 

Circa-Preis: 550 Mark (ohne Decoder-Kt. 



Gesamtwertung: 



#J 



172 



PC PLAYER 8/98 





P HILIPS 
DRD 5200 



Pfiilips ist der einzige europäische Kon- 
zern, der im DVD- Konsortium stark 
mitmischt. Aus diesem Grund gibt es auch 
unterschiedliche Entscheidungen in 
Sachen Sound-Standard: Während sich in 
den USA Dolbys AC-3 durchgesetzt hat, 
möchte Philips MPEG-Sound auf den DVD- 
Scheiben haben. 

Ausstattung 
Beim Auspacken springt einem sofort der 
Aufdruck »CD-R/CD-RW-Compatible« ins 
Auge. Er bedeutet aber lediglich, daß das 
Laufwerk auch CD-Rs und CD-RWs lesen 
kann, nicht jedoch beschreiben. Laut Phi- 
lips liest das DRD 5200 mit zweifachem 
Tempo, also mit 2700 Kilobyte pro Sekun- 
de. Beim Lesen einer normalen CD-ROM 
soll es auf 24faches Tempo kommen, die 
Daten also mit 3600 Kilobyte pro Sekun- 
de einlesen können. Im Laufwerk stecken 
256 Kilobyte Cache-Speicher, die fürs Puf- 
fern der Daten zuständig sind. Wie auch 
Toshiba verzichtete Philips bei seinem 
DVD-Modell auf einen Kopfhöreranschluß 
und einen Play-Button für Musik-CDs. 
Im Paket findet man neben dem Laufwerk 
die Realmagic-Karte von Sigma Designs. 
Sie ist mit einem Composite- und einem 
S- Video-Ausgang ausgestattet. Zusätzlich 
gibt es einen Dolby Surround-Sound-Aus- 
gang und einen Stereo-Ausgang zur Ver- 
bindung mit der Soundkarte oder für den 
direkten Anschluß von Lautsprechern. 
Wie die meisten anderen Hersteller packt 
auch Philips seinem Laufwerk den Star- 
Trek-Screensaver »First Contact« bei. Auch 
zwei Spiele findet man im Paket: J eweils 
die DVD-Version von »Muppet Treasure 
Island« und »Spycraft«. Zusätzlich gibt's 
noch eine DVD mit zehn Musikvideos. 



Installation 
Philips legt seinem DVD- 
Laufwerk ein ausführliches 

i Handbuch bei, das jeden einzel- 
nen Schritt genau erklärt. Zusätz- 
licheZeichnungen würden Laien aber 

sehr dabei helfen, das Laufwerk am 
Primary- oder Secondary-Port anzusch- 
ließen. Zu Sigma Designs Realmagic-Karte 
gibt's ebenfalls ein Handbuch, das den 
User beim Einbau nicht im Stich läßt. 
Nach der problemlosen Installation der 
Treiber und der Player-Software startet 
automatisch ein Konfigurations-Pro- 
gramm, mit dem man das Videobild in das 
Overlay-Fenster einpassen kann sowie Far- 
ben, Kontrast und Helligkeit regelt. Wer 
sich nicht zutraut, die Werte zu ändern, 
kann auch einen automatischen Abgleich 
durchführen lassen, was im Test zu guten 
Ergebnissen geführt hat. Eine Abfrage des 
gewünschten Ländercodes fand nicht 
statt. Laut Philips besitzt das Laufwerk 
selbst gar keinen Ländercode - der wird 
über die entsprechenden Treiber der DVD- 
Karte eingestellt: Kauft man das Philips- 
Kit in Europa, bekommt man den europäi- 
schen Treibersatz mit dem Code 2. 

Leistung 

Bei genauerer Untersuchung des Lauf- 
werks stellten wir fest, daß es sich nicht 
um ein Philips-Gerät handelt, sondern um 
das SD-M1102 von Toshiba. Auf der Plati- 
ne sind noch etliche Käbelchen von Hand 
gelötet - die aufgedruckte Versionsnum- 
mer »001« verrät das Laufwerk als eine der 
ersten Revisionen. Umso erstaunlicher, 
daß das Philips-Gerät in Sachen CD- 
Betrieb bessere Werte lieferte als das To- 
shiba-Laufwerk, das die Versionsnummer 
»003« besaß. 

Beim Kopieren der Video-Datei von DVD auf 
Festplatte kam das Laufwerk auf exakt die 
selbe Zeit wie die beiden Toshiba- 
Geräte. 2:29 Minuten dauerte es, bis die 
256 138 Kilobyte große Videodatei gelesen 
war. Das entspricht einer Datenübertra- 



gungsrate von 1720 Kilobyte pro Sekunde. 
Ein magerer Wert angesichts der angege- 
benen Leistung von 2700 Kilobyte. Die Nase 
vorn hat das DRD-5200 dafür beim Einsatz 
als CD-Laufwerk - das Benchmark-Pro- 
gramm CD-Tach/ Pro ermittelte eine schnel- 
le Übertragungsrate von 2545 Kilobyte. Mit 
diesem Wert ist es das schnellste Gerät, 
wenn eine normale CD im Laufwerk liegt. 
Die Antwortzeiten für eine neu eingeleg- 
te DVD, CD oder CD-R sind Durchschnitt. 
Zwischen neun und zehn Sekunden sind 
nötig, bis man auf das Medium zugreifen 
kann. Auch hier ist die Verwandschaft mit 
dem Toshiba-Laufwerk erkennbar. 
Die Bildqualität der Realmagic-Decoder- 
Karte ist die gleiche wie beim Guillemot- 
Drive: Die Qualität ist gut, solange im Bild 
keine Farbverläufe auftauchen. Sieht man 
zum Beispiel einen Sonnenuntergang, 
wirkt der Übergang vom sehr Hellen zum 
Dunklen stark pixelig. Auf dem Fernseher 
ist davon nichts mehr erkennbar. 

Fazit: Philips hat es verpaßt früh 
genug auf den DVD-Zug aufzuspringen und 
kauft daher die Laufwerke bei Toshiba ein. 
Das Testgerit arbeitete im CD-ROM-Betrieb 
schneller als das Original- ansonsten sind 
die Werte weitgehend identische 

+ Kopierschutz arbeitet mit der 

laufwerksversion ^00i«t nicht 
+ Gute Ausstattung 
+ Screenshots mit Software möglieh 
+ Sehr schnell als CD-laufwerk 
% Langsam als DVD-laufwerk 



*f^TE 



fertung 



Installation: 5 
Ausstattung: 70 
Leistung: 70 I 
Preis/ Leistung: 5 
Circa-Preis: 700 Mark 



Gesamtwertung: 



m 



PC PLAYER 8/ 98 



173 



HITACHI 
GD-2000 




Im Vergleich zum Vorgänger GD-1000 hat 
Hitachi nicht nur das Lesetempo bei CDs 
und DVDs erhöht, sondern bietet jetzt auch 
die Kompatibilität zu CD-Rs und CD-RWs. 

Ausstattung 

Wie Toshiba liefert Hitachi sein DVD-Lauf- 
werk GD-2000 nur blanko aus. Distributo- 
ren, wie beispielsweise Lion in Mülheim, 
können dem Gerät eine beliebige Decoder- 
Karte beilegen. Von Lion war jedoch noch 
nicht zu erfahren, welche Karte mitgelie- 
fert wird. Im Test verwendete PC Player 
daher die weitverbreitete Realmagic-Karte 
von Sigma Designs, die bereits bei der 
MPEG-1-Beschleunigung die Nase vorn 
hatte. 

Da Hitachi das Laufwerk nicht an Endkun- 
den verkauft, ist im Paket außer dem Lauf- 
werk und ein paar Seiten Laufwerksspezi- 
fikationen, die für Systemintegratoren 
gedacht sind, nichts zu finden. Die Lauf- 
werksspezifikationen geben eine Lesege- 
schwindigkeit von 2x bei DVD, also 2700 
Kilobyte pro Sekunde und 20x (3000 Kilo- 
byte) bei CD-ROMs an. Der 512 Kilobyte 
große Datenpuffer ist großzügig gestal- 
tet. Schade, daß auch Hitachi auf einen 
Play-Button für Audio-CDs verzichtet, der 
im Test zusätzliche Pluspunkte gäbe, weil 
sich mit ihm eine Audio-CD direkt abspie- 
len läßt, ohne daß man die CD- Wiederga- 
be von Windows starten muß. 

Installation 

Laut Distributor Lion wird dem Laufwerk 
kein Handbuch beigelegt. Daher sollte 
man vordem Einbau über Dinge wie Master 
und Slave sowie Primary- und Secondary- 
Port gut Bescheid wissen. Auf eine 
Beschreibung der Jumper-Einstellungen 
kann man dagegen verzichten, weil sie auf 
dem Laufwerk bezeichnet sind. 
Da das Laufwerk selbst keine Treiber 
benötigt - es wird von Windows 95 auto- 
matisch erkannt - liegt dem Paket auch 
keine Treiber-Diskette bei. Daß man beim 
Hitachi-Laufwerk den DMA-Transfer ein- 



schalten sollte, um 
eine sehr gute DVD- 
Performance zu 
erhalten, hätte in 
einem Handbuch oder 
wenigstens in den Laufwerksspezifikatio 
nen beschrieben werden sollen. Mehr zum 
DMA-Transfer im Abschnitt »Leistung«. 

Leistung 

Beim ersten Testdurchgang kam das GD- 
2000 auf ordentliche 2287 Kilobyte pro 
Sekunde Datentransferrate beim Kopieren 
der DVD-Videodatei. Während des Tests 
stellte sich heraus, daß sich bei aktivier- 
tem DMA-Transfer im Geräte-Manager die 
Übertragungsgeschwindigkeit erheblich 
steigern ließ: 2784 Kilobyte pro Sekunde 
erreichte das Laufwerk und konnte damit 
als einziges Gerät im Test das angegebe- 
ne Tempo von 2700 Kilobyte überschrei- 
ten. 

Leider wurde die gute Performance im wei- 
teren Testverlauf nicht gehalten. Beim 
Geschwindigkeitstest als CD-Laufwerk 
erreichte das Gerät mit aktiviertem DMA- 
Transfer lediglich 1694 Kilobyte in der 
Sekunde. Schaltet man den DMA-Transfer 
ab, erreicht das GD-2000 dagegen einen 
recht guten Wert von 2095 Kilobyte. Glei- 
ches zeigt sich bei der mittleren Zugriffs- 
zeit: Bei aktiviertem DMA-Transfer ist sie 
um zehn Millisekunden langsamer. Was 
sich also als Turbolader für den DVD- 
Betrieb herausgestellt hat, wirkt als 
Bremsfallschirm, sobald eine CD-ROM im 
Laufwerk kreist. Bei Hitachi hatte man für 
dieses Verhalten keine Erklärung. Ließe 
sich der DMA-Transfer schnell und einfach 
ändern, wäre dies ein kleineres Problem - 
jedoch muß bei jeder Änderung der Rech- 
ner neu gestartet werden, damit der DMA- 
Transfer aktiviert beziehungsweise deak- 
tiviert wird. 

Von der DMA-Einstellung unbeeinträchtigt 
zeigte sich die Geschwindigkeit, mit der 
das Laufwerk Audiodaten digital auslesen 
kann: Das GD-2000 erreichte lediglich 




4,3fachesTempo. Wer esin Verbindung mit 
einem CD-Recorder einsetzen will, kann 
Audio-CDs also nur mit zweifachem Tempo 
brennen - bei vierfacher Brenngeschwin- 
digkeit wäre die Gefahr eines Buffer- 
Underruns zu groß. 

Wer häufig die Medien wechselt, dem ist 
auch die Erkennungszeit wichtig. Bis das 
GD-2000 eine DVD erkennt, braucht es 14 
Sekunden. Auf eine CD-ROM kann man 
nach 15 Sekunden zugreifen. Noch mehr 
Zeit ist nötig, bis das Laufwerk den richti- 
gen Laser und Fokus für eine CD-R gefun- 
den hat: Erst nach 24 Sekunden stand die 
CD-R im Explorer zur Verfügung. An dieser 
Stelle können die anderen Laufwerke im 
Test wesentlich bessere Werte aufweisen. 

Fazit: Das GD-2000 arbeitet im BVB- 
Betrieb sehr schnell Störend kommen sieh 
jedoch die Langen Erkennungszeiten der 
unterschiedlichen Medien, die Langsame 
Zugriffezeit und das BMA-Transfer-Manko 
auswirken« 

+ Sehr schnelles BVB-laufwerk 
+ Ordentliche CD-ROM-Performance 
+ Lindereode nicht im Laufwerk 

• Fürs jeweils optimale Tempo muß 
BMA-Transfer geändert werden 

• Lange Erkennungszeiten 



WTE] 



Wertung 



Installation: 2 

Ausstattung: 30 ! 

Leistung: 8 

Preis/ Leistung: 9 III 

Circa-Preis: 250 Mark (ohne Decoder- Kt, 



Gesamtwertung: 



m 



174 



PC PLAYER 8/98 




^ 



Als einziges Laufwerk im Test kommt 
das Pioneer DVD-A02 mit der Slot-In- 
Technik daher, die bei Auto-CD-Playern 
gang und gäbe ist. 

Ausstattung 

Auch von Pioneer bekommt man das DVD- 
A02nurohne Decoder-Karte. Begründung: 
Das Angebot an Decoder- Karten sei mitt- 
lerweile so groß, daß der Kunde selber 
aussuchen könne, welche Karte er in sei- 
nem Rechner haben wolle. Für den Test 
verwendeten wir abermals Sigma Designs 
Realmagic-Karte, die auch beim Hitachi- 
Laufwerk zum Einsatz kam. 
I m Pioneer- Paket liegt außer dem dünnen 
Handbuch ein Audiokabel, das Laufwerk 
und Soundkarte verbindet; dazu gibt's 
CD-ROM-Treiber für DOS und einen Not- 
auswurfschlüssel, mit dem sich eine ein- 
gelegte CD wieder aus dem Laufwerk beför- 
dern läßt, wenn der Eject-Button mal nicht 
funktionieren sollte. Auf ein I DE-Kabel und 
DVD-Titel muß man genauso verzichten 
wie auf einen Play-Button für Audio-CDs. 
Ein Kopfhöreranschluß ist dafür vorhan- 
den. Warum Pioneer mit dem Feature 
»Copy Protection function« groß auf dem 
Paket wirbt, ist nicht klar, ist das doch 
lediglich eine leidige Forderung der Fil- 
mindustrie zum Nachteil des Käufers. 
Anstatt mit einer Schublade kommt das 
DVD-A02 mit einem Slot-In daher. Wie bei 
einem CD-Spieler im Auto besitzt das Lauf- 
werk lediglich einen Schlitz, in den die DVD 
oder CD eingeschoben wird. Diese Technik 
ist wesentlich praktischer als Schubladen 
oder gar Caddys. Durch eine Bürste aus 
Microfasern wird das Eindringen von Staub 
verhindert und das Medium bei jedem Ein- 
legen gesäubert. 



Das Pioneer DVD-A02 
macht auch eine Ausnahme 
beim Lesetempo von DVDs. Der 
Hersteller gibt anstatt den übli- 
chen 2x eine Übertragungsrate 
von 2,6x an, was 3300 Kilobyte pro 
Sekunde entspricht. Nicht aus der 
Rolle fällt das Laufwerk dafür im CD-ROM- 
Betrieb, wo es auf 20faches Tempo kom- 
men soll (3000 Kilobyte pro Sekunde). 

Installation 

Die Installation des Laufwerks kann voll- 
kommen problemlos sein, wenn man sich 
mit seinem Rechner gut auskennt. Das 
magere Handbuch beschreibt zwar die 
wichtigsten Schritte, wer seinen PC aber 
daserste Mal aufschraubt, wird damit nicht 
zurechtkommen. Dann hilft nur, Unter- 
stützung bei einem Bekannten zu suchen, 
oder sich das Laufwerk beim Händler in 
den PC einbauen zu lassen. Positiv aufge- 
fallen ist die Beschreibung der Jumper- 
Belegung des Laufwerks; das gilt auch für 
die neuartigen J umper selbst: Sie sind mit 
einer winzigen Nase ausgestattet, an der 
man die sonst so unhandlichen Brücken 
einfach von einem auf einen anderen 
Steckplatz setzen kann. 
Was im Handbuch fehlt, ist der Hinweis, 
daß man im Gerätemanager von Windows 
95 unbedingt den DMA-Transfer einschal- 
ten sollte. 

Leistung 

Das Pioneer-Laufwerk konnte beim DVD- 
Test mit einer Datentransferrate von 
schnellen 2394 Kilobyte pro Sekunde 
überzeugen. Erstaunt hat dann das Ergeb- 
nis, welches das DVD-A02 mit eingeschal- 
tetem DMA-Transfer hervorbrachte: 3124 
Kilobyte schaufelte das Laufwerk pro 
Sekunde auf die Festplatte. Leider fehlt 
dem Handbuch jeglicher Hinweis zu die- 
ser Maßnahme. Überraschenderweise hat 
sich der Effekt, der sich auch beim Hita- 
chi-Laufwerk bemerkbar macht, nicht 
bestätigt: I m CD-ROM-Betrieb verhielt sich 



das Pioneer-Laufwerk immer gleich 
schnell, unabhängig von der DMA-Einstel- 
lung. Auf 2330 Kilobyte kam das DVD-A02 
und bietet damit einen sehr guten Wert. 
Auch die mittlere Zugriffszeit ist mit 95 
Millisekunden sehr gut. 
Eher durchschnittliche Werte zeigte das 
Laufwerk dagegen bei den Erkennungszei- 
ten: Zwischen 13 und 14 Sekunden sind 
jeweils nötig, bis ein eingelegtes Medium 
erkannt ist und der User darauf zugreifen 
kann. Gerade wenn man häufig zwischen 
einzelnen CDs oder DVDs wechselt, kann 
einem jede Sekunde, die sich das Laufwerk 
für das Einlesen genehmigt ordentlich auf 
die Nerven fallen. 

Der digitale Kopierschutz, der im DVD- 
Laufwerk integriert ist, funktioniert (zum 
Nachteil des Anwenders) einwandfrei. Die 
kopiergeschützte Test-CD ließ sich nicht 
auf die Festplatte kopieren. Für die Bild- 
qualität und den analogen Kopierschutz 
ist die Decoder-Karte zuständig. Mehr zu 
dieser erfahren Sie beim Guillemot- und 
Philips-Laufwerk, wo die Sigma-Designs- 
Karte serienmäßig beiliegt. 

Fazit: Das DVD-A02 ist das einzige 
Laufwerk im Test das in allem Bereichen 
eine gute bis sehr gute Leistung zeigt 
Lediglieh der Preis ist mit rund B§0 Mark 
noch etwas hoch angesetzt - dafür stimmt 
die Performance. 

+ Schnellstes BVD-laufwerk im Test 

+ Gute CD-ROM-Performance 

+ Einfaches Handling durch Slot-In 

# Hoher Preis 



*fJPTR! 



Wertung 



Installation: 4 
Ausstattung: 4 
Leistung: 9 
Preis/ Leistung: 8 



IUI 
IUI 

HIHIHI 
llllllll 



Circa-Preis: 390 Mark 

Gesamtwertung: 



m 



PC PLAYER 8/ 98 



175 





^DVD-Player 


Toshiba SD-M1102 


Guillemot Maxi 
DVD-Theater 


Creative Labs 
PC-DVD Encore Dxr2 


Philips DRD-5200 


Hitachi GD-2000 


Pioneer DVD-A02 ^ 


Hersteller 


Toshiba 

Hammfelddamm 8 
41460 Neuss 


Guillemot 
Zimmerstr. 19 
40215 Düsseldorf 


Creative Labs 
Münchnerstr. 16 
85774 Unterföhring 


Philips 

Alexanderstr. 1 
20099 Hamburg 


Hitachi 

Am Seestern 18 

40547 Düsseldorf 


Pioneer, Hanns-Martin 
Schleyer-Straße 35 
47877 Willich 


Telefon, 
Fax 


(02131)101034 
(02131)158473 


(0211)338000 
(0211)3380020 


(0180)5323488 
(089)99287122 


(0180)5356767 
(0180)5356768 


(0211)5283-818 
(021D-5283-849 


(02154)913-356 
(02154)913-360 


Internet (www...) 


toshiba-teg.com 


guillemot.com 


creativelabs.com 


be.philips.com 


hitachi-eu.com 


pioneer.de 


Ca.-Preis 


400 Mark 


650 Mark (inkl. Decoder) 


550 Mark (inkl. Decoder) 


700 Mark (inkl. Decoder) 


250 Mark 


400 Mark 


Laufwerkhersteller 


Toshiba 


Toshiba 


Matsushita 


Toshiba 


Hitachi 


Pioneer 


Bauart 


intern 


intern 


intern 


intern 


intern 


intern 


Anschluß 


IDE 


IDE 


IDE 


IDE 


IDE 


IDE 


Tempo CD It. Hersteller 


24x (3600 KByte/s) 


24x (3600 KByte/s) 


20x (3000 KByte/s) 


24x (3600 KByte/s) 


20x (3000 KByte/s) 


20x (3000 KByte/s) 


Tempo DVD It. Hersteller 


2x (2700 KByte/s) 


2x (2700 KByte/s) 


2x (2700 KByte/s) 


2x (2700 KByte/s) 


2x (2700 KByte/s) 


2,6x (3300 KByte/s) 


Cache-Speicher 


256 KByte 


256 KByte 


512 KByte 


256 KByte 


512 KByte 


512 KByte 


Double-Layer-DVD 


ja 


ja 


ja 


ja 


ja 


ja 


Automatisches Lesen 
von Double-Sided-DVD 


nein 


nein 


nein 


nein 


nein 


nein 


Unterstützte Formate 


DVD-ROM, CD, CD-R, 
CD-RW, CD-DA, CD-I 


DVD-ROM, CD, CD-R, 
CD-RW, CD-DA, CD-I 


DVD-ROM, CD, CD-R, 
CD-RW, CD-DA, CD-I 


DVD-ROM, CD, CD-R, 
CD-RW, CD-DA, CD-I 


DVD-ROM, CD, CD-R, 
CD-RW, CD-DA, CD-I 


DVD-ROM, CD, CD-R, 
CD-RW, CD-DA, CD-I 


Ländercode 


Je nach 
Player-Software 


Je nach 
Player-Software 


Im Laufwerk: 5 x 
Wechsel möglich 


Je nach 
Player-Software 


Je nach 
Player-Software 


Je nach 
Player-Software 


Einschub 


Schublade 


Schublade 


Schublade 


Schublade 


Schublade 


Slot-In 


DVD-Lesetempo 


1720 KByte/s 


1707 KByte/s 


2416 KByte/s 


1720 KByte/s 


2784 KByte/s (mit DMA), 
2287 KByte/s (ohne DMA) 


3124 KByte/s (mit DMA), 
2394 KByte/s (ohne DMA) 


CD-ROM -Lesetempo 


1490 KByte/s 


1490 KByte/s 


1140 KByte/s 


2545 KByte/s 


1649 KByte/s (mit DMA), 
2095 KByte/s (ohne DMA) 


2330 KByte/s 


Auslesen digital Audio* 


9,3x 


lOx 


12x 


9,3x 


4,3x(mitDMA), 
4,3x (ohne DMA) 


8,2x 


Mittlere Zugriffszeit 


100 ms 


87 ms 


160 ms 


98 ms 


139 ms (mit DMA), 
129 ms (ohne DMA) 


95 ms 


Erkennungszeit DVD 


10 Sekunden 


10 Sekunden 


9 Sekunden 


10 Sekunden 


14 Sekunden 


13 Sekunden 


Erkennungszeit CD-ROM 


10 Sekunden 


10 Sekunden 


13 Sekunden 


9 Sekunden 


15 Sekunden 


14 Sekunden 


Erkennungszeit CD-R 


10 Sekunden 


10 Sekunden 


18 Sekunden 


9 Sekunden 


24 Sekunden 


13 Sekunden 


Aufnahme auf Videoband 
(Wallace & Gromit) 


ja 


ja 


ja 


ja 


ja 


ja 


Kopieren auf Festplatte 


ja 


ja 


ja 


ja 


ja 


ja 


Darstellung auf TV 


Farbe 


Farbe 


Farbe 


Farbe 


Farbe 


Farbe 


Videoband-Aufnahme 


Störung, da NTSC-Film 


Störung, da NTSC-Film 


Störung, da NTSC-Film 


Störung, da NTSC-Film 


Störung, da NTSC-Film 


Störung, da NTSC-Film 


Kopieren auf Festplatte 


nein 


nein 


ja 


ja 


nein 


nein 


Darstellung auf TV 


Farbe 


Farbe 


Farbe 


Farbe 


Farbe 


Farbe 


Video-Tape-Aufnahme 


Störung, da NTSC-Film 


Störung, da NTSC-Film 


Störung, da NTSC-Film 


Störung, da NTSC-Film 


Störung, da NTSC-Film 


Störung, da NTSC-Film 


Kopieren auf Festplatte 


ja 


ja 


ja 


ja 


ja 


ja 


Darstellung auf TV 


schwarzweiß 


schwarzweiß 


schwarzweiß 


schwarzweiß 


schwarzweiß 


schwarzweiß 


Umstellung von NTSC 
auf PAL möglich 


ja 


nein 


nein 


nein 


nein 


nein 


Screenshots möglich 


ja (mit HyperSnap DX) 


ja (mit Player-Software) 


nein 


ja (mit Player-Software) 


ja (mit Player-Software) 


ja (mit Player-Software) 


Vibrationen 


nein 


nein 


leicht 


nein 


nein 


nein 


Installation (5%) 


3 


3 


5 


3 


1 


2 


Ausstattung (25%) 


8 


20 


18 


18 


8 


10 


Leistung (65%) 


45 


45 


45 


45 


52 


58 


Preis (5%) 


4 


3 


3 


3 


5 


4 


Gesa m tw ert ung 


60 


71 


71 


69 


66 


74 |I% 

Testsieqer-^ 



* Zum Speichern von Audio-Daten auf Festplatte nötig 




Eins ist klar: 
In meinen 
Rechner 
werde ich mir 
auf jeden Fall 
ein DVD-Laufwerk 
einbauen. Auch wenn 
Spielevorstellungen 
von der E3 noch eine echte Killer-Applikation, 



wie es damals Rebel-Assault für die CD-ROM- 
Laufwerke war, vermissen lassen. Doch die 
Umsetzungen von vorhandenen Spielen auf 
DVD macht die Richtung klar: Früher oder spä- 
ter ist die CD-ROM tot und die DVD-Titel wer- 
den den Markt erobern. Schon jetzt liegen die 
angebotenen DVD-Player preislich fast im Rah- 
men von herkömmlichen CD-ROM-Laufwerken. 
Wer also ohnehin ein neues Laufwerk braucht, 



kann bedenkenlos zugreifen, da die DVD-Lauf- 
werke mit allen Medien arbeiten, die auch ein 
CD-ROM-Laufwerk schluckt. Die DVDs kommen 
damit sogar teilweise besser zurecht als über- 
züchtete 32x-Laufwerke bei CD-ROMs. Und 
zwischendurch mal einen Film am PC zu 
gucken, ist schließlich nicht zu verachten, 
auch wenn man dazu mindestens einen 
19-Zoll-Monitor haben sollte. 



176 



PC PLAYER 8/98 



Das DVD-Lexikon 



Die wichtig 
Begriffe 
zu DVD 



sten 



Camera-Angel: 

Auf einem DVD-Video ist es möglich, eine Szene (ein 
Fußballtor, ein Überholmanöver beim Formel-1-Ren- 
nen) in verschiedenen Kamerapositionen aufzuneh- 
men. Der Betrachter ist also in der Lage, sich die Szene 
ausmehreren Betrachtungswinkeln anzuschauen. Auch 
die Pornoindustrie hat sich dieses Feature bereits 
zunutze gemacht. 

CD-R: 

Compact-Disc-Recordable. Eine CD, die sich mit einem 
CD-Brenner einmal beschreiben läßt. Daten können 
nicht mehr gelöscht werden. Die beschriebene CD-R 
läßt sich anschließend in allen CD-Laufwerken oder 
Hifi-CD-Playern lesen. Eine CD-R kostet rund 2,50 Mark. 

CD-RW: 

Compact-Disc-Rewriteable. Diese läßt sich im Gegen- 
satz zu CD-Rs wieder löschen und laut Hersteller bis zu 
1000 Mal neu beschreiben. Die DVD-Laufwerke der 
zweiten Generation, wie Sie sie in diesem Test finden, 
können CD-RWs lesen, nicht jedoch beschreiben. 

Dolby AC-3: 

Dieser Audio-Standard von Dolby wird heute auch als 
Dolby-Digital bezeichnet. Mit ihm ist dank 5,1 Kanälen 
echter Surroundsound möglich: Vor und hinter dem 
»Zuhörer« befindet sich jeweils links und rechts ein 
Lautsprecher. Zusätzlich gibt es eine Boxe vorn mittig. 
Die »1« steht für den Subwoofer, der irgendwo im Raum 
stehen kann. 

DVD-RAM: 

Das RAM steht für Random Access Memory und soll in 
etwa bedeuten, daß sich auf den Speicher frei zugrei- 
fen läßt - daß die Daten also auch veränderbar sind. 
Die DVD-RAM ist mit der CD-RW vergleichbar, deren 
Daten sich auch wieder löschen lassen. Noch sind die 
Geräte jedoch nicht marktreif, da ein heftiger Stan- 
dard-Krieg zwischen den Gremiumsmitgliedern tobt - 
es gibt verschiedenste Gegenvorschläge zur DVD- RAM, 
die allesamt Vor- und Nachteile aufweisen. Noch hat 



Neue Hardware, neue Begriffe. 
Damit Sie den Anschluß nicht ver- 
lieren, finden Sie hier die ent- 
scheidenden Begriffe im Zusam- 
menhang mit der DVD. 

sich kein Standard durchgesetzt, und das wird wohl 
auch noch bis Ende des J ahres so bleiben. Einigen sich 
die Gremiumsmitglieder, wird die DVD-RAM mit großer 
Wahrscheinlichkeit den Videorecorder ablösen. 

DVD-ROM: 

Diese DVD (Digital Versatile Disk, vielseitig verwend- 
bare Disk) ist mit der silbernen CD vergleichbar. Sie 
kommt aus dem Preß werk und läßt sich mit dem DVD- 
Laufwerk nicht beschreiben. Das ROM steht außerdem 
für Read Only Memory, also nur lesbare Daten, die - 
einmal ins Medium gepreßt - nicht mehr veränderbar 
sind. Eine DVD-ROM kann es in verschiedenen Aus- 
führungen geben: Die einfachste Variante ist wie die 
CD nur auf einer Seite bespielt und besitzt auch nur 
eine Schicht. Durch den wesentlich geringeren Spur- 
abstand (von 1,6 Mikrometer bei der CD zu 0,74 Mikro- 
meter bei der DVD) und der geringeren Pit-Länge (0,83 
Mikrometer minimal bei der CD zu 0,4 Mikrometer bei 
der DVD) lassen sich auf dieser DVD 4,7 Gigabyte an 
Daten speichern. Zusätzlich gibt es die zweischichtige 
DVD. Dabei sind die Daten auf einer Seite der CD in 
zwei Schichten untergebracht. Der Laserstrahl des 
Laufwerks kann dann auf die verschiedenen Schichten 
fokussieren und so die Daten lesen. Auf diese DVD pas- 
sen 8,5 Gigabyte Daten. Satte 17 Gigabyte kann eine 
DVD aufnehmen, wenn es sich um eine zweiseitige DVD 
handelt. Dann muß man die DVD jedoch von Hand 
umdrehen, da es noch keine Player gibt, die auf der 
Ober- und Unterseite einen Laser besitzen. 

DVD-Video: 

Eine DVD, die einen Spielfilm im MPEG-2-Format ent- 
hält. Ihre Vorteile: die hohe Qualität, der erstklassige 
Sound (MPEG oder Dolby AC-3), die Speichermöglich- 
keit von verschiedenen Sprachversionen (Englisch, 



Deutsch ...), die Ansicht ein und derselben Szene von 
verschiedenen Kamerapositionen und vieles mehr. Es 
gibt mittlerweile rund 100 deutsch synchronisierte 
DVD-Titel. Englischsprachige dürften mehrere tausend 
auf dem Markt sein. 

Language-Selection: 

Sie schauen sich einen Film lieber im O-Ton an? Mit DVD 
ist das kein Problem, da sich auf die Scheibe verschie- 
dene Sprachversionen speichern lassen. Sie können 
dann einfach wählen, welche Sprache Sie hören wollen: 
die synchronisierte oder lieber die Originalfassung. 

Lattenzaun-Effekt: 

Da der Computermonitor wesentlich mehr Bilder pro 
Sekunde darstellen kann als der Fernseher, sieht man 
bei bewegten Bildern auf dem Computermonitor die 
einzelnen Zeilen ineinander verschoben - man spricht 
vom Lattenzaun-Effekt: Bei schnellen Bewegungen 
sieht man horizontale Streifen. Durch die Trägheit 
(2 x 25 Halbbilder) der TV-Geräte fällt der Lattenzaun- 
effekt dort nicht auf. 

Master/ Slave: 

Jedes IDE-Gerät (Festplatten, CD-Laufwerke, Brenner, 
DVD-Player...) besitzt J umper, mit denen man es als 
»Master« (Herr) oder »Slave« (Sklave) konfigurieren 
kann. 

MPEG-2: 

Dieser Standard steht für ein Kompressionsverfahren 
von Video und Audio für die DVD. Dabei wird der 720 
x480 Pixel große Videostream mit einer Rate von 1:200 
komprimiert. 

Subtitels: 

DVD-Video bietet auch die Möglichkeit, sich verschie- 
dene Untertitel einblenden zu lassen. Das ist nicht nur 
für Hörgeschädigte interessant, sondern auch für 
Leute, die eine andere Sprache lernen wollen: Sie 
bekommen die Übersetzung des O-Tons per Untertitel 
angezeigt. 



PC PLAYER 8/ 98 



177 





Neue Hardware von der E3 




Alles unter 
Kontrolle 



Bei den Lenkrädern steht dieses 
Jahr ganz im Zeichen der 
» Force- Feedback« -Unter- 
stützung. Neben den son- 
stigen Joysticks und 
Gamepads erspähten wir 
5^ tek auf der E3- Messe zudem eini- 

3Dst?ck ge ungewöhnliche Eingabegeräte, die wir Ihnen nicht 
vorenthalten wollen. 

Zwei ähnlich geformte, vom Design her dem Microsoft 
»SideWinder 3D Pro« vergleichbare Flug-Sticks 
namens EagleMAXund SkyFire hat die Firma Act Labs 
im Angebot. Sie unterscheiden sich hauptsächlich durch die 
Anzahl der Knöpfe, die an der Basis Platz finden. 16 program- 
mierbare Buttons bietet das PowerRamp MITE-Gamepad, und für 
PC-Rennfahrer zeigte der Hersteller das Act Labs RS, ein Lenk- 
rad samt Pedalen. Unter der Bezeichnung Force RS benutzt es 
die »l-Force«-Technologie für Force- Feedback- Effekte. 
Ein Möbelstück der besonderen Art präsentierte BSG Laborato- 
ries. Der IGS 400 Intensor verfügt über vier Lautsprecher und 
einen Niedrigfrequenztöner in der Rückenlehne. All dies erzeugt, 
vor allem in Kombination mit dem optionalen Subwoofer, einen 
körperlich fühlbaren Effekt. 

Einzige Neuheit bei Logitech war der WingMan Force-J oystick, 
der im Herbst erscheint und per I-Force- Standard Force-Feed- 
back-Support liefert. Vom Knüppel und den 
Knöpfen her ähnelt er dem normalen 
»WingMan«. 

Aus dem Hause Microsoft kommen, 
wie bereits in der Ausgabe 7/98 
ausführlich geschildert, im Herbst 
das SideWinder Freestyle Pro und 
das SideWinder Force Feedback 
Wheel. Letzteres bringt nun auch 
für Rennspiele mit Lenkrad-Unter- 
stützung Rütteleffekte, während Sie mit 
Micro- "^* ^^ dem Freestyle allein durch Bewegen des 

so . ft , side " Geräts Eingaben machen. Ebenfalls in der Luft hal- 

Winder Force 

Feedback Wheel ten können Sie den Air Racer des Herstellers Per4Mer, 

ein Lenkrad mit Steuerkreuz und elf Knöpfen. Auf opti- 
schem Wege werden hier die analogen Signale gewonnen. 
Flugsimulanten sollten einen Blick auf den Sky Commander von 
QuickShot werfen, der insgesamt zehn, auf Steuerknüppel und 
Schubregler verteilte Knöpfe bietet. Eine Nummer kleiner ist der 
Sky Master, ein Vier-Button-Stick mit Gasrädchen. Wie ein Cock- 



178 






pit-MFD wurde der Masterpilot 98 gestal 
tet, der 24 Schalter mit insgesamt 77 Funk- 
tionen vereinigt und ebenfalls einen klei- 
nen Schubregler besitzt. Erst im Herbst 
startet die GenX-Serie, die drei Sticks 
umfaßt, von denen einer auch für Linkshän- 
der lieferbar sein wird. 
Am Saitek- Stand fanden 
wir einige hübsche Neu- 
heiten: Gleich zwei Lenk- 
räder samt Pedalerie stel- 
len die Hongkonger vor, 
eines mit und eines ohne BGS Lab oratories IGS 400 intensor 
Force-Feedback-Unter- 
stützung. Die Namen lauten R4 Racing Wheel und R4 Force 
Wheel. Das technische Know-how stammt dabei von Microsoft, 
die mit Saitek einen Lizenzvertrag haben. Für Links- wie Rechts- 
händer geeignet ist der Cyborg 3D Stick, bei dem sich Hand- 
ballenauflage, Neigung des Knüppelkopfes und Position des 
Schubreglers justieren lassen. Das Cyborg 3D Päd hingegen 
besitzt neben dem Steuerkreuz sowie mehreren Knöpfen einen 
Drehregler und einen Mini-Analogstick. Außer dem Force Wheel, 
das erst zu Weihnachten herauskommt, liegen diese Produkte ab 
Herbst in den Geschäften. 

Die Firma SGRL stellte den Titans Sphere vor, eine Art Kugel, aus 
der seitlich zwei Knüppel ragen. Mit diesen kontrollieren Sie 
Bewegungen in allen Freiheitsgraden. Von der südafrikanischen 
Edelschmiede Simulators International stammt das Smith's Fl 
Racing Controls, ein aus Metall gefertigtes Lenkrad mit eben- 
solchen Pedalen. Das Gerät erhalten Sie auch komplett mit einem 
Cockpit inklusive einstellbarem Sitz und Monitorfuß. Das Ganze 
kostet dann ohne Hinterräder und Lautsprecher knapp 1200 
Dollar - einen deutschen Vertrieb gibt es (noch) nicht. 
Einige Neuheiten waren auch bei Thrustmasterzu bestaunen. Der 
Top Gun Platinum-Steuerknüppel bietet als einziger Stick der 
Firma einen eingebauten Schubregler. Der Revolution titulierte 
Zweihand-Knüppel fällt vor allem durch sein Design auf und exi- 
stiert bisher nur als Schaumstoffmodell, genau wie der Fist Figh- 
ter. Dieses Gerät ist einem Lenkrad vergleichbar, es läßt sich 
aber nach vorn/ hinten kippen und in allen vier Himmelsrich- 
tungen verschieben. Ein äußerst ungewöhnliches Eingabegerät 
hatte schließ lieh Union Reality aus Italien in petto: 
Der kopfhörerähnliche UR Gear reagiert 
auf Kopfbewegungen und 
setzt sie in PC- Steuer- 
signale um. (mash) 



Simulation 
International 
Smith's Fl Racing 

Controls 




PC PLAYER 8/98 



Hardware-Tests 



Lenkräder 



QrU 



FISim 

I Lenkrad 

I Hersteller: Digital Edge 

I Circa-Preis: 500 Mark 




F 1 Sim Compact 

I Lenkrad 

I Hersteller: Digital Edge 

I Circa-Preis: 270 Mark 




CH Racing System 

I Lenkrad 

I Hersteller: CH Products 

I Circa-Preis: 250 Mark 



Vom hierzulande eher unbekannten Hersteller 
Digital Edge ist dieses Luxus-Lenkrad erhältlich. 
Das Steuerrad selbst besteht aus Metall und ist 
mit echtem Leder bespannt. Die Lenksäule wird 
mit zwei Klemmschrauben an der mitgelieferten 
Holzplatte befestigt, auf der Sie wiederum Ihren 
Monitor postieren. Falls dieser nicht gerade ein 
19-Zoll-Bolide ist, empfehlen wir dringend eine 
zusätzliche Beschwerung, da ansonsten Lenkrad 
und Bildschirm vom Tisch zu fallen drohen. An 
der Lenkradnabe befinden sich vier LEDs, die 
jeweils bei der Betätigung eines der Knöpfe auf- 
leuchten. Die beiden Pedale sind ebenfalls aus 
Metall und werden seperatvon einerstarken Fe- 
der oben gehalten. Leider befinden sich durch 
diese Anordnung Gas und Bremse in gut fünf Zen- 
timetern Höhe, und die Pedaleinheit bietet den 
Füßen nicht genügend Halt. Daran gewöhnt man 
sich aber überraschend schnell. Das Bremspe- 
dal fühltsich beim Treten zwar nichtanders als 
das Gas, der Pedalweg wird jedoch früher durch 
einen Gummistopper unterbrochen. So wird zu- 
mindest rudimentär das Pedant in einem rich- 
tigen Auto simuliert. Das mit vier Schaltern aus- 
gerüstete Gerät melden Sie unter Windows 95 
einfach als »Vier-Knopf-Joystick« an, was her- 
vorragend funktioniert. Damit ist auch die Kom- 
patibilität zu fast allen Rennspielen gewährlei- 
stet. Kleiner Tip der Redaktion: Probieren Sie da- 
mit doch mal eine Panzersimulation aus! (mash) 



DaiääüäFazit 



Das Lenkrad liegt sehr gut in der Hand und 
bietet einen angenehmen Widerstand, die 
Pedale sind ebenfalls recht straff. Ledig- 
lich die etwas ungünstig liegenden Gas- und 
Bremshebel sowie die archaisch anmuten- 
de, krude Art der »Befestigung« des Geräts 
am Tisch verhindern eine Höchstwertung. 



Einen qualitativ geringeren Standard weist die- 
ses Lenkrad der britischen Firma Digital Edge 
auf, das ansonsten mit dem »Fl Sim« 
identisch ist. Anstelle eines Lederbezuges hat 
das eigentliche Steuer jedoch nur eine griffi- 
ge Kunststoffbeschichtung. Die Befestigungs- 
platte besteht ebenfalls aus Plastik, was der 
Stabilität deutlich abträglich ist; hier müssen 
Sie selbst aktiv werden und beispielsweise 
darunter Gummi anbringen. Ansonsten besteht 
die Gefahr, daß die ganze Kombination seitlich 
wegrutscht. Wie lange der Kunststoff der Bela- 
stung durch einen schweren Monitor standhal- 
ten kann, ist im besten Falle sehr fraglich. 
Die Lenksäule wird zudem nur mit normalen 
Sc hrauben fixiert, deren M uttern unter der Plat- 
te eingesteckt werden und gern herausfallen. 
Die Pedale wiederum haben einen sehr kurzen 
Hebelweg und sind daher nicht so exakt wie 
beim Top-Produkt der Firma. 
Das Gerät verfügt ebenfalls über vier Buttons 
und wird unter Windows 95 als »Vier-Knopf- 
Joystick« angemeldet. All diesen Mängeln zum 
Trotz sind Steuer und Säule von hervorragen- 
der mechanischer Qualität und erleichtern das 
Spielen von Rennsimulationen erheblich. 

(mash) 



ESEÜHFazit 



Die beim großen Bruder (siehe links) be- 
mängelten Punkte kommen hier weitaus 
stärker zum Tragen. Die Plastikunterlage ist 
recht wackelig, und die Muttern fallen beim 
Ablösen gerne raus. Die Pedalwege gerie- 
ten zudem sehr kurz; trotzdem ist das Lenk- 
rad selbst stabil und griffig. Mit etwas 
Eigeninitiative können Sie die Befesti- 
gungsmankos ausmerzen und erhalten ein 
brauchbares Gerät. 



Auch von der auf Flugsimulations-Ausrüstung 
spezialisierten Firma CH Products ist nun ein 
Lenkrad erhältlich. Die Konstruktion bestehtaus- 
schließlich aus Plastik, sowohl Steuer wie Peda- 
lerie. Das Steuer arretieren Sie mit Hilfe zweier 
Schrauben an der Tischplatte. Das ergibt zwar 
den gewünschten Halt, die Dicke des Tisches 
darf aber nicht zu groß sein, da ansonsten die 
Klemmen nicht mehr passen. 
Vier Knöpfe befinden sich an den oberen Spei- 
chen, wo sie sehr gut zu erreichen sind. Der 
Durchmesser des Rades ist größer als bei den 
Digital Edge-Geräten. Es ist auch etwas dicker, 
wodurch die Griffigkeit zunimmt. Der CH-Philo- 
sophie entsprechend ist das »Racing System« 
ziemlich leichtgängig mit nur geringer Rück- 
stellkraft - also eine Geschmackssache, die 
jeder für sich entscheiden muß. Die Pedale 
ruhen auf einer kleinen, nichtsonderlich rutsch- 
festen Basis und fühlen sich beide völlig gleich 
an. Sie bieten allerdings auch den Fersen Platz, 
was unseren Eindruck etwas verbessert. 
Wie die beiden Fl Sim-Produkte melden Sie 
das Gerät unter Windows 95 als »Vier-Knopf- 
Joystick« an, wodurch Kompatibilität zu allen 
Programmen gewährleistet ist; mit den von uns 
getesteten Spielen gab es jedenfalls keine Pro- 
bleme. Das Lenkrad kann zwarseine Kunststoff- 
Natur nicht verbergen, bietet jedoch ansonsten 
ein gutes Fahrgefühl. (mash) 



ÜZfiBSH Fazit 



Hauptkritikpunkte sind hier die geringen 
Rückstellkräfte des Steuerrades und die 
leicht wegkippenden Pedale, die sich dazu 
im Tretgefühl nicht unterscheiden. Anson- 
sten erhalten Sie angesichts der Tatsache, 
daß die ganze Anordnung aus Plastik 
besteht, ein relativ ordentliches Produkt. 



r liMa^^a Wertum 



Gesamtwertung: 
HIHIHI 



#J 



I ^■Mftadal Wertung 



Gesamtwertung: 



#J 



I ^»Mftmal Wertung 



Gesamtwertung: 



mj 



PC PLAYER 8/ 98 



179 





I Sechserpack 

Heb habe eine Soundblaster-Karte, die ei- 
nen HDE-Ansehluß für CD-ROMs besitzt. Da 
CD-ROM-Laufwerke an das Motherboard 
angeschlossen werden können, kam mir 
die Idee, ob ich an der Soundkarte nicht 
auch eine Festplatte betreiben könnte« 
Geht das, und habe ich dann maximal 
sechs IDE-Festplatten in meinem Compu- 
ter? (Dirk Schönbach) 

Standard-IDE-Anschlüsse bieten erst die 
Soundblaster-Karten ab »AWE 32«. Bei 
den vorigen Karten hieß das zwar auch 
IDE, war aber tatsächlich ein spezieller 
Anschluß ausschließlich für Panasonic 
CD-ROM-Laufwerke. 

Theoretisch kann man daran IDE-Festplat- 
ten anschließen. Allerdings geht das nur 
dann, wenn das Motherboard keinen 
zweiten IDE-Anschluß besitzt oder dieser 
abgeschaltet werden kann. Aus Geschwin- 
digkeitsgründen empfehlen wir das je- 
doch nicht, denn die Anschlüsse auf dem 
Motherboard sind wesentlich schneller, 
als der auf der Soundkarte. 
Zusätzlich zu zwei vorhandenen IDE-Ports 
kann man den Soundblaster-Port nicht 
betreiben. Sechs IDE-Festplatten (an je- 
dem Port zwei) passen also 



TECHNO 
TREFF 



SIE FRAGEN, WIR ANTWORTEN: 



IPS UNDTRICKS RUNDUM DEN P( 




Theoretisch kann man an den IDE- Anschluß ei- 
nes modernen Soundblasters auch eine 
Festplatte anschließen. Allerdings ist die dann 
sehr lahm, so daß man immer den 
Motherboard-Anschluß bevorzugen sollte. 



nicht in den PC. Grundsätzlich sollte man 
den IDE-Port der Soundkarte deshalb ab- 
schalten, damit er nicht mit den An- 
schlüssen auf dem Motherboard ins Ge- 
hege kommt. 



» PCI-Mangel 

Mein Motherboard hat drei PQ-Steekplit- 
ze, und die sind bei mir mit der Grafikkar- 
te, meinem SCSI-Controller und einer 
DVD-Karte voll belegt Nun hätte ich aber 
gerne noch eine Voodoo-2-Karte. Kann 
man sieh da etwas basteln oder eine Art 
PCI-Erweiterung kaufen, die man in einen 
PQ-Steekplatz steckt und die ihrerseits 
mehrere Steekplitze zur Verfügung stellt? 
(Werner Belke) 

Von irgend welchen Bastellösungen raten 
wir dringend ab. Der PCI-Bus ist mit sei- 
nen maximal 33 MHz nicht dafür geeig- 
net, daß man selber daran herumlötet. 
Von Schäden am 
Motherboard 
ganz zu schwei- 
gen. Erweiterungs- 
karten für den PCI - 
Bus sind uns 
nicht bekannt. 
Es bleiben also 
nur zwei Aus- 
wege: Eine Kar- 
te entfernen 
oder aber ein 
Board mit vier 
PCI-Steck- 
plätzen kaufen. 

» Windows-Startdateien 

Eine kleine Frage zu dem DOS-Speieher- 
Beitrag in Ausgabe 2ßBi Als ieh eine 
DOS-Session startete, konnte ieh keine zu 
»W4(k benannten Systemdateien ent- 
decken. Nur die unter Windows üblichen 
BAT-, SYS- und DOS-Dateien waren da. Ist 
das davon abhängig, wie ieh DOS starte? 
Außerdem* In Ausgabe 10/17 wurde von 
der DOSSTART.BAT gesprochen« Muß ieh 



hier zusätzlich zu den DOS-Systemdateien 
meine Maus und das CD-ROM-Laufwerk 
eintragen? (Uwe Pfeiffer) 

Die W40-Dateien sehen Sie nur, wenn vor 
der Installation Ihres Windows 95 ein al- 
tes DOS auf Ihrer Festplatte war und Sie 
gar nicht Windows 95 booten, sondern 
eben dieses alte DOS. Sobald die Meldung 
»Windows 95 wird gestartet...« auf dem 
Bildschirm erscheint, drücken Sie die Ta- 
ste F8 und wählen den untersten Eintrag 
»Vorherige MS-DOS-Version«. Dieser er- 
scheint nur, wenn auch tatsächlich ein al- 
tes DOS auf Ihrer Festplatte ist. Dann be- 
nennt Windows die Startdateien SYS und 
BAT in W40 um, und die MS-DOS-Startda- 
teien, die unter Windows 95 alle mit DOS 
enden, in SYS und BAT. 
Abhängig von der Art des Windows- Starts 
müssen Sie also unterschiedliche Dateien 
ändern. Wenn Sie DOS-Spiele unter Win- 
dows 95 laufen lassen und Windows 95 
gestartet ist, sind die ganz normalen AU- 
TOEXEC.BAT und CONFIG.SYS dran. Wenn 
Sie dagegen das alte MS-DOS gestartet 
haben und von dort die Änderungen für 
den Betrieb unter Windows 95 vorneh- 
men, müssen Sie sich die AUTOEXEC.W40 
und die CONFIG. W40 vorknöpfen. 
Falls Sie dagegen Spiele direkt unter 
dem alten MS-DOS starten, sind andere 
Dateien interessant: Bei laufendem 
Windows 95 heißen diese AUTOEXEC.DOS 
und CONFIG.DOS. Haben Sie mit der 
Taste F8 dagegen MS-DOS gestartet, 
heißen die Dateien AUTOEXEC.BAT und 
CONFIG.SYS. 

Die DOSSTART.BAT im Windows- Verzeich- 
nis wird ausschließlich aktiv, wenn Sie 
Windows per »Beenden« und »Computer 
im MS-DOS-Modus starten« verlassen. 
Dort tragen Sie aber nur die Treiber ein, 
die nicht schon beim normalen Windows- 
Start mit von der Partie sind. Alles andere 
wäre tatsächlich doppelt gemoppelt. 

I Hex-Codes 

Ich habe zwei Probleme, und die heißen 
^Anno 1602«c und »Hex-Cöde«. Wie rech- 
ne ieh den vierstelligen Betrag in einen 
Hexeode um? Was für einen Hex-Editor 
soll ieh verwenden, und wo bekomme ieh 
so ein Teil her? (Andy Bellmann) 



180 



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ii^imhimi'mimhi» 

Option Scanner Disk & File Tools Help 



Save-File Editor 




e input i number for modify | 
§j Modify | g| All Modify 

H Save 



Mit dem »Save-File Editor« des »Games 
Masters« ändern Sie bequem Spielstände. 

Eine mathematische Abhandlung über die 
Umrechnung von normaler dezimaler 
Schreibweise in hexadezimal und umge- 
kehrt würde etwas zu weit führen und vor 
allem stark nach Schulmathematik ausse- 
hen. Am besten verwenden Sie für die 
Umrechnung den bei Windows mitgelie- 
ferten Taschenrechner. Falls es den bei 
Ihnen nicht gibt, installieren Sie ihn sich. 
Starten Sie unter der »Systemsteuerung« 
das Programm »Software«. Wählen Sie das 
»Windows-Setup« und dort »Zubehör«. 
Den »Rechner« finden Sie ungefähr in der 
Mitte der Einträge. Aktivieren Sie das 
Kästchen und klicken Sie auf »OK«. Nach 
kurzer Installation von der Windows-CD 
finden Sie den Rechner unter Start/ Pro- 
gramme/ Zubehör. 

Wählen Sie beim Rechner unter dem Ein- 
trag »Ansicht« die »Wissenschaftliche« 
aus. Nicht von den vielen Tasten verwirren 
lassen, die meisten davon brauchen wir 
gar nicht. Oben links sehen Sie vier Aus- 
wahlfelder: »Hex«, »Dez«, »Okt« und 
»Bin«. »Dez« ist normalerweise aktiv. 
Wenn nicht: kurz draufklicken. Geben Sie 
jetzt die umzurechnende Zahl ein, neh- 
men wir einfach mal »1234«. Klicken Sie 
auf »Hex« und - schwups - schon sehen 
Sie die hexadezimale Zahl, nämlich 
»4D2«. 

Ein schöner Editor für Spielstände ist bei- 
spielsweise der »Save-File-Editor« des 
»Game Master« (finden Sie im Internet 
unter der Home-Page des Autors 
»www.hakstar.com/~myst« oder unter 
»www.winfiles. com«). 



» Platte durcheinander 
Ich wollte gerade ^POD^c löschen, dabei 
ist ein kleines Problem mit dem ^CD=Pat= 
eher« aufgetreten. Der Ordner für die Au- 
tos (Voltaires) läßt sieh nicht entfernen, 
da sein Inhalt nicht existiert bzw. die Na- 
men zu lang oder ungültig sind. Sämtliche 
Dateien haben kryptische Namen, aller- 
dings werden mir bei den Eigenschaften 
des Ordners 64 Dateien und 24 Ordner 
aufgezählt, die 411 MByte belegen sollen. 
Wenn man einzelne Dateien ankliekt sol- 
len die teilweise bis zu 4 GByte groß sein. 
Das kann doch wohl nicht sein, oder? 

(Oliver Siery) 

Als erstes sollten 
Sie sofort (!!!) ein 
Backup Ihrer 
Festplatte anfer- 
tigen, oder zu- 
mindest von dem, 
was noch davon 
übrig ist. Da 
scheint nämlich 
ganz schön was 
durcheinander 
gekommen zu 
sein. Danach - 
und wirklich erst 
danach - sollten 
Sie das »Scan- 
Disk-Programm von Windows 95 aus- 
führen. Das räumt mit solchen Problemen 
auf. Allerdings löscht das Programm auch 
schon mal etwas auf der Festplatte; das 
geht bei einigen Fehlern leider nicht an- 
ders. Nach der ScanDisk-Aktion ist Ihre 
Festplatte wieder in Ordnung. 

» MPEG-Videos 

Ich habe Probleme mit den MPEG-Videos 
auf Eurer CD. Andreas Neumann sehreibt 
in den Leserbriefen der Ausgabe 6/98 
zwar, daß die AVI-Rlme krieselig sind und 
die MPEG-Filme sogar auf seinem 133er 
anständig laufen. Aber was hilft die bes- 
sere Bildqualität der MPEG-Filme, wenn 
der Sound nur niedrige Tonauflösung 
bringt und man meiner Meinung nach sieh 
schon ziemlich schwer tut, jeden Dialog 
beim ersten Durchlauf zu verstehen. Bild- 
qualität und Dateigröße hin oder her. Ich 
plädiere weiterhin für die AVI-Filme mit 



höherer Tonauflösung, die ihr früher ge- 
habt habt. (Sonja Oswald) 

Das Problem liegt hier nicht bei den 
MPEG-Videos, sondern in den Einstellun- 
gen von Active Movie. Bei diesem können 
Sie nämlich die Audio-Wiedergabequalität 
ändern. Laden Sie zunächst ein MPEG- Vi- 
deo, klicken Sie mit der rechten Maustaste 
auf das Videobild und wählen Sie »Eigen- 
schaften«. Unter »Erweitert« finden Sie 
den »MPEG-Audio-Codec«. Hier können 
Sie die »Audio-Qualität« festlegen. Ent- 
scheiden Sie sich für »CD-Audio« und al- 
les ist in Butter. 




Audioqualität 
C p-Äudio! 
r FM-Radb 




Wenn die MPEG- Videos von unserer CD zu muf- 
fig klingen, ist die Audio-Qualität von Active 
Movie verstellt. 



Brennt Ihnen eine Frage zu den 
Mysterien der PC-Technik auf 
der Zunge? Versiegt die Spiele- 
Lust im Hardware- Frust? Schreiben Sie 
uns; wir versuchen Ihre Frage in der näch- 
sten Ausgabe unterzubringen. 

Unsere Adresse: 

WEKA Consumer Medien GmbH 
Redaktion PC Player 
Stichwort: Technik Treff 
Gruber Str. 46a 
85586 Poing 

oder per E-Mail an 
ttreffPCP@aol.com 

Wir bitten um Verständnis, daß wir aus 
Zeitgründen keine individuellen Rat- 
schläge erteilen können. Bitte schicken 
Sie also weder Rückporto noch frankierte 
Umschläge. 



PC PLAYER 8/ 98 



181 



Bi^^Bizarr g^^ÖlZ^^ Bizarr 



»*V> 



% \&$m& 



^Gesangsstunde 



Sie 
meinen also, mit 
Ihnen hätte Deutsch- 
land mehr Chancen auf einen 
Sieg bei europäischen Schlagerwett- 
bewerben? Dann testen Sie Ihre Publi- 
kumswirkung doch mit diesem neuen Ka- 
raoke- Programm! 








Wo man singt, da laß Dich ruhig nieder, denn 
böse Menschen kennen keine Lieder.« Die- 
sem alten Sinnspruch sind schon zahlreiche naive 
Personen zum Opfer gefallen. Nicht nur im Wilden 
Westen wurden im Sonntagsgottesdienst noch rasch 
ein paar fromme Weisen angestimmt, bevor man sich 
anschließend zum gemeinsamen Lynchen eines ver- 
meintlichen Gesetzesbrechers aufmachte: Bereits 
die Azteken wußten, wie man ein Menschenopfer 
mit kehligen Gesängen noch dramatischer macht. Schließ lieh tru- 
gen die deutschen Landser lange vor den reiselustigen Fischer- 
chören heimisches Liedgut in alle Welt hinaus. Stets schmetter- 
ten sie ein fröhliches Lied, wenn der Weg zum nächsten Schlacht- 
feld allzu lang erschien. Seither hat das hiesige Volkslied keinen 
leichten Stand mehr bei den derartig mit unserer Sangeskunst 
beglückten Nachbarn. Die Folgen sind alljährlich bei den End- 
ausscheidungen zum Grand Prix zu be-obachten, wenn Deutsch- 
land müheloseinen derletzten Plätze verteidigt. Selbst der Erfolg 
von Nicoles unschuldigem »Ein bißchen Frieden« ist da eher als 
Ausrutscher zu werten. 

Gegen das Image Deutschlands als Hort langweiliger bis pein- 
licher Unterhaltungsmusik singt jedoch derzeit »Der Meister« 
alias Guildo Hörn an. Zwar vergreift er sich vorwiegend an Uralt- 
Hits geschrumpfter Schlagergrößen, doch tut er das so herzer- 
frischend unkonventionell, daß selbst Teenager plötzlich zu 
einem Rex-Gildo-Titel ausflippen. Wer jetzt denkt: »Was Guildo 
kann, kann ich schon lang« hat mit der CD-ROM »Sing mit dem 
Meister« Gelegenheit, seine Sangeskünste am PC zu erproben. 



Keine Sorge: 
Mit den vie- 
len Reglern 
müssen sich 
unentdeckte 
Schlagerta- 
lente nur auf 
Wunsch her- 
umplagen. 



Guildo hat euch lieb 

und wenn 's auch mal Tränen gibt 

Kommt er rüber und singt für euch Lieder 























y\ *|| Toolbox | Einstellungen 1 1 - 1 x| 


..|.| 


| H<|«|»Hl 


00:07 1 -^ -H -!_i i 


f<Tn.^gl http://www 


Sing mit d 


-Me, ster || 















Die tiefschürfenden Schätze aus deutscher Texterfeder werden wunderbar synchron zu 
den fetzigen Melodien eingeblendet. 

Zu zehn Songs prominenter Stimmakrobaten wie Michael Holm, 
Drafi Deutscher und Udo J ürgens erklingt die Begleitmusik. Die 
gewohnt gehaltvollen Texte werden synchron zur Musik einge- 
blendet und die aktuell zu schmetternden Silben farblich mar- 
kiert. Nur den richtigen Ton müssen Sie noch aus eigener Kraft 
treffen, wenn Sie auf den Beifall wehrloser Familienmitglieder 
hoffen. Auch aus dem Büro von Udo »Die Stimme« Hoffmann 
erklingt nun bis spät in die Nacht seine Interpretation von »Ein 
Bett im Kornfeld«, mit der er selbst J ürgen Drews niedersingen 
könnte; doch, Udo hat eine sehr laute Stimme ... Auch weniger 
extrovertierte Charaktere werden sich daran erfreuen, endlich 
einmal bewußt die genialen 



Import Midi | Sicher: 



Uhopjs 

-T 



Mute | 
Excl. | 



l\ 



Uhopjs 
I 

-T 



Mute | 
Excl. | 



Chorus 

-T 



Mute | 
Excl. | 



T^ 



Uhonjs 

-T 



Mute | 
Excl. | 



Uhopjs 
j 

-T 



Mute | 
Excl. | 



T^ 



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-T 



i^ej 
Excl. | 



Uhopjs 

-T 



E..:l | 



j 



T^ 



II | ■ | | m | M | ►► | »I | III 00:44 



Uhonjs 



T Pd 



Eni | 



l\ 



-_h 

Uhonjs 

-T 



T Pd 



l\ 



Pan Chorus Reverfa 
-_h -_h -_h 



d 



Uhonjs 



f: 



Master KarCD Moro 



-_h 

Uhonjs 



i 



Uhonjs 






f: 



Uhonjs 



Uhonjs 

-T 






t 



-_h 

Ui'lOPiS 

> 

-T 



Mute | 
Excl. | 



Uhonjs 

-T 



Mute | 
Excl. | 



r; 



'ri^jii 



Einsteilungen || - I x l 



Sing mit dem Meister | 



Texte lesen zu können, zu 
denen Mutti am Radio so 
gerne mitsummt. Kostprobe 
gefällig: »Mach dich schnell 
bereit. Ich seh dir an, da 
schlummert ein Vulkan. Du 
wartest auf die Liebe. Ich will 
sie wecken und alles ent- 
decken, was keiner bisher 
sah.« (»Anita« von Costa Cor- 
dalis). 

Also: Wecken Sie unverzagt 
mit diesem Karaoke-Simulator 
Ihre Nachbarn auf, damit 
diese entdecken, was keiner 
bislang je hörte! Wenn Sie das 
überlebt haben, können Sie 
das Resultat getrost per 
Mikrofon auf der Festplatte 
aufzeichnen, (tw) 



SING MIT DEM MEISTER 

HERSTELLER: CDV 

PREIS: ca. 35 Mark 

HARDWARE-MINIMUM: 
486er, Windows 95, 8 MByte RAM 

PRAKTISCHER NUTZEN: 
Erkennen Sie, warum es besser 
ist, wenn Sie nicht in der Öffent- 
lichkeit singen. 

ORIGINALITÄTSFAKTOR: 
Nach Gu i Idos Grand- Prix- Auf tritt 
war dieses Produkt wohl unver- 
meidlich. 

MÖGLICHE FOLGESCHÄDEN: 
Kollegen, die in der Mittagspau- 
se lauthals »Fiesta Mexicana« 
schmettern. 

DAS PC-PLAYER-FAZIT: 
Mutti wird's freuen, wenn Sie 
jetzt mit ihr beim Zwiebel- 
schneiden »Tränen lügen nicht« 
anstimmen. 



182 



PC PLAYER 8/ 98 



online +++ online +++ online +++ online +++ 



rlnternet'si -f- 
hinter Gittern? 



Es ging durch alle Medien: In einem Präzedenzprozeß verurteilte 
ein Münchener Amtsrichter den ehemaligen CompuServe-Geschäftsfüh- 
rer Felix Somm zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und einer Geld- 
strafe von 100000 Mark. Grund: Somm habe aus pornographischen 
Internet-Inhalten für seine Firma Kapital geschlagen, anstatt Fil- 
ter einzurichten, die den Zugriff auf die umstrittenen Seiten ver- 
hindert hätten. 

Doch jeder, der sich nur einen Hauch im Internet auskennt, weiß: 
Solche Filter kann es gar nicht geben. Neue Webseiten oder News- 
groups entstehen schneller, als jeder Programmierer darauf reagie- 
ren könnte. Sperrt man eine Homepage, weicht der Betreiber kurzer- 
hand auf eine andere URL aus. Ohnehin könnten eigentlich sämtliche 
Provider und Online-Dienste vor dem Kadi landen: Ein TCP/IP-Daten- 
strom und die Adresse einer Suchmaschine genügen, dann stößt man 
in kürzester Zeit auf eindeutige Seiten oder Bilder. 

Es geht noch wirrer: Ein Kleinunternehmer wurde von Topware ab- 
gemahnt, weil die URLs seiner Homepage ungebührlicherweise 
»www.emergency.de« lautete - wie deren gleichnamiges PC-Spiel. Der 
Unternehmer setzte daraufhin einen Link auf eine Satire-Seite über 
den Topware-Mahner Steinhöfel, der im Gegenzug eine neue Klage 
startete. Resultat: Ein Hamburger Gericht gab Steinhöfel Recht und 
beschloß, daß jeder Seitenbauer für den Inhalt seiner Links voll 
haftbar gemacht werden kann. 

Bei solch wirklichkeitsfernen Urteilen darf sich hinterher keiner 
beschweren, wenn Deutschland von High-Tech-Unternehmen zusehends 
gemieden wird - gerade das Internet läßt sich nicht in altherge- 
brachte Schemata pressen. Und: Papierhersteller werden schließlich 
auch nicht verklagt, weil auf ihre Produkte allerlei Schund 
gedruckt wird. 

Für Frieden und Freiheit, 



Ihr 



%KomJL h>J\uJt 




Roland Austinat 

Download mit 
Pausen 

Was tun, wenn der Download 
nach 48 von 50 M Byte abbricht? 
Viele Leser mailten uns die 
Namen ihrer Lieblingsprogram- 
me, die eine Datenübertragung 
ohne Verluste fortsetzen können. 
Der Leistungsumfang der meist- 
genannten, »GetRight« (http:// 
www.getright.com), »ReGet« 
(http://reget.quite.net) und 
»GolZilla« (http://www.gozilla. 
com) ist in etwa gleich, uns hat 
letzteres am besten gefallen. 



i '"->•, C; SS YS Swl N S5SD esktopSpspSOev. zip 

~ ■ This download can be resumed 
ftp.cdrom.com/pub/simtelnet/win95/graphics/psp50ev.zii 24.7 K./sec 
6593K of 6S34K 9 sec 



GolZilla: Das Monster unter den 
Download-Tools ist leistungsstark. 

Downloads per Drag-and-drop, 
Vorab-Planung zukünftiger 
Übertragungen, eine Einbindung 
in Netscapes Navigatoroderden 
Internet Explorer sind nur einige 
der Features. Obendrein dürfen 
Sie mit einem Gaspedal die 
Übertragung drosseln, wenn Sie 
nebenbei selbst browsen wollen, 
und eine Liste der verfügbaren 
Download-Sites nebst Ge- 
schwindigkeit fehlt auch nicht. 
Das Schönste: GolZilla kostet in 
einer gesponserten Fassung 
keine müde Mark. 



r 



PC PLAYER 8/ 98 



183 



erriet 



t2r ^ 



Online-News von der E3 



& 



% 



► / 




-Online 



Panzer, Weltraum, Rollenspiele: I n den neuen 
Internet-Titeln von VR-1, Gamestorm und 
der Internet Gaming Zone begegnen Ihnen 

Mitspieler aus aller Welt. 



Viele Spielefirmen locken heute mit eigenen Online-Pro- 
dukten oder gar -Servern; wer will da noch eine Extra- 
gebühr zahlen, wenn er in Blizzards »battle.net« oder I nterplays 
»Player matching Service« umsonst mit Gleichgesinnten agieren 
kann? Dennoch gibt es spannende Neuigkeiten 
von VR-1 (http://www.vrl.com), Kesmais Able- 
ger Gamestorm (http://www.gamestorm.com) 
und Microsofts Internet Gaming Zone 
(http://www.zone.com). 




VR-1 

Nach »Fighter Ace« wird bei VR-1 schon am näch- 
sten Spiel für die Internet Gaming Zone gear- 
beitet: Ultra Corps ist eine I nternet- Variante des 
Runden-Strategie-Opas »Planets«, bei dem 
nichts Geringeres als die ganze Galaxis erobert 
werden muß . Tausende von Spielern übermitteln 
im 24-Stunden-Takt ihre Aktionen an einen Zen- 
tralrechner. Dieser berechnet dann die Machtverhältnisse neu. 
Für Bertelsmanns »Game Channel« (http://www.gamechan 
nel.de) entsteht Air Attack: Komplett in Deutsch sollen sich hier 
in Dogfight-Manier mehr als 100 Piloten pro Arena in ihren flie- 
genden Kisten unter Beschuß nehmen. 
Eine Mixtur aus »Mechwarrior« und »Interstate 76« mit einem 
Schuß Fantasy ist Nomads of Klanth. I n den Wüsten von Klanth 
wachsen seltsame Witchstone-Kristalle, die Menschen, Elfen, 
Zwerge und Untote für sich beanspruchen. Mit ihren Streitwagen 
durchziehen die vier Rassen das öde Land, machen J agd auf geg- 
nerische Fahrzeuge und nehmen Dörfer ein, um ihre Macht aus- 
zudehnen. 

The S.A.R.A.C Project erinnert an »Sub Culture« und »Schleich- 
fahrt«: Im Meer eines kolonisierten Mondes hat sich eine eige- 
ne Gesellschaft gebildet. Sie gehen mit Ihrem Boot auf Erzsu- 
che, unternehmen Forschungsmissionen und müssen sich gegen 
beutegierige Piraten und übellaunige Seeungeheuer behaupten. 
Ins Cockpit eines Raumjägers versetzt Sie Rumble in the Void. 
Wenn Sie Virgins »Subspace« kennen, wissen Sie schon, worum 
es hier geht: Fliegen Sie in einer an »Asteroids« erinnernden 
Draufsicht alleine oder in Geschwadern durchs All und schießen 
Sie alles ab, was sich bewegt. 

Seltsamer Name, futuristisches Spiel: Pepelaz kombiniert Flug- 
simulation und Strategie: Mit fliegenden Festungen versuchen 
mehrere Teams, einen Planeten zu erobern. Witzige Idee: Sie 
können als Beobachter dem Spektakel beiwohnen oder - gegen 
ein Bestechungsgeld - der Partei Ihrer Wahl beitreten. 




Wahlweise als Bug oder als Mitglied der Föderation 
gehen Sie in Starship Troopers: Battlespace in den 
Weltraum. 



m 

Wer schwimmt denn da? Besser, Sie 
haben einen Torpedo griffbereit. 
(The S.A.R.A.C. Project) 



Gamestorm 

Neben schon bekannten Titeln 
wie der »Air Warrior«-Reihe setzt 
Gamestorm von Kesmai auf groß e 
Namen: Godzilla (siehe Seite 
186) und das noch im Betatest 
befindliche Starship Troopers: 
Battlespace sollen neue Kunden 
werben. Letzteres erinnert an 
»Subspace« mit einer Prise Stra- 
tegie: Neben dem reinen Kampf müssen Sie eigene Planeten und 
Sternenbasen schützen. 

Internet Gaming Zone 

Schon vor einigen Ausgaben berichteten wir über Asheron's Call, 
Microsofts Antwort auf »Ultima Online«. Das umfangreiche 3D- 
Terrain des Rollenspiels ist mit knapp 1500 qkm fast halb so groß 
wie Rhode Island bei New York. Das Rollenspiel im 3D-Gewand 
versucht, die Schwierigkeiten des Konkurrenten zu umschiffen. 
Damit Neulinge nicht beim Blumenpflücken von Senior-Spielern 
massakriert werden, muß jeder Einsteiger eine Allianz mit einem 
erfahrenen Helden eingehen. Zaubersprüche verlieren beim Ein- 
satz in der ganzen Welt an Stärke - deshalb sollten sie geheim- 
gehalten und gut gehütet werden. 

Oblivion ist der Arbeitstitel für einen Weltraum-Action-Titel, der 
intern bei Microsoft 
entwickelt wird. Bis zu 
300 Spieler sollen 
gleichzeitig das SD- 
beschleunigte Weltall 
einer fernen Zukunft 
unsicher machen und 
Positionen wie Pilot 
oder Schütze an Bord 
der unterschiedlich- 
sten Raumschiffe Bis zur Veröffentlichung dauert's noch ein 
besetzen . ( ra) Weilchen, gut sieht Oblivion schon heute aus. 




184 



PC PLAYER 8/98 



fc®) HOTLINES) 



Name der Firma 


Hotline-Telefon 


Sprechzeiten 


Internet 


3D Realms 


. 


. 


www.3drealms.com 


Access (Links LS) 


siehe Eidos 


- 


www.accesssoftware.com 


Acclaim 


01805 335 555 


24- Std.- Service 


www.acclaimnation.com 


Activision 


0190 510055 


Mo-So 16-18 Uhr 


. 




01805 225155 (techn. Support) 


- 


www.activision.com 


Adventure Soft 


siehe Bomico 


- 


- 


Ascaron 


05241966 933 


Mo-Fr 14-17 Uhr 


www.ascaron.com 


Attic Entertainment 


0743154 323 


Mo-Fr 14-18 Uhr 


www.attic.de 


Aztech Systems 


0421 16 25 640 


Mo- Do 9-12:30, 13:30-17 Uhr, Fr 9-12:30, 13:30-15:30 Uhr 


www.aztech.com.sg 


Barbie 


02131965 110 


Mo- Fr 9-18 Uhr 


www.funsoft-online.com 


Berkeley Systems 


siehe Funsoft/Softgold 


- 


www.berksys.com 


Blizzard 


siehe Sierra 


- 


www.blizzard.com 


Blue Byte 


0208 450 29 29 


Mo-Do 15-19, Fr 15:30-19:30 Uhr 


www.bluebyte.de 


BMG 


0180 53 04 525 


Mo-Fr 10-18 Uhr 


www.bmginteractive.de 


Bomico 


06103 334 444 


Mo-Fr 15-19 Uhr 


www.bomico.de 


Broderbund 


0180 23 54 549 


Mo-Fr 9-18 Uhr 


www.broderbund.com 


Bullfrog 


siehe Electronic Arts 


- 


www.bullfrog.co.uk 


Creative Labs 


089 95 79 081 


Mo- Fr 9-17:30 Uhr 


www.creaf.com 


Cryo 


05241953 539 


Mo-Fr 18-20, Sa+So 14-16 Uhr 


www.cryomaxupport.de 


Disney Interactive 


069 66 568 555 


Mo-Fr 9-18, Sa 13-18 Uhr 


www.disney.com 


Dynamix 


siehe Sierra/Coktel 


- 


- 


Eidos Interactive 


0180 52 23 124 


Mo-Fr 11-13, 14-18, Sa+So 14-16 Uhr 


www.eidos.com 


Electronic Arts 


02408 940 555 


Mo-Fr9:30 -17:30 Uhr 


www.ea.com 


Empire 


089 85 795 138 


Mo-Fr9 -13 Uhr 


empire.co.uk 


Europress 


siehe Bomico 


- 


www.europress.co.uk 


Funsoft/Softgold 


02131965 111 


Mo, Mi, Fr 15-18 Uhr 


www.softgold.com 


Gametek 


02131600 456 


Mo-Fr 10-18 Uhr 


www.gametek.com 


Gravis 


0130 810 654 


Mo-Fr 9-16 Uhr 


www.gravis.com 


Greenwood 


siehe Funsoft/Softgold 


- 


- 


Gremiin 


siehe Funsoft/Softgold 


- 


www.gremlin.co.uk 


Grolier 


siehe Bomico 


- 


http://gi.grolier.com 


GT Interactive 


01805/25 43 91 


Mo-So 15-20 Uhr 


www.gtinteractive.com 


Hasbro Interactive 


- 


- 


HILFE@hiuk.com 


Ikarion 


024147 01520 


Mo-Fr 14-18 Uhr 


www.ikarion.com 


Impressions 


siehe Sierra/Coktel 


- 


- 


InterActof Europe 


04287 12 5133 


Mo- Fr 11-13 Uhr 


www.interact-europe.de 


Infogrames 


022145 43 106 


Mo-Fr 15-18 Uhr 


www.infogrames.com 


Interactive Magic 


01805 221 126 (DM 0,48/min) 


Mo-Fr 18-20, Sa+So 14-16 Uhr 


www.imagicgames.com 


Interplay 


01805 33 55 55 


24- Std.- Service 


www.interplay.com 


Interplay (ältere Spiele) 


siehe Bomico 


- 


- 


IONA 


siehe Funsoft/Softgold 


- 


- 


Konami 


069 950 812 88 


Mo-Fr 14-18 Uhr 


www.konami.com 


Linel 


siehe Funsoft/Softgold 


- 


- 


Living Books 


0044 14 29 520 251 (England) 


Mo- Fr 8-17 Uhr (MEZ) 


www.livingbooks.com 


Logic Factory 


siehe Funsoft/Softgold 


- 


www.logicfactory.com 


Lucas Arts 


siehe Funsoft/Softgold 


- 


www.lucasart5.com 


Magic Bytes 


05241971999 


Mo-Fr 17-19 Uhr 


www.magicbytes.com 


Max Design 


0043 36 87 24 147 (Österreich) 


Di, Do 15-18 Uhr 


- 


Mega Tech 


siehe Funsoft/Softgold 


- 


- 


Microprose 


01805 25 25 65 


Mo-Fr 14-17 Uhr 


www.microprose.com 


Microsoft 


089 31761810 


Mo- Fr 8:30-17 Uhr 


www.microsoft.de 


Microsoft direkt 


0180 52 51199 


Mo- Fr 8-18 Uhr 


www.microsoft.de 


Mindscape 


0208 99 24 114 


Mo, Mi, Fr 15-18 Uhr 


www.mindscape.com 


Mission Studios 


siehe Funsoft/Softgold 


- 


- 


Neo 


0043 16 074 080 (Österreich) 


Mo-Fr 10-16 Uhr 


www.info.co.at/neo 


New World Computing 


siehe Funsoft/Softgold 




www.nwcomputing.com 


Novalogic 


siehe Electronic Arts 




www.novalogic.com 


Ocean 


siehe Bomico 




www.ocean.com 


Origin 


siehe Electronic Arts 




www.ea.com.origin 


Paramount 


siehe Viacom 




www.paramount.com 


Playmates 


siehe Funsoft/Softgold 




www.playmatestoys.com 


Psygnosis 


01805 214 433 


Mo-Fr 15-20 Uhr 


www.psygnosis.com 


Rainbow Arts 


siehe Funsoft/Softgold 




- 


Rainbow Kids 


siehe Funsoft/Softgold 




- 


Sales Curve Int. 


siehe Funsoft/Softgold 




- 


Sierra/Coktel 


06103 994 040 


Mo- Fr 9-19 Uhr 


www.sierra.de 


Sir-Tech 


siehe Virgin 


- 


www.sir-tech.com 


Software 2000 (Spiele ab 12/97) 


0190 572 000 (DM 2,40/min) 


Mo-Fr 11-13, 14-18 Uhr 


www.software2000.de 


Software 2000 (Spiele bis U/97) 


05241986010 


Mo-Fr 11-13, 14-18 Uhr 


www.software2000.de 


Spectrum Holobyte 


siehe Microprose 


- 


www.microprose.com 


SSI (Spiele ab 7/95) 


siehe Mindscape 


- 


www.ssionline.com 


SSI ( Spiele bis 6/95) 


siehe Funsoft/Softgold 


- 


www.ssionline.com 


Sunflowers 


siehe Bomico 


- 


- 


TerraTec 


02157 817 914 


Mo-Fr 13-20 Uhr 


www.TerraTec.de 


Tri mark 


siehe Funsoft/Softgold 


- 


www.trimarkint.com (?) 


Ubi Soft 


0211338 0033 


Mo- Fr 9-17 Uhr 


www.ubisoft.de 


Velocity 


siehe Funsoft/Softgold 


- 


www.velocitygames.com (?) 


Viacom New Media 


0130 820 115 


Mo- Fr 8-17 Uhr (MEZ) 


www.viacomnewmedia.com 


Virgin 


040 89 70 33 33 


Mo-Do 15-20 Uhr 


www.vie.com 


Virgin Sound & Vision 


siehe Funsoft/Softgold 


- 


www.vsv.com 


Virtual Vegas 


siehe Funsoft/Softgold 


- 


- 


Vobis 


0190 787 776 (DM 2,40/min) 


Mo- Fr 7-22 Uhr 


www.vobis.de 


Warner Interactive 


siehe GT Interactive 


■ 


www.netcatalogs.com: 
8210/cdrom Home.html (?) 



PC PLAYER 8/ 98 



185 



ernet 



JS2ä ^ MC 



Angespielt: Godzilla bei GameStorm 

Auf die 



kommt 



Hierzulande läuft »Godzilla« erst in Kürze im Kino, 
aber dafür können Sie bereits am offenen Beta-Test 
des Online-Spiels teilnehmen. Auf den ersten Blick 
macht der Internet-Godzilla weitaus mehr Spaß als 
das Ansehen von Roland Emmerichs mißlungenem 
Monsterfilm- Versuch. 

Pünktlich zum US-Kinostart am 20. Mai begann der offene 
Beta-Test von »Godzilla« beim Anbieter Gamestorm 
(http://www.gamestorm.com). Wie bei »Aliens Online« benöti- 
gen Sie zur Teilnahme einen gültigen Account, der 10 Dollar im 
Monat für unbegrenztes Spielen kostet; der erste Monat war bei 
Redaktionsschluß umsonst. 

Der Name Godzilla ist eigentlich irreführend, da er/ sie/ es im Spiel 
selbst gar nicht vorkommt. Vielmehr haben Sie die Wahl, ob Sie 
ein Soldat, ein Reporter oder ein Baby-Godzilla sein wollen. Spä- 
ter wird noch ein Wissenschaftler hinzukommen, über den jedoch 
noch nichts Näheres bekannt ist. Die Soldaten sind mit Waffen 
wie Sturmgewehr, Granatwerfer oder Näherungsminen ausgerü- 
stet, während Godzillas liebe Kleinen neben Zähnen und Klauen 
auch ihren stinkenden, ja, buchstäblich ätzenden Atem einset- 
zen. Sie bewegen sich zudem deutlich schneller als Menschen. 
Durch das Fressen von speziellen Fischen wachsen sie, werden 




Am Fulton- 
Fi seh markt 


SHBBk. "*?iül 




schnappen sich 
die Mini- 


*BS 




Godzillas nicht 
nur leckere 
Meeresfrüchte, 
sondern auch 
lästige Artge- 
nossen. 




: : ]".'V^ 



Martin Schnelle 



Das Programm vermittelt zwar nicht eine derart dichte Atmosphäre 
wie Aliens Online, was hauptsächlich an der Iso-Grafik liegt: Niemand 
kann sich von hinten an Sie heranschleichen. Trotzdem macht es 
Spaß, vor allem, wenn man als Soldat jemanden in die sorgfältig vor- 
bereitete Näherungsminen-Falle lockt. Auch Escape from NY hatseine 
Reize: »Wo liegen die blöden Fische? Oh nein, eine Horde Soldaten!«. 
Alles in allem müssen wir die Designer bewundern, die aus einem 
derart schlechten Drehbuch noch ein brauchbares Online-Spiel 
gestrickt haben. 



Eine solche Attraktion hat es im Madison Square Garden noch nie gege- 
ben: Menschen gegen Baby- Godzillas. 



stärker und flinker. Der Reporter wiederum versucht, das Gesche- 
hen zu filmen und bezieht dafür Punkte; auß erdem können ande- 
re Teammitglieder das sehen, was er gerade aufnimmt. 
In den drei verschiedenen Zonen wählen Sie jeweils eine von 
drei Örtlichkeiten aus dem Film aus, als da wären die U-Bahn, 
der Fulton-Fischmarkt und der Madison Square Garden. Dazu 
kommen vier unterschiedliche Spielarten: In »Free for all« 
bekämpfen sich alle Charaktere gegenseitig, egal ob Mensch 
oder Reptil, und es gewinnt derjenige, derzuerst die vorher fest- 
gelegte Anzahl von Abschüssen erreicht. Bei »Team Kill« treten 
Sie dem gelben oder blauen Team bei; hier muß ebenfalls eine 
bestimmte Punktzahl erreicht werden. Um Godzillas Gelege geht 
es bei »Capture the Egg«. Zwei Teams kämpfen darum, alle Eier 
zu ihrer Basis zu schaffen. Schlußendlich dürfen Sie noch »Es- 
cape from NY« wählen, wo die Baby-Godzillas aus der Stadt flüch- 
ten wollen. Dies gelingt ihnen jedoch erst, sobald sie fressen- 
derweise eine bestimmte Größe erreicht haben. Die Menschen 
gewinnen, wenn sie eine gewisse Zahl Echsen erlegt haben, 
während das Spiel an die Godzillas geht, falls genügend von 
ihnen aus New York entkommen. Das alles wird in 16-Bit-Farb- 
tiefe und einer frei rotierbaren isometrischen Ansicht präsen- 
tiert. Einige Ge- 



räusche wurden 
aus dem Film über- 
nommen, außer- 
dem war Co-Autor 
und -Produzent 
Dean Devlin auch 
am Spielkonzept 
beteiligt, (mash) 



C A 


► Hersteller: 


Kesmai/Mythic 




Entertainment 


► Genre: 


Action 


► Termin: 


3. Quartal '98 


► Spielerzahl: 


64 pro Avenu 


► Besonderheiten 


Basiert auf dem Kinofilm; 


drei verschiedene Charakter; vier Spielmodi. 



186 



PC PLAYER 8/98 





DAS TEST- MAGAZIN 
FÜR PC-SPIELE 



CHEFREDAKTEUR 

Heinrich Lenhardt (hl) 

verantwortlich im Sinne des Presserechts 

STCLLV. CHEFREDAKTEUR 

Manfred Duy (md) 

BERATER DER CHEFREDAKTION 

Ralf Müller 

REDAKTION 

Roland Austinat (ra), Udo Hoffmann (uh), Thomas Köglmayr, ltd. Redakteur (tk), 

Philipp Schneider (ps), Martin Schnelle (mash), Thomas Werner (tw) 

MITARBEITER DIESER AUSGABE 

Henrik Fisch (hf), Volker Schütz (vs) 

CD- ROM- REDAKTION 

Thomas Köglmayr 

CHEFIN VOM DIENST 

Susan Sablowski 

TCXTCHEF 

Oskar Dzierzynski (freier Mitarbeiter) 

REDAKTIONSASSISTENZ 

Stefanie Kußeier 

LAYOUT UND GRAFIKEN 

Journalsatz GmbH 

TITEL: Artwork: Infogrames; Gestaltung: J ournalsatz GmbH 

FOTOGRAFIE: Josef Bleier 

GESCHÄFTSFÜHRUNG 

Martin Aschoff, Dr. Rüdiger Hennigs 

ANSCHRIFT DES VERLAGS 

WEKA Consumer Medien GmbH 

Gruber Straße 46a, 85586 Poing, Postfach 1129, 85580 Poing, 

Telefon: (0 81 21) 95-0, Telefax: (0 81 21) 95-1296, 

Internet: www.pcplayer.de 

VERLAGSLEITUNG MARKETING/ VERTRIEB 

Helmut Grünfeldt 

ANZEIGENVERKAUF 

Anzeigenleitung: Alan Markovic (verantwortlich für Anzeigen) 

International Account Manager: 

Andrea Rieger, Tel: (0 81 04) 66 84 58; Fax: (0 81 04) 66 84 59 

Mediaberatung PLZ-Gebiet 6-9, Österreich, Schweiz: 

Christoph Knittel, Tel. (0 81 21) 95-1270, 

Mediaberatung PLZ-Gebiet 0-5: Nicole Radewic, (0 81 21) 95-1273, 

Markenartikel: Christian Bück (0 81 21) 95-1106, 

Verlagsbüro WEKA Computerzeitschriften GmbH, Fuldaer Str. 6, 37269 Eschwege, 

Computerkunden PLZ-Gebiet 0-5 Thomas Goldmann, Tel. (0 56 51) 92 93-90 

ANZEIGEN-DISPOSITION 

Edith Hufnagel, Tel. (0 8121) 95-1474 

PRODUKTIONSLEITUNG 

Otto Albrecht 

DRUCKVORLAGEN 

J ournalsatz GmbH, Gruberstraße 46b, 85586 Poing 

VERTRIEBSLEITUNG 

Gabi Rupp /Ä^ 

VERTRIEB 

MZV, Moderner Zeitschriften Vertrieb GmbH & Co. KG 

Breslauer Str. 5, Postfach 11 23, 85386 Eching, Tel. 089/319060 

DRUCK 

Mohndruck Graphische Betriebe GmbH, 

Carl-Bertelsmann-Str. 161, 33311 Gütersloh 

Multi-Cover®ges. geschützt 

U.E. Sebald Verpackungen GmbH, Nürnberg 

ISSN-Nummer 0943-6693 - PC Player; 1435-2591 PC Player Plus, 

1435-8190 PC Player Super Plus 

SO ERREICHEN SIE UNS: 

Abonnementverwaltung: 

PC Player Abo-Verwaltung, CSJ , Postfach 140220, 80452 München 

Tel.: (089) 202 402-50, Fax: (089) 200 281-22 

Abonnementpreise: 

Inland: 12 Ausgaben DM 72,- (PC Player); DM 129,60 (PC Player Plus) 

DM 202,80 (PC Player Super Plus) 

Studentenpreis: 12 Ausgaben DM 62,- (PC Player); DM 110,40 (PC Player Plus) 

DM 174,- (PC Player Super Plus) 

Europäisches Ausland: 12 Ausgaben DM 96,- (PC Player); DM 153,60 (PC Player Plus) 

DM 226,80 (PC Player Super Plus) 

Die EG-Umsatzsteuerregelung ist berücksichtigt. Außereuropäisches Ausland auf Anfrage. 

Bankverbindung: Postbank München, BLZ: 700 100 80, Konto: 405 541 807 

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PC PLAYER 8/ 98 



187 




^ wa 



I Eraser 

Könnt Ihr mir sagen, wie man den Inter- 
net Explorer wieder vollständig loswird? 
Heb hatte zwar nur die 3er-Version instal- 
liert, aber jetzt nerven trotzdem noch 
zwei Dinge* Zum einen »Internet« in der 
Systemsteuerung und zum anderen legt 
Windows öfters beim Start die Verzeich- 
nisse »Cookies«, »Mstory« und »tempor- 
ary internet files« an. Manuelles Lösehen 
bringt nichts, da Windows die Verzeich- 
nisse wieder anlegt Ich habe bereits die 
Registry-Keys »Internet Setttngs« und 
»Internet Explorer« manuell entfernt, 
auch das freeherweise bei der Deinstalla- 
tion nicht entfernte HE-Verzeiehnis. Ich 
habe auch die gesamte Registry nach Be- 
griffen wie »msie«, »iexplore« oder »Coo- 
kies« durchsucht, aber nichts gefunden. 
Wie kann man Programme in die »öffnen 
mit ...« Liste aufnehmen oder entfernen? 
Mich würde auch interessieren, wie man 
leons aus der Systemsteuerung entfernt« 
(Martin Koeleman) 

Das würden auch die Richter gerne wis- 
sen, die sich in den USA gerade mit dem 
Thema »Windows 98 und Internet Explo- 
rer« herumschlagen. Ernsthaft: Den Inter- 
net Explorer werden Sie nur los, wenn Sie 
Ihr Windows- System komplett löschen 
und dann neu installieren. Ein schlichtes 
»Drüberinstallieren« hilft hier leider 
nicht. Auch wenn es keine direkten On- 
line-Fragen sind: Im Explorer können Sie 
unter »Ansicht/ Optionen/ Dateitypen« 
neue Programme eintragen oder in die 

Das Modem pfeift aus dem letz- 
ten Loch, der Browser braust 
nicht mehr? Wir beantworten die 
interessantesten Online-Fragen in jeder 
Ausgabe. Schreiben Sie an: 

WEKA Consumer Medien GmbH 

Redaktion PC Player 

Stichwort: Technik-Treff online 

Gruber Str. 46a 

85586 Poing 
oder per E-Mail: 

ttoPCP@aol.com 
Achtung: Detailfragen zu einzelnen Mo- 
demtypen oder ISDN-Karten können wir 
leider nicht beantworten. Wenden Sie sich 
dazu am besten an den Hersteller. Wir 
bitten um Verständnis, daß wir aus Zeit- 
und Personalgründen nicht alle Fragen 
persönlich beantworten können. 





* "sp 5 ?^ 



TREFF 

TIPS UND TRICKS RUND UMS 



MODEM UND DIE INTERNET-WELT 



Wüste schicken. Systemsteuerungseinträ- 
ge löschen Sie, indem Sie die entspre- 
chenden CPL-Dateien aus dem Verzeichnis 
»Windows\ System« entfernen. Vorsicht: 
Wir übernehmen keine Haftung für etwai- 
ge Probleme, die aus solchen Aktionen 
entstehen könnten. 

I Viren-Buster 

Ich benutze den Internet Explorer 4.0* 
Gibt es eine Möglichkeit oder ein 
Hilfstool, das mich vor Viren schützt, die 
per E-Mail übertragen werden? 

(Mattin Kremp) 

Wir verkünden laut und deutlich: Es gibt 
keine E-Mail-Viren. Der eigentliche »Vi- 
rus« sind die kettenbriefähnlichen Nach- 
richten, die angeblich vor ihnen warnen. 

» Speed 56,6 

Ich habe es bisher nicht geschafft, mit 
meinem Modem (US Roboties Sportster 
Flash) eine Verbindung zu AOL zu bekom- 
men, die wirklich mit B6,6 Kbps Hüft. Das 
höchste der Gefühle sind 33,6 Kbps. Wor- 
an kann das Hegen? Ist es irgendwie mög- 
lieh, das zu Indern? Bei Metronet bekom- 
me ich keine Verbindung mit mehr als 4S 
Kbps, obwohl Metronet behauptet, den 
X2-Standard zu unterstützen. 

(Andreas Homuth) 

Zahlreiche Besitzer von flinken Modems 
klagen uns in diesen Tagen ihr Leid über 
langsame Verbindungen. Diese Erfahrung 
können wir selbst bestätigen: Mit einem 
56,6-Kbps-Modem erreichten wir auch bei 
speziellen Hochgeschwindigkeits-Knoten 
großer Online-Dienste lediglich Werte um 



die 28,8 Kbps. Die Gründe dafür sind viel- 
fältig: Eine verrauschte Leitung, ein über- 
lasteter Einwahlknoten oder mangelhafte 
Treibersoftware können zu den Ursachen 
gehören. Wenn Ihr Provider Ihnen aller- 
dings schriftlich eine bestimmte Geschwin- 
digkeit (also nicht bloß die Unterstützung 
eines geeigneten Standards) zugesichert 
hat und trotzdem nur langsame Verbindun- 
gen zustande kommen, könnte ein Anruf 
beim Verbraucherschutz angesagt sein. 

» Es folgt die Werbung 

Ich habe ein paar Fragen zum Thema 
Telefonieren und Internet 

1. Ich habe gehört, daß o.telo zur Zeit in 
Berlin kostenloses Telefonieren in einer 
Testphase durchführt. Der Service wird 
durch Werbeeinspielungen finanziert. Wä- 
re es möglieh, sieh über dieses Angebot ins 
Internet einzuwühlen, oder gibe es Pro- 
bleme durch die Werbeunterbreehungen? 

2. Welche Telefongesellsehaft ist zur Zeit 
am billigsten? So wie ich das sehe, ist es 
immer noch die Telekom, oder? 
3.Wann wird ADSL kommen, und wird es 
nur von der Telekom angeboten werden? 
Wird es für Privatnutzer bezahlbar? 

(Holger Klass) 

Wir wählen Umschlag A. Zu Frage 1: Wenn 
ein Datentransfer unterbrochen wird, gibt 
das selbstverständlich Probleme. Solche 
Angebote sind für PC-Benutzer vorerst nur 
von geringem Nutzen. Zu Frage 2: Nicht 
unbedingt. Bei manchen Konstellationen 
kann sich ein anderer Anbieter durchaus 
rechnen. Die Kollegen von der »c't« ha- 
ben auf ihrem Webserver ein Programm, 
das Ihnen weiterhilft (http://www.hei 
se.de/ ct/ttarif). Zu Frage 3: Die Telekom 
führt in diesen Tage ein ADSL-Pilotprojekt 
in Nordrhein-Westfalen durch. Die ADSL- 
Technologie (Asymmetrie Digital Subscri- 
ber Line) sorgt dafür, daß Sie bis zu 1 
MByte pro Sekunde (!) durch normale Te- 
lefonleitungen empfangen. Verschicken 
können Sie die Daten mit 768 Kbps 
(knapp 15 mal so schnell wie aktuelle 
56,6er-Modems). Man kann also davon 
ausgehen, daß die Telekom diese Techno- 
logie einer möglichst breiten Anwender- 
schar zu günstigen Preisen anbieten wird, 
um einige der zu erwartenden Wettbe- 
werbsverluste auszugleichen. (ra) 



PC PLAYER 8/ 98 



189 



Sie wollen Ihre Meinung 
über PC Player loswerden 
oder sich zu allgemeinen 
Computerthemen äußern? 
Wenden Sie sich auf dem 
Postweg an die WEKA 
Consumer Medien GmbH, 
Redaktion PC Player, 
Postfach 1129, 85580 Poing. 
E-Mails schicken Sie bitte an LeserPCP@aol.com. 




Schachteln einer Ausstellung 

Neben einem dicken Lob für Eure infor- 
mative Zeitschrift habe ich auch einen Ver- 
besserungsvorschlag: Könntet Ihr bei den 
Spieletests nicht irgendwo ein Mini-Bild 
der Spiel-Verpackung abdrucken? Das war 
echt hilfreich! (Elke Hein) 

Diese an sich nicht schiechte Idee schei- 
tert allerdings daran, daß wir in der über- 
wiegenden Anzahl der Fälle die Master- 
Version eines Spiels auf einer Gold- CD 
bekommen. Die fertige Schachtel sehen 
wir meistens erst dann, wenn unser Heft 
am Kiosk erscheint - und einen Monat län- 
ger wollen Sie sicherlich nicht auf den Test 
warten, oder? 

Probleme anno 1602 

Den folgenden Brief habe ich (leicht säu- 
erlich) an Sunflowers (Hersteller von 
»Anno 1602«) geschickt: 
Nach der Installation von Anno 1602 
begann mein Rechner bei jedem Zugriff auf 
das CD-ROM-Laufwerk Schwierigkeiten zu 
machen (unabhängig davon, ob die Anno 
1602-CD eingelegt war oder eine andere) . 
Anfänglich stieg der Rechner lediglich aus 
den jeweiligen Programmen 
aus, später kam es zu vollstän- 
digen Systemabstürzen. 
Nachdem der Rechner letzt- 
endlich keine 30 Minuten mehr 
fehlerfrei lief, brachte ich ihn 
zur Reparatur. Einen konkreten 
Fehler konnte der Techniker 
allerdings nicht feststellen - 
lediglich das CD-ROM-Laufwerk 
war, seiner Aussage nach, 
defekt - was auch die Abstür- 
ze beim Zugriff auf das Lauf- 
werk erklärte. 



Das Laufwerk wurde ausgetauscht, und 
mein Rechner lief einwandfrei - jedenfalls 
so lange, bis ich wieder Anno 1602 instal- 
liert hatte. Da ich mittlerweile auch von 
anderen Anno-1602-Besitzern von ähnli- 
chen (beziehungsweise genau diesen) 
Problemen gehört habe, steht für mich 
relativ fest, daß das Spiel vielleicht doch 
einige Probleme mehr auslöst als nur die 
Tatsache, daß die CD nicht einwandfrei 
gelesen werden kann. (Marco lusefonat) 

Wir haben auch von anderen Lesern Hil- 
ferufe erhalten und uns daraufhin selbst 
mit Sunflowers in Verbindung gesetzt. Die 
Firma bestätigte, daß es sich in der Tat 
um einen Produktionsfehler handele, und 
die entsprechende Charge von Spielen 
bereits nicht mehr im Handel erhältlich 
sei. Sie können die Sorgenkinder an dem 
Zahlencode erkennen, der auf der silber- 
nen CD-Seite in der Nähe des Loches zu 
finden ist: Endet die Reihe mit dem Buch- 
staben E, so handelt es sich um einen 
kaputten Kandidaten. Schicken Sie die CD- 
ROM dann an Sunflowers, Ohmstr. 2 In 
63225 Langen, und Sie erhalten kosten- 
losen Ersatz. 




Anno 1602: Einige CDs wurden mit einem Herstellungsfeh- 
ler ausgeliefert. 



Vernetzt und zugenäht! 

Wir, eine Truppe von acht Strategiespie- 
lern (alle über 30), treffen uns regelmäß ig 
zum Spieleabend. Denn mal ehrlich, die 
Einzelmissionen taugen doch gerade mal 
zum Kennenlernen der Einheiten und 
deren Möglichkeiten. Die vielgelobte 
»Künstliche Intelligenz« ist in fast allen 
Fällen lachhaft. Dazu kommt, daß es mei- 
nes Erachtens überhaupt keinen Spaß 
macht, alleine vordem Rechnerzu hocken. 
Mit oder gegen ein paar Freunden macht 
es noch mal so viel Spaß. 
Nun haben sich die Zeiten seit »Command 
& Conquer« ja gewaltig geändert. Lief das 
Spiel noch sehr stabil, kann man das vom 
Nachfolger »C&C2«, von »Total Annihila- 
tion« oder »Age of Empires« nicht unbe- 
dingt sagen. Daraus ergeben sich mehre- 
re Probleme: Zu langsame Rechner, 
Wackelkontakte an den Netzwerksteckern 
oder eventuell bremsende Netzwerkkar- 
ten. Meine Frage: Gibt es ein Programm, 
daß ein Netzwerk oder die daran ange- 
schlossenen Computer durchleuchtet? Wie 
schön wäre es, wenn man die Leistungs- 
fähigkeit einzelner Rechner auflisten 
könnte, zusammen mit einem etwaigen 
Nachrüstungsbedarf für die langsameren 
Vertreter. 

Und noch eine Frage: Warum gibt es bei 
all den Spielen keine automatische Siche- 
rung, etwa alle zwei Minuten? Sicher kön- 
nen die Hersteller bei komplexen Spielen 
und den verschiedensten PCs einen 
Absturz nicht immer ausschließen, dafür 
gibt es manchmal ja auch manuelle Siche- 
rungen. Nur: Wer denkt im dicksten 
Schlachtengetümmel daran? Macht doch 
mal die Hersteller darauf aufmerksam. 

(Marc Hoeijmans) 

Hiermit getan: Hersteller, baut mehr Spel- 
cherfreundllchkelt In Eure Titel ein! Ein 
speziell für den Spielerbedarf ausgerüste- 
tes Netzwerkprüfprogramm Ist uns nicht 
bekannt. Die »Norton Utilities« oder der 
Hardware-Tester »Checklt« (beide für Win- 
dows) decken zumindest einen Teil der 
Problematik ab. 

Wirtschaftskrise 

Langsam wird es echt nervig, das ewige 
Gemecker und Genörgel über deutsche 
Wirtschaftssimulationen. Von wegen »ver- 



190 



PC PLAYER 8/ 98 







staubt« und »trocken«: 
Mm Mir, und damit stehe ich 
sicher nicht alleine da, 
machen Spiele wie 
i \ »Oldtimer« oder »Der 
Planer« echt Spaß. 
Und zwar, weil ich finde, daß ein Spiel 
auch andere Ziele haben kann, als nur auf 
Menschen oder irgendwelche Monster zu 
ballern oder Gegner zu vernichten. Da mag 
ich es lieber, das Geld mit etwas wirt- 
schaftlichem Geschick in Massen anhäufen 
zu können - wenn schon nicht real, dann 
doch wenigstens in der Phantasie. 
Cool, daß Ihr Euch wünscht, dieses Genre 
möge verschwinden. Ich für meinen Teil, 
der sich bei Euch monatlich über Neuer- 
scheinungen erkundigt hat, häufe dann 
eine Menge Kohle an, weil ich dann keine 
PC-Zeitschriften mehr brauche. 

(Roland DemzLer) 

Hoppla, Mißverständis-Alarm! Mitnichten 
wünschen wir uns den Untergang des kom- 
pletten Wirtschafts-Genres (wo haben Sie 
solches gelesen ?). Was wir aller- 
dings nicht mehr sehen können, 
sind uninspierte Kopien bekann- 
ter und ausgelutschter Titel, die 
uns von den Herstellern immer 
wieder aufs neue als wahre 
Geniestreiche verkauft werden. 
Kreativen Neuschöpfungen ste- 
hen wir immer freudig aufge- 
schlossen entgegen, da spielt 
das Genre überhaupt keine Rolle. 

Wer ist besser? Starcraft: 

Ich als »Total Annihilation«-Fan 
kann Starcraft kaum Positives abgewin- 
nen. Die einzige »Neuerung« scheinen mir 
die drei (statt wie üblich zwei) Völker zu 
sein. Ansonsten ist Starcraft TA in jedem 
Punkt unterlegen. Das fängt schon damit 
an, daß der Schwierigkeitsgrad nicht ver- 
stellt werden kann, und das Spiel deshalb 
für Fortgeschrittene oder Profis lachhaft 
einfach ist. Die »clevere Steuerung« ist in 
TAgenauso vorhanden. Hierzu nurein Bei- 
spiel: Klicke ich ein Gebäude an, das sich 
gerade in Bau befindet, hilft die Einheit 
automatisch beim Bau mit. Auch bei TA 
gibt es übrigens Flugzeuge und sogar 
Gebäude (Fusion-Plant), die auf dem Radar 
unsichtbar sind. Der absolute Witz ist, daß 



Starcraft nur 2D-Karten enthält. Das ist so 
veraltet, daß es an Frechheit grenzt, das 
Spiel mit solch einer Grafik-Engine zu ver- 
öffentlichen. Aber halt- esgibt ja »immer- 
hin auf einigen Karten zwei Ebenen«. 
Wahnsinn! 

Ich will jetzt nicht damit anfangen, wie- 
viel zig Höhenebenen TA verwendet, aber 
durch die Berge und Täler ergeben sich 
völlig neue taktische Möglichkeiten. 
In Sachen Spielbarkeit ist Starcraft der 
Konkurrenz weit voraus, lese ich im Test. 
Unnötig viele Einheiten haben da andere 
Spiele, »trendiger Firlefanz«. Ich wagemal 
zu behaupten, daß bei TA (darauf zielen 
die Bemerkungen wohl offensichtlich ab) 
fast jede einzelne Einheit ihre Daseinsbe- 
rechtigung hat. TA ist sicher auch mit der 
Hälfte der Einheiten gut spielbar. Aber die 
zusätzlichen Fahrzeuge geben dem Spiel 
wiederum eine kräftige Portion taktische 
oder sogar strategische Tiefe. Obendrein 
besitzt TA eine offene Spiel-Engine, die 
das Erweitern mit neuen Einheiten erlaubt. 
Das gab es bis dato noch nie. Aber halt - 




Alles Kalter Kaffee? 

das ist ja eigentlich ein Nachteil, da die 
Einheiten dadurch noch mehr werden, und 
weil man dann bestimmt völlig die Kon- 
trolle verliert. Ich brauche in TA nur das 
Icon einer Einheit anzusehen, und weiß 
sofort, wie sie bewaffnet ist, wie stark die 
Panzerung ist, ja sogar wie sie heißt. Und 
es hat nicht lange gedauert, bis ich das 
(bisauf einigesehrwenige, selten benutz- 
te) auswendig wußte. »Echtzeit-Strategie 
macht am meisten Spaß, wenn man neue 
Einheiten ... entdeckt.« Ich muss jetzt 
wohl nicht sagen, wie sehr dieses State- 
ment für TA gilt. 

Dann schreibt Ihr sogar noch, daß trotz 
der drei ja so völlig unterschiedlichen Ras- 



sen das Spiel auf Massenattacken hinaus- 
läuft. Das wurde anderen Titeln bisher 
eigentlich immer dick angekreidet - hier 
mutiert es fast schon zum Vorteil. Uner- 
reicht auch die grafische Auflösung: 640 
mal 480 Punkte - das hatten wir schon in 
»Warcraft 2«. Mir ist nicht ganz klar, was 
Ihrgegen Total Annihilation habt. Aber ich 
wage zu behaupten, daß sich kein einzi- 
ger wirklicher TA-Fan für Starcraft so 
begeistern wird wie eben für TA. 

(Stefan Schnürte) 

Total Annihilation wurde von uns nicht 
gerade verrissen, sondern mit einem Gold 
Player und satten 86 Spielspaß punkten 
bedacht - nur zwei Punkte weniger als 
Starcraft. Außer Frage steht, daß TA Star- 
craft bei der Präsentation weit überlegen 
ist. Gegen eine reichhaltige Truppenaus- 
wahl ist ebenfalls nichts einzuwenden, bei 
TA stehen jedoch insbesondere die 
wucherteuren schweren Verteidigungstür- 
me in keinem vernünftigen Kosten/Nut- 
zen-Verhältnis. Die Stärken des hierbei 
etwas besser austarierten Starcraft basie- 
ren vor allem auf den drei sehr unter- 
schiedlichen Rassen: Während bei TA beide 
Parteien im Großen und Ganzen über recht 
ähnliche und gleich starke Truppentypen 
gebieten, erfordert jede der drei Starcraft- 
Rassen eine individuelle Strategie, was 
übrigens auch dem unübertroffenen 
Mehrspielerbetrieb zugute kommt. Viel- 
leicht urteilen Sie auch bezüglich des 
Schwierigkeitsgrades von Starcraft etwas 
vorschnell: Die drei klug strukturierten 
Kampagnen fangen zwar sehr leicht an, 
werden aber in weiteren Spielverlauf ste- 
tig schwieriger. (n) 



SCHREIBEN SIE UNS 

Leserbriefe an die Redaktion können Sie am 
praktischsten per E-Mail loswerden. Unsere 
Anschrift im Internet ist 

leserPCP@aol.com 
Natürlich erreichen uns auch Briefe 

WEKA Consumer Medien GmbH 

Redaktion PC Player 

Gruberstr. 46a 

85586 Poing 
Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß wir nicht 
jede einzelne Zuschrift individuell beantworten 
können. Beim Abdruck von Leserbriefen behält 
sich die Redaktion Kürzungen vor. 



192 



PC PLAYER 8/ 98 




LLE TE STS 



des Jahrgangs 1998 

auf einen Blick 



Spiel Ausgabe Wertung 


Seite 


Spiel Ausgabe Wertung 


Seite 


Spiel 


Ausgabe Wertung 


Seite 


3D Ultra Pinball- Lost Continent 1 


/98 


69 


162 


Formel 1 '97 


4/98 


72 


92 


Pink Panther und die Zauberformel 


4/98 


68 


159 


Actua Golf 2 5 


/98 


72 


99 


f^ Forsaken 


5/98 


85 


84 


Plane Crazy 


6/98 


64 


129 


Actua Ice Hockey 5 


/98 


70 


98 


fr Frankreich 98- Die Fuflball-WM 6/98 


90 


122 


Planet Blupi 


1/98 


30 


190 


Actua Soccer 2 1 


/98 


72 


146 


Frogger 


1/98 


78 


160 


pod: Back to Hell 


2/98 


74 


162 


Addiction Pinball 3 


/98 


70 


107 


Game, Net & Match 


7/98 


71 


90 


Politica 


2/98 


61 


152 


Air Warrior 3 3 


/98 


55 


100 


P'GexSD 


7/98 


83 


96 


Powerboat Racing 


4/98 


67 


98 


Andretti Racing 1 


/98 


46 


110 


GNAP 


2/98 


59 


159 


Prost Grand Prix 


7/98 


38 


114 


|F~ Anno 1602 5 


/98 


82 


128 


Golf 98 Edition 


6/98 


74 


120 


Puzz 3D 


1/98 


9 


200 


Anstoss 2: Verlängerung 4 


/98 


75 


104 


Golf Pro, The 


5/98 


71 


92 


Queen: The Eye 


1/98 


60 


182 


Arcade's Greatest Hits: 








Grab des Pharao 


3/98 


41 


111 


Reap, The 


1/98 


75 


186 


The Midway Collection 2 4 


/98 


69 


106 


Granny 


3/98 


27 


106 


Rebel Moon Rising 


2/98 


27 


85 


Area-D 1 


/98 


19 


159 


Great Battles of Caesar 


5/98 


58 


116 


Rebellion 


6/98 


63 


94 


Armor Command 5 


/98 


58 


114 


Great Battles of Hannibal 


1/98 


67 


168 


fr Red Baron 2 


2/98 


80 


138 


Army Men 7 


/98 


73 


88 


Halls oftheDead 


5/98 


61 


101 


Redline Racer 


5/98 


74 


122 


Autobahn Raser 7 


/98 


43 


116 


Hardball 6 


7/98 


78 


109 


Riana Rouge 


5/98 


19 


113 


Balance of Power 2 


/98 


78 


102 


fr HeavyGear 


1/98 


83 


84 


Rising Lands 


3/98 


62 


88 


Balls of Steel 2 


/98 


63 


172 


Herrscher der Meere 


1/98 


63 


176 


SabreAce: Konflikt über Korea 


1/98 


63 


192 


Battleground 6 1 


/98 


60 


178 


Hexen 2 Missions-CD 


5/98 


81 


100 


Search and Rescue 


4/98 


54 


153 


Battleground 7 1 


/98 


54 


178 


Hexplore 


6/98 


73 


112 


Sega Rally Racing (für MMX) 


3/98 


67 


115 


Battleground 8 1 


/98 


65 


178 


Hugo - Wild River 


6/98 


14 


131 


Sega Touring Carts 


3/98 


68 


78 


gF" Battlezone 4 


/98 


90 


72 


i Panzer 44 


6/98 


63 


112 


Semper Fi 


5/98 


28 


96 


Birthright 2 


/98 


46 


156 


iF-22 


5/98 


77 


138 


Sensible Soccer World Cup 


6/98 


67 


126 


Black Dahlia 5 


/98 


56 


112 


Incoming 


5/98 


65 


90 


Sentient 


4/98 


40 


157 


fr Blade Runner 1 


/98 


80 


94 


Incubation Missions-CD 


5/98 


82 


134 


Seven Kingdoms: Ancient Adversaries 7/98 


73 


117 


Blaster 2 


/98 


26 


103 


Indy Racing 


7/98 


59 


116 


Seven Wars 


4/98 


35 


116 


Bleifuss Rally 1 


/98 


75 


152 


I-War 


1/98 


74 


130 


Shadow Master 


2/98 


37 


169 


BobSquish 1 


/98 


22 


164 


^ Jack Nicklaus 5 


3/98 


82 


82 


Shanghai Dynasty 


3/98 


76 


92 


Buccaneer 1 


/98 


55 


166 


Jazz Jack Rabbit 2 


4/98 


58 


85 


Sign ofthe Sun 


2/98 


21 


84 


Bug Riders 4 


/98 


45 


156 


Jedi Knight: MyteriesoftheSith 


4/98 


84 


96 


Ski Racing (DSF Ski) 


4/98 


62 


102 


Burnout 6 


/98 


26 


105 


J et Moto 


4/98 


76 


100 


Skull, The 


2/98 


13 


163 


Bust-a-Move 2 4 


/98 


68 


108 


John Sinclair: Evil Attacks 


6/98 


39 


144 


Soda Offroad Racing 


2/98 


53 


160 


Carmageddon Splat Pack 1 


/98 


69 


91 


) ourneyman Project 3 


2/98 


77 


150 


Soldiers at War 


6/98 


60 


131 


fr CART Precision Racing 3 


/98 


80 


74 


Kick Off 98 


1/98 


38 


148 


Spec Ops 


6/98 


74 


114 


Civ 2: Fantastic Worlds 1 


/98 


79 


198 


KKND2 


7/98 


76 


78 


Star Trek Pinball 


4/98 


59 


109 


Clash 7 


/98 


17 


117 


KKNDXtreme 


2/98 


59 


92 


Star Trek: The Game Show 


5/98 


61 


109 


Close Combat 2 1 


/98 


62 


98 


Korea 


5/98 


66 


139 


Star Wars Monopoly 


1/98 


69 


200 


W_ Comanche Gold 7 


/98 


85 


104 


Last Bronx 


4/98 


73 


110 


f^ Starcraft 


6/98 


88 


84 


W_ Commandos 7 


/98 


85 


84 


Liberation Day 


4/98 


77 


94 


Starfleet Academy Missions CD 


6/98 


67 


142 


W Croc 3 


/98 


81 


60 


fr Longbow 2 


1/98 


86 


118 


Starship Titanic 


6/98 


68 


140 


fr Curse of Monkey Island, The ] 


/98 


89 


78 


Lords of Magic 


2/98 


79 


146 


Stealth Reaper 2020 


4/98 


25 


154 


Daggerfall: Battlespire 2 


/98 


62 


170 


fr M 1 Tank Platoon 2 


5/98 


83 


102 


Steel Panthers 3 


1/98 


53 


170 


Dark Colony: The Council Wars 4 


/98 


39 


113 


Madden NFL '98 


1/98 


76 


144 


StreetsofSimCity 


2/98 


31 


104 


Dark Omen 4 


/98 


76 


78 


Mage Slayer 


1/98 


37 


189 


Suit, The 


2/98 


8 


163 


Dark Reign Missions-CD 5 


/98 


81 


133 


Man of War 


6/98 


32 


99 


Super Match Soccer 


6/98 


59 


126 


Dark Rift 4 


/98 


63 


112 


Maximum Force 


4/98 


48 


155 


Takeru 


2/98 


37 


158 


DaysofOblivion 5 


/98 


12 


95 


Men in Black 


1/98 


55 


156 


Tamagotchi 


3/98 


35 


94 


Deadlock 2 5 


/98 


62 


110 


Metalizer 


6/98 


58 


100 


Tender Loving Care 


6/98 


79 


116 


Deathtrap Dungeon 7 


/98 


72 


76 


Micro Machines V3 


6/98 


74 


132 


Tenka 


3/98 


29 


96 


Defiance 1 


/98 


22 


99 


Might & Magic 6 


6/98 


68 


106 


Tennis Manager 


6/98 


28 


130 


Descent to Undermountain 3 


/98 


46 


98 


Monopoly WM-Edition 


6/98 


68 


125 


Test Drive 4 


2/98 


68 


98 


Diablo: Hellfire 1 


/98 


74 


158 


Monster Truck Madness 


6/98 


61 


118 


TinyTrails 


7/98 


34 


89 


DiebytheSword 5 


/98 


78 


94 


Montezuma - Der Fluch der Azteken 


2/98 


55 


153 


TOCA 


1/98 


64 


112 


Dilbert's Desktop Games 3 


/98 


27 


90 


Motorhead 


6/98 


77 


138 


Total Annihilation: Core Contingency 6/98 


82 


98 


Dogday 2 


/98 


38 


154 


My Friend Koo 


3/98 


58 


113 


Triple Play 99 


6/98 


77 


131 


Drilling Billy 1 


/98 


42 


164 


NBA Action 98 


3/98 


78 


80 


Twisted Metall 


4/98 


65 


158 


DSF Baseball pro 98 1 


/98 


63 


150 


fr NBA Live (98 


1/98 


88 


140 


Ubik 


4/98 


67 


90 


DSF Football pro 98 1 


/98 


56 


150 


Netstorm 


1/98 


69 


188 


Ultimate Race 


2/98 


79 


100 


Dunkle Man'ver 4 


/98 


73 


82 


NHLOpenlce 


2/98 


65 


164 


Uprising 


1/98 


79 


90 


Earth 2140 Missions-CD 5 


/98 


76 


135 


Nightmare Creatures 


3/98 


69 


112 


Vlad Tepes Dracula 


4/98 


38 


116 


Eastern Front Mission Pack 1 7 


/98 


75 


109 


fr Nitro Riders 


5/98 


83 


106 


Wallstreet Trader 98 


7/98 


67 


108 


Emergency - Fighters for Life 6 


/98 


67 


104 


NuclearStrike 


1/98 


50 


184 


War Wind 2 


2/98 


70 


174 


F/A 18 Korea 2 


/98 


64 


144 


f^ Oddworld: Abe's Oddysee 


1/98 


85 


194 


Warbreeds 


4/98 


62 


114 


f^ Fl Racing 1 


/98 


90 


104 


Of Light and Darkness 


6/98 


70 


110 


fr Wing Commander: Prophecy 


2/98 


85 


86 


F-15 6/98 


79 


146 




Ostfront 


2/98 


18 


173 


Winter Race 3D 


2/98 


29 


165 


W^ F22 ADF 1 


/98 


82 


114 


Outwars 


6/98 


54 


143 


World Wide Rally 


2/98 


11 


162 


f$r F-22 Raptor 1 


/98 


81 


122 


Overseer 


5/98 


77 


124 


Worlds League Soccer 


7/98 


76 


110 


fr Fallout 1 


/98 


85 


194 


Pandemonium 2 


3/98 


79 


108 


X-Car - Experimental Racing 


1/98 


33 


154 


fr FIFA 98 -Die WM-Qualifikation 1 


/98 


89 


124 


Panzer Commander 


7/98 


66 


98 


X-COM: Interceptor 


7/98 


75 


70 


Fighting Force 5 


/98 


71 


136 


Pax 1 mperia 2 - Eminent Domain 


1/98 


74 


172 


Xenocracy 


7/98 


70 


92 


Final Impact 6 


/98 


28 


145 


Perry Rhodan: Brücke in die 


3/98 


57 


72 


Youdon'tknowjack 


3/98 


73 


114 


Final Liberation 2 


/98 


61 


166 


Unendlichkeit 








Z: ExpansionSet 


2/98 


56 


167 


Flight Unlimited 2 2 


/98 


74 


142 


Perry Rhodan: Operation Eastfront 


3/98 


68 


64 


Zombiville 


4/98 


17 


157 


Flying Saucer 5 


/98 


65 


121 


Pilgrim 


1/98 


64 


182 


Zork: Grand Inquisitor 


1/98 


78 


128 



( ttttA La ] 



Klänge im Raum 

Ein interessantes Spielegenre ent- 
deckte Fabian Otto in Computer-Bild 
5/98* Während man Über eine Auf- 
trennung von Adventures in Abenteuer, Comie-Abenteuer und Detektiv- 
Abenteuer noch streiten kann, legen wir bei ^Raumklänge-Spielen die Stirn 
in Falten. Was eint diese Titel? Gibt's bei »Vffng Commander* Prophecy« 
SphärenkUngeim Weltraum? Erklingen in ^FIFA98e dezente Stürmerflüehe 
aus dem Strafraum? Hört man bei >»Fi Radng« den knalligen Klang einer 





Die besten E3-Gimmicks 

Viel wilder als alle Spiele sind die kleinen Goodies, 
mit denen die Hersteller Aufmerksam- 
keit ihre Titel erheischen wollen. Von 
oben links nach unten rechts: 

1. Alle Fans des auf die Dauer etwas öden 
Jagdsimulators »Deer Hunter« freuen 
sich über diesen Plastik-Elchkopf. 

2. Selbst die Hotelzimmer-Schlüssel- 
karte ziert ein Lockruf zum Imagine- 
Stand. 

3« Herzschmerzen: Interactive Magics 
»Theocracy«-Weichgummiherz ist nichts 
für nervenschwache Zeitgenossen. 

4e Obskurer Comic, obskures Konsolen- 
spiel: In Acclaims »Quantum & Woody« spielt diese 
Ziege eine Hauptrolle. 

5« Come get some: »Duke Nukem Forever« wirbt mit 
stilechten Las- Vegas-Chips. 
6. Prosit: Am GT- Stand gab es nicht nur diesen 
schmucken Abe-Flaschenöffner, sondern auch »ech- 
tes« SoulStorm-Brew - eine schmackhafte, grün- 
violette Bananenmilch ohne Milch. 








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MM 



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If I had a hammer: Thomas J aepel von Hasbro testet 
den Tonka Workshop. 

Die seltsamste E3-Präsentation 
Hasbros PC-Aktivitäten sind nur der letzte Streich in 
der langen Konzerngeschichte. Deutlich obskurer: 
Kinderspielzeug und neuerdings auch -Software wie 
die »Tonka«-Reihe. Hier dürfen Sie den lieben Kleinen 
einen Aufsatz auf die Tastatur schnallen, mit dem 
frisch und frei gehämmert, geschraubt und gesägt 
werden darf. Parallel dazu entsteht auf dem Bild- 
schirm zum Beispiel eine Hundehütte. EineSteigerung 
ist der »Rasende Falke«: Darin finden Star-Wars-Figu- 
ren Platz, die dann auf Waffen und Steuerung einwir- 
ken - auf dem Monitor werden dazu passende Kampf- 
und Flugszenen gezeigt. (ra) 



DIE ÜBERSETZUNG DES MONATS 



Drei Mal dabei, bitte nicht mehr wiederwählen: In diesem Heft 
finden Sie den letzten Teil der schaurig-schön übersetzten 
» Spec Ops« - Readme- Datei . 

Ranger BUDDY kontrolliert: 

* END - Follow Me ! : Diese Form erzählt Ranger Zwei, 
Ihnen zu nähern und zu folgen. 

* DEL - Fire Them Up!: Diese Form läßt Ranger Zwei 
Ziel sein nächsten Feind. Dies stellt das Beste be- 
reit befallen Sie Formation für Feinde vor ein von 
beidenRanger . Ranger Zwei mag nehmen eine Weile, 
Ranger Eine einzuholen, wenn Ranger One zu einem 
schnellen Lauf geht. 

* PAGE DOWN - Hold Up ! : Diese Form erzählt Ranger 
Zwei, seinen Boden zu ertragen. Ranger Zwei wird 
sich bis nicht bewegen unterrichtete, um so zu ma- 
chen aber wird bei Feinden feuern, wenn sie inner- 
halb eines bestimmten Radius bekommen, davon. 

* HOME - Move Up ! : Diese Form erzählt Ranger Zwei 
zu begrenzte forwrd von Ranger One Lage und versu- 
chen Sie, Ende zu bleiben. 

Intel Indeo(r) Video Codec: Bitte seien Sie sicher, 
die Software Lizenz-Zustimmung zu lesen, die in ein- 
geschlossen wurde, das schließen Sie an routinemäßig 
vom Programm vor dem Anschließen dieser Software 
auf Ihre Maschine. 



196 



PC PLAYER 8/ 98 




TAGE DES DONNERS 

Unser Redakteur Udo Hoffmann betritt 
die Straßenbahn nur noch mit Sturzhelm 
und Schutzbrille. An jeder Haltestelle 
verschreckt er zusteigende Rentnerinnen 
mit dem Lautruf »Boxenstop!«. Fahrkar- 
tenkontrolleure trauen sich erst gar nicht 
mehr in seine Nähe - liegt's am herzhaf- 
ten Duft des ölverschmierten Overalls? 
Klarer Fall, der Mann bereitet sich mental 
auf das Rennspiel-Special in der nächsten 
PC Player vor! Überholspur-Udo und seine 
Kollegen vom Player-Rennstall sichten 
das gigantische Feld an PS-haltigen Si- 
mulationen. Die besten Programme tre- 
ten im Vergleichstest an; dazu gibt's ex- 
trabreite Previews von demnächt erschei- 
nenden Rennspiel-Neuheiten. 

( FILM AB ) 

Der Bundespräsident hat lei- 
der abgesagt, aber auch so 
häufen sich die Gast-Auftrit- 
te Prominenter im Rahmen 
unserer »Multimedia-Leser- 
briefe«. Nachdem Larry-De- 
signer AI Lowe diesen Monat 
den fröhlichen Video-Scha- 
bernack auf unserer CD-ROM anmoderierte, steht nächsten 
Monat Perry-Rhodan-Autor Arndt Ellmer vor der Kamera. 




c 



SICHERER TIP 



") 



Philipp Schneider läßt wieder seine Lösungs-Spür- 
hunde von der Leine. Nächsten Monat erwarten wir in 
unsere Tips-&-Tricks-Beilage Players'! Guide unter an- 
derem ausführliche Beiträge zur Meisterung von Do- 
minion: Storm over Gift 3, Might & Magic 6 sowie die 
zweite Hälfte der Lösung zu Deathtrap Dungeon. Da- 
zu kommt eine frische Portion Cheats und Kurztips. 




© © 9 



^^^^ 



C 



MAX HAT'S 



) 



Die Trefferquote bei unseren Spieletest-Ankündigungen war in 
den letzten Monaten zugegebenermaßen weniger zuverlässig als 
die Wettervorhersage. Wir haben konsequenterweise Redakteure 
gegeißelt, Pressesprecher vom Weihnachtskartenverteiler ge- 
strichen und generell die Termin-Unzuverlässigkeit im Umgang 
mit PC-Spielen bejammert. Doch für nächsten Monat haben wir ei- 
nen ebenso sicheren wie verheißungsvollen Testkandidaten auf 
Lager: MAX 2 ist Interplays neue anspruchsvolle Mischung aus 
Runden- und Echtzeit-Strategie. Die Entwickler versprechen acht 
verschiedene Parteien, rund 100 Einheitentypen und in 50 Stufen 
zoombare, edel ge- 
änderte Schlachtfel- 
der. Käufer von PC 
Player Plus werden 
dann gleich selbst 
Hand anlegen kön- 
nen, denn auf der 
nächsten CD-ROM 
wird eine spielbare 
Demo von MAX 2 ge- 
parkt. 




MAGIE & STRATEGIE MIT SUPER PLUS ) 



Auch nächsten Monat gibt es wieder die Spe- 
zialausgabe »Super Plus«. Hier erwarten Sie 
all die Magazin- und CD-ROM-Annehmlichkei- 
ten einer regulären PC Player Plus; das »Su- 
per« hat seine Daseinsberechtigung ob der 
zusätzlichen Spiele- Vollversion. 
In Ausgabe 9/98 lassen 
wir's kräftig zaubern, denn 
ein Master of Magfc wird 



| Game | Spetts | ^r itucs | CiUcs | Magic | Itifc | Plane | 



^ 




zur Eroberung komplexer Fantasy-Welten ge- 
sucht. Die komplette Vollversion des Micro- 
prose- Strategieklassikers bietet viele Auf- 
bauelemente ä la Civilization. Zwei Parallel- 
welten sind durch magische Tore miteinander 
verbunden. Hüben wie drüben gründen Sie 
Städte, setzen Zauberei ein 
und kommandieren Trup- 
pen herum. 




Alle Vorschau-Angaben ohne Gewähr! 
Aufgrund von Terminänderungen bei 
den Spieleherstellern kann es zu kurz- 
fristigen Verschiebungen kommen. 



J